ETF Sparplan für Kinder


Was achtzehn Jahre Vorsprung wirklich bedeuten — nachgerechnet, mit Schweizer Zahlen.
Die übliche Elternfrage lautet: Wie viel soll ich für mein Kind sparen? Die bessere Frage lautet: Wann fange ich an? Denn beim Zinseszins ist die Zeit der Faktor, der sich nicht nachträglich kaufen lässt.
| Monatlich ab Geburt | Eingezahlt bis 18 | Depotwert mit 18 bei 7% |
|---|---|---|
| CHF 25 | CHF 5'400 | rund CHF 10'800 |
| CHF 50 | CHF 10'800 | rund CHF 21'500 |
| CHF 100 | CHF 21'600 | rund CHF 43'000 |
| CHF 200 | CHF 43'200 | rund CHF 86'000 |
Modellrechnung mit 7% Bruttorendite und monatlicher Verzinsung. Keine Garantie, keine Prognose. Tatsächliche Ergebnisse schwanken erheblich.
In jeder Zeile hat sich der eingezahlte Betrag ungefähr verdoppelt. Das ist noch nicht spektakulär. Spektakulär wird es danach.
Nimm die CHF 21'500, die aus CHF 50 im Monat entstanden sind. Das Kind ist achtzehn. Ab jetzt zahlt niemand mehr etwas ein — das Geld bleibt einfach liegen, bis es 65 ist.
Variante A: CHF 50 im Monat von Geburt bis 18, danach nie wieder etwas. Mit 65: rund CHF 518'000.
Variante B: Erst mit 18 beginnen, dafür CHF 50 im Monat bis 65 durchhalten — 47 Jahre lang. Mit 65: rund CHF 219'000.
Variante B zahlt fast dreimal so viel ein und kommt bei weniger als der Hälfte heraus. Der einzige Unterschied ist der Startzeitpunkt.
Das ist der eigentliche Grund, ein Kinderdepot früh zu eröffnen. Nicht, weil CHF 50 im Monat viel Geld wären, sondern weil diese achtzehn Jahre später zu keinem Preis mehr verfügbar sind.
Bei einem Kinderdepot ist die Laufzeit länger als bei jeder anderen Anlage, die ein Mensch macht. Eine Gebühr wirkt aber nicht linear, sondern exponentiell — sie schmälert jedes Jahr den Betrag, der im Folgejahr weiterwächst.
Zwei Konsequenzen. Erstens: Wähle die Kostenseite bewusst, weil sie über sechzig Jahre wirken kann. Zweitens: Achte auf fixe Gebühren pro Ausführung. Wer CHF 25 im Monat einzahlt und pro Kauf eine feste Gebühr zahlt, verliert einen erheblichen Teil jeder Einzahlung — bevor überhaupt etwas angelegt ist. Mehr dazu in Ab welchem Betrag lohnt sich ein Sparplan?.
Kapitalgewinne sind steuerfrei. Der Wertzuwachs des Depots wird nicht als Einkommen besteuert. Steuerbar sind der Depotwert und die Erträge.
Das Vermögen des Kindes wird bei den Eltern deklariert, solange es minderjährig ist. Die Erträge fliessen in der Regel in die elterliche Steuererklärung.
Mit der Volljährigkeit gehört das Geld dem Kind. Rechtlich vollständig und ohne Bedingungen. Das ist kein Nachteil, aber eine Tatsache, über die man vorher sprechen sollte — mit sich selbst und später mit dem Kind.
Die Säule 3a steht Kindern nicht offen, solange sie kein AHV-pflichtiges Einkommen haben. Ein freies Depot ist deshalb der einzige Weg, früh anzufangen.
Wir haben für genau diesen Fall ein eigenes Angebot: das arvy Kinderkonto. Breit gestreut, wöchentlich investiert, ohne fixe Gebühr pro Ausführung — damit auch kleine Beträge vollständig angelegt werden. Weitere Beiträge rund ums Thema stehen im Kinderkonto-Bereich.
Solange keine fixe Gebühr pro Ausführung anfällt, gibt es keine Untergrenze — CHF 25 im Monat sind ein sinnvoller Start. Entscheidend ist nicht die Höhe, sondern die Laufzeit. Wo eine feste Gebühr je Kauf anfällt, verschiebt sich die Rechnung deutlich nach oben.
Es gehört ihm, rechtlich vollständig. Viele Eltern übertragen das Depot und begleiten die ersten Jahre beratend. Sinnvoll ist, früh über Geld zu sprechen, statt die Frage bis zum achtzehnten Geburtstag aufzuschieben.
Ja. Solange das Kind minderjährig ist, wird sein Vermögen in der Regel bei den Eltern deklariert, ebenso die Erträge. Kapitalgewinne bleiben für Privatanleger steuerfrei. Die genaue Handhabung unterscheidet sich je nach Kanton.
Nur wenn es ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen hat, was bei kleinen Kindern nicht der Fall ist. Bis dahin ist ein freies Wertschriftendepot der einzige Weg, den Zinseszins früh arbeiten zu lassen.
Das Risiko einer Anlage hängt stark vom Anlagehorizont ab. Bei achtzehn Jahren und mehr hatten breit gestreute Aktienanlagen historisch sehr selten ein negatives Ergebnis. Deutlich riskanter ist, gar nicht anzulegen — dann ist der Kaufkraftverlust sicher.
Bei einem Horizont von achtzehn Jahren arbeitet ein Sparkonto gegen dich, weil die Teuerung die Kaufkraft schneller mindert, als Zinsen sie aufbauen. Ein Depot schwankt dafür. Wer die Schwankung nicht aushält, sollte einen Teil auf dem Konto lassen.
Das arvy Kinderkonto legt auch kleine Beträge vollständig an — ohne fixe Gebühr pro Ausführung.
Dieser Beitrag wurde von Thierry Borgeat, Mitgründer von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft.
Disclaimer: arvy AG ist ein von der FINMA bewilligter Verwalter von Kollektivvermögen nach Art. 24 KAG. Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Beträge sind Richtwerte und hängen von Kanton, Gemeinde und persönlicher Situation ab. Die historische Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.