Das grosse Paradoxon des Aktienmarktes — hoch kaufen, höher verkaufen

Mai 21, 2024 10 Minuten Lesezeit
Das «grosse Paradoxon» des Aktienmarktes — Hoch kaufen, höher verkaufen | arvy für The Market NZZ

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Das «grosse Paradoxon» des Aktienmarktes

Was teuer und zu hoch erscheint, steigt in der Regel weiter. Was günstig und zu niedrig erscheint, sinkt in der Regel weiter. Die Botschaft ist klar: Hoch kaufen, höher verkaufen. Warum Super-Performer die meiste Zeit in der Nähe neuer Höchststände verbringen — und warum Bottom Fishing eine Illusion ist.

Von Thierry Borgeat · Mit Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA · Erschienen in The Market by NZZ, Mai 2024 · 11 Minuten Lesezeit

Ursprünglich erschienen in
The Market by NZZ — Mai 2024
Lies die kompakte Original-Analyse direkt bei NZZ. Hier auf arvy.ch findest du die vertiefte Investoren-Sicht zur Psychologie der Höchststände, zum Overhead-Supply-Konzept und zur 4%-Regel der grossen Gewinner.
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In 30 Sekunden — die Kernthese
  • Hoch kaufen, höher verkaufen. Wer die grössten Gewinner der letzten 140 Jahre analysiert, sieht ein Pattern: Was teuer erscheint, steigt weiter. Was günstig erscheint, sinkt weiter. Multi-Bagger entstehen, indem sie unweigerlich neue Allzeithochs erreichen — wie sollten sie sonst zu Multi-Baggern werden?
  • Die Psychologie treibt das Paradoxon. Bei Allzeithochs sind alle Halter profitabel, der Verkaufsdruck ist gering, die «Linie des geringsten Widerstands» zeigt nach oben. Bei Aktien weit unter ihren Hochs sammeln sich «trapped buyers» — Overhead Supply, der jede Erholung erstickt.
  • 4% der Aktien schaffen 100% der Gewinne. In den letzten 100 Jahren waren nur 4% aller Aktien für die Gesamtgewinne des gesamten Marktes verantwortlich. 48% lieferten bestenfalls die Rendite einer einmonatigen US-Staatsanleihe. Wo verbringen die 4% ihre Zeit? In der Nähe neuer 52-Wochen-Hochs.

Die Original-Analyse — der Anriss

Aktienkurse sind nie zu hoch, um zu kaufen, oder zu niedrig, um zu verkaufen. — Jesse Livermore, amerik. Investor und Börsenhändler (1877–1940)

Wie steigt eine Aktie zum ersten Mal von 50 $ auf 100 $? Wie wird eine Aktie zu einem Super-Performer, einem Multi-Bagger, einem langfristigen Compounder? Indem sie auf ihrem Weg unweigerlich neue Allzeithochs erreicht. Sie klettert in neue Höhen. Unbekanntes Terrain.

Doch die meisten Anleger, ob neu oder erfahren, kaufen gerne Aktien, die weit unter ihrem Höchststand liegen, weil sie glauben, dabei ein Schnäppchen zu machen. Das ist das grosse Paradoxon: Wer die grössten Gewinner der letzten 140 Jahre analysiert, sieht genau das Gegenteil. Was teuer aussieht, steigt weiter. Was günstig aussieht, fällt weiter.

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Chart 1: Durchschnittliche kumulative Gesamtrendite S&P 500, 1988–2023

Durchschnittliche kumulative Gesamtrendite S&P 500 nach Haltedauer

Quelle: JP Morgan, Guide to Markets, Q1 2024


01Die zentrale Botschaft: Hoch kaufen, höher verkaufen

In Gesprächen mit Marktteilnehmern wiederholt sich ein Satz: «Ich kaufe keine Aktien, die neue Höchststände erreichen.» Die Begründung: es sei sicherer, Aktien zu kaufen, die stark gefallen sind oder in der Nähe ihrer Tiefststände handeln. Das fühlt sich wie ein Schnäppchen an.

Die Daten sagen das Gegenteil. Eines der grossen Paradoxa des Aktienmarktes ist: Was teuer und zu hoch erscheint, steigt in der Regel weiter, und was günstig und zu niedrig erscheint, sinkt in der Regel weiter. Das gilt sowohl für Einzeltitel als auch für die Gesamtindizes.

Das Kern-Prinzip

Die Botschaft ist klar: Hoch kaufen, höher verkaufen. Das widerspricht dem naiven Instinkt «billig kaufen, teuer verkaufen» — aber genau dieser Instinkt ist das Problem. Er führt Anleger in die falschen Aktien, während die echten Gewinner scheinbar «schon zu teuer» aussehen.


02Der psychologische Vorteil neuer Hochs

Psychologie ist der wichtigste Faktor beim Investieren — sie ist für mehr als 60% des Anlageerfolgs verantwortlich. Vielleicht sogar mehr. Warum also ist der Besitz von Aktien bei Höchstständen ein Vorteil?

Alles hängt von der «Linie des geringsten Widerstands» ab — und davon, wie die Investoren, die die Aktie halten, über ihre Position denken. Bei einer Aktie in der Nähe des Allzeithochs haben alle Halter einen Gewinn. Alle sind in ihrer Analyse bestätigt. Alle lassen den Gewinner laufen. Es ist keine Position, über die man sich Sorgen macht — die Unsicherheit ist niedrig. Und wir wissen: Anleger hassen Unsicherheit.

Das Gegenstück: Aktien mit Verlusten. Thierry erinnert sich aus Kundengesprächen — Gewinn-Positionen waren nie ein Thema. Verlust-Positionen schon. Zwei typische Reaktionen:

  1. Nachkaufen, um den Durchschnittspreis zu senken. Die fundamentale Geschichte wird dabei vernachlässigt — es geht nur darum, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, den Break-even zu erreichen.
  2. Limit-Auftrag zum Verkauf am Break-even — Hauptsache, ohne Verlust und mit einem blauen Auge davonkommen.
Der Ursprung der «schwachen Hände»

Diese zweite Reaktion ist der Ausgangspunkt für «schwache Hände» im Markt: Investoren, die nicht an das Unternehmen glauben und nur noch daran interessiert sind, verlustfrei auszusteigen. Ihre Verkaufsorders wirken wie ein Deckel über jeder Erholung — bis sie abgearbeitet sind. Das ist Overhead Supply.


03Overhead Supply: Wenn Unterstützung zu Widerstand wird

Das Studium von Aktien ist in gewisser Weise wie die Arbeit eines Psychologen. Das Verhalten von Preis und Volumen verrät, wie der Markt über ein Unternehmen denkt. Overhead Supply ist einer dieser emotionalen Wendepunkte — und das Muster wiederholt sich an jedem früheren Kursniveau, wo unglückliche Käufer «gefangen» sind.

Das Pattern (Stan Weinstein): Eine Aktie XYZ bildet nach einem starken Rückgang eine Handelsspanne zwischen 18 und 20. Die 18er-Marke wird Unterstützung, die 20er-Marke wird Widerstand. Dann bricht XYZ unter die 18 — Unterstützung wird zu Widerstand. Alle, die zwischen 18 und 20 gekauft haben, sitzen auf Verlusten. Sie werden zu «trapped buyers» — gefangenen Käufern, die auf Break-even warten.

Die 10-Stockwerke-Analogie
Aktie mit Overhead Supply
Klettert vom Erdgeschoss zum 10. Stock
Aktie auf Allzeithoch
Steht schon auf dem 9. Stock

Wer wird mehr Energie übrighaben, wenn er oben ankommt? Die Aktie mit weniger Widerstand steigt einfacher und weiter. Wenig oder kein Overhead Supply — das findet man in der Nähe von Allzeithochs.

Selbst wenn XYZ später über den Widerstand bei 15 ausbricht, liegt der nächste Widerstand immer noch bei 18, der ehemaligen Unterstützung. Hier warten die trapped buyers, um bei Break-even zu verkaufen. Ihre Verkaufsorders verschlingen die Kaufkraft — die Aktie kämpft sich mühsam durch jedes frühere Schmerz-Niveau.


04Preis spiegelt Fundamentaldaten

Wir haben uns mit Psychologie und Technik befasst. Was ist mit den Fundamentaldaten? Ein Chartmuster visualisiert die Stimmung einer Aktie — aber es spiegelt auch die Qualität des zugrunde liegenden Geschäfts.

Was sagt ein Unternehmen, das in der Nähe seines Allzeithochs handelt, über seine Fundamentaldaten? Dass es in Schwierigkeiten steckt? Dass die Aussichten bescheiden sind? Wahrscheinlich nicht. Börsensprüche wie «The trend is your friend until the end when it bends» sind nicht nur schöne Phrasen. Unternehmen im Trend schaffen kontinuierlich Wert für ihre Aktionäre. Darin spiegeln sich Stabilität, Visibilität der Erträge und des zugrunde liegenden Geschäfts — letztlich Qualität.

Eine Aktie am Hoch sagt etwas aus

Eine Aktie, die in der Nähe ihres Höchststandes gehandelt wird, ist ein klares Zeichen dafür, dass dort etwas Gutes im Gange ist. Und wollen wir nicht alle gute Unternehmen besitzen? AutoZone ist ein Lehrbuch-Beispiel: starke Fundamentaldaten, über Jahre hinweg im säkularen Aufwärtstrend, die meiste Zeit in der Nähe neuer Hochs.

Wenn eine attraktive Aktie auf den ersten Blick teuer erscheint, hilft Geduld. Grossartige Unternehmen versprechen wenig und liefern viel. Man sollte sich nicht scheuen, eine hohe Bewertung für ein grossartiges Unternehmen zu bezahlen — wenn die Bewertung zu sportlich ist, eine Probeposition eröffnen. Man kann jederzeit nachkaufen, wenn die Bewertung sinkt.

Die ehrliche Frage: Hast du dir jemals gesagt, du hättest einen grossen Gewinner verpasst, weil er zu günstig war? Wohl kaum. Das Gegenteil schon — du hast grosse Gewinner verpasst, weil sie dir zu teuer erschienen.


05Die 4%-Regel: Wo alle Gewinne herkommen

Zwei Statistiken, die jeder Anleger kennen sollte — sie verändern, wie man die Aktienauswahl denkt:

4%
der Aktien = 100% der Gewinne
Über die letzten 100 Jahre waren nur 4% aller Aktien für die Gesamtgewinne des gesamten Aktienmarktes verantwortlich.
48%
= einmonatige US-Staatsanleihe
48% aller Aktien liefern gerade einmal die Wertentwicklung einer einmonatigen US-Staatsanleihe. Das ist Kapital mit dem Risiko von Aktien bei der Rendite von Cash.

Die Folgefrage: Was sind die Eigenschaften der 4%? Wenn sie über Jahre eine herausragende Performance liefern, müssen sie einen Chart haben, der nach oben rechts zeigt. Sie müssen regelmässig neue 52-Wochen-Hochs erreichen. Wie sonst hätten sie eine grossartige Leistung erbringen können?

Chris Mayer, Autor von «100 Baggers: Stocks that Return 100-to-1 and How to Find Them», kommt aus seiner Studie zu genau diesem Schluss: Die besten Performer verbringen die meiste Zeit in der Nähe ihrer 52-Wochen-Hochs. Intuitiv, wenn man darüber nachdenkt. Umgekehrt: Welche Aktien verbringen die meiste Zeit in der Nähe ihrer Tiefststände? Genau die, die man nicht besitzen will.

Die Microsoft-Frage

Alle grossen Kursgewinne einer Aktie kommen von neuen Höchstständen. Eine Aktie kann sich nicht nennenswert bewegen, ohne neue Höchststände zu erreichen. Dazwischen verliert man Geld oder Zeit. Wenn du eine Chance haben willst, einen zukünftigen Gewinner zu besitzen, musst du ihn besitzen, wenn er neue Höchststände erreicht. Wie hätte Microsoft sonst zu einem Multi-Billionen-Unternehmen werden können?


06Bottom Fishing ist eine Illusion

«Bottom Fishing» — das Fischen am Tiefpunkt — ist ein verlockendes Konzept. Die Aktie ist gefallen, sieht günstig aus, der Turnaround muss doch bald kommen. Thierrys ehrliche Position dazu: Bottom Fishing ist nicht nur unnötig, es ist auch nicht der Ort, wo langfristig das grosse Geld gemacht wird.

Es ist wie im Lotto. Jede Woche gewinnt jemand, aber der Name des Gewinners ist jede Woche ein anderer. Es gibt einzelne glückliche Bottom Fisher, die sich über die jüngste Erholung von den Tiefstständen freuen. Aber die Mehrheit wird immer Mühe haben, im besten Fall Break-even zu erreichen.

Die Bottom-Fisher-Strategie
50 Cent für etwas zahlen, das 1 $ wert ist

Verkaufen, wenn es 1 $ erreicht. Verdoppelung — klingt gut. Aber diese Strategie zahlt sich nur einmal aus. Und sie setzt voraus, dass der «faire Wert» von 1 $ tatsächlich erreicht wird, was bei strukturell schwachen Unternehmen selten der Fall ist. Die Aktie wird oft billiger — weil sie es verdient.

Die Paradoxon-Strategie
1.20 $ für etwas zahlen, das heute 1 $ wert ist

Aber in 10 Jahren könnte es 10 $ wert sein. Diese Strategie zahlt sich mehrfach aus. Man zahlt einen kleinen Aufschlag heute, um am säkularen Compounding eines grossartigen Unternehmens teilzunehmen. Das ist die Mathematik hinter Multi-Baggern.

Der Unterschied ist nicht nur mathematisch, er ist strategisch. Die erste Strategie setzt auf Mean-Reversion bei einer schwachen Aktie. Die zweite setzt auf Compounding bei einer starken Aktie. Über 10, 20, 30 Jahre ist das der Unterschied zwischen einer Verdoppelung und einer Verzehnfachung.


07Was du jetzt prüfen solltest

1. Überprüfe deinen Bias gegen neue Hochs. Wenn du eine Aktie bisher gemieden hast, «weil sie schon zu weit gelaufen ist» — das ist exakt das Muster, das Thierry beschreibt. Die Frage sollte sein: Ist die Fundamental-Story intakt? Wenn ja, ist das Hoch ein Feature, kein Bug.

2. Prüfe deine Verlust-Positionen auf «schwache Hände»-Muster. Hältst du eine Aktie nur noch, um bei Break-even zu verkaufen? Das ist keine Investition mehr, das ist Hoffnung. Die disziplinierte Antwort: Verkaufen. Die zwölf Verkaufsregeln geben konkrete Kriterien.

3. Suche nach Overhead Supply in deinen Charts. Wenn eine Aktie unter früheren Kaufzonen handelt, sitzen dort trapped buyers. Das wird zur Bremse bei jeder Erholung. Die aussichtsreicheren Kandidaten: Aktien, die oberhalb ihrer früheren Höchststände handeln.

4. Beginne mit einer Probeposition. Wenn dir ein grossartiges Unternehmen zu teuer erscheint, kaufe einen kleinen Anteil. Eine Probeposition. Das verankert dich im Titel, schafft Aufmerksamkeit und du kannst nachkaufen, wenn die Bewertung sinkt — oder du hast zumindest Teil am Compounding, falls sie nicht sinkt.

Was disziplinierte Anleger tun

Sie akzeptieren, dass die besten Aktien scheinbar immer zu teuer sind. Sie kaufen sie trotzdem — in Probepositionen, die wachsen dürfen. Sie verstehen, dass Allzeithochs ein Qualitätssignal sind, kein Verkaufssignal. Sie verlassen Bottom Fishing als Strategie. Sie halten Verlust-Positionen nicht länger, als das Fundament es rechtfertigt — und zahlen lieber 1.20 $ für Qualität, die verzehnfachen kann, als 50 Cent für Mittelmass, das sich bestenfalls verdoppelt.


08Häufig gestellte Fragen

Heisst das, ich sollte jede Aktie am Allzeithoch kaufen?

Nein. Die Fundamental-Analyse bleibt zwingend. Das Paradoxon sagt: Unter Aktien mit intakter Fundamental-Story sind diejenigen am oder nahe Allzeithoch die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit auf weitere Kurssteigerungen. Eine Aktie am Hoch mit schwachen Fundamentals ist eine Momentum-Falle — keine Paradoxon-Gelegenheit.

Was ist mit Value-Investing? Widerspricht das nicht Buffett?

Es widerspricht nicht dem späten Buffett. Der «zigarettenstummel-Value» aus Grahams Zeit — 50 Cent für 1 $ — funktioniert heute kaum noch. Buffett selbst sagt seit Jahrzehnten, lieber ein grossartiges Unternehmen zu einem fairen Preis als ein faires Unternehmen zu einem grossartigen Preis. Die 1.20 $-Strategie ist genau das.

Gilt das Paradoxon auch in Bärenmärkten?

Das Paradoxon gilt relativ: In jedem Marktumfeld verbringen die relativen Stärkeaktien die meiste Zeit näher an ihren Hochs als die relativen Schwächeaktien. In einem generellen Bärenmarkt fallen auch Qualitätsaktien — aber sie fallen weniger, erholen sich früher und erreichen als erste neue Hochs. Overhead Supply und die 4%-Regel gelten zyklusunabhängig.

Wie setzt arvy dieses Prinzip konkret um?

arvy sucht global Qualitätsunternehmen mit Good Story & Good Chart — solide Fundamentals und einen konstruktiven Chart. Das ist nicht Momentum-Chasing, das ist Qualitäts-Investment mit Chart-Disziplin als Bestätigung. Die Verkaufs-Disziplin folgt den zwölf Regeln. Aktuelle Positionen im Quartalsbericht Q1 2026.



Es soll schwer sein

Das Paradoxon ist psychologisch unbequem. Aktien bei neuen Höchstständen zu kaufen fühlt sich nie wie ein «Deal» an. Aktien bei neuen Tiefstständen zu kaufen fühlt sich immer wie ein «Schnäppchen» an. Genau deshalb funktioniert das Paradoxon — weil es so unbequem ist. Wenn es einfach wäre, würden alle es tun, und die Chancen wären arbitragiert.

Die Mathematik ist klar: 4% der Aktien erzeugen 100% der Gewinne, und diese 4% verbringen die meiste Zeit nahe ihrer Hochs. 48% liefern nur Cash-Rendite — Aktienrisiko ohne Aktienertrag. Wer sich darauf konzentriert, wo die Gewinner sich aufhalten, statt dort zu suchen, wo die Verlierer günstig aussehen, hat die Wahrscheinlichkeiten auf seiner Seite.

Das Paradoxon ist die Übersetzung dieser Wahrscheinlichkeiten in Verhalten. Hoch kaufen, höher verkaufen. 1.20 $ für etwas zahlen, das 10 $ werden kann, statt 50 Cent für etwas, das knapp 1 $ erreicht. Probepositionen in scheinbar teuren Qualitäts-Unternehmen. Verkaufs-Disziplin bei «schwachen Händen». Die Trennung zwischen Allzeithoch-als-Qualitätssignal und Tief-als-Warnung.

Tom Hanks bringt es aus «A League of Their Own» auf den Punkt — das Motto für jeden langfristigen Investor: Es soll schwer sein. Wenn es einfach wäre, würde es jeder tun. Das Schwierige ist das, was es grossartig macht.

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Original verfasst von Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy, für The Market by NZZ. Die ausführliche arvy-Erweiterung wurde überprüft von Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA. Quellen im Original: JP Morgan Guide to Markets Q1 2024, Stan Weinstein's «Secrets for Profiting in Bull and Bear Markets», MarketSurge (AutoZone-Chart), TradingView (Microsoft-Chart), Chris Mayer «100 Baggers». Letztes Update: April 2026.

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