100-Baggers: Aktien, die sich verhundertfachen – Und wie man Sie findet

Mai 20, 2024 3 Minuten Lesezeit

100-Baggers von Chris Mayer — Was Anleger lernen können | arvy Book Club

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arvy's Teaser: Ein 100-Bagger ist eine Aktie, die aus $1 $100 macht. Chris Mayer studierte jede Aktie, die das schaffte, und fand ein Muster: hohe Kapitalrenditen, Owner-Operators mit Skin in the Game, lange Wachstumsbahnen und — am wichtigsten — ein Anleger, der geduldig genug war, 20+ Jahre zu halten. Das Schwierigste an einem 100-Bagger ist nicht, ihn zu finden. Es ist, ihn nicht zu verkaufen.


Das Buch in 60 Sekunden

100-Baggers (2015) von Chris Mayer studiert jede Aktie, die über 50 Jahre 100x oder mehr Rendite erzielte. Mayer identifiziert gemeinsame Merkmale: hohe und steigende Eigenkapitalrendite (ROE), gründergeführtes Management mit Skin in the Game, kleine bis mittlere Marktkapitalisierung mit langen Wachstumsbahnen, und — kritisch — eine durchschnittliche Haltedauer von 26 Jahren.

Chris Mayer · 2015 · Investieren, Compounding & Aktienauswahl


Idee 1: Die Zwillingsmotoren — Hohe ROE + Lange Bahn = 100x

Mayers Kernfund: 100-Bagger werden von zwei Kräften angetrieben: hohe Eigenkapitalrendite (ROE) und lange Wachstumsbahnen. Ein Unternehmen mit 20% ROE, das diese Erträge 25 Jahre lang zum gleichen Satz reinvestieren kann, compoundert mit aussergewöhnlichen Raten. Die Mathematik ist einfach — die Geduld ist schwierig.

Die Anleger-Lektion

Suche nach Unternehmen mit konstant hoher ROE, die über Jahrzehnte reinvestieren können. In arvys Portfolio: Unternehmen wie Visa, LVMH, Microsoft und ASML haben beides — den ROE-Motor und die lange Bahn. (→ Quality Investing)


Idee 2: Skin in the Game — Owner-Operators outperformen

Mayer findet: Ein überproportionaler Anteil der 100-Bagger ist gründergeführt oder inhabergeführt. Wenn das Management signifikantes Eigenkapital besitzt, stimmen die Anreize mit den Aktionären überein. Sie denken in Jahrzehnten, nicht Quartalen.

Die Anleger-Lektion

Prüfe Insider-Beteiligungen. CEOs und Gründer mit signifikantem Eigenkapital sind incentiviert zu compoundern — nicht zu extrahieren. Hermès (familiengeführt), Nvidia (Jensen Huang), Berkshire (Buffett). (→ Steve Jobs)


Idee 3: Das Schwierigste — Nicht verkaufen

Mayers wichtigste Einsicht: Der durchschnittliche 100-Bagger brauchte 26 Jahre. Während dieser 26 Jahre fiel die Aktie mehrfach 30-50%. Jeder Einbruch fühlte sich wie das Ende an. Die Anleger, die 100x erreichten, waren nicht klüger — sie waren einfach geduldiger. Sie verkauften nicht.

Die Anleger-Lektion

Die grösste Bedrohung deiner Renditen ist nicht ein Crash — es ist das Verkaufen während eines Crashs. Der durchschnittliche 100-Bagger überstand mehrere 50%-Drawdowns auf dem Weg zu 100x. Steuerfreie Kapitalgewinne in der Schweiz belohnen genau diese Geduld. (→ Sparplan)


arvy's Take

Was überzeugt: Das direkteste Plädoyer für geduldiges, qualitätsfokussiertes Investieren. Die «Nicht verkaufen»-Lektion allein ist den Buchpreis wert. Was fehlt: Survivorship Bias ist real — für jeden 100-Bagger gingen Tausende auf Null. Was wir ergänzen würden: Du findest wahrscheinlich keinen einzelnen 100-Bagger. Aber ein diversifiziertes Portfolio aus 25-30 Qualitätsunternehmen gibt dir mehrere Chancen auf Compounder.


3 Sätze zum Merken

1. Hohe ROE + lange Bahn = aussergewöhnliches Compounding. Die Mathematik ist einfach. Die Geduld ist schwierig.

2. Investiere in Unternehmen, deren Management Skin in the Game hat. Gründer-Operators denken in Jahrzehnten.

3. Das Schwierigste ist nicht verkaufen. Der durchschnittliche 100-Bagger brauchte 26 Jahre und überstand mehrere 50%-Einbrüche.


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Auch im Book Club: Common Stocks & Uncommon Profits → · Investing from Darwin →


Qualität compoundert. Geduld multipliziert.

Unternehmen mit hoher ROE und langen Bahnen. Gründergeführtes Management. Steuerfreies Compounding. Ab CHF 1/Monat.

Sparplan einrichten

Dieser Artikel wurde von Patrick Rissi, CFA, Co-Founder von arvy, verfasst und von Thierry Borgeat und Florian Jauch, CFA, geprüft.

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