CHF 150’000 Gehalt in der Schweiz: Was übrig bleibt — und wie du den Rest investierst

Februar 10, 2026 8 Minuten Lesezeit
CHF 150'000 Gehalt in der Schweiz: Was übrig bleibt — und wie du den Rest investierst (2026) | arvy

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CHF 150'000 Gehalt in der Schweiz: Was wirklich übrig bleibt — und wie du den Rest investierst

Von Thierry Borgeat, Co-Founder arvy · Zuletzt aktualisiert: März 2026 · 10 Minuten Lesezeit

Du verdienst CHF 150'000 in der Schweiz. Nach globalen Massstäben ist das aussergewöhnlich. Nach Schweizer Massstäben bist du ein Senior Professional — Tech Lead, VP, Berater, Arzt, Banker. Nicht reich. Aber definitiv komfortabel.

Und trotzdem: Die meisten Menschen in dieser Einkommensklasse machen erstaunlich wenig mit dem Überschuss. Das Geld liegt auf einem Sparkonto mit 0.75%. Oder es fliesst in Lifestyle-Inflation — grössere Wohnung, besseres Auto, mehr Restaurants. Nichts falsch daran. Aber der Unterschied zwischen einem CHF-150k-Verdiener der investiert und einem der es nicht tut, ist über CHF 1 Million in 15 Jahren.

Dieser Artikel ist für dich, wenn du CHF 120'000–200'000 in der Schweiz verdienst und einen klaren, konkreten Plan für den Überschuss willst.

CHF 4'415
Monatlicher Überschuss zum Investieren (CHF 150k, Zürich, ledig)
CHF 1.1 Mio.
Wert nach 15 Jahren bei 7% Rendite
CHF 0
Steuern auf Kapitalgewinne
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Der Wasserfall: Was von CHF 150'000 wirklich übrig bleibt

CHF 150'000 brutto = CHF 12'500/Monat. Hier ist, was damit passiert (ledig, keine Kinder, Zürich, 2026):

BruttolohnCHF 12'500
AHV/IV/EO/ALV (6.4%)– CHF 800
Pensionskasse BVG (~8.5%)– CHF 1'063
NBUV (~1.5%)– CHF 188
Einkommenssteuer (ordentl. Veranlagung, ~15%)– CHF 1'875
Netto auf LohnausweisCHF 8'575
Krankenkasse (KVG)– CHF 430
Tatsächlich verfügbarCHF 8'145
Miete (3.5-Zimmer, Zürich)– CHF 2'400
Lebenshaltung (Essen, Transport, Handy, Diverses)– CHF 1'900
Übrig zum Sparen & InvestierenCHF 3'845

Dazu ein 13. Monatslohn (üblich bei CHF 150k): ~CHF 7'000–8'000 netto pro Jahr, oder ~CHF 600/Monat zusätzlich. Total investierbar: ~CHF 4'415/Monat.

Für Genf (höhere Steuern, höhere Miete): ~CHF 3'400/Monat. Für Basel (tiefere Miete, moderate Steuern): ~CHF 4'800/Monat. Für den vollständigen Städtevergleich: → Gehaltsaufschlüsselung Schweiz

Die entscheidende Erkenntnis

CHF 4'415/Monat investierbares Einkommen ist nach jedem globalen Massstab aussergewöhnlich. Die meisten Menschen mit vergleichbaren Gehältern in London, New York oder München haben CHF 1'500–2'500 übrig — weil Steuern höher sind und Kapitalgewinne besteuert werden. Du hast mehr zum Investieren UND es verzinst sich steuerfrei. Das ist ein struktureller Vorteil, den die meisten unterschätzen.

Berechne deine exakte Aufschlüsselung: → Budget-Rechner


Die Steuer-Hebel die du nutzen solltest

Bei CHF 150'000 bist du in der ordentlichen Veranlagung (obligatorisch ab CHF 120k mit B-Bewilligung). Das heisst: du reichst eine volle Steuererklärung ein — und kannst jeden Abzug geltend machen. Die meisten Gutverdiener lassen CHF 3'000–8'000 auf dem Tisch liegen.

Steuer-HebelJährliche Ersparnis bei CHF 150k (Zürich)Aktion
Säule 3a (max)~CHF 2'500CHF 7'258 einzahlen. Nicht verhandelbar. → 3a-Guide
PK-EinkaufCHF 3'000–15'000+PK-Ausweis prüfen. Bei Lücke: einkaufen. Voll abzugsfähig, kein Limit. Grösster Hebel für Gutverdiener.
Berufsauslagen~CHF 800–1'500Arbeitsweg, Verpflegung, Arbeitswerkzeuge. Effektiv geltend machen wenn höher als Pauschale.
WeiterbildungBis ~CHF 4'000CFA-Vorbereitung, Sprachkurse, MBA-Module. Bis CHF 12'000 abzugsfähig.
3a Nachzahlung (neu 2026)~CHF 2'500 pro NachholjahrWenn du 2025 nicht voll 3a eingezahlt hast, 2026 nachholen. → Nachzahlungs-Guide

Totales Steuerersparnis-Potenzial: CHF 8'000–25'000+ pro Jahr, abhängig vom PK-Einkaufspotenzial. Bei CHF 150k mit ~34% Grenzsteuersatz in Zürich spart jeder CHF 10'000 Abzug CHF 3'400.

Der PK-Einkauf-Hack für Gutverdiener

Viele Gutverdiener haben erhebliche PK-Lücken — besonders wenn sie später in der Karriere in die Schweiz gekommen sind oder Jahre mit tieferem Einkommen hatten. Ein freiwilliger PK-Einkauf ist vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar ohne Obergrenze. Bei 34% Grenzsteuersatz spart ein CHF 50'000-Einkauf CHF 17'000 Steuern. Prüfe deinen PK-Ausweis auf die Zeile „Einkaufspotenzial". Wenn sie nicht null ist: handeln.


Die optimale Aufteilung für CHF 4'000+/Monat

Du hast ~CHF 4'415/Monat zum Einsetzen. Hier ist die Prioritätenreihenfolge:

Priorität 1: Notfallreserve (einmalig)

CHF 25'000–35'000 in Cash. Bei deinem Ausgabenniveau willst du 4–6 Monate Puffer. Wenn bereits aufgebaut: weiter zu Priorität 2.

Priorität 2: Säule 3a — CHF 605/Monat

Jedes Jahr maximieren. Wertschriften-basiert, 80–99% Aktien. Das ist deine garantierte 25–34% Rendite via Steuerersparnis. → 3a-Guide

Priorität 3: PK-Einkauf — falls verfügbar (jährliche Einmalzahlung)

Wenn dein PK-Ausweis Einkaufspotenzial zeigt, erwäge einen jährlichen freiwilligen Einkauf. Am besten in einem einkommensstarken Jahr.

Priorität 4: Freies Investieren — CHF 3'810/Monat

Bei CHF 150k hast du zwei Wege, die beide funktionieren. Wähle den, der zu dir passt:

Variante A — 100% arvy (einfacher, fokussierter):

BausteinMonatlichAnbieterZweck
arvy Säule 3aCHF 605arvySteuerbegünstigt, 100% Aktien (Klettern)
arvy SparplanCHF 3'810arvyQualitätsaktien + Bildung + Co-Investment
Total monatlichCHF 4'415

Variante B — Core-Satellite (maximale Diversifikation):

BausteinMonatlichAnbieterZweck
arvy Säule 3aCHF 605arvySteuerbegünstigt, 100% Aktien (Klettern)
ETF CoreCHF 2'000findependent / True Wealth / SwissquoteBreiter Markt, günstig, Stabilität
arvy SparplanCHF 1'810arvyQualitätsaktien + Bildung + Co-Investment
Total monatlichCHF 4'415
Warum arvy bei diesem Einkommen Sinn macht

Bei CHF 150k brauchst du keinen Robo-Advisor der dir sagt, den MSCI World zu kaufen. Das weisst du bereits. Was du brauchst ist Überzeugung in einem Abschwung — das Verständnis, warum du Visa, LVMH oder Microsoft hältst, wenn der Markt 25% fällt. Dieses Verständnis kommt vom arvy Weekly (12'000+ Leser), der Bildungsbibliothek, und dem Wissen dass drei CFA-Charterholder über CHF 100'000 ihres eigenen Geldes in denselben 30 Unternehmen investieren. Bei deinem Einkommen ist der marginale Gebührenunterschied Rauschen. Der Verhaltens-Vorteil des Portfolio-Verständnisses ist Signal.

💡 Sieh wie Quality Investing in der Praxis aussieht. Lies eine Ausgabe des Weekly — ein Deep Dive in ein Unternehmen, jeden Freitag, kostenlos. → Kostenlos abonnieren


Die Zinseszins-Rechnung: 5, 10, 15, 20 Jahre

CHF 4'415/Monat investiert bei 7% durchschnittlicher Jahresrendite (nach Gebühren). Bei reinvestierten Dividenden und steuerfreien Kapitalgewinnen:

JahreTotal eingezahltPortfoliowertDavon Zinseszins
5CHF 264'900CHF 315'000CHF 50'100
10CHF 529'800CHF 770'000CHF 240'200
15CHF 794'700CHF 1'420'000CHF 625'300
20CHF 1'059'600CHF 2'350'000CHF 1'290'400

Lies die letzte Zeile nochmal. In 20 Jahren hast du CHF 1.06 Millionen eingezahlt — und es ist auf CHF 2.35 Millionen gewachsen. Der Zinseszins (CHF 1.29 Mio.) übersteigt was du tatsächlich eingezahlt hast. Und in der Schweiz ist jeder Franken dieses Wachstums steuerfrei.

Der Unterschied zwischen einem CHF-150k-Verdiener der investiert und einem der es nicht tut, ist nicht Lifestyle. Es ist Vermächtnis. CHF 2.35 Mio. vs. CHF 1.06 Mio. Gleiches Gehalt. Gleiche Stadt. Andere Entscheidungen.

Berechne deine exakte Projektion: → Zinseszinsrechner


Die 5 Fehler die Gutverdiener machen

1. Lifestyle-Inflation frisst den Überschuss

Die Lohnerhöhung von CHF 120k auf CHF 150k bringt ~CHF 1'500/Monat netto. Die meisten geben es für eine grössere Wohnung und mehr Restaurants aus. Investiere auch nur die Hälfte jeder Lohnerhöhung, und du baust Vermögen auf während du weiter lebst.

2. CHF 100'000+ auf dem Sparkonto belassen

Bei 0.75% Zins und ~1.5% Inflation verliert dein Sparkonto jedes Jahr an Kaufkraft. CHF 100'000 die 10 Jahre in Cash liegen, sind real ~CHF 85'000 wert. Investiert bei 7% wären es ~CHF 197'000. Opportunitätskosten des Nichtstuns: CHF 112'000.

3. PK-Einkaufspotenzial nicht ausschöpfen

Der PK-Einkauf ist der mächtigste Steuerabzug für Gutverdiener — voll abzugsfähig, kein Limit. Viele CHF-150k+-Verdiener haben CHF 50'000–200'000 ungenutztes Einkaufspotenzial und prüfen es nie. Ein Blick auf den PK-Ausweis könnte dir dieses Jahr CHF 10'000+ Steuern sparen.

4. 100% in einen einzigen Ansatz investieren

Alles in ETFs = keine Überzeugung bei Abschwüngen. Alles in Einzelaktien = zu viel Zeit und Risiko. Alles in Immobilien = illiquid und konzentriert. Der optimale Ansatz kombiniert 3a (Steuerersparnis), ETF (breite Basis) und Quality Investing (Überzeugung + Bildung). Core-Satellite. → CHF 500/Monat aufteilen

5. Keinen Plan für den Wegzug

Viele Gutverdiener in der Schweiz sind für 5–10 Jahre hier. Ohne Wegzugsplan sortierst du 3a, PK, Steuern und Anlagen im letzten Monat — und verlierst Tausende durch suboptimales Auszahlungs-Timing. Plane ab Jahr 1. → Checkliste Wegzug Schweiz


Häufige Fragen

Immobilie kaufen oder investieren?

Bei CHF 150k braucht eine Immobilie in Zürich ~CHF 200'000–300'000 Eigenkapital (20% des Kaufpreises). Falls vorhanden: Immobilie kann für Stabilität und Hypothekarabzüge sinnvoll sein. Falls nicht: investieren und darauf hinarbeiten. Nutze unseren Rechner zum Vergleich: → Mieten-oder-Kaufen-Rechner. Viele Gutverdiener machen beides — Immobilie als langfristiges Zuhause, Investitionen als liquides Vermögen.

Brauche ich einen Vermögensverwalter?

Traditionelle Vermögensverwalter verlangen 1–1.5% auf Vermögen und schneiden oft schlechter ab als Indexfonds. Bei CHF 150k brauchst du keinen Private Banker — du brauchst eine klare Allokation (3a + ETF + Qualität), automatisierte Ausführung (Daueraufträge), und das Wissen dran zu bleiben. arvy liefert die Qualitätskomponente plus Bildung. Ein Treuhänder für die Steuererklärung (CHF 500–1'500) ist meist wertvoller als ein Vermögensverwalter.

Wie viel meines Portfolios sollte in arvy vs. ETF sein?

Wir empfehlen 30–50% Satellite (arvy) und 50–70% Core (ETF). Bei höherem Einkommen und längerem Horizont kannst du Richtung 40–50% Satellite gehen — weil du mehr Überschuss hast um kurzfristige Schwankungen zu absorbieren und die Qualitätsprämie über die Zeit stärker compoundiert. Aber jede Aufteilung in diesem Bereich funktioniert. Wichtiger: anfangen und konsistent bleiben.

Ich verdiene über CHF 200'000. Ändert das die Strategie?

Die Struktur bleibt gleich — 3a, PK-Einkauf, Core-Satellite. Aber die Beträge skalieren: bei CHF 200k hast du ev. CHF 6'000–7'000/Monat zum Investieren. Auf diesem Niveau: grössere PK-Einkäufe (massive Steuerersparnis), höherer Satellite-Anteil, und ev. den arvy Aktienfonds direkt über Swissquote für grössere Einmalinvestitionen. Die Prinzipien ändern sich nicht. Die Zahlen werden grösser.

Soll ich meinen Bonus investieren?

Ja — investiere 100% deines Bonus. Der einfachste Vermögensaufbau-Hack: Du hast letztes Jahr ohne ihn gelebt, du brauchst ihn dieses Jahr nicht. Ein CHF 15'000 Bonus jährlich investiert über 10 Jahre bei 7% = ~CHF 217'000. Das ist eine Anzahlung oder ein Sabbatical-Fonds — aufgebaut ausschliesslich mit Geld das du nie „brauchtest".

Was ist mit Crypto oder alternativen Anlagen?

Wenn es dich interessiert: maximal 5–10% des Portfolios. Crypto-Gewinne sind in der Schweiz steuerfrei (gleich wie Aktiengewinne), aber die Volatilität ist um Grössenordnungen höher. Behandle es als spekulativen Satellite, nicht als Kernbestand. Der Grossteil deines Vermögens sollte in Anlagen stecken die echte Cashflows generieren — was sowohl ETFs als auch arvys Qualitätsunternehmen tun.


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CHF 4'415/Monat × Qualität × Zeit = generationelles Vermögen.

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Dieser Artikel wurde von Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft. Zuletzt aktualisiert März 2026.

Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Steuer-, Finanz- oder Anlageberatung dar. Alle Zahlen sind Schätzungen basierend auf 2026er Sätzen für Zürich, ledig, ohne Kinder, und können je nach Kanton, Gemeinde, Arbeitgeber und individuellen Umständen erheblich abweichen. Investitionsrenditen basieren auf historischen Durchschnittswerten und sind nicht garantiert. Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter. Impressum & Rechtliche Hinweise