3a-Auszahlungssteuer-Rechner


Wenn du dein 3a-Vermögen falsch beziehst, verschenkst du schnell mehrere Tausend Franken an Steuern — Geld, das du jahrelang sparsam zur Seite gelegt hast. Die Auszahlungssteuer auf die Säule 3a ist progressiv und kantonal sehr unterschiedlich. Mit Staffelung und mehreren Konten lassen sich Tausende sparen. Dieser Rechner zeigt dir in drei Tabs: was du in deinem Kanton wirklich zahlst, wie viel du durch Staffelung sparst, und wie eine 5-Konten-Strategie über die Sparphase aufgebaut wird.
Wenn du dein 3a-Guthaben beziehst, wird es separat vom übrigen Einkommen besteuert — zu einem reduzierten, aber progressiven Tarif. Die Steuer wird auf drei Ebenen erhoben: Bund, Kanton und Gemeinde. Der Bundessteuersatz ist gleich für alle, beträgt ein Fünftel des ordentlichen Einkommenssteuersatzes und liegt effektiv zwischen etwa 0.5% und 2.3% — abhängig vom Bezugsbetrag.
Die kantonalen und kommunalen Steuersätze variieren dagegen massiv. Bei einem Bezug von CHF 500'000 als ledige Person zahlst du in Schwyz rund CHF 22'000 — in Neuenburg über CHF 60'000. Eine Differenz von fast CHF 40'000 nur durch den Wohnort.
Du darfst beliebig viele 3a-Konten haben — auch bei verschiedenen Anbietern. Aber: du kannst sie nur als Ganzes auszahlen, nicht in Tranchen. Daher die zentrale Regel: verteile deine Einzahlungen auf 5 Konten. Ab Alter 60 kannst du dann pro Jahr eines auszahlen — fünf Jahre Staffelung statt einem einzigen Bezug.
Der Kantonsunterschied ist real: ein Bezug von CHF 500'000 kostet in Schwyz rund CHF 22'000, in Neuenburg über CHF 60'000. Bei sehr grossen Bezügen kann ein echter Umzug in einen steuergünstigen Kanton wirtschaftlich sinnvoll sein. Wichtig: echter Wohnsitzwechsel, nicht Briefkasten — die Steuerbehörden prüfen den Lebensmittelpunkt.
Wer im selben Jahr CHF 400'000 PK-Kapital und CHF 80'000 aus der 3a bezieht, zahlt Steuern auf CHF 480'000 zusammen — deutlich mehr als bei zwei separaten Bezügen. Bei Ehepaaren werden zudem die Bezüge beider Partner addiert.
Die Faustregel: 3a-Konten über die Sparphase auf 5 Töpfe verteilen, ab Alter 60 jedes Jahr eines auszahlen, Pensionskasse in einem Jahr ohne 3a-Bezug, bei Ehepaaren: Bezüge zeitlich versetzt zwischen den Partnern. Damit holst du das Maximum heraus.
Hier eine Übersicht der ungefähren Kapitalauszahlungssteuer bei einem Bezug von CHF 500'000 (ledige Person, ohne Konfession, am Hauptort des Kantons, Stand 2025/2026):
| Kanton | Steuer | Effektiver Satz |
|---|---|---|
| Schwyz | CHF 22'000 | 4.4% |
| Zug | CHF 25'000 | 5.0% |
| Appenzell Innerrhoden | CHF 27'000 | 5.4% |
| Nidwalden | CHF 26'500 | 5.3% |
| Obwalden | CHF 28'000 | 5.6% |
| Zürich | CHF 37'500 | 7.5% |
| Bern | CHF 42'000 | 8.4% |
| Basel-Stadt | CHF 55'000 | 11.0% |
| Genf | CHF 50'500 | 10.1% |
| Waadt | CHF 55'500 | 11.1% |
| Neuenburg | CHF 60'500 | 12.1% |
Den vollständigen Vergleich aller 26 Kantone findest du im Rechner oben. Die effektive Steuer kann je nach Gemeinde, Zivilstand und Konfession um 5-15% abweichen — für die exakte Berechnung empfehlen wir den offiziellen ESTV-Steuerrechner.
Die 5-Konten-Strategie ist der wichtigste Hebel zur Steueroptimierung in der Säule 3a — und doch nutzen sie nur wenige. Das Prinzip ist einfach: je tiefer der Einzelbezug, desto tiefer die Steuerprogression.
Idealerweise so früh wie möglich. Wer mit 30 startet und 5 Konten gleichzeitig führt, hat 35 Jahre Zeit, um sie ähnlich gross wachsen zu lassen. Wer erst mit 55 anfängt, kann nur noch 10 Jahre einzahlen — die Konten werden sehr unterschiedlich gross, was die Staffelungs-Vorteile verringert.
Verteile deine jährliche Einzahlung rotierend auf die 5 Konten: Jahr 1 zu Konto A, Jahr 2 zu Konto B, ..., Jahr 5 zu Konto E, Jahr 6 wieder zu Konto A. So wachsen alle 5 Konten parallel. Manche moderne 3a-Anbieter machen das automatisch — andere musst du manuell verteilen.
Ab dem frühestens 5 Jahre vor dem AHV-Alter (also ab 60) kannst du beginnen, deine Konten auszuzahlen. Plane jeden Bezug in ein eigenes Steuerjahr — und idealerweise nicht im selben Jahr wie ein PK-Bezug oder der Bezug deines Ehepartners.
Wichtig zum Bezug: Du kannst ein 3a-Konto nur als Ganzes auszahlen — nicht teilweise. Wer also nur ein einziges grosses 3a-Konto hat, kann die Staffelung nicht nutzen. Die Aufteilung muss in der Spar-Phase erfolgen, nicht erst kurz vor dem Bezug.
Das grosse Bild: Wer 35 Jahre lang die Maximaleinzahlung leistet (heute CHF 7'258), hat bei 4% Rendite ein Vermögen von rund CHF 540'000 angespart. Die Differenz zwischen optimaler 5-Konten-Staffelung und einem unstrukturierten Einzelbezug liegt bei diesem Vermögen je nach Kanton zwischen CHF 6'000 und CHF 18'000. Das ist Geld, das ohne zusätzlichen Aufwand auf dem Tisch liegt — wenn man früh genug plant.
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