Investieren für Anfänger in der Schweiz: Der ehrliche Startguide


Du weisst, du solltest investieren. Alle sagen es. Aber du hast nie angefangen — weil du denkst, du kennst dich nicht aus, du hast nicht genug Geld, oder du wartest auf den richtigen Zeitpunkt. Dieser Guide räumt mit allen drei Ausreden auf. Kein Jargon. Keine 50-Seiten-Theorie. Nur die Wahrheit — und eine klare Anleitung.
CHF 500 pro Monat auf dem Sparkonto. Zinssatz: 0.75% (typisch 2026). Nach 30 Jahren: eingezahlt CHF 180'000, auf dem Konto ca. CHF 200'000.
Dieselben CHF 500 pro Monat investiert in breit gestreute Aktien. Historische Durchschnittsrendite: ca. 7% pro Jahr. Nach 30 Jahren: eingezahlt CHF 180'000, Portfolio ca. CHF 610'000.
Differenz: CHF 396'000 — nur durch Investieren statt Sparen. Gleicher Betrag, gleiche Disziplin. Der Unterschied heisst Zinseszinseffekt: deine Rendite erwirtschaftet selbst wieder Rendite. Je früher du anfängst, desto mächtiger wird er.
Inflation. Bei 1.5% pro Jahr verliert dein Sparkonto in 30 Jahren rund 36% seiner Kaufkraft. Deine CHF 200'000 kaufen dann nur noch so viel wie heute CHF 128'000. Nicht investieren ist keine sichere Option — es ist die garantierte Option, real Geld zu verlieren.
Konsumkredit mit 7% Zins? Kreditkartenschulden? Zuerst tilgen. Kein Investment schlägt garantiert 7%. Die Hypothek ist anders — tiefe Zinsen, steuerlich absetzbar.
Typischerweise CHF 15'000–25'000 auf dem Sparkonto. Dieses Geld wird nicht investiert. Es ist deine Versicherung gegen Jobverlust, Autoreparatur oder unerwartete Rechnungen.
Investiertes Geld kann kurzfristig 20–40% an Wert verlieren. Das ist normal — solange du nicht genau dann verkaufen musst. Investiere nur Geld, das du frühestens in 5 Jahren brauchst. Besser: 10+.
Du brauchst kein Finanzstudium. Du brauchst keine CHF 50'000 auf dem Konto. Du brauchst keinen "perfekten Moment". Du brauchst nur diese drei Voraussetzungen — und den Mut, heute anzufangen statt morgen.
| Anlageform | Rendite | Risiko | Für wen? |
|---|---|---|---|
| Sparkonto | 0.5–1% | ~Null | Notgroschen |
| Obligationen | 1–3% | Tief | Kurzer Horizont |
| Aktien (breit gestreut) | 5–8% | Mittel–Hoch | Langfristig (10+ J.) |
| Immobilien | 3–5% | Mittel | Viel Kapital nötig |
| Kryptowährungen | ??? | Sehr hoch | Spekulativ |
Für die meisten Anfänger ist die Antwort: breit gestreute Aktien, langfristig gehalten. Bei einem Horizont von 10+ Jahren historisch die verlässlichste Art, Vermögen aufzubauen.
Stell dir vor, du willst 1'000 Unternehmen weltweit kaufen: Apple, Nestlé, Samsung, LVMH. Das wäre extrem teuer und aufwändig. Ein ETF (Exchange Traded Fund) macht genau das für dich — in einem einzigen Produkt. Du zahlst einmal und besitzt automatisch winzige Anteile an Hunderten oder Tausenden von Unternehmen.
Vorteile: Breit gestreut (weniger Risiko als Einzelaktien), günstig (typisch 0.1–0.3% Gebühren/Jahr), transparent (du weisst genau, was drin ist), liquide (jederzeit kauf- und verkaufbar).
Die Alternative: arvy investiert nicht in einen breiten ETF, sondern konzentriert in ~30 Qualitätsunternehmen. Der Vorteil: du besitzt nur die besten, nicht alles — auch nicht die schlechten. Für wen welcher Ansatz passt, erklären wir im Quality Investing Artikel.
Der grösste Fehler. Jedes Jahr Wartezeit kostet Zehntausende an Endkapital. 5 Jahre warten = CHF 281'000 weniger bei Pension. Die wahren Kosten des Wartens →
Market Timing funktioniert nicht. Der S&P 500 steht an 8% aller Tage auf einem Allzeithoch. Es gibt keinen perfekten Moment. Allzeithoch: investieren oder warten? →
Wer die 10 besten Börsentage verpasst, halbiert seine Rendite. Die besten Tage kommen mitten in der Krise. 10 beste Börsentage →
Die sichtbare TER ist nur die Spitze. FX-Aufschläge, Steuerauszug, Behavior Gap — die wahren Kosten liegen 3–5× höher. Wahre Kosten des Investierens →
Du brauchst keinen Broker, keine 5 ETFs, kein Rebalancing. Du brauchst einen Sparplan und einen Dauerauftrag. Den Rest kann der Anbieter machen.
Schritt 1: Entscheide dich für einen Betrag. CHF 100/Monat? CHF 500? Selbst CHF 1 ist ein Start. Die Höhe ist weniger wichtig als die Konstanz.
Schritt 2: Wähle einen Anbieter. arvy: 10 Minuten Onboarding, FINMA-reguliert, All-in ab 0.69%, ~30 Qualitätsunternehmen. Oder ein ETF-Robo-Advisor. Oder eine DIY-Plattform (mehr Aufwand, mehr Kosten als gedacht). Der Gebührenvergleich-Rechner zeigt den Unterschied.
Schritt 3: Richte einen Dauerauftrag ein. 3 Minuten. Fertig. Ab jetzt läuft alles automatisch. Kein tägliches Checken, kein Timing, kein Stress.
Es ist nicht die Frage, ob du investieren solltest. Es ist die Frage, wie viel es dich kostet, dass du es nicht tust. Jeder Tag ohne Investition ist ein Tag, an dem der Zinseszins nicht für dich arbeitet. Fang heute an. Der Rest kommt von allein.
Bei arvy: ab CHF 1 pro Monat. Es gibt keine Mindesteinlage. Der Betrag ist weniger wichtig als die Konstanz — regelmässig investieren schlägt den "richtigen" Betrag.
Kurzfristig ja — Aktien können 20–40% fallen. Langfristig (10+ Jahre) hat ein breit gestreutes Portfolio historisch immer positive Rendite geliefert. Das grösste Risiko ist nicht Investieren: Inflation frisst dein Sparkonto auf.
Beides hat Vorteile. Die 3a bringt sofortige Steuerersparnis (bei 30% Grenzsteuersatz: ~CHF 2'177/Jahr). Freies Investieren ist flexibler. Ideal: beides parallel. 3a-Steuerersparnis-Rechner →
Ein ETF kauft alles in einem Index (1'500 Unternehmen, gut und schlecht). arvy investiert konzentriert in ~30 Qualitätsunternehmen. ETF ist passiv und günstig, arvy ist aktiv qualitätsgefiltert bei vergleichbaren Kosten. Für Anfänger sind beide gut.
Nein. Mit einem Sparplan bei arvy: 10 Minuten Setup, dann 0 Minuten pro Monat. Der Dauerauftrag läuft, das Portfolio wird automatisch gemanagt.
Kurzfristig verlierst du auf dem Papier. Langfristig erholst du dich — historisch immer. Dein Sparplan kauft nach einem Crash automatisch günstiger nach. Die Erholung ist dein grösster Rendite-Treiber. 10 beste Börsentage →
Ja — für Privatanleger sind Kapitalgewinne auf Wertschriften steuerfrei. Dividenden werden als Einkommen besteuert, aber ein gut strukturiertes Portfolio generiert den Grossteil der Rendite über (steuerfreie) Kursgewinne.
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Du musst nicht alles wissen. Du musst nicht den perfekten Zeitpunkt treffen. Du musst nur anfangen — und dann dabei bleiben. Der Rest erledigt der Zinseszins.
Geschrieben von Thierry Borgeat und überprüft von Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA. Renditen basieren auf historischen Durchschnittswerten globaler Aktienportfolios und sind keine Garantie. Zuletzt aktualisiert April 2026.
Disclaimer: Dieser Artikel dient Bildungszwecken. arvy ist ein FINMA-beaufsichtigter Vermögensverwalter mit KAG-Lizenz. Impressum & Rechtliche Hinweise.