Säule 3a für Selbständige: Der grosse 3a-Abzug bis CHF 36’288

April 5, 2026 10 Minuten Lesezeit
Säule 3a · Selbständige

Säule 3a für Selbständige: Der grosse 3a-Abzug bis CHF 36'288

Von Thierry Borgeat, CFA & Co-Founder · Geprüft von Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA · Stand Mai 2026 · 10 Minuten Lesezeit

Als Selbständige(r) ohne Pensionskasse hast du in der Schweiz das mit Abstand grösste Steueroptimierungs-Potenzial in der Vorsorge. Während Angestellte mit PK auf CHF 7'258 pro Jahr beschränkt sind, kannst du bis zu CHF 36'288 (2026) in deine Säule 3a einzahlen — das sind 5× mehr. Bei einem Grenzsteuersatz von 35% sparst du dabei jährlich über CHF 12'000 Steuern. Über 35 Jahre summiert sich das auf rund CHF 420'000 Steuerersparnis. Dieser Artikel zeigt dir, wer wirklich qualifiziert, wie der grosse 3a-Abzug funktioniert, und wie du als Selbständige(r) eine optimale Mehrkonten-Strategie aufbaust — inklusive Bezugsplanung mit aufgeschobener Pensionierung.

CHF 36'288
Max. 3a-Abzug 2026 für Selbständige ohne PK
20%
Vom Netto-Erwerbseinkommen einzahlbar
Höheres Spar-Potenzial als Angestellte mit PK

Wer qualifiziert für den grossen 3a-Abzug?

Der grosse 3a-Abzug steht ausschliesslich Selbständigen ohne Pensionskasse offen. Was sich einfach anhört, ist in der Praxis oft missverstanden. Die wichtigsten Konstellationen:

ErwerbsformPensionskasse?Welcher 3a-Abzug?
Einzelunternehmer / FreelancerKeine PKGrosser Abzug (max. CHF 36'288)
Personengesellschaft (KlG, KmG)Keine PKGrosser Abzug (max. CHF 36'288)
Selbständig + freiwillige PKJa, freiwilligKleiner Abzug (max. CHF 7'258)
AG/GmbH-Inhaber als AngestellteJa, eigene PKKleiner Abzug (max. CHF 7'258)
Gemischt: Angestellt + SelbständigJa, beim ArbeitgeberKleiner Abzug (max. CHF 7'258)
Reine Hausfrau/HausmannKeine PK, kein ErwerbKein 3a-Abzug möglich

Der häufigste Irrtum: Wer nebenbei freischaffend ist und nebenher angestellt mit PK, kann NICHT den grossen Abzug nutzen. Sobald eine Pensionskasse existiert — egal in welcher Höhe — gilt nur der kleine Abzug von CHF 7'258. Selbst wer 80% Einkommen aus Freelance und 20% aus einer Mini-Anstellung mit PK erzielt, ist auf den kleinen Abzug beschränkt.

Wichtige Differenzierung: Inhaber von AG oder GmbH gelten nicht als Selbständige im Sinne der Säule 3a. Du bist Angestellte(r) deiner eigenen Gesellschaft und unterliegst (bei genügend Lohn) der BVG-Pflicht. Damit gilt für dich der kleine 3a-Abzug. Wer als Einzelunternehmer im Handelsregister eingetragen ist, hingegen, ist echte(r) Selbständige(r) — und qualifiziert für den grossen Abzug.

Was die Steuerbehörden prüfen

Massgebend ist das in der Steuerveranlagung deklarierte Netto-Erwerbseinkommen aus selbständiger Tätigkeit. Nicht der Umsatz, sondern Umsatz minus Geschäftskosten minus AHV/IV/EO-Beiträge. Wer im Steuerjahr CHF 150'000 Umsatz hatte, aber CHF 50'000 Geschäftskosten und CHF 15'000 Sozialversicherungs-Beiträge, hat ein massgebendes Netto-Erwerbseinkommen von CHF 85'000 — und kann maximal 20% davon = CHF 17'000 in die 3a einzahlen.

Wie der grosse 3a-Abzug funktioniert

Die Regel ist mathematisch einfach: 20% deines Netto-Erwerbseinkommens, maximal CHF 36'288 pro Jahr (2026). Was bei welchem Einkommen herauskommt:

Netto-Erwerbseinkommen20%-LimiteMax. 3a-Beitrag 2026
CHF 50'000CHF 10'000CHF 10'000
CHF 80'000CHF 16'000CHF 16'000
CHF 120'000CHF 24'000CHF 24'000
CHF 180'000CHF 36'000CHF 36'000
CHF 200'000CHF 40'000CHF 36'288 (Plafond)
CHF 500'000CHF 100'000CHF 36'288 (Plafond)

Der Plafond von CHF 36'288 (2026) wird ab einem Netto-Erwerbseinkommen von rund CHF 181'500 erreicht. Wer mehr verdient, kann nicht über den Plafond hinaus einzahlen. Wer weniger verdient, ist auf 20% beschränkt — aber das sind immer noch deutlich mehr als die CHF 7'258 für Angestellte.

Was bei schwankendem Einkommen?

Selbständige haben oft starke Einkommens-Schwankungen — gute Jahre mit CHF 200'000, magere mit CHF 60'000. Die Regel: der Maximalbetrag wird für jedes Jahr separat berechnet, basierend auf dem Netto-Einkommen jenes Jahres. Du kannst nicht «über die Jahre» mitteln.

Aber: seit 2025 sind 3a-Nachzahlungen möglich. Wer in einem guten Jahr nur teilweise einzahlt, kann das in einem späteren Jahr nachholen — bis zu 10 Jahre rückwirkend. Die Nachzahlung erfolgt jeweils auf den damaligen Maximalbetrag, nicht den aktuellen. Mehr dazu in unserem Artikel: Säule 3a Nachzahlung 2026.

Was du an Steuern sparst — konkret

Die Steuerersparnis entspricht deinem persönlichen Grenzsteuersatz × eingezahltem Betrag. Für Selbständige mit höherem Einkommen ist beides typischerweise hoch:

WohnortNetto-EinkommenMax. 3a-EinzahlungSteuerersparnis/Jahr
SchwyzCHF 120'000CHF 24'000~CHF 5'500
ZürichCHF 120'000CHF 24'000~CHF 7'200
NeuenburgCHF 120'000CHF 24'000~CHF 9'000
SchwyzCHF 200'000CHF 36'288~CHF 10'500
ZürichCHF 200'000CHF 36'288~CHF 13'500
NeuenburgCHF 200'000CHF 36'288~CHF 16'500

Beachte das Paradox: In Hochsteuer-Kantonen ist die Steuerersparnis grösser, weil der Grenzsteuersatz höher ist. Bei der Auszahlung passiert das Gegenteil — Hochsteuer-Kantone besteuern die Kapitalauszahlung stärker. Deshalb ist die Wohnort-Planung für Selbständige doppelt wichtig: günstig einzahlen, günstig beziehen.

Der Rendite-Effekt: Die Steuerersparnis ist effektiv eine sofortige, risikolose Rendite. Wer CHF 30'000 einzahlt und CHF 10'000 Steuern spart, hat eine sofortige Rendite von 33% auf das eingezahlte Kapital. Plus alle künftigen Renditen auf das 3a-Vermögen. Plus die spätere niedrigere Auszahlungssteuer (vs. ordentliche Einkommensteuer auf das gleiche Geld). Für hochverdienende Selbständige ist die 3a die steuerlich beste Investitionsmöglichkeit in der Schweiz.

Beispiel: Sarah als freischaffende Designerin

Sarah ist 30, freischaffende Designerin in Zürich, ohne Pensionskasse. Ihr Netto-Erwerbseinkommen variiert: 4 Jahre bei CHF 70'000, danach steigend auf CHF 150'000 mit 50. Sie nutzt konsequent den grossen 3a-Abzug — jährlich 20% ihres Einkommens, maximal aber den Plafond.

Sarahs 35-Jahres-Strategie

Konsequente maximale Einzahlung über die ganze Karriere

Durchschnittliche Einzahlung: ca. CHF 22'000/Jahr über 35 Jahre (gewichtet nach Einkommens-Entwicklung). Bei 4% Rendite auf eine Wertschriften-3a:

Endvermögen mit 65: ca. CHF 1'620'000

Total Einzahlungen: ca. CHF 770'000

Renditebeitrag: ca. CHF 850'000 (Zinseszins)

Steuerersparnis über die Karriere: ca. CHF 240'000 (Durchschnittlicher Grenzsteuersatz 30%)

Vergleich mit Angestelltem

Sarah vs. Angestelltem mit identischem Einkommen

Ein Angestellter mit PK und gleichem Bruttoeinkommen über 35 Jahre kann nur CHF 7'258 pro Jahr einzahlen. Endvermögen 3a: CHF 540'000. Sarah hat damit CHF 1.08M mehr 3a-Vermögen. Ihre Steuerersparnis ist zudem ca. CHF 175'000 höher.

Trade-off: Sarah hat keine Pensionskasse — also keine 2. Säule. Sie muss ihre Altersvorsorge ALLEIN aufbauen. Der grosse 3a-Abzug kompensiert das.

Sarahs Bezugs-Strategie

Bei einem 3a-Vermögen von CHF 1.62M und nur 5 Konten würde Sarah pro Bezug rund CHF 325'000 herausziehen — ein deutlich höherer Betrag als bei einem Angestellten. Die Progression wäre erheblich. Lösung: 8 statt 5 Konten (auch wenn die maximale Staffelungsdauer immer noch 5 Jahre bleibt) und aufgeschobene Pensionierung bis 70.

Mit 8 Konten und aufgeschobener Pensionierung (Bezug 60-65 plus 65-70 weil sie weiterarbeitet) verteilt Sarah ihre 1.62M auf 10 verschiedene Steuerjahre. Jeder Bezug = ca. CHF 162'000. Steuer pro Bezug (ZH): ca. CHF 8'500. Total: ca. CHF 85'000. Bei einem Einzelbezug von CHF 1.62M hätte sie ca. CHF 220'000 gezahlt. Ersparnis: CHF 135'000.

Berechne deine Selbständigen-Strategie

Im 3a-Auszahlungssteuer-Rechner kannst du auch grössere Bezugsbeträge simulieren — und sehen, wie viel die feinere Staffelung bei höherem Vermögen bringt.

Zum Rechner →

Die Mehrkonten-Strategie für Selbständige

Während Angestellte mit 5 Konten gut bedient sind, brauchen Selbständige mit hohem 3a-Vermögen 6-10 separate Konten. Der Grund: bei einem Vermögen von CHF 1M+ wird jeder einzelne Bezug (im 5-Jahres-Fenster) so gross, dass die Progression wieder zuschlägt — selbst bei optimaler Staffelung.

Faustregel: Pro CHF 200'000 ein zusätzliches Konto

Erwartetes 3a-EndvermögenEmpfohlene Konten-AnzahlBezug pro Konto (ohne Aufschub)
CHF 500'0005 KontenCHF 100'000
CHF 800'0006 KontenCHF 133'000
CHF 1'200'0007-8 KontenCHF 150-170'000
CHF 1'800'0009-10 KontenCHF 180-200'000
CHF 2'500'000+10+ Konten + Aufschub bis 70CHF 250'000+

Wichtig: mehr als 10 Konten lohnen sich operativ nicht — der administrative Aufwand übersteigt die marginale Steuerersparnis. Wer auf CHF 2.5M+ herauskommt, sollte stattdessen die aufgeschobene Pensionierung nutzen, um über 10 Steuerjahre statt 5 zu beziehen.

Anbieter-Strategie

Bei 8-10 Konten lohnt sich besonders eine Mischung von Anbietern:

  • 3-4 Konten bei einem Vermögensverwalter (Wertschriften, langfristig)
  • 3-4 Konten bei einer Vorsorgestiftung (verschiedene Strategien für Diversifikation)
  • 1-2 Konten in defensiveren Strategien (für die letzten 5 Jahre vor Bezug)

Für die Strategie-Wahl pro Konto: 5-Konten-Strategie Säule 3a.

Die aufgeschobene Pensionierung als Gamechanger

Hier wird es für Selbständige besonders attraktiv: du musst nicht mit 65 in Pension gehen. Wenn du selbständig erwerbstätig bleibst, kannst du die 3a-Auszahlung bis Alter 70 aufschieben. Das schafft 10 statt 5 Bezugsjahre (60-70 statt 60-65).

Für Selbständige ist das oft natürlich — viele arbeiten ohnehin freiwillig länger, weil sie ihre Selbständigkeit als Berufung sehen, weil sie ihr Unternehmen langsam an Nachfolger übergeben, oder weil sie Teilzeit weitermachen. Die 3a passt sich diesem Lebensentwurf perfekt an.

Voraussetzung: Du musst über das ordentliche AHV-Alter hinaus AHV-pflichtig erwerbstätig sein. Auch Teilzeit-Selbständigkeit reicht. Wichtig: in jedem Jahr eine Erwerbsbescheinigung für die 3a-Stiftung. Wer mit 67 plötzlich aufhört, muss innerhalb angemessener Frist die noch nicht bezogenen 3a-Konten auszahlen lassen.

Beispiel: 10-Jahres-Bezugsplan für Sarah

Sarah hat mit 60 ein 3a-Vermögen von CHF 1.62M auf 10 Konten. Sie plant, bis 70 Teilzeit weiterzuarbeiten. Ihr Bezugsplan:

  • Alter 60-64: Jährlich 1 Konto à CHF 162'000 → 5 Bezüge
  • Alter 65: AHV-Bezug startet, kein 3a-Bezug
  • Alter 66-70: Jährlich 1 Konto à CHF 162'000 → 5 weitere Bezüge

Total: 10 Bezüge in 10 verschiedenen Steuerjahren. Steuer pro Bezug (ZH, ledig): ca. CHF 8'500. Total Steuer: ca. CHF 85'000. Bei naivem Einzelbezug von CHF 1.62M: ca. CHF 220'000. Ersparnis: CHF 135'000 (62% weniger).

PK-Anschluss vs. grosser 3a-Abzug?

Selbständige können sich freiwillig einer Verbandseinrichtung oder der Auffangeinrichtung BVG anschliessen. Das ist eine bewusste Entscheidung mit Trade-offs:

Vorteile eines freiwilligen PK-Anschlusses

  • Risikoabsicherung: Tod und Invalidität sind besser gedeckt
  • Möglichkeit für PK-Einkäufe (zusätzliche Steueroptimierung)
  • Höhere Gesamt-Vorsorge: 2. Säule + 3a kombiniert
  • Strukturierte Altersrente möglich

Nachteile eines PK-Anschlusses

  • Verlust des grossen 3a-Abzugs: nur noch CHF 7'258 statt 36'288
  • Beiträge zur PK belasten Cashflow (oft 15-20% des Einkommens)
  • Geringere Flexibilität als 3a
  • BVG-Renditen oft unter Marktrendite (Umverteilung)

Wann lohnt der PK-Anschluss?

KonstellationPK-Anschluss?
Stabiles hohes Einkommen (CHF 200'000+), FamilieEher ja — wegen Risikoabsicherung
Variables Einkommen, Single ohne FamilieEher nein — grosser 3a-Abzug überlegen
Kurzfristige Selbständigkeit (Übergang)Nein — bestehende PK behalten / wieder anschliessen
Hoher Bedarf an Tod/Invaliditäts-SchutzJa — alternativ private 3b-Versicherung
Bereits PK-Vermögen aus früheren AnstellungenEher ja — Konsolidierung sinnvoll

Faustregel: Wer keine Familie hat und gute eigene Risikoabsicherung über private Versicherungen organisiert, fährt mit der reinen 3a-Lösung (grosser Abzug) typischerweise finanziell besser. Wer Familie und hohes Einkommen hat, sollte den PK-Anschluss prüfen — die Risikoabsicherung allein kann den Verlust des grossen Abzugs kompensieren.

Die typischen Selbständigen-Fehler

  1. Nur den kleinen Abzug nutzen. Wer als reine(r) Selbständige(r) nur CHF 7'258 einzahlt, verschenkt CHF 29'000 Abzugspotenzial pro Jahr. Bei Maximaleinzahlung von CHF 36'288 spart man jedes Jahr CHF 10'000-15'000 mehr Steuern.
  2. «Ich verdiene zu wenig für die grosse 3a». Auch bei CHF 50'000 Einkommen kann man 20% = CHF 10'000 einzahlen — und CHF 2'500-3'500 Steuern sparen. Jeder Franken zählt.
  3. Nur ein einziges 3a-Konto. Bei einem Vermögen von CHF 1M+ ist der Progressionsverlust dramatisch. Mindestens 6-8 Konten sind Pflicht.
  4. PK-Anschluss ohne Rechnung. Wer aus «Schutz»-Gefühl einer PK beitritt, verliert oft den finanziellen Vorteil des grossen Abzugs. Erst rechnen, dann entscheiden.
  5. Schwankendes Einkommen nicht ausgleichen. Wer in guten Jahren nicht das Maximum einzahlt, kann es nachträglich machen — seit 2025 ist die 3a-Nachzahlung bis 10 Jahre rückwirkend möglich.
  6. Aufgeschobene Pensionierung nicht planen. Bei hohem 3a-Vermögen ist die Aufschiebung bis 70 ein zentrale Steueroptimierung. Viele wissen nicht, dass sie das überhaupt dürfen.
  7. Wechsel Selbständigkeit ↔ Angestelltenverhältnis ohne Plan. Wer mitten im Jahr wechselt, sollte mit dem Steuerberater die anteilige Abzugsregelung klären.
  8. Cash statt Wertschriften. Bei den deutlich höheren Beträgen (im Vergleich zu Angestellten) wird der Rendite-Verzicht bei Cash-3a noch dramatischer. CHF 36'000/Jahr auf einem 0.5%-Sparkonto vs. 5%-Wertschriften-3a: über 30 Jahre eine Differenz von CHF 800'000.

Checklist nach Lebensphase

Bei Aufnahme der Selbständigkeit
  • Prüfe deinen PK-Status: bist du wirklich frei von PK-Pflicht?
  • Eröffne mindestens 5 neue 3a-Konten (bei 2-3 Anbietern)
  • Plane das jährliche Maximum: 20% deines erwarteten Netto-Einkommens
  • Richte Daueraufträge ein — idealerweise auf Januar des Folgejahres (für Vorjahres-Einkommen)
  • Entscheide bewusst gegen oder für freiwilligen PK-Anschluss
Während der Selbständigkeit (alle 1-3 Jahre)
  • Bei steigendem Einkommen: zusätzliche Konten eröffnen (Ziel 8-10 bei hohem Endvermögen)
  • Jährliche Einzahlung an aktuelles Einkommen anpassen (20%-Regel)
  • In schwächeren Jahren nicht aufgeben — auch CHF 5'000 sind besser als nichts
  • Versäumte Jahre prüfen: Nachzahlung bis 10 Jahre rückwirkend möglich
  • Anlagestrategie pro Konto reviewen — bei langer Laufzeit Wertschriften aggressiv
10 Jahre vor Pensionierung
  • Entscheidung treffen: ordentliche Pensionierung 65 oder Aufschub bis 70?
  • Bei Aufschub-Plan: noch mehr Konten eröffnen (Ziel 8-10)
  • Bezugsfahrplan grob entwerfen: welches Konto wann?
  • Wohnsitz-Optimierung prüfen, falls grosse Bezüge anstehen
  • Bei Partnerschaft: gemeinsame Koordination mit Partner
Im Bezugsfenster (Alter 60-70)
  • Jährliche Bezugs-Anmeldung bei der jeweiligen 3a-Stiftung (4-12 Wochen Vorlauf)
  • Bei Aufschub: jährliche Erwerbsbescheinigung beibringen
  • Bei Verheirateten: jeweils Spouse-Zustimmung mit beglaubigter Unterschrift
  • Jeder Bezug in Steuererklärung deklarieren
  • Reinvestitionsplan in freies Vermögen aufsetzen

Die Faustregel für Selbständige: Maximalbeitrag jedes Jahr (auch in schlechten Jahren das Mögliche), 6-10 separate Konten ab CHF 1M Vermögen, Wertschriften-Strategie über die ganze Sparphase, aufgeschobene Pensionierung bis 70 als Option offenhalten, und PK-Anschluss nur nach echter Risiko-Rechnung. Über 35 Jahre Selbständigen-Karriere holst du damit typischerweise CHF 200'000-400'000 mehr aus der Vorsorge als ein durchschnittlicher Angestellter mit identischem Einkommen.

Plane deine Selbständigen-Vorsorge

Der 3a-Auszahlungssteuer-Rechner simuliert auch grössere Bezugsbeträge und Mehrkonten-Strategien — perfekt für Selbständige mit hohem 3a-Vermögen.

Zum Rechner →

Häufige Fragen: 3a für Selbständige

Wie viel kann ich als Selbständiger in die Säule 3a einzahlen?
Ohne Pensionskasse: 20% des Netto-Erwerbseinkommens, max. CHF 36'288 (2026). Mit Pensionskasse oder gemischt Erwerbstätige: nur CHF 7'258 (kleiner Abzug).
Wer gilt als Selbständiger für die Säule 3a?
Einzelunternehmer, Personengesellschaften (KlG, KmG) und Freelancer ohne PK-Anschluss. AG/GmbH-Inhaber zählen als Angestellte ihrer Gesellschaft und haben in der Regel eine PK — also kleiner Abzug.
Unterschied zwischen grossem und kleinem 3a-Abzug?
Kleiner Abzug: CHF 7'258 (mit PK). Grosser Abzug: 20% des Einkommens, max. CHF 36'288 (ohne PK). Eine PK «sperrt» automatisch den grossen Abzug.
Kann ich als Selbständiger in eine Pensionskasse einzahlen?
Ja, freiwillig (Verbands- oder Auffangeinrichtung). Aber dann nur noch der kleine 3a-Abzug. Lohnt meist bei stabilem hohem Einkommen und höherem Bedarf an Risikoabsicherung.
Wie viel Steuern spare ich konkret?
Bei CHF 100'000 Einkommen und CHF 20'000 Einzahlung: ca. CHF 5'000-6'500. Bei CHF 180'000 Einkommen und max. CHF 36'288 Einzahlung: CHF 12'000-15'000 jährlich. In Hochsteuer-Kantonen entsprechend mehr.
Wie viele 3a-Konten brauche ich als Selbständiger?
Mindestens 5, bei hohem Vermögen 6-10. Faustregel: pro CHF 200'000 Endvermögen ein zusätzliches Konto. Bei CHF 2M+ kombinieren mit aufgeschobener Pensionierung bis 70.
Kann ich verpasste Jahre nachzahlen?
Ja, seit 2025 — bis zu 10 Jahre rückwirkend. Wichtig für Selbständige mit schwankendem Einkommen, die in schlechten Jahren nicht das Maximum ausschöpften.
Was passiert bei Wechsel zu Angestelltenverhältnis?
Bestehende 3a-Guthaben bleiben unverändert. Aber künftige Einzahlungen: nur noch kleiner Abzug, sobald PK besteht. Im Wechseljahr anteilig — Details mit Steuerberater klären.

Selbständig — und vorgesorgt.

Säule 3a für Selbständige mit grossem Abzug, transparenten Gebühren und Wertschriften-Strategie. Verwaltet von CFA-Charterholders bei arvy.

Mehr zur arvy 3a
Dieser Artikel wurde von Thierry Borgeat, CFA & Co-Founder von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft. Stand: Mai 2026.

Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Steuer-, Anlage- oder Vorsorgeberatung dar. Alle Rechenbeispiele basieren auf Annahmen (kantonale Richtwerte, Stand 2025/2026). Steuerregeln und 3a-Beiträge können sich jederzeit ändern. Die Maximalbeträge (CHF 7'258 / CHF 36'288 für 2026) werden periodisch angepasst. Tatsächliche Steuern variieren je nach Gemeinde, Konfession und individueller Situation. Für die exakte Berechnung empfehlen wir die Konsultation eines Steuerberaters. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter (KAG-Lizenz nach Art. 24). Impressum & Rechtliche Hinweise