Common Stocks and Uncommon Profits


📚 arvy's Book Club
arvy's Teaser: Warren Buffett sagt, sein Investitionsansatz sei «85% Graham, 15% Fisher.» Aber diese 15% — der Fisher-Teil — sind es, die Buffett vom Zigarrenstummel-Value-Investor zum grössten Compounder der Geschichte machten. Philip Fishers Klassiker von 1958 lehrte eine Generation, aufzuhören, nach billigen Aktien zu suchen, und stattdessen nach grossartigen Unternehmen zu suchen, die man jahrzehntelang halten kann. Es ist das intellektuelle Fundament von Quality Investing — und das Buch, das am meisten beeinflusst hat, wie arvy dein Geld investiert.
Common Stocks and Uncommon Profits (1958) von Philip A. Fisher führte die Welt ins Growth Investing ein. Während Benjamin Graham Anlegern beibrachte, billig zu kaufen, lehrte Fisher, exzellent zu kaufen — und für immer zu halten. Seine 15-Punkte-Checkliste, seine «Scuttlebutt»-Forschungsmethode (mit Kunden, Wettbewerbern und Lieferanten sprechen) und sein Beharren auf Managementqualität machten dies zum wichtigsten Growth-Investing-Buch aller Zeiten.
Philip A. Fisher · 1958 · Growth Investing & Qualitätsanalyse
Direkter Einfluss auf Buffett, Munger und arvys Investmentprozess
Vor Fisher hiess Investieren: kaufe, was billig ist. Fisher drehte das Skript um: Suche nicht nach billigen Unternehmen. Suche nach grossartigen — und zahle einen fairen Preis.
Fishers Einsicht: Ein wirklich grossartiges Unternehmen — mit starkem Management, hohen R&D-Ausgaben, steigenden Margen und dauerhafter Wettbewerbsposition — wird viel länger im Wert compoundern als jede billige Aktie sich erholen kann. Die «teure» Aktie, die 15% pro Jahr über 20 Jahre wächst, vernichtet die «billige» Aktie, die einmal 50% aufholt und dann stagniert.
Wenn der Job beim Kauf einer Aktie richtig gemacht wurde, ist der Zeitpunkt zum Verkauf — fast nie.
Das ist der Kern von arvys Investmentphilosophie. Wir suchen nicht die billigsten Aktien — wir suchen die qualitativ besten Unternehmen mit den breitesten Burggraben und den längsten Compounding-Bahnen. Fisher bewies: Einen fairen Preis für Exzellenz zu zahlen schlägt einen Schnäppchenpreis für Mittelmässigkeit — jedes Mal, über Jahrzehnte. (→ Quality Investing)
Fishers originellster Beitrag: Vor dem Investieren sprach er mit Kunden, Lieferanten, Wettbewerbern, ehemaligen Mitarbeitenden und Branchenexperten. Er wollte Dinge verstehen, die kein Finanzbericht verraten konnte: Ist das Management ehrlich? Lieben Kunden das Produkt? Machen sich Wettbewerber Sorgen?
Für Schweizer Anleger: Schweizer Unternehmen wie Nestlé, Roche, Sika und Partners Group kann man quasi von der eigenen Haustür aus recherchieren. Nutze die Produkte, lies die Berichte, besuche die GVs. Nähe ist ein Vorteil. Für arvy bedeutet es: Unser Investmentteam führt tiefgehende qualitative Recherche neben quantitativer Analyse durch — denn Zahlen sagen dir, was passiert ist, aber Kultur sagt dir, was als Nächstes passiert.
Fisher veröffentlichte eine 15-Punkte-Checkliste: Hat das Unternehmen Produkte mit ausreichendem Marktpotenzial? Hat das Management die Entschlossenheit, Produkte zu entwickeln, die weiter expandieren? Wie effektiv ist R&D? Hat das Unternehmen überdurchschnittliche Margen? Ist das Management ehrlich zu Aktionären, wenn es schlecht läuft?
Bemerkenswert ist, was die Checkliste nicht enthält: keine KGVs, keine Kurs-Buchwert-Berechnungen, keine Dividendenrenditen. Fisher bewertet die Qualität des Unternehmens, nicht den Preis der Aktie.
Was überzeugt: Das Buch, das arvys Investmentphilosophie geprägt hat. Fishers Einsicht — dass Unternehmensqualität, nicht Aktienkurs, langfristige Renditen bestimmt — ist heute relevanter als 1958.
Was fehlt: Fisher schrieb für professionelle Stock-Picker. Die meisten Privatanleger können keine Hunderte Stunden pro Unternehmen recherchieren — weshalb die Delegation an einen qualitätsfokussierten Vermögensverwalter Sinn ergibt. Der Stil ist von 1958 und dicht.
Was wir ergänzen würden: Fisher ist das Fundament. Für das vollständige Bild: kombiniere ihn mit Housel (Verhalten), Sun Tzu (Geduld) und Nvidia Way (wie ein Qualitätsunternehmen von innen aussieht).
1. Kaufe Qualität, nicht billig. Ein grossartiges Unternehmen zu einem fairen Preis schlägt ein mittelmässiges zum Schnäppchen — jedes Mal.
2. Recherchiere das Unternehmen, nicht nur die Zahlen. Kultur, Management und Wettbewerbsdynamik bestimmen langfristige Renditen.
3. Wenn der Kauf richtig gemacht wurde, ist der Zeitpunkt zum Verkauf fast nie. Lass Qualität compoundern.
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Auch im Book Club: Quality Investing → · Investing from Darwin →
arvys Portfolio basiert auf Fishers Prinzipien: grossartige Unternehmen, breite Burggraben, lange Haltedauer. Ab CHF 1/Monat.
Dieser Artikel wurde von Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft.
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