ETF Sparplan Rechner Schweiz | arvy


Ein Sparplan-Rechner beantwortet eine einfache Frage: Was wird aus einem regelmässigen Betrag über einen langen Zeitraum? Die Rechnung selbst ist unspektakulär — entscheidend ist, welche Faktoren berücksichtigt werden und welche unter den Tisch fallen.
Direkt zum Rechner: Der arvy Zinseszinsrechner deckt genau das ab — Startkapital, Sparrate, Rendite, Anlagehorizont und ein Gebührenfeld, das die meisten Rechner weglassen. Dieser Artikel erklärt, wie du ihn richtig einstellst und was er nicht kann.
Sparrate. Der Betrag, den du regelmässig investierst. Wähle eine Zahl, die du auch in einem schwierigen Jahr durchhältst — die Szenarien in Wie viel monatlich investieren helfen bei der Einordnung.
Anlagehorizont. Die stärkste Variable von allen. Zwischen 20 und 30 Jahren liegt bei gleicher Sparrate oft mehr Unterschied als zwischen einer Verdopplung des Betrags.
Erwartete Rendite. Für breite Aktienmärkte liegt die langfristige Erwartung grob im Bereich von 6 bis 8% pro Jahr. Höhere Annahmen erzeugen beeindruckende Zahlen und wenig Nutzen.
All-in-Kosten. Verwaltungsgebühr plus Produktkosten. Dieser Wert entscheidet über einen erheblichen Teil des Ergebnisses und fehlt in den meisten frei verfügbaren Rechnern.
Ein Beispiel: CHF 500 monatlich über 30 Jahre bei 7% Bruttorendite. Bei 0.45% All-in-Kosten ergibt das rund CHF 558'000, bei 1.20% rund CHF 483'000. Rund CHF 75'000 Unterschied — bei identischer Marktentwicklung und identischer Einzahlung.
Wer ohne Gebührenabzug rechnet, erhält eine Zahl, die niemand jemals erreicht. Die Kosten wirken jedes Jahr, unabhängig davon, ob der Markt steigt oder fällt, und sie wirken auf das gesamte angesparte Vermögen — nicht nur auf die neuen Einzahlungen. Die vollständige Aufschlüsselung steht in ETF Sparplan Vergleich Schweiz.
Er kennt die Zukunft nicht. Eine konstante Rendite von 7% pro Jahr gibt es an keinem realen Markt. In Wirklichkeit folgen Jahre mit plus 25% auf Jahre mit minus 18%, und die Reihenfolge dieser Jahre beeinflusst das Ergebnis erheblich.
Er bildet keine Steuern ab. In der Schweiz sind Kapitalgewinne steuerfrei, aber Vermögenssteuer und die Besteuerung von Erträgen fallen an. Die Details stehen in ETF Sparplan Steuern Schweiz.
Er berücksichtigt keine Inflation. CHF 600'000 in dreissig Jahren haben eine geringere Kaufkraft als CHF 600'000 heute. Wer real rechnen möchte, zieht von der Renditeannahme die erwartete Teuerung ab — oder nutzt den Inflationsrechner.
Wofür der Rechner trotzdem taugt: für Grössenordnungen und Vergleiche. Ob CHF 300 oder CHF 500 monatlich, ob 20 oder 30 Jahre, ob 0.45% oder 1.20% Kosten — diese Unterschiede zeigt er zuverlässig. Was er nicht zeigt, ist dein tatsächliches Endvermögen.
Für breite Aktienmärkte liegt die langfristige Erwartung grob zwischen 6 und 8% pro Jahr vor Kosten. Konservativer zu rechnen ist selten ein Fehler; deutlich höhere Annahmen erzeugen vor allem unrealistische Erwartungen.
Meist wegen der Kosten. Viele Rechner arbeiten mit Bruttorenditen ohne Gebührenabzug. Über dreissig Jahre macht das leicht einen Unterschied im fünfstelligen Bereich aus.
Nein. Es handelt sich um Modellrechnungen mit konstanten Annahmen. Reale Märkte schwanken erheblich, und die Reihenfolge guter und schlechter Jahre beeinflusst das Ergebnis zusätzlich.
Die Ergebnisse sind nominal und vor Steuern. Für eine reale Betrachtung zieht man die erwartete Teuerung von der Renditeannahme ab. In der Schweiz sind Kapitalgewinne steuerfrei, Vermögenssteuer und Ertragsbesteuerung fallen jedoch an.
Weil reale Märkte nicht konstant rentieren. Die Reihenfolge guter und schlechter Jahre beeinflusst das Ergebnis erheblich, besonders in der Entnahmephase. Der Rechner zeigt einen Erwartungswert, keinen Verlauf.
Rechne konservativ mit der heutigen Sparrate und betrachte spätere Erhöhungen als Zusatz. Wer geplante Erhöhungen einrechnet, erhält ein Ergebnis, das von Annahmen über die eigene Karriere abhängt statt von der Anlage.
Am ehesten mit der Verfallrendite des jeweiligen Fonds, abzüglich Kosten. Sie ist für Anleihen ein deutlich verlässlicherer Ausgangspunkt als historische Durchschnittsrenditen, weil sie das aktuelle Zinsniveau abbildet.
Die Erklärung zu allem, was der Rechner voraussetzt.
Der arvy ETF Sparplan investiert wöchentlich in einen breiten Weltindex — 0.39% Verwaltung plus 0.06% TER, zusammen 0.45% all-in.
Dieser Beitrag wurde von Thierry Borgeat, Mitgründer von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft.
Disclaimer: arvy AG ist ein von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA bewilligter Verwalter von Kollektivvermögen nach Art. 24 des Kollektivanlagengesetzes (KAG). Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Steuer- oder Rechtsberatung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Die dargestellten Berechnungen sind Modellrechnungen auf Basis der genannten Annahmen und keine Prognose; sie unterstellen eine konstante Rendite und eine monatliche Verzinsung zum nominellen Jahreszins. Die historische Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Anlagen in Aktien unterliegen Kursschwankungen; Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Steuerliche Auswirkungen sind kantonal und individuell unterschiedlich — kläre deine Situation mit einer Fachperson ab.