Investieren Glossar: 200 Finanzbegriffe einfach erklärt (2026)

Juni 9, 2025 27 Minuten Lesezeit
Investieren Glossar: 200 Finanzbegriffe einfach erklärt (2026) | arvy

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Investieren Glossar: 200 Finanzbegriffe einfach erklärt (2026)

Von Aktie bis Zinseszins — 200 Begriffe, jeder mit einer klaren Definition, einer einfachen Analogie, einem konkreten Schweizer Beispiel und der Erklärung, warum er für dich als Anleger relevant ist. Mit umfassender Abdeckung typisch Schweizer Themen wie Eigenmietwert, SARON, Pauschalbesteuerung, Krankenkassen-Franchise, FIDLEG, Retrozessionen und 1e-Plan.

200 Begriffe
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3
3a-Konto vs. 3a-Wertschriften+
In der Säule 3a kannst du dein Geld in einem Konto (Cash, ~0.3% Zinsen) oder in Wertschriften (Aktien/ETFs, langfristig ~5-7%) anlegen. Die Wahl hat über Jahrzehnte gigantische Auswirkungen.
Einfach erklärt

Wie der Unterschied zwischen Geld auf der Bank vs. Geld am Aktienmarkt — nur dass beide steuerlich begünstigt sind. Der Renditeunterschied entscheidet über deine Vorsorgelücke.

Warum ist das relevant?

Über 40 Jahre Anlagedauer: CHF 7'258/Jahr eingezahlt. Konto bei 0.5%: ~CHF 320'000. Wertschriften bei 5%: ~CHF 880'000. Wertschriften bei 7%: ~CHF 1.45 Mio. Differenz: über CHF 1 Mio.

Beispiel (Schweiz)

30-jähriger zahlt 35 Jahre lang Maximum in 3a: Konto (0.5%): CHF 280'000. Wertschriften (7%): CHF 1.07 Mio. Differenz: CHF 790'000 — nur durch die richtige 3a-Wahl.

A
13. AHV-Rente+
Die 13. AHV-Rente ist eine zusätzliche jährliche Auszahlung an alle AHV-Rentner, eingeführt durch die Volksabstimmung vom März 2024. Erstmals ausbezahlt 2026.
Einfach erklärt

Wie ein 13. Monatslohn — aber von der AHV statt vom Arbeitgeber. Einmal jährlich zusätzlich zu den 12 regulären Monatsrenten.

Warum ist das relevant?

Die Finanzierung ist umstritten (Mehrwertsteuer und Lohnbeiträge erhöht). Für viele Rentner aber eine wichtige Aufstockung gegen zunehmende Lebenshaltungskosten.

Beispiel (Schweiz)

AHV-Rentner mit max. Rente CHF 2'450/Monat erhält 2026 eine zusätzliche 13. Rente von CHF 2'450 = ~8.3% mehr jährlich.

Quelle: Quelle: BSV, Umsetzung der 13. AHV-Rente per 2026.
AHV (1. Säule)+
Die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) ist die 1. Säule des Schweizer Vorsorgesystems. Sie wird durch Lohnbeiträge finanziert (Umlageverfahren) und bietet eine Grundsicherung im Alter.
Einfach erklärt

Wie eine Basisversicherung: Sie deckt das Minimum, aber nicht den gewohnten Lebensstandard. Die maximale AHV-Rente beträgt CHF 2'450/Monat (Einzelperson) — das reicht in der Schweiz kaum zum Leben.

Warum ist das relevant?

Die AHV deckt nur ~60% des letzten Einkommens (zusammen mit der Pensionskasse). Die verbleibende Lücke musst du privat füllen — über die Säule 3a und freies Investieren. Genau hier setzt arvy an.

Beispiel (Schweiz)

Maximale AHV-Rente 2026: CHF 2'450/Monat (Einzelperson), CHF 3'675/Monat (Ehepaar). Minimale Rente: CHF 1'225/Monat. AHV-Beiträge: 8.7% des Bruttolohns (je 4.35% Arbeitgeber/Arbeitnehmer).

Quelle: Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), AHV-Statistik 2026.
AHV-Beiträge+
AHV-Beiträge finanzieren die 1. Säule. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen je 4.35% des Bruttolohns (total 8.7%). Selbständige zahlen 5.371-10% (gestaffelt).
Einfach erklärt

Wie eine Pflicht-Spende ins Solidaritätssystem: Die heutige Generation zahlt für die heutigen Rentner. Du selbst wirst von der nächsten Generation finanziert.

Warum ist das relevant?

Es gibt keine Obergrenze: Auch bei einem Lohn von CHF 10 Mio. zahlst du 4.35% AHV-Beiträge. Daher: Top-Verdiener finanzieren das System überproportional.

Beispiel (Schweiz)

Bei einem Bruttolohn von CHF 120'000: AHV/IV/EO Arbeitnehmeranteil CHF 5'220/Jahr (4.35%). Arbeitgeber zahlt dasselbe. Total CHF 10'440/Jahr ins System.

Quelle: Quelle: BSV, AHV-Beitragstabellen 2026.
AHV-Splitting+
Beim AHV-Splitting werden die während der Ehe erworbenen AHV-Beiträge zwischen den Partnern aufgeteilt. Erfolgt automatisch bei Pensionierung, Scheidung oder Tod.
Einfach erklärt

Wie eine Halbierung der Einkommen während der Ehe: Was beide während der Ehe in die AHV einzahlten, wird halbiert und beiden je hälftig angerechnet.

Warum ist das relevant?

Vorteilhaft für den Geringverdiener (typisch der Partner mit Kindererziehung). Nachteilig für den Hauptverdiener — kann seine Maximalrente reduzieren.

Beispiel (Schweiz)

Ehemann verdient CHF 150'000, Ehefrau CHF 30'000 (während Kindererziehung). Nach Splitting werden beide so behandelt, als hätten sie je CHF 90'000 verdient — fairer.

AIA (Automatischer Informationsaustausch)+
Der AIA (Automatischer Informationsaustausch) ist ein internationales Abkommen zur automatischen Übermittlung von Bankdaten zwischen Staaten — eingeführt 2017. Über 100 Länder, inkl. Schweiz, beteiligt.
Einfach erklärt

Wie ein internationales Netzwerk gegen Steuerhinterziehung: Banken melden ausländische Kontoinhaber automatisch ihren Heimatländern.

Warum ist das relevant?

Faktisch das Ende des klassischen Bankgeheimnisses für Auslandkunden. Schweiz tauscht mit EU-Staaten, USA (FATCA-Variante), G20-Ländern. Mit den meisten Niedrigsteuerländern: kein AIA.

Beispiel (Schweiz)

Deutscher Kunde mit CHF 200'000 bei einer Schweizer Bank: Die Bank meldet jährlich Konto, Zinserträge und Kapital an Bundeszentralamt für Steuern, das es ans deutsche Finanzamt weiterleitet.

ALV (Arbeitslosenversicherung)+
Die ALV (Arbeitslosenversicherung) zahlt 70-80% des bisherigen Lohnes als Taggeld bei Arbeitslosigkeit, bis zu 400 Taggelder (je nach Alter und Beitragsdauer).
Einfach erklärt

Wie eine Versicherung gegen Jobverlust: Wer arbeitet, zahlt 1.1% des Lohnes ein. Bei Kündigung springt sie ein.

Warum ist das relevant?

Wichtige Details: 2-jährige Sperrfrist bei selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit. Kein Anspruch für Personen über das AHV-Alter hinaus oder Selbständige.

Beispiel (Schweiz)

Person verdient CHF 100'000, wird gekündigt: ALV-Taggeld 80% von Tageslohn CHF 384 (CHF 100'000/260) = CHF 307/Tag. Monatlich ~CHF 6'700 für bis zu 18 Monate.

Active Share+
Active Share misst, wie stark ein aktiv verwalteter Fonds von seinem Benchmark abweicht. Hoher Active Share = wirklich aktive Verwaltung. Tiefer Active Share = 'Closet Indexer' (passiv mit aktiver Gebühr).
Einfach erklärt

Wie der Unterschied zwischen einem eigenen Rezept und einem nachgekochten: Active Share zeigt dir, wie viel 'Eigenes' im Fonds steckt, statt nur eine teure Index-Kopie zu sein.

Warum ist das relevant?

Forschung (Cremers & Petajisto): Fonds mit Active Share >80% schlagen den Index häufiger. Unter 60% = Closet Indexer, statistisch keine Überrendite trotz höherer Gebühren.

Beispiel (Schweiz)

arvy Aktienfonds: Active Share ~42% (34 Aktien stark abweichend vom MSCI World). Klassischer Schweizer Bankenfonds: oft 20-30% — fast Indexnachbildung mit 1.5% Gebühr.

Quelle: Quelle: Cremers & Petajisto (2009), 'How Active Is Your Fund Manager?'
Aktie+
Eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen. Wenn du eine Aktie kaufst, wirst du Miteigentümer — du profitierst von steigenden Kursen und oft von Dividenden. Aktien werden an Börsen gehandelt und gehören langfristig zu den renditestärksten Anlageklassen.
Einfach erklärt

Stell dir vor, ein Bäcker will expandieren und braucht Geld. Er verkauft 100 Anteile an seiner Bäckerei für je CHF 100. Du kaufst einen Anteil — jetzt gehört dir 1% der Bäckerei. Wenn die Bäckerei wächst und mehr verdient, wird dein Anteil mehr wert.

Warum ist das relevant?

Aktien haben über die letzten 100 Jahre eine durchschnittliche Rendite von ~7-10% pro Jahr erzielt — mehr als jede andere Anlageklasse. Sie sind die Basis jedes langfristigen Vermögensaufbaus. Bei arvy investierst du in 34 handverlesene Qualitätsaktien.

Beispiel (Schweiz)

Wenn du eine Nestlé-Aktie für CHF 95 kaufst, bist du Miteigentümer des grössten Lebensmittelkonzerns der Welt. Du erhältst jährlich eine Dividende (~CHF 3) und profitierst von Kurssteigerungen. Nestlé hat seine Dividende seit über 25 Jahren ununterbrochen erhöht.

Quelle: Quelle: Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook 2024.
Aktienrückkauf+
Ein Aktienrückkauf: Das Unternehmen kauft eigene Aktien zurück. Weniger Aktien = jede verbleibende ist wertvoller.
Einfach erklärt

Wie Pizza unter 8 statt 10 aufteilen: Grössere Stücke. In der Schweiz steuerfrei (keine Verrechnungssteuer).

Warum ist das relevant?

Oft attraktiver als Dividenden weil steuerfrei. Apple kauft ~USD 90 Mrd./Jahr zurück.

Beispiel (Schweiz)

Apple: seit 2012 über USD 600 Mrd. zurückgekauft. Aktienanzahl -35%.

Verwandte Begriffe
Alpha+
Alpha: Überrendite gegenüber dem Benchmark. +2% Alpha = 2% besser als der Index.
Einfach erklärt

Wie Bonuspunkte: Der Index ist der Standard. Alpha ist alles darüber — schwer zu erzielen aber wertvoll.

Warum ist das relevant?

Alpha zu generieren ist schwierig. Aber Qualitätsunternehmen mit starken Moats haben historisch Alpha geliefert.

Beispiel (Schweiz)

MSCI World +10%, arvy +12% = Alpha +2%. Langfristiges Alpha ist das Ziel aktiver Vermögensverwaltung.

Verwandte Begriffe
Amortisation (Hypothek)+
Die Amortisation ist die Rückzahlung der Hypothek über die Zeit. In der Schweiz muss die Hypothek innerhalb von 15 Jahren oder bis zum Pensionsalter (was zuerst eintritt) auf 2/3 des Verkehrswerts amortisiert werden.
Einfach erklärt

Wie der Vermögensaufbau auf Raten: Mit jeder Amortisationsrate baust du Eigenkapital in deinem Haus auf. Direkte Amortisation = Geld geht an die Bank. Indirekte Amortisation = Geld geht in 3a, dient der Bank als Sicherheit.

Warum ist das relevant?

Indirekte Amortisation über 3a ist steuerlich meist deutlich attraktiver: Die Hypothekarzinsen bleiben hoch (Steuerabzug), und du sparst zusätzlich Steuern über die 3a-Einzahlung.

Beispiel (Schweiz)

Hypothek CHF 800'000 auf Haus CHF 1 Mio.: muss in 15 Jahren auf max. CHF 666'000 amortisiert werden = CHF 134'000 Amortisation = CHF 8'933/Jahr.

Anchoring (Ankereffekt)+
Anchoring: Der Ankereffekt — unbewusste Fixierung auf eine erste Zahl (Anker), die das weitere Urteil verzerrt. An den Märkten: dein Einstandspreis.
Einfach erklärt

Wie ein erster Eindruck, der nicht mehr zu korrigieren ist: Du hast für eine Aktie CHF 100 bezahlt — dieser Preis bleibt mental dein Referenzpunkt, auch wenn er irrelevant ist.

Warum ist das relevant?

Praktische Folge: Verkaufsentscheidungen werden zu oft am Einstandspreis statt am aktuellen Marktwert getroffen. 'Ich warte bis es wieder CHF 100 ist' kann jahrelang ein Fehlentscheid sein.

Beispiel (Schweiz)

Aktie bei CHF 100 gekauft, fällt auf CHF 50. Du wartest jahrelang auf 'Wiederkehr zu CHF 100'. Aber: zwischenzeitlich hättest du den Erlös in eine bessere Anlage investieren können.

Anlagefonds+
Ein Anlagefonds sammelt Geld von vielen Anlegern und investiert es gemeinsam — in Aktien, Anleihen oder andere Vermögenswerte. Der Fonds wird von einem professionellen Manager verwaltet.
Einfach erklärt

Wie eine Fahrgemeinschaft: Statt jeder sein eigenes Auto kauft, teilen sich viele die Kosten und profitieren gemeinsam.

Warum ist das relevant?

Der Unterschied zu ETFs: Aktive Fonds werden von Managern verwaltet (höhere Kosten, Ziel: den Markt schlagen). ETFs bilden einen Index passiv nach. Der arvy Aktienfonds kombiniert aktive Selektion mit effizienter Kostenstruktur.

Beispiel (Schweiz)

Der arvy Swiss Quality Equity Fund investiert in 34 handverlesene Qualitätsunternehmen. Er ist als Schweizer Anlagefonds strukturiert und FINMA-reguliert.

Anlagestiftung+
Eine Anlagestiftung ist ein institutioneller Anlagevehikel für Pensionskassen, reguliert nach BVG. Sie bündeln PK-Vermögen für effizientes, kostengünstiges Investieren.
Einfach erklärt

Wie ein Grosseinkauf statt Einzelbestellung: PKs nutzen Anlagestiftungen, um zu institutionellen Konditionen statt Retail-Preisen zu investieren.

Warum ist das relevant?

Für PK-Mitglieder oft transparent: Du siehst nicht direkt, dass deine PK über eine Anlagestiftung investiert. Aber die Kostenstruktur und die Rendite hängen massgeblich davon ab.

Beispiel (Schweiz)

Bedeutende Schweizer Anlagestiftungen: Credit Suisse Anlagestiftung, UBS Pensionskasse, AXA-Winterthur Anlagestiftung. Verwaltetes Vermögen: hunderte Milliarden CHF.

Anleihe / Bond+
Eine Anleihe (Bond/Obligation) ist ein festverzinsliches Wertpapier — im Wesentlichen ein Kredit, den du einem Unternehmen oder Staat gibst. Du erhältst regelmässige Zinszahlungen und am Ende die Rückzahlung des Nennwerts.
Einfach erklärt

Wie Geld verleihen an einen Freund mit Vertrag: Du gibst ihm CHF 1'000, er zahlt dir 3% Zinsen pro Jahr und gibt dir nach 5 Jahren die CHF 1'000 zurück.

Warum ist das relevant?

Anleihen bieten Stabilität im Portfolio. In Börsencrashs fallen Aktien oft 20-40%, während Staatsanleihen stabil bleiben oder sogar steigen. Deshalb enthält ein Balanced-Portfolio typischerweise 30-40% Anleihen.

Beispiel (Schweiz)

Eine 10-jährige Schweizer Bundesobligation zahlt aktuell ~0.5% Zinsen. Deutsche Bundesanleihen ~2.5%. US-Treasuries ~4.5%.

Asset Allocation+
Asset Allocation ist die Aufteilung deines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Immobilien, Cash. Studien zeigen, dass diese Entscheidung über 90% deiner Renditeschwankungen erklärt.
Einfach erklärt

Wie die Zusammensetzung deiner Mahlzeiten: Nur Protein (Aktien) macht stark aber ist einseitig. Nur Kohlenhydrate (Cash) gibt Sicherheit aber wenig Nährstoffe. Die richtige Mischung zählt.

Warum ist das relevant?

Die Asset Allocation ist wichtiger als die Auswahl einzelner Aktien. Ein 25-Jähriger mit 30 Jahren Anlagehorizont kann 80-100% Aktien halten. Ein 60-Jähriger sollte konservativer anlegen. arvy bietet drei Profile: Growth, Balanced, Defensive.

Beispiel (Schweiz)

arvy Growth: ~90% Aktien, ~10% Cash/Anleihen. arvy Balanced: ~60% Aktien, ~40% Anleihen. arvy Defensive: ~30% Aktien, ~70% Anleihen.

Quelle: Quelle: Brinson, Hood & Beebower (1986), 'Determinants of Portfolio Performance'.
B
BIP (Bruttoinlandprodukt)+
Das BIP (Bruttoinlandprodukt) misst den Gesamtwert aller in einem Land produzierten Güter und Dienstleistungen. Schweiz 2024: ~CHF 850 Mrd. nominal. Pro Kopf: ~CHF 95'000 (Top 5 weltweit).
Einfach erklärt

Wie die Jahresleistung eines Landes: Alles, was produziert und verkauft wird, in einer Zahl. Höheres BIP pro Kopf = wohlhabenderes Land.

Warum ist das relevant?

BIP-Wachstum korreliert langfristig mit Aktienmärkten — aber nicht eng. Politik, Zinsen, Bewertungen sind oft wichtigere Treiber. Schweiz hat tiefes Wachstum (~1.5%/Jahr) aber starke Aktienrenditen.

Beispiel (Schweiz)

Schweiz BIP 2024: ~CHF 850 Mrd. nominal. BIP pro Kopf: CHF 95'000 (Platz 4 weltweit nach Monaco, Liechtenstein, Luxemburg). Wachstum 2024: ~1.4%.

Quelle: Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), BIP-Statistik.
BVG-Minimum+
Das BVG-Minimum ist der gesetzliche Mindeststandard für die 2. Säule: minimaler Umwandlungssatz (6.8%), Koordinationsabzug und Mindestverzinsung.
Einfach erklärt

Wie das gesetzliche Minimum bei der Arbeit: Der Arbeitgeber muss mindestens das BVG-Minimum bieten.

Warum ist das relevant?

Viele PKs leisten mehr als das Minimum. Aber der 6.8%-Umwandlungssatz gilt nur für den obligatorischen Teil — überobligatorische Guthaben können tiefer umgewandelt werden.

Beispiel (Schweiz)

BVG-Guthaben CHF 300'000 obligatorisch: 6.8% = CHF 20'400/Jahr Rente.

Bankgeheimnis (Schweiz)+
Das Schweizer Bankgeheimnis schützt die Privatsphäre von Bankkunden. Seit 2017 ist es international stark eingeschränkt — Daten werden automatisch mit Steuerbehörden vieler Länder ausgetauscht (AIA).
Einfach erklärt

Wie ein Vertrauensschutz zwischen Bank und Kunden: Was du der Bank anvertraust, soll vertraulich bleiben. Für Schweizer Steuerzahler grundsätzlich noch wirksam.

Warum ist das relevant?

Für Schweizer Inländer bleibt das Bankgeheimnis grundsätzlich erhalten — solange keine Strafverdachtsmomente vorliegen. Für Ausländer mit Konten in der Schweiz: faktisch aufgehoben durch AIA.

Beispiel (Schweiz)

Schweizer Steuerzahler mit CHF 500'000 bei UBS: Bankgeheimnis schützt vor Datenabfrage durch ESTV (ausser bei Strafverfahren). Deutscher mit gleichen CHF: Daten werden automatisch an Finanzamt München gemeldet.

Begünstigungsordnung 3a+
Die Begünstigungsordnung bestimmt, wer dein Säule-3a-Guthaben im Todesfall erbt. Gesetzlich festgelegt — aber innerhalb der Reihenfolge kann die Aufteilung individuell angepasst werden.
Einfach erklärt

Wie ein vereinfachtes Erbrecht für 3a-Geld: Reihenfolge ist gesetzlich vorgegeben, aber innerhalb der Stufen kannst du wählen.

Warum ist das relevant?

Reihenfolge: 1. Ehegatte → 2. Direkte Nachkommen, Konkubinatspartner (5+ Jahre Lebensgemeinschaft), unterstützte Personen → 3. Eltern → 4. Geschwister → 5. Übrige Erben.

Beispiel (Schweiz)

Unverheiratete Person mit Konkubinatspartner (4 Jahre Wohngemeinschaft): Partner ist NICHT begünstigt. Bei Tod erhalten Eltern das 3a-Guthaben. Wichtig: Konkubinatspartner früh anmelden.

Behavioral Finance+
Behavioral Finance erforscht, wie psychologische Faktoren wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen — und warum Anleger systematisch irrational handeln. Mitbegründer: Daniel Kahneman (Nobelpreis 2002), Richard Thaler (2017).
Einfach erklärt

Wie ein Spiegel für deine Anleger-Schwächen: Sie zeigt dir, warum du in Crashes verkaufst und in Booms kaufst — obwohl die Logik das Gegenteil verlangt.

Warum ist das relevant?

Praktischer Wert: Wer seine eigenen Verhaltensmuster kennt, kann sie kontrollieren. Die meisten Anleger-Fehler sind keine Wissenslücken — sie sind emotionale Reaktionen.

Beispiel (Schweiz)

Klassisches Experiment (Kahneman): 90% wählen 'sicheren Gewinn von CHF 80' statt '85% Chance auf CHF 100'. Erwartungswert CHF 85 wird abgelehnt — pure Risikoaversion.

Quelle: Quelle: Kahneman, D. (2011). 'Thinking, Fast and Slow'. Farrar, Straus and Giroux.
Belehnungsquote+
Die Belehnungsquote = Hypothek ÷ Verkehrswert der Immobilie. Sie zeigt, wie hoch das Haus mit Schulden belastet ist. In der Schweiz gilt: max. 80% Belehnung bei Erstkauf.
Einfach erklärt

Wie ein Schuldenanteil am Haus: 80% Belehnung heisst, 80% des Hauses gehört faktisch der Bank, 20% dir.

Warum ist das relevant?

Hohe Belehnung = höheres Risiko bei fallenden Immobilienpreisen. Sinkt der Wert unter den Hypothekarbetrag, ist die Hypothek 'unter Wasser' — die Bank kann Nachschuss fordern.

Beispiel (Schweiz)

Haus CHF 1'000'000, Hypothek CHF 800'000 = 80% Belehnung. Sinkt der Hauswert auf CHF 750'000, ist die Belehnungsquote 107% — kritisch.

Benchmark+
Ein Benchmark ist ein Vergleichsmassstab für die Performance einer Anlage. Für ein Aktienportfolio ist der relevante Benchmark typischerweise ein Marktindex wie der S&P 500 oder MSCI World.
Einfach erklärt

Wie die Durchschnittszeit beim Marathon: Du brauchst einen Referenzwert, um zu wissen ob du gut oder schlecht liegst.

Warum ist das relevant?

Benchmarks schaffen Transparenz. Wenn dein Portfolio den Benchmark langfristig schlägt, ist die Gebühr gerechtfertigt.

Beispiel (Schweiz)

Der arvy Aktienfonds wird typischerweise mit dem MSCI World verglichen. Das Ziel: langfristig eine bessere risikoadjustierte Rendite durch die Selektion von Qualitätsunternehmen.

Verwandte Begriffe
Beta+
Beta misst Markt-Sensitivität. Beta 1 = wie Markt. Beta 0.5 = halb so volatil. Beta 2 = doppelt.
Einfach erklärt

Wie Temperatur-Empfindlichkeit: Manche frieren bei 18°C (hohes Beta), andere erst bei 10°C (tiefes Beta).

Warum ist das relevant?

Defensive Qualitätsaktien haben Beta <1 — fallen weniger in Crashes. arvy hat moderates Beta durch Quality-Fokus.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé Beta: ~0.6. Tesla: ~2.0. Visa: ~0.9.

Blue-Chip-Aktie+
Blue-Chip-Aktien sind Aktien grosser, etablierter Unternehmen mit langjähriger Erfolgsgeschichte, stabilen Gewinnen und oft regelmässigen Dividendenzahlungen.
Einfach erklärt

Wie Schweizer Uhren: zuverlässig, bewährt, qualitativ hochwertig. Blue Chips sind die Nestlés, Microsofts und Visas der Börse.

Warum ist das relevant?

Blue Chips bilden das Fundament eines soliden Portfolios. Sie bieten Stabilität in Abschwüngen und solides Wachstum in guten Zeiten. Das arvy-Portfolio besteht zu 100% aus Blue Chips und Quality Stocks.

Beispiel (Schweiz)

Im SMI sind alle Blue Chips der Schweiz: Nestlé, Roche, Novartis, Zurich Insurance, ABB.

Buchwert+
Der Buchwert (Eigenkapital) ist die bilanzielle Bewertung eines Unternehmens: Vermögenswerte minus Schulden. Historische Anschaffungskosten — nicht aktueller Marktwert.
Einfach erklärt

Wie das, was übrig bliebe, wenn man das Unternehmen heute schliesst und alles zu Buchpreisen verkauft. Eine sehr konservative Schätzung.

Warum ist das relevant?

Bei modernen Unternehmen (Software, Marken-Konsumgüter) ist der Buchwert weitgehend irrelevant — der wahre Wert liegt in immateriellen Vermögenswerten, die kaum in der Bilanz erscheinen.

Beispiel (Schweiz)

Apple Buchwert pro Aktie: ~USD 4. Aktienkurs: ~USD 200. Marktwert ist 50x höher als Buchwert — die Marke und das iPhone-Ökosystem stehen nicht in der Bilanz.

Bullenmarkt+
Bullenmarkt: Eine anhaltende Phase steigender Kurse, typischerweise definiert als ein Anstieg von 20% oder mehr vom Tiefpunkt. Bullenmärkte dauern im Durchschnitt ~5 Jahre.
Einfach erklärt

Wie Frühling und Sommer: die längere, angenehmere Phase. Bullenmärkte dauern typischerweise 3-5x länger als Bärenmärkte.

Warum ist das relevant?

Die gute Nachricht: Bullenmärkte dauern deutlich länger als Bärenmärkte. Historisch waren ~78% aller Börsenmonate positiv.

Beispiel (Schweiz)

Der längste Bullenmarkt der Geschichte: März 2009 bis Februar 2020 — fast 11 Jahre, +400%.

Buy-and-Hold+
Buy-and-Hold ist die Anlagestrategie, Aktien zu kaufen und langfristig zu halten — unabhängig von kurzfristigen Marktbewegungen. Warren Buffetts Lieblingsstrategie: 'Our favorite holding period is forever.'
Einfach erklärt

Wie ein guter Wein im Keller: Du kaufst Qualität, vergisst sie für 20 Jahre und freust dich am Ende über das Resultat.

Warum ist das relevant?

Statistisch überlegen: Studien zeigen, dass Buy-and-Hold-Anleger 1-3% pro Jahr besser abschneiden als aktive Trader — wegen tieferen Kosten und weniger Fehlentscheidungen.

Beispiel (Schweiz)

CHF 10'000 in S&P 500 von 2000 bis 2024 (Buy-and-Hold): ~CHF 55'000. Wer die 10 besten Tage verpasst (Market Timing): nur ~CHF 25'000. Differenz: CHF 30'000.

Buy-the-Dip+
Buy-the-Dip: Die Strategie, nach Kursrückgängen gezielt zuzukaufen. Beruht auf der Annahme, dass kurzfristige Rücksetzer Kaufgelegenheiten sind — historisch oft, aber nicht immer richtig.
Einfach erklärt

Wie auf Sonderangebote zu warten: Wenn deine Lieblingsaktie 15% verliert, ist sie 'im Angebot' — vorausgesetzt, das Geschäftsmodell bleibt intakt.

Warum ist das relevant?

Vergleich mit DCA: Beide nutzen Volatilität, aber Buy-the-Dip ist aktiver. Studien zeigen: Bei Qualitätsunternehmen funktioniert es besser als bei spekulativen Werten.

Beispiel (Schweiz)

S&P 500 fällt 10%: Anleger kauft zusätzlich. Steigt der Index in den folgenden 12 Monaten +20% (durchschnittlich nach 10%-Dips): erheblicher Gewinn vs. ohne Kauf.

Bärenmarkt+
Bärenmarkt: Ein Kursrückgang von 20% oder mehr vom Höchststand. Tritt historisch alle 7 Jahre auf. Durchschnittliche Dauer: ~13 Monate.
Einfach erklärt

Wie Winter im Garten: unangenehm, aber notwendig für neues Wachstum. Bärenmärkte räumen Exzesse auf und schaffen Kaufgelegenheiten für geduldige Anleger.

Warum ist das relevant?

Jeder Bärenmarkt der letzten 100 Jahre wurde von einem neuen Bullenmarkt abgelöst. Der S&P 500 hat sich ausnahmslos erholt — die Frage ist nicht ob, sondern wann.

Beispiel (Schweiz)

Seit 1950 gab es 11 Bärenmärkte im S&P 500. Der schlimmste: 2007-2009 (-57%). Die anschliessende Erholung brachte +400% in den nächsten 10 Jahren.

C
Confirmation Bias+
Confirmation Bias: Die Neigung, Informationen zu suchen und zu interpretieren, die die eigene Meinung bestätigen — und widersprüchliche zu ignorieren.
Einfach erklärt

Wie nur die Zeitungen zu lesen, die deiner Meinung sind: Du liest nur positive News über deine Aktien, ignorierst die kritischen Stimmen. Gefühl: 'Ich liege richtig.'

Warum ist das relevant?

Gefährlich bei Konzentrationsrisiken: Wer 50% seines Vermögens in eine Aktie hat, will keine schlechten Nachrichten hören. Genau dann ist man am wenigsten objektiv.

Beispiel (Schweiz)

Tesla-Investor liest nur Tesla-Bullish-Analysten, folgt nur Elon-Fans auf Twitter. Wenn der Aktienkurs fällt: 'Die Shorts sind schuld' — statt zu hinterfragen.

D
DA-1 (US-Dividenden-Rückerstattung)+
Das DA-1 Formular ermöglicht Schweizer Anlegern, die in den USA einbehaltene Quellensteuer (15%) auf US-Dividenden bei der Schweizer Einkommenssteuer anzurechnen.
Einfach erklärt

Wie ein Gutschein für gezahlte US-Steuern: Wenn du nachweisen kannst, dass die USA bereits 15% von deinen US-Dividenden einbehalten haben, kannst du diesen Betrag in der Schweizer Steuererklärung anrechnen.

Warum ist das relevant?

Wer das DA-1 nicht ausfüllt, zahlt effektiv doppelte Steuern auf US-Dividenden — einmal in den USA, einmal in der Schweiz. Bei einem grösseren US-lastigen Portfolio summieren sich die Verluste schnell auf hunderte Franken pro Jahr.

Beispiel (Schweiz)

Portfolio mit USD 30'000 US-Aktien, 2% Dividendenrendite: USD 600 Dividenden, davon USD 90 (15%) US-Quellensteuer. Ohne DA-1: CHF 90 Verlust. Mit DA-1: vollständige Rückerstattung.

Quelle: Quelle: ESTV, Formular DA-1 (Anrechnung ausländischer Quellensteuern).
Dauerauftrag+
Ein Dauerauftrag (Standing Order) ist eine automatische, wiederkehrende Überweisung von deinem Bankkonto — z.B. am 25. jedes Monats ein fester Betrag auf dein Investmentkonto.
Einfach erklärt

Wie ein Abonnement fürs Fitnessstudio: Du meldest dich einmal an, und ab dann wird monatlich abgebucht.

Warum ist das relevant?

Der Dauerauftrag eliminiert die grösste Hürde beim Investieren: dich selbst. Ohne Automatisierung findest du immer einen Grund, nicht zu investieren. Mit Dauerauftrag investierst du egal was — und das ist nachweislich besser.

Beispiel (Schweiz)

Richte am 25. des Monats (direkt nach Gehaltseingang) einen Dauerauftrag von deinem Bankkonto auf dein arvy-Konto ein. Ab CHF 1/Monat möglich.

Deckungsgrad (PK)+
Der Deckungsgrad einer Pensionskasse ist das Verhältnis von Vorsorgevermögen zu Vorsorgeverpflichtungen. 100% = ausgeglichen. Unter 100% = Unterdeckung.
Einfach erklärt

Wie ein Gesundheitscheck deiner Pensionskasse: Hat sie genug Geld, um alle versprochenen Renten zu zahlen?

Warum ist das relevant?

Bei Unterdeckung sind Sanierungsmassnahmen vorgeschrieben (zusätzliche Beiträge, tiefere Verzinsung). Bei sehr tiefem Deckungsgrad: Risiko für deine spätere Rente.

Beispiel (Schweiz)

Schweizer PKs Ende 2024 im Durchschnitt: ~115% Deckungsgrad — gesund. Eine PK mit 90% Deckungsgrad muss aktive und Arbeitgeber zu Nachzahlungen zwingen.

Deflation+
Deflation: Anhaltend sinkende Preise. Konsumenten verschieben Käufe, die Wirtschaft schrumpft. Schwerer zu bekämpfen als Inflation. Klassisches Beispiel: Japan seit den 1990ern.
Einfach erklärt

Wie eine Abwärtsspirale: Preise fallen → Konsumenten warten → Umsätze sinken → Löhne sinken → Konsumenten haben weniger Geld → Preise fallen weiter.

Warum ist das relevant?

Schlecht für Aktien (Gewinne sinken) und für Schuldner (reale Schulden steigen). Gut für Gläubiger und Cash-Halter. Zentralbanken kämpfen aggressiv dagegen — siehe SNB und EZB in den 2010ern.

Beispiel (Schweiz)

Japan Nikkei: 1989 Höchststand 38'900. Heute (35 Jahre später): ~38'000 — nominal flat trotz wachsender Weltwirtschaft. Wegen jahrzehntelanger Deflation.

Depotgebühren+
Depotgebühren sind die Kosten für die Verwahrung deiner Wertpapiere bei einer Bank oder einem Broker. Sie werden typischerweise jährlich oder quartalsweise erhoben.
Einfach erklärt

Wie Lagerkosten für Möbel: Du zahlst dafür, dass jemand deine Wertpapiere sicher aufbewahrt.

Warum ist das relevant?

Depotgebühren sind ein versteckter Kostenfaktor, den viele Anleger übersehen. Bei CHF 100'000 Vermögen und 0.2% Depotgebühr zahlst du CHF 200 pro Jahr — nur fürs Aufbewahren. Bei arvy sind Depotgebühren in den All-in-Kosten enthalten.

Beispiel (Schweiz)

Raiffeisen: CHF 50/Jahr Mindestdepotgebühr. UBS: 0.2-0.5% p.a. Swissquote: CHF 60/Jahr Minimum. arvy: CHF 0 separat — alles inklusive.

Direkte Bundessteuer+
Die direkte Bundessteuer ist die Einkommenssteuer auf Bundesebene. Sie ist progressiv, mit einem Maximalsatz von 11.5% — deutlich tiefer als in den meisten Industrieländern.
Einfach erklärt

Wie der Bundesanteil deiner Steuern: Nur ein Teil deiner Gesamtsteuerbelastung. Kanton und Gemeinde kommen dazu — meist deutlich höher als der Bund.

Warum ist das relevant?

Die direkte Bundessteuer macht typischerweise nur 20-30% der Gesamteinkommenssteuer aus. Die Hauptbelastung liegt bei Kanton/Gemeinde.

Beispiel (Schweiz)

Bruttolohn CHF 150'000, Alleinstehend: ~CHF 5'500 direkte Bundessteuer + ~CHF 15'000-25'000 Kantons- und Gemeindesteuer (je nach Ort).

Diversifikation+
Die Diversifikation ist die Verteilung deines Kapitals auf verschiedene Anlagen, Branchen und Regionen. Sie reduziert das Risiko, ohne die erwartete Rendite wesentlich zu senken.
Einfach erklärt

Das berühmte 'Leg nicht alle Eier in einen Korb'-Prinzip. Wenn eine Aktie 50% verliert, aber du 34 verschiedene besitzt, ist der Einfluss auf dein Gesamtportfolio gering.

Warum ist das relevant?

Diversifikation ist der einzige 'Free Lunch' im Investieren — du reduzierst Risiko, ohne auf Rendite zu verzichten. Das arvy-Portfolio ist über 34 Qualitätsunternehmen in verschiedenen Branchen und Ländern diversifiziert.

Beispiel (Schweiz)

Das arvy-Portfolio enthält Unternehmen aus Technologie (Microsoft), Konsumgüter (Nestlé), Luxus (Ferrari, LVMH), Gesundheit (Stryker) und Finanzen (Visa).

Quelle: Quelle: Markowitz, H. (1952). 'Portfolio Selection'. Journal of Finance.
Dividende+
Eine Dividende ist der Teil des Unternehmensgewinns, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Sie wird typischerweise einmal pro Jahr pro Aktie gezahlt und ist für langfristige Anleger eine der wichtigsten Renditequellen.
Einfach erklärt

Du besitzt einen Anteil an einem Unternehmen. Das Unternehmen macht Gewinn. Einen Teil dieses Gewinns schüttet es an seine Eigentümer aus — das ist die Dividende.

Warum ist das relevant?

Dividenden machen historisch etwa 30-40% der gesamten Aktienrendite aus. Qualitätsunternehmen wie die im arvy-Portfolio steigern ihre Dividenden typischerweise um 5-8% pro Jahr.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé zahlt aktuell ~CHF 3.00 Dividende pro Aktie. Bei einem Kurs von ~CHF 95 entspricht das einer Dividendenrendite von ~3.2%.

Dividendenrendite+
Die Dividendenrendite = jährliche Dividende ÷ Aktienkurs. Zeigt die Cash-Rendite pro Jahr.
Einfach erklärt

Wie Sparkonto-Zins für Aktien. 3% Dividendenrendite = CHF 300/Jahr auf CHF 10'000.

Warum ist das relevant?

Hohe Rendite ist nicht automatisch gut — kann bedeuten dass der Kurs gefallen ist (Value Trap). Qualität: moderate Rendite + starkes Wachstum.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé: ~3.2%. Zurich Insurance: ~5.5%. Swiss Re: ~6%.

Dollar-Cost-Averaging (DCA)+
Bei Dollar-Cost-Averaging (DCA) investierst du regelmässig einen festen Betrag — unabhängig vom aktuellen Kurs. Bei hohen Kursen kaufst du weniger Anteile, bei tiefen mehr.
Einfach erklärt

Wie monatlich Äpfel kaufen: Im Januar kostet ein Apfel CHF 1, du kaufst 10. Im Februar CHF 2, du kaufst 5. Im März CHF 0.50, du kaufst 20. Dein Durchschnittspreis: CHF 0.86.

Warum ist das relevant?

DCA eliminiert das grösste Problem beim Investieren: Timing. Indem du jeden Monat denselben Betrag investierst, umgehst du dieses Problem komplett.

Beispiel (Schweiz)

Mit einem arvy-Sparplan von CHF 500/Monat kaufst du in einem Crash-Monat automatisch mehr Anteile zu günstigeren Preisen.

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)+
Ein DBA verhindert, dass Einkünfte in zwei Ländern besteuert werden. Die Schweiz hat über 100 DBAs.
Einfach erklärt

Wie ein Abkommen zwischen Nachbarn: 'Wer bei dir parkt zahlt dort keine Gebühr.' Ohne DBA: doppelte Besteuerung.

Warum ist das relevant?

DBAs bestimmen die Quellensteuer auf Dividenden. CH-USA: 15%. CH-DE: 15%. CH-UK: 15%.

Beispiel (Schweiz)

Ohne DBA CH-USA: 30% auf US-Dividenden. Dank DBA: 15%. Bei CHF 1'000 Dividende: CHF 150 gespart.

Drawdown+
Ein Drawdown: der Rückgang vom Höchst- zum Tiefststand. Zeigt das Worst-Case-Szenario.
Einfach erklärt

Wie die tiefste Stelle eines Tals zwischen Bergen: Zeigt wie tief es zwischenzeitlich runterging.

Warum ist das relevant?

Relevanter als Volatilität weil es den maximalen Verlust zeigt. Qualitätsaktien haben geringere Drawdowns.

Beispiel (Schweiz)

S&P 500 max Drawdown 2008: -57%. Corona 2020: -34%. Qualitätsaktien: typisch geringer.

E
EBITDA+
EBITDA: Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Zeigt die operative Ertragskraft.
Einfach erklärt

Wie Restaurant-Umsatz vor Miete und Steuern: Zeigt wie gut das Kerngeschäft läuft.

Warum ist das relevant?

Macht Unternehmen verschiedener Länder/Branchen vergleichbar. Aber ignoriert reale Kosten wie Investitionen.

Beispiel (Schweiz)

Ferrari EBITDA-Marge: ~38%. Microsoft: ~55%. Nestlé: ~20%.

EL (Ergänzungsleistungen)+
Ergänzungsleistungen (EL) sind staatliche Zahlungen für Rentner und IV-Bezüger, deren Renten und Vermögen nicht zum Leben reichen. Subsidiäre Sicherung gegen Altersarmut.
Einfach erklärt

Wie ein Sicherheitsnetz unter dem Sicherheitsnetz: Reichen AHV + Pensionskasse + eigenes Vermögen nicht zum Existenzminimum, springt EL ein.

Warum ist das relevant?

EL-Anspruch wird oft unterschätzt: Viele Senioren haben Anspruch, wissen es aber nicht oder schämen sich. Wer Wohneigentum mit Eigenmietwert hat, kann trotzdem EL bekommen.

Beispiel (Schweiz)

AHV-Rente CHF 1'800 + PK CHF 800 = CHF 2'600/Monat. Anerkannter Bedarf für Alleinstehende ~CHF 3'200/Monat → EL deckt die Lücke von ~CHF 600/Monat.

EPS (Gewinn je Aktie)+
EPS = Nettogewinn ÷ Anzahl Aktien. Zeigt den Gewinn pro Aktie.
Einfach erklärt

Wie Einkommen pro Familienmitglied. Je höher, desto profitabler pro Aktie.

Warum ist das relevant?

Steigende EPS über Jahre: starkes Qualitätssignal. arvy sucht konsistent wachsende EPS.

Beispiel (Schweiz)

Microsoft EPS 2020: USD 5.76. 2024: USD 11.80. Verdoppelung → Kurs folgte: USD 220 → 430.

ETF (Exchange Traded Fund)+
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den SMI oder S&P 500 nachbildet. Du kaufst mit einem einzigen Produkt hunderte Aktien gleichzeitig — günstig, diversifiziert und transparent.
Einfach erklärt

Wenn du einen SMI-ETF kaufst, besitzt du anteilig Nestlé, Novartis, Roche und alle anderen SMI-Unternehmen — ohne jede Aktie einzeln kaufen zu müssen.

Warum ist das relevant?

ETFs sind das Standardinstrument für passives Investieren. Sie haben tiefe Gebühren (oft 0.1-0.5% TER), bieten sofortige Diversifikation und erfordern kein aktives Management.

Beispiel (Schweiz)

Der iShares Core SPI ETF bildet den gesamten Schweizer Aktienmarkt ab. Mit einer einzigen Transaktion investierst du in über 200 Schweizer Unternehmen. Die TER beträgt 0.10%.

ETF-Replikation+
ETF-Replikation: Physisch = kauft echte Aktien. Synthetisch = nutzt Derivate (Swaps).
Einfach erklärt

Physisch = originalgetreue Kopie. Synthetisch = hochauflösendes Foto. arvy: direkte physische Aktien.

Warum ist das relevant?

Physische Replikation transparenter, kein Kontrahentenrisiko. arvy investiert direkt in physische Aktien.

Beispiel (Schweiz)

iShares Core S&P 500: physisch (besitzt alle 500). Synthetischer ETF: nutzt Bank-Swap für gleiche Rendite.

Eigenmietwert+
Der Eigenmietwert ist der fiktive Mietzins, den Eigentümer auf selbstbewohntes Wohneigentum als Einkommen versteuern müssen. Eine Schweizer Besonderheit — fast kein anderes Land kennt dieses Konzept.
Einfach erklärt

Wie Steuern auf eine Miete, die du dir selbst zahlst: Der Staat sagt, du sparst dir die Miete fürs eigene Haus — also versteuere diesen 'Sparbetrag' als Einkommen.

Warum ist das relevant?

Der Eigenmietwert wird seit Jahren politisch debattiert und soll voraussichtlich abgeschafft werden. Im Gegenzug entfallen aber Schuldzinsen- und Unterhaltsabzüge — Steuerwirkung pro Haushalt sehr unterschiedlich.

Beispiel (Schweiz)

Haus mit Marktmiete CHF 36'000/Jahr → Eigenmietwert ~CHF 25'000 (typisch ~70% der Marktmiete). Bei Grenzsteuersatz 35%: zusätzliche Steuerlast ~CHF 8'750/Jahr.

Quelle: Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Kreisschreiben Eigenmietwert.
Eigenmittel-Anforderung+
In der Schweiz gilt: Beim Kauf von Wohneigentum müssen mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenmittel eingebracht werden — davon min. 10% hartes Eigenkapital, max. 10% aus PK/3a.
Einfach erklärt

Wie der Türsteher beim Hauskauf: Bevor die Bank dich reinlässt, musst du 20% Eigenkapital mitbringen — sonst keine Hypothek.

Warum ist das relevant?

Diese Regel macht den Hauskauf für viele Schweizer zur grössten finanziellen Herausforderung. Bei einem CHF 1.5 Mio. Haus brauchst du CHF 300'000 — ohne dieses Geld ist Wohneigentum unerreichbar.

Beispiel (Schweiz)

Familieneinkommen CHF 150'000: Tragbarkeit erlaubt Haus bis ~CHF 1.2 Mio. Aber Eigenmittel-Anforderung CHF 240'000 — bei 0% Sparquote: 16 Jahre Sparzeit. Realität: viel länger.

Einlagensicherung+
Die Einlagensicherung schützt Bankeinlagen bis CHF 100'000 pro Kunde bei Bankinsolvenz.
Einfach erklärt

Wie eine Versicherung fürs Bankkonto. Aber: Wertpapiere im Depot gehören dir — sie brauchen keine Einlagensicherung.

Warum ist das relevant?

Für Investoren weniger relevant als für Sparer. Aktien und Fonds sind Sondervermögen — sie fallen nicht in die Konkursmasse.

Beispiel (Schweiz)

Dein arvy-Portfolio ist Sondervermögen bei der Depotbank. Selbst bei Insolvenz der Depotbank gehören dir die Fondsanteile.

Enterprise Value (EV)+
Enterprise Value = Marktkapitalisierung + Schulden - Cash. Der theoretische Übernahmepreis.
Einfach erklärt

Wie Hauspreis inklusive Hypothek: Haus CHF 1 Mio. + CHF 400'000 Hypothek = EV CHF 1.4 Mio.

Warum ist das relevant?

Ehrlicher als reine Market Cap weil Schulden berücksichtigt werden.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé: Market Cap ~CHF 250 Mrd., Nettoverschuldung ~CHF 45 Mrd., EV ~CHF 295 Mrd.

Erbschaftssteuer+
Die Erbschaftssteuer wird kantonal erhoben. Ehegatten und (in den meisten Kantonen) direkte Nachkommen sind steuerbefreit. Entferntere Verwandte und Nicht-Verwandte zahlen 15-50%.
Einfach erklärt

Wie ein Eintrittspreis zum Erbe: Nahe Verwandte kommen meist gratis rein, entfernte Verwandte zahlen Eintritt.

Warum ist das relevant?

Die Schweiz hat im internationalen Vergleich sehr niedrige Erbschaftssteuern für die Kernfamilie. Schwyz erhebt gar keine. Für vermögende Familien ein erheblicher Standortvorteil.

Beispiel (Schweiz)

Vater vererbt CHF 2 Mio. an Tochter im Kanton ZH: CHF 0 Steuer. Gleicher Betrag an unverheirateten Partner: bis zu CHF 720'000 (36%) Steuer.

Erwerbsersatzordnung (EO)+
Die Erwerbsersatzordnung (EO) ersetzt den Lohnausfall bei Militärdienst, Zivildienst, Mutterschaftsurlaub und Vaterschaftsurlaub.
Einfach erklärt

Wie eine Lohnfortzahlung durch den Staat während Pflichteinsätzen oder Familienereignissen. Du arbeitest nicht — der Staat zahlt trotzdem.

Warum ist das relevant?

Mutterschaftsurlaub: 14 Wochen, 80% des Lohnes (max. CHF 220/Tag). Vaterschaftsurlaub: 2 Wochen, gleiche Konditionen. Seit 2021 schweizweit garantiert.

Beispiel (Schweiz)

Mutter mit CHF 90'000 Jahreslohn: Mutterschaftsgeld 80% × CHF 246/Tag (max. CHF 220/Tag) × 98 Tage = CHF 21'560 für 14 Wochen.

Erziehungsgutschriften+
Erziehungsgutschriften erhöhen das AHV-Rentenniveau für Eltern, die während der Kindererziehung weniger gearbeitet haben. Pro Kind: fiktives Zusatzeinkommen bis das jüngste Kind 16 ist.
Einfach erklärt

Wie Bonuspunkte in der Rentenberechnung für die unbezahlte Care-Arbeit. Wer Kinder grosszieht, wird in der AHV nicht bestraft.

Warum ist das relevant?

Wichtig für Mütter (und zunehmend Väter), die Teilzeit gearbeitet haben. Kann die AHV-Rente um CHF 200-500/Monat erhöhen.

Beispiel (Schweiz)

Mutter mit zwei Kindern, Teilzeit gearbeitet: Erziehungsgutschriften erhöhen das fiktive Einkommen um ~CHF 45'000/Jahr für 16 Jahre. AHV-Rente steigt um ~CHF 350/Monat.

Ex-Dividend-Datum+
Das Ex-Dividend-Datum: Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividende gehandelt. Vorher kaufen = Dividende erhalten.
Einfach erklärt

Wie Stichtag auf einem Gutschein: Vor dem Datum kaufen = Bonus. Am Ex-Tag fällt der Kurs um die Dividende.

Warum ist das relevant?

Für langfristige Anleger kaum relevant — du hältst über viele Dividendenzahlungen. Für Trader entscheidend.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé Ex-Datum 2025: 17. April. Kurs am 16.: CHF 98. Am 17.: ~CHF 95 (minus CHF 3 Dividende).

Verwandte Begriffe
F
FATCA+
FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) ist ein US-Gesetz von 2010, das ausländische Banken zwingt, US-Personen mit Konten im Ausland an die US-Steuerbehörde (IRS) zu melden.
Einfach erklärt

Wie eine globale Steuer-Spürhund-Operation der USA: Egal wo auf der Welt du als US-Person ein Konto hast — die USA bekommen es mit.

Warum ist das relevant?

Hat den Bankenmarkt für US-Personen radikal verändert: Viele Schweizer Banken weigern sich, US-Kunden aufzunehmen. Auch Schweizer mit US-Greencard sind betroffen.

Beispiel (Schweiz)

Schweizer mit US-Greencard: Wird als US-Person eingestuft. Schweizer Bank muss alle Konten an IRS melden. Manche Banken kündigen solche Kunden — Compliance-Aufwand zu hoch.

FIDLEG (Finanzdienstleistungsgesetz)+
Das FIDLEG ist das Schweizer Finanzdienstleistungsgesetz (in Kraft seit 2020). Regelt Verhaltenspflichten gegenüber Kunden: Risikoaufklärung, Kostentransparenz, Eignungsprüfung — Schweizer Pendant zu MiFID II.
Einfach erklärt

Wie ein Verbraucherschutzgesetz für Finanzprodukte: Der Anbieter muss dir klar sagen, was du kaufst, was es kostet und ob es zu deinem Profil passt.

Warum ist das relevant?

Wichtige Konsequenz: Vor jeder Anlageberatung muss eine Risiko- und Eignungsprüfung erfolgen. Verstösse können zu Schadenersatzklagen führen. Schützt vor unangemessenen Produkten — z.B. Strukturierte Produkte für Rentner.

Beispiel (Schweiz)

arvy-Onboarding: FIDLEG-konforme Risiko-Profilierung, Kostentransparenz (Total Cost Ratio in Prospekt), Eignungsprüfung. Bei der Hausbank vor 2020: oft nur Kreuzchen-Setzen ohne echte Prüfung.

Quelle: Quelle: FINMA, FIDLEG-Vollzug und Aufsichtspraxis.
FINIG (Finanzinstitutsgesetz)+
Das FINIG regelt die Bewilligung und Aufsicht von Finanzinstituten in der Schweiz: Vermögensverwalter, Trustees, Wertpapierhäuser, Fondsleitungen. In Kraft seit 2020.
Einfach erklärt

Wie die Zulassungsordnung für Finanzdienstleister: Wer in der Schweiz Vermögen verwalten will, braucht eine Bewilligung — und kontinuierliche Aufsicht.

Warum ist das relevant?

Bedeutet für Anleger Sicherheit: Vermögensverwalter sind nicht mehr selbstreguliert, sondern unterstehen direkt der FINMA-Aufsicht. Vor 2020 operierten viele EAMs in einer Grauzone — heute alle bewilligungspflichtig.

Beispiel (Schweiz)

arvy AG hält eine KAG-Lizenz (Kollektivanlagengesetz, FINIG-Pendant für Fondsleitungen), beaufsichtigt direkt von der FINMA. Strengere Anforderungen als ein reines Vermögensverwaltungsmandat.

FINMA+
Die FINMA ist die Schweizer Finanzmarktaufsicht für Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter.
Einfach erklärt

Wie die Lebensmittelkontrolle für Restaurants: Prüft ob Finanzunternehmen sauber arbeiten und Kunden fair behandeln.

Warum ist das relevant?

FINMA-Regulierung ist ein Qualitätsmerkmal. arvy besitzt eine KAG-Lizenz — die höchste Regulierungsstufe für Vermögensverwalter.

Beispiel (Schweiz)

arvy's KAG-Lizenz: dieselbe Kategorie wie Grossbanken. Strenge Anforderungen an Kapital, Organisation und Anlegerschutz.

Quelle: Quelle: FINMA — Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (finma.ch).
FIRE (Financial Independence)+
FIRE (Financial Independence, Retire Early) ist eine Bewegung, die auf eine einfache Idee basiert: Wenn dein Vermögen gross genug ist, kannst du von den Erträgen leben — ohne auf ein Gehalt angewiesen zu sein.
Einfach erklärt

Die 4%-Regel sagt: Bei einem Vermögen von 25x deinen Jahresausgaben bist du finanziell frei.

Warum ist das relevant?

FIRE ist kein 'frühzeitig aufhören zu arbeiten'-Programm — es ist ein 'Arbeit wird optional'-Programm. Die FIRE-Zahl = Jährliche Ausgaben ÷ 4%. Bei CHF 60'000 Jahresausgaben brauchst du CHF 1'500'000.

Beispiel (Schweiz)

In der Schweiz mit höheren Lebenshaltungskosten liegt die FIRE-Zahl typisch bei CHF 1.5-2.5 Mio. Mit einer Sparquote von 50% und 7% Rendite erreichst du FIRE in ~17 Jahren.

Quelle: Quelle: Trinity Study (Bengen, 1994); arvy FIRE-Rechner.
FOMO (Fear of Missing Out)+
FOMO ist die Angst, eine Chance zu verpassen. An den Märkten: Du siehst andere mit GameStop, Tesla oder Bitcoin reich werden — und steigst ein, oft am Höhepunkt.
Einfach erklärt

Wie zu spät zur Party kommen: Wenn alle bereits da sind und feiern, ist die Party meist schon vorbei. FOMO bringt dich oft genau zum schlechtesten Zeitpunkt rein.

Warum ist das relevant?

Klassisches FOMO-Verhalten: Erst nach einem 5x-Anstieg in einen Trade einsteigen. Statistisch: solche Trades verlieren überproportional, weil die Bewertungen extrem geworden sind.

Beispiel (Schweiz)

Bitcoin im Dezember 2017 bei USD 19'000 gekauft (FOMO): bis Dezember 2018 auf USD 3'700 gefallen (-80%). Wer 2020 bei USD 9'000 einstieg: heute deutlich im Plus.

Familienzulagen+
Familienzulagen sind monatliche Zahlungen pro Kind, kantonal organisiert. Kinderzulage min. CHF 200/Monat, Ausbildungszulage min. CHF 250/Monat — höhere Beträge in vielen Kantonen.
Einfach erklärt

Wie ein Bonus vom Staat für Eltern: Pro Kind erhältst du jeden Monat einen Beitrag bis zur Volljährigkeit oder Ausbildungsende.

Warum ist das relevant?

Wird über die Familienausgleichskasse des Arbeitgebers ausbezahlt. Kann kantonal stark variieren: Wallis CHF 305/Kind, Aargau CHF 200/Kind.

Beispiel (Schweiz)

Familie mit 2 Kindern (10 und 17 Jahre) in Zürich: Kinderzulage CHF 200 + Ausbildungszulage CHF 250 = CHF 450/Monat = CHF 5'400/Jahr steuerbares Einkommen.

Festhypothek+
Eine Festhypothek hat einen über die gesamte Laufzeit (typisch 5-15 Jahre) fix vereinbarten Zinssatz. Planungssicherheit gegen Zinserhöhungen — aber kein Profit, wenn Zinsen sinken.
Einfach erklärt

Wie ein Festpreis-Abo: Du zahlst immer dasselbe, egal wie sich die Preise entwickeln. Vorhersehbar, aber nicht immer billig.

Warum ist das relevant?

Die meisten Schweizer wählen 10-Jahres-Festhypotheken aus emotionalen Gründen (Planungssicherheit). Historisch hätten SARON-Hypotheken in über 80% der Fälle weniger gekostet.

Beispiel (Schweiz)

Festhypothek 10 Jahre, CHF 800'000, 1.8% Zins: jährliche Zinskosten CHF 14'400. Über 10 Jahre: CHF 144'000 Zinsen.

Forward-Hypothek+
Eine Forward-Hypothek sichert sich heute einen Zinssatz für eine Festhypothek, die in 6-24 Monaten beginnt. Hilfreich, wenn die aktuelle Hypothek erst später ausläuft und du steigende Zinsen befürchtest.
Einfach erklärt

Wie Zinsen einkaufen, bevor du sie brauchst: Du sicherst dir heute den Preis für eine Hypothek, die du erst in einem Jahr abschliesst.

Warum ist das relevant?

Die Bank verlangt einen Forward-Aufschlag (typisch 0.1-0.3% pro Jahr Vorlauf). Lohnt sich nur, wenn die Zinsen wirklich erheblich steigen — bei einem 2-Jahres-Forward fast nie historisch profitabel.

Beispiel (Schweiz)

Aktuelle 10-Jahres-Festhypothek: 1.8%. Forward für Start in 18 Monaten: 1.8% + 0.4% = 2.2%. Lohnt sich nur, wenn die normalen 10J-Festsätze in 18 Monaten über 2.2% liegen.

Free Cash Flow+
Der Free Cash Flow (FCF) ist das Geld, das ein Unternehmen nach allen Betriebsausgaben und Investitionen übrig hat — frei verfügbar für Dividenden, Aktienrückkäufe oder Wachstum.
Einfach erklärt

Wie dein verfügbares Geld am Ende des Monats: Nach Miete, Essen, Versicherung — was bleibt übrig?

Warum ist das relevant?

Free Cash Flow ist ehrlicher als Gewinn, weil er schwerer manipulierbar ist. arvy bevorzugt Unternehmen mit starkem, wachsendem FCF.

Beispiel (Schweiz)

Microsoft generiert ~USD 70 Milliarden Free Cash Flow pro Jahr. Damit könnte das Unternehmen jeden Tag fast USD 200 Millionen ausschütten.

Freizügigkeitskonto+
Ein Freizügigkeitskonto nimmt dein Pensionskassen-Guthaben auf, wenn du den Arbeitgeber wechselst und nicht sofort bei einer neuen PK eintreten kannst — z.B. bei einer Karrierepause, Selbständigkeit oder Auswanderung.
Einfach erklärt

Wie ein Zwischenlager für dein Vorsorge-Geld: Es bewahrt dein PK-Guthaben auf, bis du es in eine neue PK einzahlen oder bei der Pensionierung beziehen kannst.

Warum ist das relevant?

Das meiste Geld auf Freizügigkeitskonten liegt auf Sparkonten mit 0-0.5% Zinsen — und verliert durch die Inflation an Wert. Es kann aber auch investiert werden.

Beispiel (Schweiz)

In der Schweiz liegen geschätzt CHF 60 Milliarden auf Freizügigkeitskonten. Bei 7% Rendite statt 0% wären das über 20 Jahre CHF 232 Milliarden — CHF 172 Milliarden mehr.

Quelle: Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Vorsorgestatistik 2025.
G
Gebäudeversicherung+
Die Gebäudeversicherung deckt das Haus selbst (Mauern, Dach, fest installierte Teile) gegen Brand, Wasser und Elementarschäden. In den meisten Kantonen obligatorisch und kantonal monopolisiert.
Einfach erklärt

Wie eine Versicherung für die Hülle deines Hauses: Während die Hausratsversicherung den Inhalt schützt, schützt die Gebäudeversicherung die Konstruktion.

Warum ist das relevant?

In 19 Kantonen monopolistisch über die kantonale Gebäudeversicherung — kein Wahlrecht. In 7 Kantonen (UR, SZ, OW, NW, AI, AR, GE, VS) frei wählbar.

Beispiel (Schweiz)

Einfamilienhaus Versicherungswert CHF 1 Mio.: Prämie ~CHF 800-1'500/Jahr inkl. Elementarschäden (Hagel, Sturm, Überschwemmung, Lawinen).

Gewinnmarge+
Die Gewinnmarge: wie viel % vom Umsatz als Gewinn bleibt. 20% = CHF 20 Gewinn pro CHF 100 Umsatz.
Einfach erklärt

Wie Gewinn pro verkauftem Kaffee. Je höher die Marge, desto profitabler.

Warum ist das relevant?

Hohe Margen = Pricing Power + Wettbewerbsvorteile. arvy fokussiert auf überdurchschnittliche Margen.

Beispiel (Schweiz)

Ferrari: 23%. Visa: 52%. Microsoft: 36%. Durchschnittliches KMU: 3-5%.

Goodwill+
Goodwill entsteht bei einer Firmenübernahme, wenn der Kaufpreis über dem Buchwert liegt. Repräsentiert immaterielle Werte: Marke, Kundenbeziehungen, Know-how.
Einfach erklärt

Wie der 'Aufschlag' beim Firmenkauf für den guten Ruf: Wenn du eine erfolgreiche Bäckerei kaufst, zahlst du nicht nur für Öfen und Mehl — auch für die treuen Kunden und den bekannten Namen.

Warum ist das relevant?

Wenn Goodwill 'beeinträchtigt' (impaired) wird — d.h. die übernommene Firma weniger wert ist als gedacht — muss abgeschrieben werden. Klassisch: Daimler-Chrysler-Fusion → milliardenschwere Abschreibungen.

Beispiel (Schweiz)

Microsoft kauft LinkedIn 2016 für USD 26 Mrd. — Goodwill ~USD 17 Mrd. Heute deutlich mehr wert. Yahoo kauft Tumblr für USD 1.1 Mrd. → 3 Jahre später: USD 482 Mio. Abschreibung.

Growth Investing+
Growth Investing fokussiert auf Unternehmen mit überdurchschnittlichem Umsatz- und Gewinnwachstum. Diese Aktien haben oft hohe Bewertungen (hohes KGV), weil der Markt das zukünftige Wachstum einpreist.
Einfach erklärt

Wie in ein junges Talent investieren: Du zahlst heute mehr, weil du an das zukünftige Potenzial glaubst.

Warum ist das relevant?

Growth Stocks können enormes Potenzial haben, sind aber auch volatiler. arvy bevorzugt profitables Wachstum — Unternehmen die bereits heute hohe Margen haben.

Beispiel (Schweiz)

NVIDIA stieg von USD 20 (2019) auf über USD 800 (2024) — ein Growth Stock par excellence. Aber nicht jeder Growth Stock wird zu NVIDIA. Deshalb ist Selektion entscheidend.

GwG (Geldwäschereigesetz)+
Das GwG verpflichtet Schweizer Finanzdienstleister zur Identifikation ihrer Kunden, zur Abklärung der wirtschaftlich Berechtigten und zur Meldung verdächtiger Transaktionen.
Einfach erklärt

Wie ein KYC-Pflichtprogramm: 'Know Your Customer' — bevor du in der Schweiz ein Konto eröffnest, muss die Bank wissen, wer du bist und woher dein Geld kommt.

Warum ist das relevant?

Auswirkung im Alltag: Konto-Eröffnung mit Identifikation per Pass, Herkunftsnachweis bei grösseren Einzahlungen (>CHF 100'000), Erklärung der wirtschaftlichen Berechtigung. Schutz gegen kriminelle Gelder.

Beispiel (Schweiz)

Schweizer eröffnet arvy-Konto: Passkopie + Wohnsitzbestätigung. Einzahlung CHF 250'000: Herkunftsnachweis (z.B. Erbschein, Hausverkaufsvertrag). Standard-Compliance, keine Schikane.

H
Handänderungssteuer+
Die Handänderungssteuer wird beim Kauf einer Immobilie fällig und ist kantonal sehr unterschiedlich: 0% (Zürich, Zug) bis 3.3% (Neuenburg).
Einfach erklärt

Wie eine Einkaufsgebühr beim Hauskauf: Manche Kantone verlangen einen erheblichen Aufschlag, andere gar nichts.

Warum ist das relevant?

Bei einem Hauskauf von CHF 1 Mio. macht das einen Unterschied von bis zu CHF 33'000 zwischen Kantonen aus — ein oft übersehener Faktor bei der Standortwahl.

Beispiel (Schweiz)

Hauskauf CHF 1.5 Mio. in Zürich: CHF 0 Handänderungssteuer. In Genf (3%): CHF 45'000.

Hartes Eigenkapital+
Hartes Eigenkapital bei einem Hauskauf: Cash und Wertschriften aus eigenem Vermögen. Mindestens 10% des Kaufpreises müssen aus hartem Eigenkapital stammen — Vorbezüge aus PK/3a zählen NICHT dazu.
Einfach erklärt

Wie der unverhandelbare Eigenanteil deines Hauskaufs: 10% muss aus echtem Erspartem kommen, nicht aus geliehenem oder vorbezogenem Vorsorgegeld.

Warum ist das relevant?

Regulatorisch festgelegt von der FINMA seit 2014, um Immobilienblase zu vermeiden. Praktisch: Wer 'nur' 20% Eigenkapital ohne hartes Eigenkapital hat, bekommt keine Hypothek.

Beispiel (Schweiz)

Haus CHF 1 Mio. 20% Eigenkapital nötig (CHF 200'000), davon min. 10% hart (CHF 100'000 Cash/Wertschriften). Max. 10% aus PK/3a (CHF 100'000).

Quelle: Quelle: FINMA, Selbstregulierung Hypothekarmarkt.
Hausratsversicherung+
Die Hausratsversicherung deckt deinen beweglichen Besitz (Möbel, Elektronik, Kleidung) gegen Feuer, Wasser, Diebstahl und Glasbruch.
Einfach erklärt

Wie eine Versicherung für alles, was du mitnehmen würdest, wenn du umziehst. Stell dir vor, ein Brand zerstört alles: Was kostet es, deine Wohnung neu einzurichten?

Warum ist das relevant?

In manchen Kantonen obligatorisch. Versicherungssumme realistisch wählen — Faustregel: CHF 30'000-50'000 pro Zimmer für eine durchschnittliche Wohnung.

Beispiel (Schweiz)

4.5-Zimmer-Wohnung mit Hausratswert CHF 80'000: Prämie ~CHF 250-400/Jahr inkl. Diebstahl auswärts (z.B. Laptop im Café gestohlen).

Hedge / Absicherung+
Ein Hedge: Eine Anlage die das Risiko einer anderen reduziert. Gold als Hedge gegen Crashes.
Einfach erklärt

Wie Versicherung: Prämie zahlen (Kosten) für Schutz im Schadensfall (Crash). Kostet Rendite.

Warum ist das relevant?

Hedging kostet Rendite. Für langfristige Anleger ist Diversifikation die natürlichste und günstigste Absicherung.

Beispiel (Schweiz)

CHF/USD-Hedge für US-Aktien: ~1-2% p.a. Über 30 Jahre kann der Hedge mehr kosten als das Risiko.

Herdentrieb+
Herdentrieb: Die Neigung, das Verhalten anderer nachzuahmen — besonders bei Unsicherheit. In Bullenmärkten treibt es zur Euphorie, in Bärenmärkten zur Panikverkauf.
Einfach erklärt

Wie Schafe, die einander folgen: Wenn alle ein bestimmtes Investment kaufen, kaufst du auch. Wenn alle verkaufen, verkaufst du auch. Mit der Herde geht es selten zum Gewinn.

Warum ist das relevant?

Buffett-Zitat: 'Be fearful when others are greedy, and greedy when others are fearful.' Antizyklisch zu handeln ist psychologisch hart — aber statistisch profitabel.

Beispiel (Schweiz)

Dotcom-Blase 1999: alle kaufen Tech-Aktien (Herdentrieb), Crash 2000. Corona-Crash März 2020: alle verkaufen (Herdentrieb), wer hielt: +70% innerhalb 12 Monaten.

Hinterlassenenrente+
Hinterlassenenrenten sind Witwen-, Witwer- und Waisenrenten der AHV und PK. Sie sichern Hinterbliebene nach dem Tod des Versicherten ab.
Einfach erklärt

Wie eine Lebensversicherung im Sozialsystem: Stirbt ein Elternteil, läuft das Einkommen für die Familie zumindest teilweise weiter.

Warum ist das relevant?

Die Hinterlassenenrenten der AHV sind tief (typisch ~80% der Altersrente). Für Familien mit Kindern oft unzureichend — eine zusätzliche Risikoversicherung wird empfohlen.

Beispiel (Schweiz)

Hauptverdiener (CHF 100'000 Lohn) verstirbt. Familie mit zwei Kindern bekommt: AHV Witwenrente ~CHF 1'900/Monat + 2 Waisenrenten ~CHF 950 + PK-Leistungen. Lücke trotzdem oft mehrere tausend Franken.

Hypothek+
Eine Hypothek ist ein durch eine Immobilie besicherter Kredit. In der Schweiz finanzieren Hypotheken den Grossteil aller Immobilienkäufe — typischerweise zu 80% des Verkaufspreises.
Einfach erklärt

Wie ein Vertrauensvorschuss der Bank: Sie gibt dir Geld für ein Haus, das Haus dient als Sicherheit. Zahlst du nicht, gehört das Haus der Bank.

Warum ist das relevant?

Die Schweiz hat im internationalen Vergleich extrem tiefe Amortisationsraten — viele Eigentümer zahlen ihre Hypothek nie ganz ab. Der Grund: Hypothekarzinsen sind steuerlich abziehbar, der Eigenmietwert ist steuerlich aber zu versteuern.

Beispiel (Schweiz)

Hauskauf CHF 1'000'000: 20% Eigenkapital (CHF 200'000), 80% Hypothek (CHF 800'000). Davon mind. 10% (CHF 100'000) muss aus Eigenmitteln stammen — max. 10% aus PK/3a.

Quelle: Quelle: Schweizerische Bankiervereinigung, Selbstregulierung Hypothekenfinanzierung.
Hypothek-Verlängerung+
Die Hypothek-Verlängerung ist die Erneuerung einer auslaufenden Festhypothek — entweder bei der bestehenden Bank oder einem neuen Anbieter (Bankenwechsel).
Einfach erklärt

Wie der Vertragsabschluss am Ende einer Festhypothek: Du musst nicht bei deiner Bank bleiben — ein Wechsel kann tiefere Zinsen bringen.

Warum ist das relevant?

Verhandlungstipp: 12-18 Monate vor Ablauf bei mehreren Banken Offerten einholen. Differenz zwischen Banken kann 0.3-0.5% betragen — auf CHF 1 Mio. Hypothek über 10 Jahre: CHF 30'000-50'000.

Beispiel (Schweiz)

Verlängerung Hypothek CHF 1 Mio., 10 Jahre. Bestehende Bank: 2.0%. Konkurrenz-Offerte: 1.7%. Über 10 Jahre: CHF 30'000 gespart durch Bankwechsel.

Privat-Haftpflichtversicherung+
Die Privat-Haftpflichtversicherung schützt vor Schadenersatzansprüchen Dritter — z.B. wenn du versehentlich fremdes Eigentum beschädigst oder jemanden verletzt.
Einfach erklärt

Wie ein finanzieller Schutzschirm gegen das eigene Missgeschick: Du zerbrichst eine teure Vase beim Freund — die Haftpflicht zahlt.

Warum ist das relevant?

In der Schweiz nicht obligatorisch, aber praktisch unverzichtbar: Mieter werden meist verpflichtet, eine zu haben. Schäden in Mietwohnungen können schnell fünfstellig werden.

Beispiel (Schweiz)

Familie: CHF 100-200 Prämie/Jahr für CHF 5 Mio. Deckungssumme. Brand in Mietwohnung mit Schaden CHF 800'000 → vollständig gedeckt.

I
IBAN+
Die IBAN (International Bank Account Number) ist die international standardisierte Kontonummer. Schweizer IBANs beginnen mit 'CH' und haben 21 Stellen.
Einfach erklärt

Wie eine internationale Postleitzahl für dein Bankkonto: Land + Bank + Konto, alles in einem.

Warum ist das relevant?

Ohne IBAN keine internationalen Überweisungen mehr möglich. Innerhalb der EU/Schweiz funktioniert eine IBAN-Überweisung wie eine inländische — gleicher Aufwand, gleiche Kosten.

Beispiel (Schweiz)

Schweizer IBAN-Beispiel: CH93 0076 2011 6238 5295 7. CH = Land, 76 = Prüfziffer, 0076 = Bank (Migros Bank), Rest = Kontonummer.

IPO (Börsengang)+
Ein IPO ist der erstmalige Verkauf von Aktien an der Börse.
Einfach erklärt

Wie die Eröffnung eines neuen Restaurants: Grosse Aufregung, aber der langfristige Erfolg ist ungewiss.

Warum ist das relevant?

IPOs performen in den ersten 1-3 Jahren statistisch unterdurchschnittlich. arvy wartet bis sich Unternehmen bewiesen haben.

Beispiel (Schweiz)

Ferrari IPO 2015: USD 52/Aktie. Heute: ~USD 450. Aber WeWork IPO 2021: kollabiert.

ISIN (International Securities Identification Number)+
Die ISIN ist die 12-stellige international standardisierte Identifikationsnummer für Wertpapiere. Eindeutig pro Wertpapier weltweit — z.B. Nestlé: CH0038863350.
Einfach erklärt

Wie ein internationaler Personalausweis für Wertpapiere: Egal an welcher Börse du Nestlé kaufst, die ISIN ist identisch.

Warum ist das relevant?

Wichtig beim Vergleich von Brokern und Fonds: Manche Broker zeigen nur Ticker, was zu Verwechslungen führt. Die ISIN ist eindeutig.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé: CH0038863350. Apple: US0378331005. iShares Core MSCI World: IE00B4L5Y983. Die ersten 2 Stellen sind das Land (CH/US/IE).

IV (Invalidenversicherung)+
Die IV (Invalidenversicherung) ist Teil der 1. Säule und versichert Erwerbstätige gegen die finanziellen Folgen einer Invalidität. Sie deckt typischerweise 40-60% des bisherigen Einkommens.
Einfach erklärt

Wie eine Einkommens-Versicherung gegen schwere Krankheit oder Unfall: Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, springt die IV ein.

Warum ist das relevant?

Die IV deckt nur einen Teilbedarf — eine zusätzliche private Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist für viele essentiell, besonders für Selbständige und Hauptverdiener mit Familie.

Beispiel (Schweiz)

Vollinvalide Person mit vorherigem Einkommen CHF 80'000: IV-Rente ~CHF 28'000-34'000/Jahr. Lücke zum bisherigen Einkommen: rund CHF 50'000/Jahr.

Quelle: Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), IV-Statistik.
Index / Indexfonds+
Ein Index misst die Wertentwicklung eines Marktes oder Marktsegments. Ein Indexfonds bildet diesen Index nach — du investierst in alle enthaltenen Unternehmen auf einmal.
Einfach erklärt

Wie eine Rangliste der besten Fussballspieler: Der Index zeigt, wer die Grössten sind. Ein Indexfonds kauft einfach alle Spieler auf der Liste.

Warum ist das relevant?

Indexfonds (oft als ETFs) sind die günstigste Art, breit diversifiziert zu investieren. arvy kombiniert die Vorteile von Indexinvestments mit professioneller Aktienselektion.

Beispiel (Schweiz)

Die drei wichtigsten Schweizer Indices: SPI (~200 Aktien), SMI (20 grösste), SLI (30 liquideste). International: S&P 500, MSCI World.

Inflation+
Die Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus. Wenn die Inflation 2% beträgt, kosten Waren und Dienstleistungen nächstes Jahr durchschnittlich 2% mehr — und dein Geld hat 2% weniger Kaufkraft.
Einfach erklärt

Wie ein langsames Leck im Reifen: Du merkst es nicht sofort, aber über die Zeit wird der Reifen platt. CHF 100 heute kaufen in 20 Jahren bei 2% Inflation nur noch Waren im Wert von CHF 67.

Warum ist das relevant?

Inflation ist der Hauptgrund, warum 'Geld auf dem Sparkonto lassen' keine sichere Strategie ist. Investieren — mit historisch ~7% Rendite — ist der einzige verlässliche Inflationsschutz.

Beispiel (Schweiz)

Die Schweiz hat historisch eine tiefere Inflation als der Euroraum (~1.5% vs. ~2.5%). Aber selbst bei 1.5% verliert dein Sparkonto über 30 Jahre fast 40% seiner Kaufkraft.

Quelle: Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Landesindex der Konsumentenpreise.
K
KAG (Kollektivanlagengesetz)+
Das KAG regelt kollektive Kapitalanlagen in der Schweiz: Anlagefonds, SICAVs, Anlagestiftungen. Setzt strenge Vorschriften zu Transparenz, Anlegerschutz und Aufsicht.
Einfach erklärt

Wie das Grundgesetz für Schweizer Fonds: Wer Vermögen vieler Anleger gemeinsam verwaltet, muss das KAG einhalten — Schutz vor Missbrauch und Intransparenz.

Warum ist das relevant?

Der KAG-Status ist eine starke Vertrauensbasis: Fonds-Vermögen werden als Sondervermögen separiert, sind also bei Insolvenz der Fondsleitung geschützt. Wichtigster Anlegerschutz in der Schweiz.

Beispiel (Schweiz)

Der arvy-Fonds ist KAG-reguliert: Fonds-Vermögen liegt bei der Depotbank in einem Sondervermögen, getrennt vom arvy-Firmenvermögen. Bei Insolvenz von arvy: dein investiertes Geld ist sicher.

KGV / P/E Ratio+
Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) oder P/E Ratio zeigt, wie viel du für CHF 1 Unternehmensgewinn bezahlst. Ein KGV von 20 bedeutet: Du bezahlst 20 Franken für 1 Franken Jahresgewinn.
Einfach erklärt

Wie der Preis pro Quadratmeter bei Immobilien: Er sagt dir, ob eine Wohnung teuer oder günstig ist im Vergleich.

Warum ist das relevant?

Das KGV ist die meistverwendete Bewertungskennzahl. Ein KGV von 30 bei Microsoft (starkes Wachstum) ist anders zu bewerten als ein KGV von 30 bei einer stagnierenden Bank.

Beispiel (Schweiz)

Der durchschnittliche KGV des S&P 500 liegt historisch bei ~16-17. Der SMI liegt typischerweise bei ~18-20. Qualitätsunternehmen mit starkem Wachstum handeln oft bei KGVs von 25-40.

Quelle: Quelle: Robert Shiller, Yale University.
KVG (Krankenversicherungsgesetz)+
Das KVG ist das Schweizer Bundesgesetz, das die obligatorische Krankenversicherung regelt — Leistungskatalog, Prämienverbilligungen, Pflichten der Versicherer.
Einfach erklärt

Wie die Spielregeln für das Schweizer Gesundheitswesen: Definiert was die Grundversicherung abdeckt und welche Pflichten Anbieter und Versicherte haben.

Warum ist das relevant?

Das KVG verbietet Diskriminierung: Jede Krankenkasse muss jeden aufnehmen, unabhängig von Gesundheitszustand oder Alter. Gilt aber nur für die Grundversicherung.

Beispiel (Schweiz)

Wechsel der Krankenkasse: Bis 30. November für das Folgejahr kündigen. Neue Kasse muss dich aufnehmen — auch bei chronischen Krankheiten.

Kapitalgewinnsteuer Schweiz+
In der Schweiz sind Kapitalgewinne auf privaten Wertpapieren steuerfrei. Wenn du als Privatperson Aktien mit Gewinn verkaufst, zahlst du keine Steuern auf den Kursgewinn — im Gegensatz zu Deutschland (26.375%) oder den USA (~20%).
Einfach erklärt

Wie ein Geschenk des Staates an Investoren: Wenn dein Portfolio von CHF 100'000 auf CHF 200'000 wächst und du alles verkaufst, behältst du den gesamten Gewinn.

Warum ist das relevant?

Die Steuerfreiheit auf Kapitalgewinne macht die Schweiz zu einem der besten Orte weltweit zum Investieren. Achtung: Dividenden sind steuerpflichtig.

Beispiel (Schweiz)

Portfolio von CHF 500'000 wächst über 20 Jahre auf CHF 1'500'000: Kapitalgewinn = CHF 1'000'000. In der Schweiz: CHF 0 Steuern. In Deutschland: ~CHF 264'000.

Quelle: Quelle: Schweizerisches Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG), Art. 16.
Koordinationsabzug+
Der Koordinationsabzug (2026: CHF 26'460) wird vom Jahreslohn abgezogen, bevor er in der 2. Säule versichert wird. Idee: Die AHV deckt diesen Sockelbetrag bereits ab.
Einfach erklärt

Wie ein Selbstbehalt bei der Versicherung: Die ersten CHF 26'460 deines Lohnes werden nicht durch die PK abgesichert — die werden vom AHV abgedeckt.

Warum ist das relevant?

Der Koordinationsabzug benachteiligt Teilzeitarbeitende und Geringverdiener stark. Bei einem Lohn von CHF 30'000 bleiben nur CHF 3'540 versichert — minimal.

Beispiel (Schweiz)

Lohn CHF 80'000 − Koordinationsabzug CHF 26'460 = versicherter Lohn CHF 53'540. Beitragssatz z.B. 12% = CHF 6'425/Jahr in die PK.

Korrelation+
Korrelation: Statistischer Zusammenhang. +1 = identisch. 0 = unabhängig. -1 = gegenläufig.
Einfach erklärt

Wie Tänzer: +1 = synchron. 0 = unabhängig. -1 = gegenläufig. Tiefe Korrelation = gute Diversifikation.

Warum ist das relevant?

Der Schlüssel zu Diversifikation. Aktien + Anleihen: Korrelation ~0.2 — wenn Aktien fallen, steigen Anleihen oft.

Beispiel (Schweiz)

Aktien-Anleihen: ~0.2. Gold-Aktien: ~-0.1. US-Aktien vs. EM: ~0.7 (begrenzte Diversifikation).

Krankenkasse (Grundversicherung)+
Die Krankenkasse-Grundversicherung ist in der Schweiz für jede Person obligatorisch. Sie deckt einen gesetzlich definierten Katalog von Leistungen — identisch über alle Anbieter hinweg.
Einfach erklärt

Wie eine staatliche Pflichtversicherung: Du musst eine haben, aber kannst den Anbieter wählen. Die Leistungen sind überall gleich — nur die Prämie unterscheidet sich.

Warum ist das relevant?

Die Prämienunterschiede zwischen Krankenkassen können bei gleicher Leistung jährlich CHF 1'000-2'000 ausmachen. Ein jährlicher Vergleich (priminfo.ch) spart oft mehr als jede Investment-Optimierung.

Beispiel (Schweiz)

Familie mit 4 Personen in Zürich: Prämien können je nach Anbieter zwischen CHF 12'000 und CHF 16'000/Jahr variieren — bei identischer Grundversicherung.

Quelle: Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), Prämienübersicht 2026.
Krankenkassen-Franchise+
Die Franchise ist der jährliche Betrag, den du selbst zahlst, bevor die Krankenkasse Leistungen übernimmt. Wählbar zwischen CHF 300 (Standard) und CHF 2'500 (höchste Franchise).
Einfach erklärt

Wie der Selbstbehalt einer Autoversicherung: Bis zu deiner Franchise zahlst du, danach übernimmt die Versicherung. Höhere Franchise = tiefere Prämie.

Warum ist das relevant?

Faustregel: Höchste Franchise (CHF 2'500) ist optimal für gesunde Menschen mit Erspartem. Tiefste Franchise (CHF 300) für Personen mit regelmässigen Arztbesuchen.

Beispiel (Schweiz)

Gesunder Erwachsener: Franchise CHF 2'500 spart ~CHF 1'200/Jahr Prämie gegenüber CHF 300. Break-even bei medizinischen Kosten von ~CHF 1'200/Jahr.

Krankentaggeld+
Das Krankentaggeld ist eine Versicherung, die bei längerer Krankheit Lohnersatz leistet — typisch 80% des Lohnes für bis zu 730 Tage.
Einfach erklärt

Wie ein finanzielles Sicherheitsnetz für Langzeitkrankheiten: Während eine Erkältung kein Problem ist, kann eine 6-monatige Krankheit ohne Versicherung das Einkommen brechen.

Warum ist das relevant?

Nicht obligatorisch (ausser in einigen Branchen). Wer keinen Anspruch hat, ist nach dem gesetzlichen Lohnfortzahlungszeitraum (3 Wochen-6 Monate je nach Dienstjahren) ohne Einkommen.

Beispiel (Schweiz)

Angestellter im 5. Dienstjahr, Lohn CHF 100'000, wird 12 Monate krank: Gesetzliche Lohnfortzahlung ~3 Monate. Mit Krankentaggeld: 80% × CHF 100'000 = CHF 80'000 für volles Jahr.

Kurs-Buchwert (P/B)+
P/B = Aktienkurs ÷ Buchwert pro Aktie. P/B 1 = Aktie wird zum Buchwert gehandelt.
Einfach erklärt

Wie Marktwert vs. Materialwert eines Hauses: Das Haus ist mehr wert als seine Ziegel.

Warum ist das relevant?

Quality-Investoren akzeptieren hohe P/Bs weil immaterielle Werte (Marken, Netzwerke) den Buchwert übersteigen.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé P/B: ~5x. UBS: ~1.2x. Apple: ~40x (fast alles immateriell).

L
Leitzins+
Der Leitzins: der Zinssatz der Zentralbank (SNB/Fed/EZB). Beeinflusst alle anderen Zinssätze.
Einfach erklärt

Wie der Thermostat der Wirtschaft: Hoch = kühlt ab. Tief = heizt an.

Warum ist das relevant?

Sinkende Zinsen = positiv für Aktien. Die SNB hat 2025 gesenkt — Rückenwind für Schweizer Anleger.

Beispiel (Schweiz)

SNB: 0.25%. Fed: 3.75-4.00%. EZB: 2.50%.

Quelle: Quelle: Schweizerische Nationalbank (SNB).
Liegenschaftensteuer+
Die Liegenschaftensteuer ist eine jährliche kantonale/kommunale Steuer auf den Verkehrswert von Immobilien. Nicht alle Kantone erheben sie — Bern, Tessin, Wallis ja, Zürich nein.
Einfach erklärt

Wie eine zusätzliche kleine Miete an den Staat fürs Hausbesitzen — aber nur in manchen Kantonen. Typisch 0.05-0.3% des Verkehrswertes.

Warum ist das relevant?

Anders als die Vermögenssteuer (auf Nettovermögen): Die Liegenschaftensteuer wird auf den vollen Verkehrswert berechnet, OHNE Hypotheken abzuziehen. Höhere Belastung für stark hypothekarisch finanzierte Häuser.

Beispiel (Schweiz)

Haus mit Verkehrswert CHF 1 Mio. in Bern (0.2%): CHF 2'000/Jahr Liegenschaftensteuer. In Zürich: CHF 0 (keine Liegenschaftensteuer). Im Wallis: ~CHF 1'500.

Limit Order+
Eine Limit Order wird nur zum festgelegten Preis oder besser ausgeführt.
Einfach erklärt

Wie ein Gebot: 'Ich kaufe, aber nur unter CHF X.' Wenn der Preis nie erreicht wird, passiert nichts.

Warum ist das relevant?

Gibt Preiskontrolle. Bei illiquiden Aktien fast Pflicht. Bei Blue Chips mit hohem Volumen minimal wichtig.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé Kurs CHF 95.50. Limit Order bei CHF 93.00. Fällt der Kurs auf 93: automatischer Kauf.

Liquidität+
Liquidität beschreibt, wie schnell und verlustfrei ein Vermögenswert in Bargeld umgewandelt werden kann. Aktien von grossen Unternehmen sind hochliquide.
Einfach erklärt

Wie der Unterschied zwischen einem Bancomat und dem Verkauf deines Hauses.

Warum ist das relevant?

Liquidität bestimmt, wie flexibel du bist. Bei arvy kannst du dein Vermögen jederzeit verkaufen — Blue-Chip-Aktien werden täglich milliardenfach gehandelt.

Beispiel (Schweiz)

SMI-Aktien haben ein tägliches Handelsvolumen von hunderten Millionen CHF.

Lohnausweis+
Der Lohnausweis ist die jährliche Bescheinigung deines Arbeitgebers über deinen Lohn, Sozialabzüge und steuerlich relevante Leistungen. Pflichtdokument für die Steuererklärung.
Einfach erklärt

Wie eine offizielle Jahresübersicht deiner Arbeit: Bruttolohn, AHV-Beiträge, PK-Beiträge, Spesen, Verpflegungs-Schecks — alles drin.

Warum ist das relevant?

Geschäftsfahrzeuge, Mahlzeiten und sonstige Nebenleistungen werden zunehmend strenger ausgewiesen. Wichtig: Diese Beträge fliessen in dein steuerbares Einkommen ein.

Beispiel (Schweiz)

Lohnausweis typischer Angestellter Schweiz: Bruttolohn CHF 100'000, AHV/IV/EO CHF 5'650, PK CHF 7'200, ALV CHF 1'100 → Nettolohn ~CHF 86'050 vor Steuern.

Loss Aversion (Verlustaversion)+
Loss Aversion beschreibt das psychologische Phänomen, dass Verluste etwa doppelt so schmerzhaft empfunden werden wie gleich grosse Gewinne erfreuen. Treibt schlechte Anlegerentscheidungen.
Einfach erklärt

Wie eine asymmetrische Wahrnehmung: CHF 1'000 zu verlieren tut etwa doppelt so weh, wie CHF 1'000 zu gewinnen sich gut anfühlt.

Warum ist das relevant?

Praktische Folge: Anleger verkaufen Verlustpositionen zu spät (in der Hoffnung auf Erholung) und Gewinner zu früh (um Gewinn zu sichern). Genau das Gegenteil von 'cut your losses, let your winners run'.

Beispiel (Schweiz)

Anleger mit Aktie 30% im Minus: hält, hofft auf Erholung. Anleger mit Aktie 30% im Plus: verkauft, sichert Gewinn. Statistisch suboptimal: Verlierer fallen oft weiter, Gewinner steigen oft weiter.

Lump Sum Investing+
Lump Sum Investing bedeutet, einen grösseren Betrag auf einmal zu investieren — im Gegensatz zu Dollar-Cost-Averaging. Studien zeigen: Lump Sum schlägt DCA in ~67% der Fälle.
Einfach erklärt

Wie Schwimmengehen: Du kannst entweder langsam ins kalte Wasser steigen (DCA) oder direkt reinspringen (Lump Sum).

Warum ist das relevant?

Wenn du Geld hast, das investiert werden soll, ist sofortiges Investieren statistisch besser als Abwarten. Der Markt steigt langfristig.

Beispiel (Schweiz)

Bei arvy kannst du Lump Sum + DCA kombinieren: Einmalbetrag sofort investieren, dann per Dauerauftrag monatlich ergänzen.

Quelle: Quelle: Vanguard Research (2012).
M
BVG-Mindestzinssatz+
Der BVG-Mindestzinssatz ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung des obligatorischen Altersguthabens. 2026: 1.25%. Vom Bundesrat jährlich festgelegt.
Einfach erklärt

Wie eine Mindestrendite, die deine PK auf dein gespartes Geld garantieren muss. Sie kann mehr leisten, aber niemals weniger.

Warum ist das relevant?

Gilt nur für den obligatorischen Teil. Überobligatorische Guthaben können tiefer verzinst werden — bei vielen PKs sogar mit 0%.

Beispiel (Schweiz)

PK-Guthaben CHF 300'000, davon CHF 200'000 obligatorisch: Mindestens 1.25% × CHF 200'000 = CHF 2'500/Jahr Verzinsung garantiert.

Quelle: Quelle: Bundesrat, BVG-Mindestzinsverordnung.
MSCI World+
Der MSCI World umfasst ~1'600 Aktien aus 23 Industrieländern. Standard-Benchmark für globales Investieren.
Einfach erklärt

Wie ein Foto der gesamten entwickelten Welt. ~70% USA-Gewicht.

Warum ist das relevant?

Stark US-lastig. arvy ist globaler diversifiziert mit stärkerem Fokus auf Europa und Schweiz.

Beispiel (Schweiz)

Top-5: Apple, Microsoft, NVIDIA, Amazon, Meta. Schweiz: ~3%. ETF: iShares Core MSCI World (TER 0.20%).

Market Order+
Eine Market Order wird sofort zum aktuellen Marktpreis ausgeführt.
Einfach erklärt

Wie an der Kasse: Du zahlst den angeschriebenen Preis, sofort.

Warum ist das relevant?

Einfachste Art zu handeln. Bei liquiden Blue Chips ist der Spread so gering, dass Market Orders kaum teurer sind.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé Spread: 0.02 CHF. Market Order kostet CHF 0.02 mehr als Limit — vernachlässigbar.

Marktkapitalisierung+
Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller ausstehenden Aktien eines Unternehmens: Aktienkurs × Anzahl Aktien.
Einfach erklärt

Wie der geschätzte Verkaufspreis eines Hauses: nicht der Preis eines einzelnen Ziegels, sondern des ganzen Gebäudes.

Warum ist das relevant?

Market Cap klassifiziert Unternehmen: Large Cap (>10 Mrd.), Mid Cap (2-10 Mrd.), Small Cap (<2 Mrd.). Das arvy-Portfolio investiert primär in Large und Mega Caps.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé: ~CHF 250 Mrd. Market Cap. Apple: ~USD 3'000 Mrd. — das wertvollste weltweit.

Moat (Burggraben)+
Ein Moat (Burggraben) ist ein dauerhafter Wettbewerbsvorteil, der ein Unternehmen vor Konkurrenten schützt — wie der Wassergraben um eine mittelalterliche Burg. Der Begriff wurde von Warren Buffett geprägt.
Einfach erklärt

Moats können sein: starke Marken (Coca-Cola), Netzwerkeffekte (Visa), Wechselkosten (Microsoft), Kostenvorteile (Costco).

Warum ist das relevant?

Unternehmen mit breitem Moat können hohe Renditen auf ihr Kapital langfristig aufrechterhalten. Das arvy-Portfolio investiert nur in Unternehmen mit identifizierbarem Moat.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé's Moat: Tausende etablierte Marken weltweit + Vertriebsnetz das kein Newcomer replizieren kann. Visa's Moat: Netzwerk aus 4 Milliarden Karten + 100 Millionen Akzeptanzstellen.

Mutterschaftsentschädigung+
Die Mutterschaftsentschädigung ersetzt 80% des Lohnes für 14 Wochen nach der Geburt (max. CHF 220/Tag). Finanziert über die Erwerbsersatzordnung (EO).
Einfach erklärt

Wie bezahlter Urlaub vom Staat nach der Geburt eines Kindes. Du musst nicht zurück zur Arbeit — bekommst aber 80% deines Lohnes.

Warum ist das relevant?

Voraussetzung: 5 Monate AHV-pflichtige Erwerbstätigkeit während der Schwangerschaft. 14 Wochen sind international relativ kurz — Schweden gewährt 480 Tage, beide Eltern kombiniert.

Beispiel (Schweiz)

Mutter mit Monatslohn CHF 8'000: 80% × CHF 8'000 × 14 Wochen / 4.33 Wochen-Monat = CHF 25'860 für die 14-wöchige Auszeit.

N
Negativzinsen+
Negativzinsen: Wenn der Leitzins unter 0% fällt. Schweiz hatte zwischen 2015 und 2022 den welttiefsten Leitzins von -0.75%. Banken belasteten teilweise grosse Einlagen.
Einfach erklärt

Wie umgekehrte Zinslogik: Du zahlst der Bank, um dein Geld zu halten. Wirtschaftspolitik gegen Deflation und CHF-Stärke.

Warum ist das relevant?

Wer Negativzinsen vermeiden wollte, investierte in Aktien, Immobilien, langlaufende Anleihen. Beste Anti-Negativzins-Strategie historisch: Schweizer Qualitätsaktien-Portfolio.

Beispiel (Schweiz)

2015-2022: SNB-Leitzins -0.75%. Vermögende mit CHF 1 Mio. Bargeld bei UBS zahlten bis zu CHF 7'500/Jahr Negativzinsen. Selbe CHF 1 Mio. im SMI: ~CHF 80'000/Jahr Gewinn.

Notar (Schweiz)+
In der Schweiz ist die Notarisierung bei Immobilienkäufen und vielen Erbschafts-/Eheverträgen zwingend. Im Gegensatz zu Deutschland kantonal unterschiedlich geregelt — Latein-Notar (z.B. ZH) oder Amtsnotar (z.B. VD).
Einfach erklärt

Wie ein neutraler Schiedsrichter bei wichtigen Verträgen: Der Notar stellt sicher, dass beide Parteien wissen, was sie unterschreiben.

Warum ist das relevant?

Notarkosten sind kantonal sehr unterschiedlich: Bei Liegenschaftskauf 0.05-1% des Kaufpreises. In Zürich tiefer (~CHF 1'500-3'000), in Genf höher (~CHF 5'000-15'000).

Beispiel (Schweiz)

Hauskauf CHF 1 Mio. in Zürich: Notarkosten ~CHF 3'000. In Genf: ~CHF 8'000. In Waadt: ~CHF 5'000. Plus Handänderungssteuer.

O
Overconfidence+
Overconfidence: Die systematische Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, besonders bei Anlageentscheidungen. Studien zeigen: 80% der Anleger glauben, überdurchschnittlich abzuschneiden.
Einfach erklärt

Wie die 'Lake Wobegon Illusion': Alle Kinder sind überdurchschnittlich. Mathematisch unmöglich, psychologisch weit verbreitet.

Warum ist das relevant?

Folge: Aktive Trader handeln zu oft. Studien zeigen: Wer in einem Jahr 200%+ Trading-Aktivität hat, schneidet 6.5% schlechter ab als der Markt — wegen Transaktionskosten und Fehlentscheidungen.

Beispiel (Schweiz)

Klassisches Experiment: Männer traden 45% häufiger als Frauen — und schneiden dadurch im Schnitt 1% pro Jahr schlechter ab. Overconfidence schlägt Frauen seltener.

Quelle: Quelle: Barber & Odean (2001). 'Boys Will Be Boys'. Quarterly Journal of Economics.
P
PEG Ratio+
PEG = KGV ÷ Gewinnwachstum. PEG 1 = fair. Unter 1 = günstig. Über 2 = teuer.
Einfach erklärt

Wie Preis pro PS: Teures Auto mit viel PS (Wachstum) kann günstiger sein als billiges mit wenig PS.

Warum ist das relevant?

Nützlicher als KGV allein weil Wachstum berücksichtigt. KGV 30 bei 30% Wachstum (PEG 1) < KGV 15 bei 5% Wachstum (PEG 3).

Beispiel (Schweiz)

Microsoft: KGV ~35, Wachstum ~15% → PEG ~2.3. Nestlé: KGV ~20, Wachstum ~5% → PEG ~4.0.

Pauschalbesteuerung+
Die Pauschalbesteuerung (Besteuerung nach Aufwand) ist eine Schweizer Spezialregelung für vermögende Ausländer ohne Erwerbstätigkeit in der Schweiz. Steuerbasis: 7-fache Jahresmiete oder Mindestbetrag, nicht das tatsächliche Welteinkommen.
Einfach erklärt

Wie ein Pauschal-Eintritt statt à-la-carte: Statt jeden Steuer-Posten einzeln zu deklarieren, zahlst du einen vereinbarten Pauschalbetrag.

Warum ist das relevant?

Wird typischerweise von wohlhabenden Pensionierten oder Sportlern genutzt. Volksabstimmungen haben sie in einigen Kantonen (ZH, BL, BS, SH, AR) abgeschafft, bleibt aber bundesweit erlaubt.

Beispiel (Schweiz)

Pauschalierter Ausländer in der Waadt zahlt jährlich pauschal CHF 400'000 — unabhängig vom tatsächlichen weltweiten Einkommen von z.B. CHF 5 Mio.

Pensionskasse (2. Säule)+
Die Pensionskasse (2. Säule / BVG) ist die berufliche Vorsorge in der Schweiz. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen gemeinsam ein. Bei der Pensionierung erhältst du das Guthaben als Rente, Kapital oder Kombination.
Einfach erklärt

Wie eine Zwangssparanlage deines Arbeitgebers: Jeden Monat wird automatisch ein Prozentsatz deines Lohns in die PK eingezahlt — und dein Arbeitgeber legt mindestens denselben Betrag dazu.

Warum ist das relevant?

Die Pensionskasse ist für die meisten Schweizer das grösste Vermögen. Bei der Pensionierung steht eine unwiderrufliche Entscheidung an: Rente oder Kapital?

Beispiel (Schweiz)

Bei einem PK-Guthaben von CHF 500'000 und einem Umwandlungssatz von 5.4% erhältst du eine jährliche Rente von CHF 27'000.

Quelle: Quelle: BVG — Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge.
Pensionskassenausweis+
Der Pensionskassenausweis ist die jährliche Aufstellung deiner Pensionskasse: aktuelles Altersguthaben, voraussichtliche Rente, Hinterlassenenleistungen und maximale Einkaufssumme.
Einfach erklärt

Wie ein Vermögens-Statement deiner zukünftigen Rente: Zeigt schwarz auf weiss, was du jetzt schon angespart hast und was du bei der Pensionierung erwarten kannst.

Warum ist das relevant?

Die meisten Schweizer prüfen ihren PK-Ausweis nie genau. Dabei enthält er entscheidende Infos: Umwandlungssatz, freie Einkaufslücke (steuerlich abziehbar), WEF-Bezug, Splitting-Status.

Beispiel (Schweiz)

Typischer PK-Ausweis Person 45 Jahre: Altersguthaben CHF 320'000, voraussichtliche Rente CHF 32'400/Jahr, Einkaufslücke CHF 85'000 (steuerlich abziehbar über mehrere Jahre).

Pensionskasseneinkauf+
Ein Pensionskasseneinkauf ist eine freiwillige zusätzliche Einzahlung in die 2. Säule, um Beitragslücken zu schliessen. Voll steuerlich abziehbar.
Einfach erklärt

Wie eine Nachzahlung für verpasste Pensionskassen-Beiträge: Wer früher weniger einzahlte (z.B. Auslandaufenthalt, Studium), kann diese Lücke gegen Steuerersparnis schliessen.

Warum ist das relevant?

Hochattraktiv für Top-Verdiener mit hohem Grenzsteuersatz: Bei 35% Grenzsteuersatz und CHF 50'000 Einkauf sparst du CHF 17'500 Steuern sofort. Auszahlung später zu reduziertem Tarif.

Beispiel (Schweiz)

Einkaufslücke CHF 80'000 laut PK-Ausweis, gestaffelt über 4 Jahre à CHF 20'000. Bei 35% Grenzsteuersatz: CHF 28'000 Steuerersparnis insgesamt.

Quelle: Quelle: ESTV, Kreisschreiben Säule 2 Einkäufe.
Portfolio+
Ein Portfolio ist die Gesamtheit aller Anlagen eines Investors — Aktien, Anleihen, ETFs, Immobilien, Cash. Die Zusammensetzung des Portfolios bestimmt das Risiko-Rendite-Profil.
Einfach erklärt

Wie ein Menü im Restaurant: Ein gutes Menü kombiniert Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Ein gutes Portfolio kombiniert verschiedene Anlageklassen.

Warum ist das relevant?

Die richtige Portfolio-Zusammensetzung ist wichtiger als die Auswahl einzelner Aktien. arvy bietet drei Risikoprofile: Growth, Balanced und Defensive.

Beispiel (Schweiz)

Ein arvy Growth-Portfolio investiert primär in Qualitätsaktien weltweit. Ein Balanced-Portfolio mischt Aktien mit Anleihen.

Preissetzungsmacht+
Preissetzungsmacht (Pricing Power) beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Preise zu erhöhen, ohne Kunden zu verlieren. Laut Warren Buffett 'die wichtigste Eigenschaft eines hervorragenden Unternehmens'.
Einfach erklärt

Wie ein Restaurant mit Michelin-Stern: Es kann die Preise erhöhen und die Tische sind trotzdem voll.

Warum ist das relevant?

Unternehmen mit Pricing Power sind der beste Inflationsschutz. Im arvy-Portfolio haben alle 34 Unternehmen starke Pricing Power.

Beispiel (Schweiz)

Ferrari erhöht seine Preise jedes Jahr um 3-5% — und hat trotzdem eine Warteliste von Jahren.

Privatkonto+
Das Privatkonto (Lohnkonto) ist das zentrale Schweizer Bankkonto für tägliche Transaktionen — Lohn empfangen, Rechnungen zahlen, Karten-Bezüge. Zinsen typisch 0%.
Einfach erklärt

Wie das Hauptkonto für alle täglichen Geldbewegungen: Lohn rein, Miete raus, Karten-Transaktionen. Kein Sparkonto.

Warum ist das relevant?

Faustregel: 1-2 Monatslöhne auf Privatkonto reichen für Liquidität. Mehr ist Geld, das die Inflation auffrisst. Notfallreserve auf Sparkonto, Rest investiert.

Beispiel (Schweiz)

Schweizer mit Lohn CHF 8'000: Privatkonto sollte CHF 8'000-16'000 enthalten. Notreserve CHF 24'000-32'000 auf Sparkonto. Alles darüber: investieren.

Verwandte Begriffe
Q
Quality Investing+
Quality Investing ist eine Anlagestrategie, die gezielt in Unternehmen mit überdurchschnittlicher Qualität investiert: hohe Margen, starke Marken, dominante Marktpositionen, stabile Cashflows und geringe Verschuldung.
Einfach erklärt

Wie beim Immobilienkauf: Du kaufst lieber eine Wohnung in bester Lage mit zuverlässigem Mieter als ein günstiges Objekt in schlechter Lage.

Warum ist das relevant?

Qualitätsunternehmen überstehen Krisen besser, wachsen stabiler und erholen sich schneller. Das arvy-Portfolio folgt diesem Prinzip: 34 Unternehmen mit 'Good Story & Good Chart'.

Beispiel (Schweiz)

Das arvy-Portfolio enthält Unternehmen wie Nestlé, Ferrari, Microsoft, Visa — alle mit hohen Renditen auf das investierte Kapital.

Quantitative Easing (QE)+
QE: Die Zentralbank kauft Anleihen, erhöht die Geldmenge und senkt Zinsen. Treibt Aktienpreise hoch.
Einfach erklärt

Wie Geldspritze für die Wirtschaft: Mehr Geld im System sucht Rendite → fliesst in Aktien.

Warum ist das relevant?

QE war nach 2008 und 2020 massiv. Treibt Aktien hoch. Wenn QE endet (Tightening), fallen Aktien oft.

Beispiel (Schweiz)

Fed kaufte 2020-2022 für USD 4 Billionen Anleihen. S&P 500: 2'200 → 4'800 (+118%) in <2 Jahren.

Quellenbesteuerung (Einkommen)+
Die Quellenbesteuerung ist das Lohnsteuersystem für Ausländer ohne C-Bewilligung in der Schweiz. Der Arbeitgeber zieht die Steuer direkt vom Lohn ab — kein nachträglicher Steuerbescheid (unter CHF 120'000).
Einfach erklärt

Wie automatische Steuerabführung: Du siehst die Brutto-Lohnabrechnung, aber dein Netto-Lohn ist schon nach Steuern. Keine separate Steuererklärung nötig.

Warum ist das relevant?

Für Expats wichtig: Bei einem Bruttolohn über CHF 120'000 musst du eine nachträgliche ordentliche Steuererklärung einreichen — und kannst Abzüge geltend machen, die im Quellensteuertarif nicht enthalten sind.

Beispiel (Schweiz)

Deutscher Expat mit CHF 100'000 Jahreslohn in Zürich: ~12-15% Quellensteuer = monatlich ~CHF 1'000-1'250 direkt vom Lohn abgezogen.

Quelle: Quelle: ESTV, Quellensteuertarife 2026 nach Kanton.
Quellensteuer+
Die Quellensteuer wird direkt an der Quelle erhoben — z.B. auf ausländische Dividenden. Je nach DBA teilweise rückforderbar.
Einfach erklärt

Wie automatisches Trinkgeld auf der Rechnung: abgezogen bevor du dein Geld siehst.

Warum ist das relevant?

US-Dividenden: 15% Quellensteuer (dank DBA), anrechenbar an die Schweizer Einkommenssteuer. Ohne DBA wären es 30%.

Beispiel (Schweiz)

Microsoft-Dividende USD 3.00: USD 0.45 (15%) einbehalten in USA. Du erhältst USD 2.55.

R
ROE (Return on Equity)+
Der ROE (Return on Equity) misst, wie viel Gewinn ein Unternehmen pro Franken Eigenkapital erzielt. Ein ROE von 20% bedeutet: Für jeden CHF 100 Eigenkapital erwirtschaftet das Unternehmen CHF 20 Gewinn pro Jahr.
Einfach erklärt

Wie die Rendite auf dein eingesetztes Kapital bei einem Nebenjob.

Warum ist das relevant?

Ein hoher ROE signalisiert, dass ein Unternehmen effizient mit dem Kapital seiner Aktionäre umgeht. Qualitätsunternehmen haben typischerweise ROEs von 15-30%.

Beispiel (Schweiz)

Microsoft: ROE ~35%. Nestlé: ROE ~30%. Visa: ROE ~45%. Vergleich: Durchschnittlicher Schweizer Bankenfonds: ROE ~8-12%.

ROIC (Return on Invested Capital)+
Der ROIC (Return on Invested Capital) misst, wie effizient ein Unternehmen sein gesamtes investiertes Kapital einsetzt. Ein ROIC über den Kapitalkosten bedeutet: Das Unternehmen schafft Wert für seine Aktionäre.
Einfach erklärt

Wie die Rendite eines Restaurants: Nicht nur 'wie viel Gewinn machst du?' sondern 'wie viel Gewinn machst du pro investiertem Franken?'

Warum ist das relevant?

ROIC ist für viele Investoren die wichtigste Kennzahl überhaupt. Unternehmen mit konstant hohem ROIC (>15%) haben einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil (Moat). arvy analysiert ROIC bei jeder Investitionsentscheidung.

Beispiel (Schweiz)

Ferrari: ROIC ~25%. Microsoft: ROIC ~30%. Nestlé: ROIC ~15%. Durchschnittliches SMI-Unternehmen: ~10-12%.

Rebalancing+
Rebalancing ist das regelmässige Zurücksetzen deines Portfolios auf seine Zielgewichtung. Wenn Aktien stark steigen, werden sie übergewichtet — Rebalancing stellt die Balance wieder her.
Einfach erklärt

Wie ein Gärtner, der seine Hecke schneidet: Die schnell wachsenden Zweige werden gestutzt.

Warum ist das relevant?

Ohne Rebalancing wird dein Portfolio mit der Zeit riskanter. arvy übernimmt das Rebalancing automatisch — du musst dich um nichts kümmern.

Beispiel (Schweiz)

Wenn dein Zielportfolio 70% Aktien / 30% Anleihen ist und die Aktien auf 80% steigen, verkauft Rebalancing 10% Aktien und kauft 10% Anleihen.

Recency Bias+
Recency Bias: Die Neigung, jüngste Ereignisse als repräsentativer für die Zukunft zu betrachten als langfristige Daten. Klassischer Fehler nach Bullen- und Bärenmärkten.
Einfach erklärt

Wie ein verzerrter Spiegel auf die Zukunft: Was gerade passiert ist, fühlt sich an, als würde es immer so weitergehen — egal ob Boom oder Crash.

Warum ist das relevant?

Nach einem 30%-Anstieg in einem Jahr: Anleger erwarten weitere 30%. Nach einem 30%-Crash: Anleger erwarten weiteren Crash. Historisch beides falsch — Mean Reversion ist die Regel.

Beispiel (Schweiz)

Nach Crash März 2020: Anleger zogen massiv Geld aus Aktien — verpassten die +70% Erholung. Nach Boom 2021: massiver Einstieg, verpassten den -20% Rückgang 2022.

Rendite / Return+
Die Rendite ist der Ertrag einer Anlage, ausgedrückt als Prozentsatz des investierten Kapitals. Sie umfasst Kursgewinne und Ausschüttungen.
Einfach erklärt

Wie der Ertrag eines Gartens: Du pflanzt Samen (Kapital), und nach einem Jahr hast du Früchte (Rendite). 7% Rendite bedeutet: Aus CHF 1'000 werden nach einem Jahr CHF 1'070.

Warum ist das relevant?

Die historische durchschnittliche Rendite des Aktienmarkts liegt bei ~7-10% pro Jahr. Wichtig: Rendite schwankt — der Durchschnitt ergibt sich über Jahrzehnte.

Beispiel (Schweiz)

Der SPI hat von 1990 bis 2024 eine durchschnittliche jährliche Rendite von ~8.5% erzielt, inklusive Dividenden.

Quelle: Quelle: SIX Swiss Exchange — historische SPI-Renditen.
Renditekurve (Yield Curve)+
Die Renditekurve zeigt die Rendite von Anleihen verschiedener Laufzeiten. Normal: lang laufende Anleihen zahlen mehr als kurze. Invertiert: Kurze über Lang — historisch ein Rezessions-Frühindikator.
Einfach erklärt

Wie das Wirtschafts-EKG: Eine normale Kurve zeigt Gesundheit, eine invertierte Kurve oft eine kommende Rezession.

Warum ist das relevant?

Die invertierte US-Renditekurve hat seit 1955 jede Rezession innerhalb von 6-24 Monaten richtig vorausgesagt. 2022-2024: massiv invertiert — keine Rezession (bis jetzt). Frühindikator-Wert in Frage gestellt.

Beispiel (Schweiz)

US-Renditekurve Juli 2023: 3M Treasury 5.5%, 10J Treasury 4.0% — 1.5 Prozentpunkte invertiert. Historisch das stärkste Rezessionssignal. Aktuell: Wirtschaft trotzdem stabil.

Retrozessionen+
Retrozessionen sind Provisionen, die Banken und Vermögensverwalter von Produktanbietern (Fondshäuser) erhalten, wenn sie deren Produkte an Kunden verkaufen. Klassischer Interessenkonflikt.
Einfach erklärt

Wie eine versteckte Provision an deinen Berater: Du zahlst Fondsgebühren — und ein Teil davon fliesst an den Berater, der den Fonds 'empfohlen' hat. Sein Anreiz: das Provisionsstärkste verkaufen, nicht das Beste für dich.

Warum ist das relevant?

Bundesgerichts-Entscheid 2012: Retrozessionen gehören dem Kunden, nicht dem Vermögensverwalter (es sei denn, der Kunde verzichtet ausdrücklich). Vermögensverwalter sind verpflichtet, sie offenzulegen — viele schweigen trotzdem.

Beispiel (Schweiz)

Kunde mit CHF 1 Mio. Mandat bei Bank, Fondsgebühr 1.5%/Jahr. Davon flow oft ~50% (CHF 7'500/Jahr) als Retrozession zurück an die Bank. Über 20 Jahre: CHF 150'000 stille Bereicherung.

Quelle: Quelle: Bundesgerichts-Entscheid 4A_127/2012 vom 30.10.2012.
Rezession+
Eine Rezession: mindestens 2 Quartale schrumpfende Wirtschaft. Steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Gewinne.
Einfach erklärt

Wie strenger Winter: Schmerzhaft aber vorübergehend. Nach jedem Winter folgt Frühling.

Warum ist das relevant?

Seit 1950: 11 US-Rezessionen, Ø Dauer 10 Monate. Nach jeder folgte Erholung. Rezessionen = Kaufgelegenheiten.

Beispiel (Schweiz)

Letzte Schweizer Rezession: 2020 (Corona, BIP -2.5%). 2021: bereits zurück auf Vorkrisenniveau.

Risikoprofil+
Dein Risikoprofil beschreibt deine Fähigkeit und Bereitschaft, Kursschwankungen zu ertragen. Es bestimmt die ideale Mischung aus Aktien und Anleihen.
Einfach erklärt

Wie deine Schmerztoleranz: Manche Menschen joggen bei Regen, andere nicht.

Warum ist das relevant?

Dein Risikoprofil hängt von drei Faktoren ab: Anlagehorizont, finanzielle Situation und emotionale Toleranz. arvy bestimmt dein Profil bei der Kontoeröffnung.

Beispiel (Schweiz)

arvy bietet drei Risikoprofile: Growth (langfristig, höhere Schwankungen), Balanced (mittelfristig, ausgewogen) und Defensive (kurzfristig, stabiler).

Risikoprämien (PK)+
Risikoprämien sind die Anteile deines PK-Beitrags, die nicht für deine eigene Altersrente, sondern für Risikoabsicherung (Invalidität, Tod) verwendet werden — typisch 1.5-3% des versicherten Lohnes.
Einfach erklärt

Wie der Versicherungsanteil deiner PK-Beiträge: Ein Teil fliesst in dein Konto, ein Teil ist Versicherungsprämie für Familienschutz.

Warum ist das relevant?

Junge mit hohem Lohn zahlen relativ viel Risikoprämie. Mit fortgeschrittenem Alter (>50) und ohne kleine Kinder sinkt der relative Wert dieser Absicherung.

Beispiel (Schweiz)

Versicherter Lohn CHF 100'000: ~CHF 2'000/Jahr Risikoprämie für Tod/Invalidität. Im Gegenzug: Witwenrente von typisch CHF 30'000+/Jahr garantiert.

Robo-Advisor+
Ein Robo-Advisor ist eine digitale Plattform, die dein Geld automatisiert in ETFs investiert — basierend auf deinem Risikoprofil.
Einfach erklärt

Wie ein Autopilot im Flugzeug: Er fliegt die Route, die ihm programmiert wurde. Effizient und günstig.

Warum ist das relevant?

Robo-Advisors investieren typischerweise passiv in ETFs. arvy unterscheidet sich fundamental: Statt passiver ETF-Replikation investierst du in 34 handverlesene Qualitätsaktien — mit Gründern die ihr eigenes Geld im selben Portfolio haben.

Beispiel (Schweiz)

Selma Finance: ~0.68% Verwaltung. arvy: 0.69-0.89% Verwaltung + 0.15-0.22% Produktkosten. Ähnliche Gesamtkosten — aber arvy bietet professionelle Aktienselektion.

S
PK-Splitting bei Scheidung+
Bei einer Scheidung wird das während der Ehe erworbene Pensionskassenguthaben hälftig aufgeteilt — unabhängig davon, wer wie viel eingezahlt hat.
Einfach erklärt

Wie eine 50/50-Aufteilung der Ehe-Spareinlagen: Was beide Partner während der Ehe in ihre PKs einzahlten, wird zusammengezählt und gleichmässig aufgeteilt.

Warum ist das relevant?

Fairer Ausgleich für den Partner, der wegen Kinderbetreuung weniger einzahlte. Aber: Wer mehr einzahlte, verliert einen erheblichen Teil der Altersversorgung.

Beispiel (Schweiz)

Ehemann hat während 20 Ehejahren CHF 300'000 in PK eingezahlt, Ehefrau CHF 80'000 (Teilzeit wegen Kindern). Bei Scheidung: jeder erhält (CHF 300k+CHF 80k)/2 = CHF 190'000.

S&P 500+
Der S&P 500: die 500 grössten US-Unternehmen. Wichtigster Aktienindex der Welt.
Einfach erklärt

Wie die Bundesliga der US-Wirtschaft. ~10% Rendite pro Jahr über 100 Jahre.

Warum ist das relevant?

Die Referenz für Performance-Vergleiche. Viele arvy-Portfolio-Unternehmen sind im S&P 500.

Beispiel (Schweiz)

CHF 10'000 im S&P 500 im Jahr 2000: ~CHF 55'000 heute. Trotz Dotcom, Finanzkrise, Corona.

SARON (Swiss Average Rate Overnight)+
SARON ist der Referenzzinssatz für den Schweizer Geldmarkt. Seit Januar 2022 ersetzt er den LIBOR und ist die Basis für variable Hypotheken.
Einfach erklärt

Wie der offizielle Tageswetterbericht für Schweizer Zinsen. Bei einer SARON-Hypothek schwankt dein Zinssatz mit diesem Wert — günstig wenn Zinsen tief sind, teurer wenn sie steigen.

Warum ist das relevant?

SARON-Hypotheken sind im historischen Durchschnitt günstiger als Festhypotheken, aber mit Zinsrisiko. In den Tiefzins-Jahren 2015-2022 sparten SARON-Halter zehntausende Franken.

Beispiel (Schweiz)

SARON 3M aktuell: ~0.3%. Plus Bankmarge 0.7-1.0% = effektiver SARON-Hypotheken-Satz ~1.0-1.3%. Festhypothek 10 Jahre: ~1.6-1.9%.

Quelle: Quelle: SIX Swiss Exchange — SARON Fixing.
SMI (Swiss Market Index)+
Der SMI: die 20 grössten Schweizer Aktien. Leitindex der SIX.
Einfach erklärt

Die Top 20 der Schweiz: Nestlé, Roche, Novartis dominieren mit ~50% Gewicht.

Warum ist das relevant?

Stark konzentriert. arvy ist breiter diversifiziert und nicht auf die Schweiz beschränkt.

Beispiel (Schweiz)

SMI langfristig: ~7-8% p.a. inkl. Dividenden. Nestlé allein: ~20% des Index.

SNB (Schweizerische Nationalbank)+
Die SNB (Schweizerische Nationalbank) ist die Zentralbank der Schweiz mit Sitz in Bern und Zürich. Mandat: Preisstabilität bei Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung.
Einfach erklärt

Wie der finanzielle Pulsgeber der Schweiz: Steuert über Zinsen die Inflation, den Wechselkurs und die Wirtschaftslage.

Warum ist das relevant?

Besonderheit: Die SNB hält massiv Devisenreserven (>CHF 800 Mrd.) zur Kontrolle des Frankenkurses. Bilanzgrösse: über 100% des Schweizer BIP — weltweit einzigartig.

Beispiel (Schweiz)

SNB-Entscheid Januar 2015 (Aufgabe der Eurokurs-Untergrenze): CHF stieg innert Minuten um 30% — grösste Tagesbewegung einer G10-Währung seit Bretton Woods. Schweizer Anleger erinnern sich.

Quelle: Quelle: Schweizerische Nationalbank (SNB), Geschäftsbericht 2024.
Sammelstiftung+
Eine Sammelstiftung ist eine Pensionskassen-Struktur, in der mehrere unabhängige Arbeitgeber gemeinsam die berufliche Vorsorge organisieren. Typisch für KMU.
Einfach erklärt

Wie eine Mehrfamilienhaus-Hauswartung: Mehrere Parteien teilen sich die Infrastruktur einer Vorsorgelösung. Günstiger als eine eigene Stiftung pro Firma.

Warum ist das relevant?

Sammelstiftungen sind transparenter und oft kostengünstiger als hauseigene PKs. Bei der Wahl entscheidend: Deckungsgrad, Umwandlungssatz, Kosten und Anlagestrategie.

Beispiel (Schweiz)

Bekannte Schweizer Sammelstiftungen: Swiss Life, Helvetia, AXA, Vita. Sie verwalten zusammen Vermögen in dreistelliger Milliardenhöhe.

Schenkungssteuer+
Die Schenkungssteuer wird kantonal auf Schenkungen unter Lebenden erhoben. Sie folgt typischerweise denselben Tarifen wie die Erbschaftssteuer — Ehegatten und direkte Nachkommen sind meist befreit.
Einfach erklärt

Wie eine Erbschaftssteuer, nur zu Lebzeiten. Wer früh schenkt, kann das oft günstiger gestalten als zu vererben.

Warum ist das relevant?

Wichtig für Vermögensnachfolge: Schrittweise Schenkungen über Jahre können Steuern und Vermögenssteuer-Last beim Schenkenden gleichermassen reduzieren.

Beispiel (Schweiz)

Schenkung CHF 100'000 von Eltern an Kind in den meisten Kantonen: CHF 0 Steuer. An Patenkind: bis CHF 30'000 Steuer.

Selbstbehalt (Gesundheit)+
Der Selbstbehalt sind 10% der medizinischen Kosten oberhalb der Franchise, max. CHF 700/Jahr für Erwachsene. Kommt zusätzlich zur Franchise dazu.
Einfach erklärt

Wie eine zweite Stufe der Selbstbeteiligung: Auch nach der Franchise zahlst du immer noch 10% mit — bis zur jährlichen Obergrenze.

Warum ist das relevant?

Wichtig für Budgetplanung: Maximaler jährlicher Out-of-Pocket = Franchise + CHF 700 Selbstbehalt. Bei CHF 2'500 Franchise: max. CHF 3'200/Jahr.

Beispiel (Schweiz)

Medizinische Kosten CHF 5'000, Franchise CHF 300: Selbstbehalt = 10% von CHF 4'700 = CHF 470. Du zahlst total CHF 770. Krankenkasse zahlt CHF 4'230.

Sharpe Ratio+
Die Sharpe Ratio: risikoadjustierte Rendite. Rendite pro Einheit Risiko. Höher = besser.
Einfach erklärt

Wie Bergsteiger-Bewertung: Nicht nur wie hoch, sondern wie hoch im Verhältnis zum Risiko.

Warum ist das relevant?

Erlaubt Vergleich von Anlagen mit unterschiedlichem Risiko. 10% Rendite mit Sharpe 0.8 > 12% mit Sharpe 0.5.

Beispiel (Schweiz)

S&P 500 langfristig: ~0.4. Guter aktiver Fonds: 0.6-0.8. Buffett: ~0.76.

Verwandte Begriffe
Short Selling+
Bei Short Selling verkaufst du Aktien die du nicht besitzt — du wettest auf fallende Kurse. Verlustpotenzial: unbegrenzt.
Einfach erklärt

Wie ein Buch leihen, verkaufen, und hoffen es später günstiger zu kaufen. Riskant.

Warum ist das relevant?

Für professionelle Trader und Hedgefonds — nicht für Privatanleger. arvy investiert nur 'long'.

Beispiel (Schweiz)

GameStop 2021: Short Squeeze → Milliardenverluste für Short Seller. Zeigt das unbegrenzte Risiko.

Skin in the Game+
Skin in the Game bedeutet, dass jemand persönlich am Ergebnis seiner Empfehlungen beteiligt ist. Im Investieren heisst das: Dein Vermögensverwalter investiert sein eigenes Geld im selben Portfolio wie du.
Einfach erklärt

Wie ein Koch der sein eigenes Essen isst: Du vertraust einem Restaurant mehr, wenn der Koch selbst dort isst.

Warum ist das relevant?

Skin in the Game schafft das stärkste Vertrauen. Die arvy-Gründer investieren über CHF 100'000 ihres eigenen Geldes im selben Portfolio.

Beispiel (Schweiz)

Die arvy-Gründer Thierry, Florian und Patrick investieren ihr Privatvermögen über arvy — im selben Fonds, zu denselben Bedingungen. Das ist bei Schweizer Vermögensverwaltern einzigartig.

Sondervermögen+
Sondervermögen: Dein Fondsvermögen ist rechtlich getrennt vom Anbieter. Bei Insolvenz gehört es weiterhin dir.
Einfach erklärt

Wie ein Safe im Hotel: Der Inhalt gehört dir, egal was mit dem Hotel passiert.

Warum ist das relevant?

Der wichtigste Anlegerschutz bei Fonds. Bei arvy: Vermögen als Sondervermögen bei der Depotbank gehalten.

Beispiel (Schweiz)

Wenn arvy hypothetisch schliessen würde: Deine Fondsanteile bleiben bei der Depotbank und gehören dir.

Sparbeiträge (BVG)+
Sparbeiträge sind die monatlichen Einzahlungen in die 2. Säule. BVG-Minimum: 7-18% des versicherten Lohnes (gestaffelt nach Alter). Viele PKs leisten mehr.
Einfach erklärt

Wie automatisches Sparen für die Pension. Je älter du wirst, desto höher der Pflicht-Sparbeitrag. Der Arbeitgeber zahlt mindestens die Hälfte.

Warum ist das relevant?

BVG-Sätze: 25-34 Jahre 7%, 35-44 Jahre 10%, 45-54 Jahre 15%, 55-65 Jahre 18%. Viele Top-Arbeitgeber bieten 'überobligatorische' Pläne mit höheren Sätzen.

Beispiel (Schweiz)

40-jähriger mit versichertem Lohn CHF 80'000: BVG-Minimum 10% = CHF 8'000/Jahr Sparbeitrag. Arbeitgeber muss mindestens CHF 4'000 zahlen.

Sparkonto+
Das Sparkonto ist das klassische Schweizer Spar-Vehikel. Aktuelle Zinsen: 0.5-1.5% bei den meisten Banken. Inflation-bereinigt: oft negativ.
Einfach erklärt

Wie das Aufbewahrungs-Konto deiner Notreserve: Sicher, jederzeit verfügbar, aber praktisch ohne Rendite.

Warum ist das relevant?

Empfohlene Sparkonto-Höhe: 3-6 Monatsausgaben als Notreserve. Alles darüber: investieren. Bei 2% Inflation und 1% Zins: real -1% pro Jahr Kaufkraftverlust.

Beispiel (Schweiz)

CHF 100'000 auf Sparkonto bei 1% Zins über 20 Jahre: nominal CHF 122'000. Bei 2% Inflation: reale Kaufkraft CHF 82'000 — Verlust von CHF 18'000 in heutigem Geld.

Sparplan+
Ein Sparplan ist eine automatisierte Investitionsstrategie, bei der regelmässig — typischerweise monatlich — ein fester Betrag investiert wird. Durch die Automatisierung per Dauerauftrag investierst du diszipliniert.
Einfach erklärt

Wie ein Fitness-Abo: Du meldest dich einmal an, und ab dann trainierst du regelmässig. Die Disziplin kommt vom System, nicht von dir.

Warum ist das relevant?

Ein Sparplan nutzt Dollar-Cost-Averaging. Bei arvy kannst du einen Sparplan ab CHF 1/Monat einrichten.

Beispiel (Schweiz)

Am 25. jedes Monats — direkt nach Gehaltseingang — fliesst ein fester Betrag per Dauerauftrag in dein arvy-Konto. So bezahlst du zuerst dein zukünftiges Ich.

Spread (Bid-Ask)+
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis einer Aktie. Je liquider, desto enger.
Einfach erklärt

Wie beim Geldwechsel am Flughafen: Du kaufst Euro teurer als du sie verkaufen kannst.

Warum ist das relevant?

Enger Spread = tiefe Handelskosten. Blue Chips: wenige Rappen. Small Caps: 1-5%. arvy investiert in hochliquide Aktien.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé Spread: ~0.02 CHF (0.02%). Ein Small Cap: ~0.50 CHF (1-2%). Über ein Jahr summiert sich das.

Staats- und Gemeindesteuer+
Staats- und Gemeindesteuern machen den Grossteil der Schweizer Einkommenssteuerbelastung aus. Beide werden über einen Steuerfuss auf die einfache Steuer berechnet — der Standort bestimmt entscheidend deine Gesamtsteuerlast.
Einfach erklärt

Wie Eintrittsgebühren ins Gemeindeleben: Jede Gemeinde verlangt einen anderen Aufschlag. In Wollerau zahlst du einen Bruchteil von dem, was du in Lausanne zahlen würdest.

Warum ist das relevant?

Die Standortwahl ist in der Schweiz steuerlich entscheidender als in fast jedem anderen Land. Steuerlich attraktive Gemeinden: Wollerau, Freienbach, Baar. Teurer: Lausanne, Bern, Neuenburg.

Beispiel (Schweiz)

Bruttolohn CHF 150'000, Alleinstehend: Wollerau (SZ) ~CHF 15'000 Kantons-/Gemeindesteuer. Lausanne (VD): ~CHF 28'000. Differenz: CHF 13'000/Jahr.

Stagflation+
Stagflation: Die Kombination aus stagnierender Wirtschaft (kein Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit) und hoher Inflation. Wirtschaftliche Worst-Case-Konstellation — schwer zu bekämpfen.
Einfach erklärt

Wie ein zweischneidiges Schwert für Notenbanker: Senken sie Zinsen gegen Stagnation → Inflation steigt. Erhöhen sie Zinsen gegen Inflation → Wirtschaft kollabiert weiter.

Warum ist das relevant?

Klassisches Stagflations-Jahrzehnt: die 1970er. S&P 500 real (inflationsbereinigt): -50% von 1968 bis 1982. Die einzigen Gewinner: Gold und Öl.

Beispiel (Schweiz)

USA 1970er: Inflation Spitzenwert 14% (1980), Arbeitslosigkeit 9%, BIP-Wachstum gegen 0. Aktien nominal flat, real -50%. Erst der Volcker-Schock 1981 (Zinsen auf 20%) brach die Inflation.

Verwandte Begriffe
Stempelsteuer+
Die Stempelsteuer (Umsatzabgabe) ist eine Schweizer Steuer auf den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Sie beträgt 0.075% für inländische und 0.15% für ausländische Wertpapiere pro Transaktion.
Einfach erklärt

Wie eine kleine Brückengebühr bei jeder Überfahrt.

Warum ist das relevant?

Die Stempelsteuer ist ein oft übersehener Kostenfaktor. Bei arvy ist die Stempelsteuer in den All-in-Gebühren enthalten.

Beispiel (Schweiz)

Beim Kauf von CHF 10'000 in Schweizer Aktien: Stempelsteuer = CHF 7.50. Bei ausländischen Aktien: CHF 15.

Steuerausweis+
Der Steuerausweis (Schweiz) ist die jährliche Abrechnung deiner Bank oder deines Vermögensverwalters über Erträge, Quellensteuern und Vermögensbestand — Grundlage für die Steuererklärung.
Einfach erklärt

Wie ein Lohnausweis für deine Investments: Listet auf, was du an Dividenden, Zinsen und Kapitalerträgen erhalten hast — und welche Quellensteuern angefallen sind.

Warum ist das relevant?

Der Steuerausweis vereinfacht die Steuererklärung erheblich. Bei arvy erhältst du einen detaillierten Steuerausweis, der die Rückforderung von Verrechnungs- und Quellensteuern erleichtert.

Beispiel (Schweiz)

Typischer arvy-Steuerausweis 2026: Liste aller 34 Portfolio-Positionen, Dividenden gesamt CHF 1'200, Verrechnungssteuer CHF 280, US-Quellensteuer CHF 90 (via DA-1 rückforderbar).

Steuerprogression+
Steuerprogression: Je höher dein Einkommen, desto höher der Steuersatz. In der Schweiz auf allen drei Steuerebenen (Bund, Kanton, Gemeinde).
Einfach erklärt

Wie ein Treppenmodell: Jeder zusätzlich verdiente Franken fällt in eine höhere Steuerstufe. Der erste Franken ist günstig, der 200'000ste teuer.

Warum ist das relevant?

Die Progression macht Säule-3a-Einzahlungen besonders attraktiv: Du sparst zum Grenzsteuersatz (oben in der Treppe). Auch das Splitting bei Ehepaaren reduziert Progression.

Beispiel (Schweiz)

Lohnerhöhung von CHF 100'000 auf CHF 110'000: Der zusätzliche Bruttolohn wird mit ~35-40% (Grenzsteuersatz) statt mit dem Durchschnittssatz von ~20% besteuert.

Stock Split+
Ein Stock Split teilt Aktien auf — z.B. 2:1: aus einer werden zwei zum halben Preis. Gesamtwert bleibt gleich.
Einfach erklärt

Wie Pizza in 8 statt 4 Stücke schneiden: Mehr Stücke, gleiche Menge.

Warum ist das relevant?

Macht teure Aktien zugänglicher. Für arvy-Anleger irrelevant da arvy Bruchteile kaufen kann.

Beispiel (Schweiz)

NVIDIA 10:1 Split 2024: Kurs USD 1'200 → USD 120. Wer 1 Aktie hatte, hatte nun 10. Gesamtwert: identisch.

Verwandte Begriffe
Stockwerkeigentum+
Stockwerkeigentum ist die Schweizer Form des Wohnungseigentums in Mehrparteienhäusern. Jeder Eigentümer hat Sondereigentum an seiner Wohnung und Miteigentum am Gebäude.
Einfach erklärt

Wie eine Wohnung kaufen, statt mieten: Du besitzt deine Wohnung und einen Anteil am Gemeinschaftseigentum (Treppe, Lift, Dach).

Warum ist das relevant?

Wichtig zu prüfen: Reglement und Erneuerungsfonds. Ein gut gefüllter Erneuerungsfonds bedeutet keine bösen Überraschungen bei Renovationen.

Beispiel (Schweiz)

Wohnung 100 m² in Zürich CHF 1.2 Mio.: Wertquote z.B. 8/100 (8%) — bei Gemeinschaftsausgaben CHF 50'000 (z.B. Dachrenovation) zahlst du CHF 4'000.

Stop-Loss+
Ein Stop-Loss ist ein automatischer Verkaufsauftrag wenn der Kurs unter einen festgelegten Preis fällt.
Einfach erklärt

Wie ein Notausgang: da falls nötig. Aber bei kurzfristigen Dips kann er zum falschen Zeitpunkt auslösen.

Warum ist das relevant?

Für langfristige Quality-Investoren oft kontraproduktiv. arvy setzt auf Halten statt Stop-Losses.

Beispiel (Schweiz)

Corona-Crash März 2020: Stop-Losses lösten massenhaft aus. Wer hielt: +70% in 12 Monaten.

Substanzwert+
Der Substanzwert ist das materielle Vermögen eines Unternehmens (Maschinen, Gebäude, Cash) — ohne immaterielle Vermögenswerte wie Marken oder Goodwill. Konservative Bewertungsuntergrenze.
Einfach erklärt

Wie der reine Materialwert eines Hauses: Was würde der Abriss-Erlös bringen? Eine Untergrenze — die meisten Häuser sind als Ganzes mehr wert.

Warum ist das relevant?

Value-Investoren verwenden den Substanzwert als 'Margin of Safety': Handelt der Aktienkurs unter dem Substanzwert, hast du einen Sicherheitspuffer gegen die meisten Risiken.

Beispiel (Schweiz)

In der Finanzkrise 2008 handelten manche Banken unter Substanzwert: Aktienkurs implizierte, dass die Bilanz wertlos sei. Wer damals kaufte: 200-500% Gewinn in den folgenden 5 Jahren.

Sunk-Cost-Falle+
Die Sunk-Cost-Falle: Du hältst an einer Verlustposition fest, weil du bereits viel investiert hast — obwohl die Aussichten objektiv schlecht sind.
Einfach erklärt

Wie ein schlechtes Restaurant weiteressen, weil du schon bestellt und bezahlt hast. Das Geld ist weg — die Mahlzeit wird nicht besser, wenn du sie aufisst.

Warum ist das relevant?

Rationaler Anleger: 'Würde ich diese Aktie heute zu diesem Preis kaufen?' Wenn nein: verkaufen. Was du bisher bezahlt hast, ist irrelevant für die zukünftige Entscheidung.

Beispiel (Schweiz)

Aktie für CHF 100 gekauft, heute CHF 30. Sunk-Cost-Falle: 'Ich verkaufe nicht mit CHF 70 Verlust.' Rationale Frage: 'Würde ich heute zu CHF 30 kaufen?' Wenn nein: verkaufen.

Survivorship Bias+
Survivorship Bias: Der systematische Fehler, nur die 'Überlebenden' zu betrachten und die Gescheiterten zu ignorieren. Verzerrt Performance-Statistiken erheblich.
Einfach erklärt

Wie 'Erfolgsgeheimnisse von Millionären' zu lesen, ohne zu wissen, wie viele bei gleicher Strategie scheiterten. Du siehst nur die Sieger.

Warum ist das relevant?

Wichtig bei Fondsperformance: Schlechte Fonds werden geschlossen oder fusioniert, verschwinden aus Statistiken. 'Durchschnittlicher Aktienfonds erzielt 8%' ignoriert die Hunderten, die gescheitert sind.

Beispiel (Schweiz)

Studien zeigen: 10-Jahres-Fonds-Performance steigt um 1-2% nach oben, wenn man Survivorship Bias korrigiert. Heisst: tatsächliche Durchschnittsrendite ist 1-2% tiefer als publiziert.

Säule 1e+
Ein 1e-Plan ist eine Variante der 2. Säule für Lohnbestandteile über CHF 132'300. Der Versicherte wählt selbst seine Anlagestrategie aus — und trägt das Anlagerisiko.
Einfach erklärt

Wie eine private Vorsorgelösung innerhalb der 2. Säule: Du entscheidest, wie dein Geld angelegt wird — z.B. zu 80% in Aktien. Höhere Renditechancen, aber auch Verlustrisiko.

Warum ist das relevant?

Für Topverdiener interessant: Statt einer mageren 1.5% Verzinsung durch die PK kann ein 1e-Plan langfristig 5-8% liefern. Risiko: Verlust im Jahr vor der Pensionierung.

Beispiel (Schweiz)

Lohn CHF 200'000: Lohnbestandteil über CHF 132'300 (CHF 67'700) kann via 1e-Plan investiert werden. Bei 6% Rendite über 25 Jahre: CHF ~370'000 Mehrvermögen vs. PK-Verzinsung.

Säule 3a+
Die Säule 3a ist die private, gebundene Vorsorge in der Schweiz. Einzahlungen sind bis zum Maximalbetrag vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Das angesparte Kapital ist bis zur Pensionierung gebunden.
Einfach erklärt

Wie ein Sparschwein mit Steuerbonus: Du zahlst jedes Jahr einen Betrag ein, den du von deinen Steuern abziehen kannst.

Warum ist das relevant?

Der Maximalbetrag 2026 für Angestellte mit PK beträgt CHF 7'258. Bei einem Grenzsteuersatz von 35% sparst du damit CHF 2'540 Steuern — jedes Jahr.

Beispiel (Schweiz)

In Zürich spart ein Angestellter mit CHF 100'000 Einkommen durch die maximale 3a-Einzahlung rund CHF 2'500 Steuern pro Jahr. Bei arvy kann das 3a-Geld in Qualitätsaktien investiert werden.

Quelle: Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Säule-3a-Beträge 2026.
Säule 3b+
Die Säule 3b ist die freie private Vorsorge. Keine steuerliche Abzugsmöglichkeit, aber keine Einschränkungen bei Höhe, Verwendung oder Bezugszeitpunkt.
Einfach erklärt

Wie ein normales Sparkonto vs. ein gebundenes: Die 3b hat keine Regeln.

Warum ist das relevant?

Für alle die bereits den 3a-Maximalbetrag ausschöpfen. Investieren über arvy ist effektiv Säule 3b — frei, investiert, jederzeit verfügbar.

Beispiel (Schweiz)

CHF 500/Monat in arvy = Säule 3b: flexibel, investiert, jederzeit verfügbar. Kapitalgewinne steuerfrei.

T
TER (Total Expense Ratio)+
Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Gesamtkostenquote eines Fonds — sie umfasst Verwaltung, Administration und weitere Betriebskosten.
Einfach erklärt

Wie die Betriebskosten eines Autos: Du merkst sie nicht beim Fahren, aber sie reduzieren dein Budget.

Warum ist das relevant?

Die TER ist der wichtigste Kostenfaktor bei Fonds. Schweizer Bankfonds haben oft eine TER von 1.0-2.0%. ETFs: 0.1-0.5%. Bei arvy: Produktkosten von 0.15-0.22% — deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Beispiel (Schweiz)

Ein Fonds mit 1.5% TER kostet dich auf CHF 100'000 über 20 Jahre ~CHF 52'000 an Gebühren. Bei 0.2% TER: ~CHF 7'600. Differenz: CHF 44'400.

TWINT+
TWINT ist das in der Schweiz dominante mobile Zahlungssystem, betrieben von einem Konsortium der Schweizer Banken. Funktioniert via QR-Code oder Telefonnummer.
Einfach erklärt

Wie ein Schweizer Bargeld-Ersatz im Smartphone: Statt Münzen oder Karten zückst du dein Handy. Funktioniert zwischen Privatpersonen und in Geschäften.

Warum ist das relevant?

Marktdurchdringung in der Schweiz: ~5 Mio. Nutzer. Konkurrenz: Apple Pay, Samsung Pay — TWINT hält die Vormacht dank Bankenintegration und P2P-Funktionalität.

Beispiel (Schweiz)

Restaurant-Rechnung CHF 80 zwischen 4 Freunden teilen: 1 zahlt mit Karte, die anderen 3 senden je CHF 20 per TWINT zurück. Sekundenschnell, kostenfrei.

Technischer Zins+
Der technische Zins ist der erwartete Anlageertrag, mit dem eine Pensionskasse ihre Verpflichtungen berechnet. Tiefer technischer Zins = vorsichtigere Bewertung.
Einfach erklärt

Wie die Annahme der PK über die Zukunft: 'So viel Rendite erwarten wir.' Ist sie zu optimistisch, fehlt später Geld.

Warum ist das relevant?

Sinkt seit Jahren wegen tiefer Zinsen: 2010 ~4%, 2024 ~1.5-2.0%. Tieferer Zins zwingt PKs zu höheren Sparbeiträgen oder tieferen Umwandlungssätzen.

Beispiel (Schweiz)

PK mit technischem Zins 2% statt 3%: Vorsorgeverpflichtungen steigen um ~15-20%, Deckungsgrad sinkt entsprechend. Notwendige Beiträge steigen.

Thesaurierend vs. Ausschüttend+
Thesaurierend = Erträge werden automatisch reinvestiert. Ausschüttend = Erträge werden an dich ausgezahlt.
Einfach erklärt

Wie eine Bäckerei die ihren Gewinn entweder in neue Öfen investiert (thesaurierend) oder an die Eigentümer ausschüttet (ausschüttend).

Warum ist das relevant?

In der Schweiz gibt es einen steuerlichen Unterschied: Ausschüttungen unterliegen der Einkommenssteuer. Thesaurierende Fonds reinvestieren steuerfrei.

Beispiel (Schweiz)

Der arvy Aktienfonds ist thesaurierend — Dividenden werden automatisch reinvestiert, was den Zinseszins-Effekt maximiert.

Time-Weighted Return (TWR)+
Time-Weighted Return ist die Performance-Messung, die Cashflows (Ein-/Auszahlungen) eliminiert. Standard für Fonds-Performance-Vergleiche.
Einfach erklärt

Wie die reine Bewertung des Anlage-Geschicks: Wenn du grosse Beträge zu schlechten Zeitpunkten einzahlst, hat das nichts mit der Fonds-Qualität zu tun. TWR ignoriert das.

Warum ist das relevant?

Wichtig zu verstehen: TWR zeigt die Fonds-Performance, nicht deine persönliche Rendite (das ist Money-Weighted Return). Beide Zahlen können stark divergieren.

Beispiel (Schweiz)

Fonds-TWR: +10%/Jahr. Du investierst CHF 100k Anfang Jahr, weitere CHF 100k nach -20% Crash. Persönlicher MWR: +18% (besseres Timing). TWR für andere: unverändert +10%.

Total Return+
Total Return = Kursveränderung + Dividenden (reinvestiert). Die einzige aussagekräftige Performance-Messung für Aktienanlagen.
Einfach erklärt

Wie die ehrliche Antwort auf 'Wie viel hat sich mein Geld vermehrt?': Nicht nur der Kurs zählt, sondern auch alle ausgeschütteten Dividenden.

Warum ist das relevant?

Pure Kursrendite ignoriert ~30-40% der historischen Aktienrendite. Bei Vergleichen unbedingt Total Return Indizes wie SPI Total Return verwenden, nicht reine Preisindizes wie SMI.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé von 2000 bis 2024: Kurs von CHF 50 auf CHF 95 (+90%). Mit reinvestierten Dividenden: ~+320%. Differenz: 230% nur durch Dividenden-Compounding.

Tracking Error+
Der Tracking Error misst, wie stark ein ETF oder Fonds von seinem Referenzindex abweicht. Tieferer Tracking Error = engere Nachbildung. Bei guten ETFs typisch <0.5%.
Einfach erklärt

Wie die Abweichung einer Kopie vom Original: Ein guter ETF folgt seinem Index fast perfekt — kleine Differenzen entstehen durch Kosten und Cash-Quoten.

Warum ist das relevant?

Wichtiges ETF-Auswahlkriterium: TER + Tracking Error = wahre Gesamtkosten. Ein ETF mit 0.05% TER und 0.3% Tracking Error ist effektiv teurer als einer mit 0.15% TER und 0.05% Tracking Error.

Beispiel (Schweiz)

iShares Core S&P 500 ETF: TER 0.07%, Tracking Error 0.04%. Total Effective Cost: 0.11%. Vanguard S&P 500 ETF: TER 0.07%, Tracking Error 0.02%. Total: 0.09%.

Tragbarkeit+
Die Tragbarkeit ist die Schweizer Berechnung, ob du dir eine Hypothek leisten kannst. Faustregel: Hypothekarzinsen (kalkulatorisch 5%) + Nebenkosten + Amortisation dürfen nicht mehr als 33% deines Bruttoeinkommens ausmachen.
Einfach erklärt

Wie ein Belastungstest beim Arzt: Die Bank prüft, ob dein Einkommen den Druck einer Hypothek auch bei deutlich höheren Zinsen aushält. Der kalkulatorische 5%-Zins ist absichtlich konservativ.

Warum ist das relevant?

Die Tragbarkeitsregel ist der Hauptgrund, warum viele Schweizer trotz hohem Einkommen kein Eigenheim finanzieren können. Die Banken sind aufsichtsrechtlich verpflichtet, diese Regel anzuwenden.

Beispiel (Schweiz)

Bruttolohn CHF 120'000. Maximale Belastung 33% = CHF 40'000/Jahr. Bei kalkulatorisch 5% Zins erlaubt das eine Hypothek von max. ~CHF 700'000.

Quelle: Quelle: FINMA-Aufsichtsrundschreiben Hypothekarfinanzierung.
U
UVG (Unfallversicherung)+
Das UVG (Unfallversicherungsgesetz) regelt die obligatorische Unfallversicherung für Arbeitnehmer in der Schweiz. Berufsunfall: Arbeitgeber zahlt. Nichtberufsunfall: Arbeitnehmer zahlt (wenn >8 Std./Woche arbeitend).
Einfach erklärt

Wie eine doppelte Unfallversicherung am Arbeitsplatz: Eine während der Arbeit, eine in der Freizeit. Beide automatisch über den Arbeitgeber.

Warum ist das relevant?

Wichtig: Wer weniger als 8 Std./Woche arbeitet oder selbständig ist, muss eine private Unfallzusatzversicherung über die Krankenkasse abschliessen.

Beispiel (Schweiz)

Skiunfall an einem Samstag mit CHF 50'000 Spitalkosten: Über UVG der Suva (Nichtberufsunfall) vollständig gedeckt. Lohnersatz 80% bis zur Genesung.

Umwandlungssatz+
Der Umwandlungssatz bestimmt, wie viel jährliche Rente du aus deinem Pensionskassen-Guthaben erhältst. Bei einem Satz von 6.8% (BVG-Minimum) ergibt ein Guthaben von CHF 100'000 eine jährliche Rente von CHF 6'800.
Einfach erklärt

Wie ein Umrechnungskurs: Er sagt dir, wie viel monatliches Einkommen dein Kapital 'kauft'.

Warum ist das relevant?

Der Umwandlungssatz sinkt seit Jahren — weil wir länger leben und die Zinsen tief sind. Viele Pensionskassen bieten nur noch 5.0-5.8% statt dem BVG-Minimum von 6.8%.

Beispiel (Schweiz)

Bei einem PK-Guthaben von CHF 500'000: Umwandlungssatz 6.8% = CHF 34'000/Jahr. 5.0% = CHF 25'000/Jahr. Differenz: CHF 9'000/Jahr.

Unterhaltsabzug (Immobilien)+
Der Unterhaltsabzug bei selbstbewohnten Immobilien: Werterhaltende Renovationen sind voll vom Einkommen abziehbar. Alternative: Pauschalabzug (typisch 10-20% des Eigenmietwerts).
Einfach erklärt

Wie Steuerabzüge fürs Haus-Heile-Bleiben: Was du in den Werterhalt steckst (Dach, Heizung, Malerarbeiten), kannst du von der Einkommenssteuer abziehen.

Warum ist das relevant?

Wichtige Unterscheidung: Werterhaltend = abziehbar (z.B. Reparatur). Wertvermehrend = nicht abziehbar (z.B. Anbau). Bei Mischkosten (z.B. neue Küche) wird oft 50/50 aufgeteilt.

Beispiel (Schweiz)

Dachsanierung CHF 60'000: voll als Unterhaltsabzug. Bei Grenzsteuersatz 35%: CHF 21'000 Steuerersparnis. Effektive Netto-Kosten: CHF 39'000.

V
VIX (Angstbarometer)+
Der VIX (Volatility Index) — auch 'Angstbarometer' genannt — misst die vom Markt erwartete Volatilität des S&P 500 über die nächsten 30 Tage. Hoher VIX = hohe Angst. Tiefer VIX = Sorglosigkeit.
Einfach erklärt

Wie ein Fieberthermometer für den Aktienmarkt: Normal liegt der VIX bei 15-20. Über 30 signalisiert Angst, über 40 Panik. VIX-Spitzen sind historisch die besten Kaufzeitpunkte.

Warum ist das relevant?

Ein hoher VIX bedeutet: Die Mehrheit hat Angst und hat bereits verkauft. Die schlechten Nachrichten sind eingepreist. Historisch war 'kaufen wenn der VIX über 30 steigt' eine der zuverlässigsten Strategien für langfristige Anleger.

Beispiel (Schweiz)

VIX im März 2020 (Corona): 82. VIX im Oktober 2008 (Finanzkrise): 80. VIX normal: 15-20. Wer bei VIX >40 investierte, erzielte in den folgenden 12 Monaten fast immer zweistellige Renditen.

Valor / Valorennummer+
Die Valorennummer ist die Schweizer Wertpapierkennnummer, vergeben von der SIX Group. Wird in der Schweiz oft anstelle der ISIN verwendet — z.B. Nestlé Valor: 3886335.
Einfach erklärt

Wie eine vereinfachte ISIN für Schweizer Banken: Kürzer, aber nur in der Schweiz gängig. Beim Aktienauftrag bei Schweizer Banken meist gefordert.

Warum ist das relevant?

Vorsicht beim Verwechseln: Die letzten 6 Stellen der ISIN entsprechen nicht zwingend der Valorennummer. Bei US-Aktien sind Valor und CUSIP unterschiedlich.

Beispiel (Schweiz)

Nestlé: Valor 3886335, ISIN CH0038863350. Microsoft: Valor 951692, ISIN US5949181045.

Value Investing+
Value Investing sucht nach Aktien, die unter ihrem inneren Wert gehandelt werden — 'einen Franken für 50 Rappen kaufen'. Begründet von Benjamin Graham, perfektioniert von Warren Buffett.
Einfach erklärt

Wie ein Schnäppchenjäger auf dem Flohmarkt: Du suchst Dinge, die mehr wert sind als ihr Preisschild sagt.

Warum ist das relevant?

Buffett sagte: 'Kaufe wunderbare Unternehmen zu einem fairen Preis, statt faire Unternehmen zu einem wunderbaren Preis.' arvy kombiniert Value- und Quality-Ansätze.

Beispiel (Schweiz)

Warren Buffett kaufte Coca-Cola-Aktien 1988 für ~USD 3 (splitbereinigt). Heute: ~USD 60. Dazu kommen 35 Jahre Dividenden. Sein Yield on Cost: über 50%.

Variable Hypothek+
Die variable Hypothek hat einen Zinssatz, den die Bank jederzeit anpassen kann (typisch mit 3-6 Monaten Frist). Heute selten — meist durch SARON-Hypotheken ersetzt.
Einfach erklärt

Wie ein Hypothek-Abo mit flexiblem Preis: Die Bank entscheidet, was du zahlst, kann es aber jederzeit ändern.

Warum ist das relevant?

Historisch teurer als SARON-Hypotheken, weil Banken den Zinsaufschlag eher in ihre Marge fliessen lassen. SARON ist transparenter.

Beispiel (Schweiz)

Variable Hypothek aktuell: ~2.0-2.5%. SARON-Hypothek (3M SARON + 0.7% Marge): ~1.0-1.3%. Differenz: CHF 5'600/Jahr auf CHF 800'000 Hypothek.

Vaterschaftsentschädigung+
Die Vaterschaftsentschädigung gewährt seit 2021 zwei Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub bei 80% des Lohnes — innerhalb von 6 Monaten nach der Geburt zu beziehen.
Einfach erklärt

Wie ein Mini-Urlaub für Väter nach der Geburt: 10 Arbeitstage, frei wählbar in den ersten 6 Monaten. Bezahlt zu 80%.

Warum ist das relevant?

International noch immer kurz: Schweden, Norwegen und Spanien bieten 12-16 Wochen oder mehr. Initiative für Elternzeit (Schweiz) in politischer Diskussion.

Beispiel (Schweiz)

Vater mit Monatslohn CHF 10'000: 80% × CHF 10'000 × 2 Wochen / 4.33 Wochen-Monat = CHF 3'700 für die zweiwöchige Auszeit.

Verkehrswert (Immobilie)+
Der Verkehrswert ist der geschätzte aktuelle Marktwert einer Immobilie — der Preis, der bei einem freien Verkauf erzielt werden könnte. Wichtig für Steuern, Hypotheken und Erbteilungen.
Einfach erklärt

Wie der realistische Verkaufspreis: Was würdest du heute am Markt für das Haus bekommen? Nicht der Kaufpreis von vor 20 Jahren.

Warum ist das relevant?

Banken berechnen die Belehnungsquote auf Verkehrswert, nicht Kaufpreis. Bei stark gestiegenen Immobilienpreisen können tieferere Belehnungsquoten neue Hypotheken ermöglichen.

Beispiel (Schweiz)

Haus 2005 für CHF 700'000 gekauft. Aktueller Verkehrswert: CHF 1.4 Mio. Hypothek noch CHF 500'000 = Belehnungsquote 36% (statt 71% beim Kauf). Bank kann zusätzliche Hypothek geben.

Vermögenssteuer+
Die Vermögenssteuer ist eine kantonale Steuer auf das Nettovermögen (Vermögen minus Schulden). Sie beträgt typischerweise 0.1-1% jährlich — eine globale Seltenheit, da die meisten Länder keine Vermögenssteuer mehr erheben.
Einfach erklärt

Wie eine Miete an den Staat für dein Vermögen: Jedes Jahr behält der Kanton einen kleinen Prozentsatz deines Gesamtvermögens ein.

Warum ist das relevant?

Die Vermögenssteuer ist regional sehr unterschiedlich: Zug und Schwyz unter 0.3%, Waadt und Genf über 1%. Bei grossen Vermögen kann der Kantonsstandort über mehrere CHF 100'000/Jahr entscheiden.

Beispiel (Schweiz)

Vermögen CHF 2 Mio. in Zug (~0.25%): CHF 5'000 Vermögenssteuer. Dasselbe Vermögen in Genf (~1.0%): CHF 20'000. Differenz: CHF 15'000/Jahr.

Quelle: Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Kantonsvergleich Vermögenssteuer.
Vermögensverwaltungsmandat+
Ein Vermögensverwaltungsmandat ist ein Vertrag, in dem du einem Vermögensverwalter die Vollmacht gibst, dein Vermögen selbständig zu verwalten — innerhalb einer vorher definierten Anlagestrategie.
Einfach erklärt

Wie einen Profi-Koch fürs Familienessen zu engagieren: Du gibst die Rahmenbedingungen (Budget, Allergien) — er kocht, ohne dich bei jedem Schritt zu fragen.

Warum ist das relevant?

Vorteil: Keine Entscheidungsmüdigkeit, professionelle Disziplin. Nachteil: Du gibst Kontrolle ab und zahlst eine Gebühr (typisch 0.5-1.5% pro Jahr). Wichtig: Strategiewahl + Kostenklarheit + Anbieter-Reputation.

Beispiel (Schweiz)

CHF 500'000 Mandat bei klassischer Schweizer Bank: ~1.5% All-in-Fee = CHF 7'500/Jahr. Bei modernem FINMA-regulierten Anbieter mit klarem Strategiefokus: oft 0.5-1.0% = CHF 2'500-5'000/Jahr. Über 20 Jahre: CHF 50'000-100'000 Differenz.

Verrechnungssteuer+
Die Verrechnungssteuer ist eine Quellensteuer von 35% auf Schweizer Dividenden und Zinserträge. Sie wird automatisch abgezogen — kann aber in der Steuererklärung vollständig zurückgefordert werden.
Einfach erklärt

Wie eine Kaution: Der Staat behält 35% deiner Dividende als 'Sicherheit'. Wenn du die Dividende deklarierst, bekommst du sie zurück.

Warum ist das relevant?

Die Verrechnungssteuer ist ein Schweizer Spezifikum. Für Schweizer Anleger ist sie kostenneutral — solange du deine Steuererklärung korrekt ausfüllst.

Beispiel (Schweiz)

Bei einer Nestlé-Dividende von CHF 3.00/Aktie: CHF 1.05 (35%) Verrechnungssteuer einbehalten. Du erhältst CHF 1.95 netto. Die CHF 1.05 bekommst du über die Steuererklärung zurück.

Verschuldungsgrad (D/E)+
Debt-to-Equity = Fremdkapital ÷ Eigenkapital. 0.5 = für CHF 1 Eigenkapital CHF 0.50 Schulden.
Einfach erklärt

Wie Hypothek am Hauswert: CHF 800'000 Hypothek auf CHF 1 Mio. Haus = D/E 4.0 (riskant).

Warum ist das relevant?

Geringe Verschuldung = Qualitätsmerkmal. arvy bevorzugt konservative Bilanzen.

Beispiel (Schweiz)

Microsoft D/E: ~0.3. Nestlé: ~1.0. Banken: >10. Airlines: >3.

Versicherter Lohn (BVG)+
Der versicherte Lohn ist der Teil deines Jahreslohnes, der in der 2. Säule versichert ist: Jahreslohn minus Koordinationsabzug.
Einfach erklärt

Wie der versicherte Wert deines Autos: Nur dieser Teil ist abgedeckt. Was darüber hinausgeht, ist nicht versichert.

Warum ist das relevant?

Je höher der versicherte Lohn, desto höher dein Sparbeitrag und deine spätere Rente. Bei guten Arbeitgebern liegt der Koordinationsabzug tiefer als das BVG-Minimum — höherer versicherter Lohn.

Beispiel (Schweiz)

Lohn CHF 100'000, Koordinationsabzug CHF 26'460 = versicherter Lohn CHF 73'540. Beitragssatz 15% = CHF 11'031 jährlich in die PK.

Volatilität+
Volatilität misst die Schwankungsintensität eines Kurses. Hohe Volatilität bedeutet starke Kursbewegungen (nach oben UND unten).
Einfach erklärt

Wie Wellen auf dem Meer: An manchen Tagen ist es spiegelglatt, an anderen stürmisch. Die Richtung (langfristig aufwärts) ändert sich durch die Wellen nicht — aber die Fahrt fühlt sich unterschiedlich an.

Warum ist das relevant?

Volatilität ist nicht dasselbe wie Risiko. Ein langfristiger Anleger profitiert sogar von Volatilität, weil er in Abschwüngen günstiger einkaufen kann (DCA-Effekt).

Beispiel (Schweiz)

Im Corona-Crash März 2020 stieg der VIX auf 82 — der höchste Stand seit 2008. Wer damals investierte, erlebte in den folgenden 12 Monaten eine Rendite von über 70%.

Vorbezug (Vorsorge)+
Ein Vorbezug ist die vorzeitige Auszahlung von PK- oder 3a-Geldern. Gesetzlich zulässig für: selbstgenutztes Wohneigentum, Selbständigkeit, definitive Auswanderung, Erwerbsunfähigkeit.
Einfach erklärt

Wie eine vorzeitige Kündigung deiner Vorsorge: Du nimmst Geld raus, das eigentlich erst bei der Pensionierung verfügbar wäre — gegen einen Steuersatz und gegen den Verzicht auf die spätere Rente.

Warum ist das relevant?

Steuerlich attraktiv: Vorbezüge werden mit reduziertem Tarif (separat vom übrigen Einkommen) besteuert. Aber die Opportunitätskosten (entgangener Zinseszins) sind oft höher als die Steuerersparnis.

Beispiel (Schweiz)

Vorbezug CHF 80'000 aus 3a für Hauskauf in Zürich: Kapitalauszahlungssteuer ~5-7% = ~CHF 4'000-5'600. Aber: bei 30 Jahren Restlaufzeit und 7% Rendite gehen ~CHF 530'000 zukünftiges Vermögen verloren.

Vorsorgeauftrag+
Der Vorsorgeauftrag ist ein eigenhändig verfasstes oder notariell beglaubigtes Dokument, in dem du regelst, wer im Falle deiner Urteilsunfähigkeit Entscheidungen für dich trifft — finanziell, medizinisch, rechtlich.
Einfach erklärt

Wie eine schriftliche Vollmacht für den schlimmsten Fall: Wenn du nicht mehr selbst entscheiden kannst, bestimmt dein Vorsorgeauftrag, wer für dich entscheidet.

Warum ist das relevant?

Ohne Vorsorgeauftrag entscheidet die KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) über deine Angelegenheiten — oft mit Verzögerung und nicht in deinem Sinn. Besonders wichtig für Konkubinatspaare.

Beispiel (Schweiz)

Eigenhändiger Vorsorgeauftrag: Vollständig handschriftlich, datiert, unterschrieben. Notariell: ~CHF 500-1'500 je nach Kanton. Eine der wichtigsten Versicherungen, die nichts kostet.

Vorsorgelücke+
Die Vorsorgelücke ist die Differenz zwischen dem Einkommen vor der Pensionierung und den Leistungen aus AHV + Pensionskasse. Sie kann je nach Situation 20-40% des letzten Einkommens betragen.
Einfach erklärt

Wie ein undichtes Dach: Du merkst es erst, wenn es regnet (Pensionierung). Die Vorsorgelücke entsteht schleichend.

Warum ist das relevant?

Frauen sind besonders betroffen: Teilzeitarbeit, Kinderpausen und der Gender Pension Gap führen zu einer durchschnittlichen Vorsorgelücke von 37% gegenüber Männern. Frühzeitig investieren kann die Lücke signifikant schliessen.

Beispiel (Schweiz)

Bei einem letzten Bruttolohn von CHF 120'000 und typischen AHV+PK-Leistungen fehlen oft CHF 2'000-3'000 pro Monat. Über 20 Jahre Ruhestand: CHF 480'000-720'000.

W
Waisenrente+
Die Waisenrente der AHV beträgt 40% der Rente des verstorbenen Elternteils, max. bis zum 18. Geburtstag (25 bei Ausbildung). Bei beiden verstorbenen Elternteilen: 60% von beiden.
Einfach erklärt

Wie eine teilweise Lohnfortzahlung für Kinder, deren Eltern gestorben sind. Der Staat zahlt einen Anteil bis sie selbstständig sind.

Warum ist das relevant?

Wichtig für Familien: AHV-Waisenrente allein reicht selten zum Aufwachsen. Eine zusätzliche Risikolebensversicherung des Hauptverdieners ist oft entscheidend.

Beispiel (Schweiz)

Vater (AHV-Berechnungsbasis CHF 2'400/Monat) stirbt. Tochter (12) erhält 40% = CHF 960/Monat bis 18. Bei Ausbildung bis 25: ~CHF 150'000 total.

Wertschwankungsreserven+
Wertschwankungsreserven sind Risikopuffer einer Pensionskasse für Aktienverluste. Ziel typisch: 15-20% der Anlagen — um Aktienkurseinbrüche von 30-40% abzufedern.
Einfach erklärt

Wie ein Notgroschen der PK für schwierige Börsenjahre: Sind die Reserven gefüllt, kann die PK Verluste verdauen ohne dich zur Kasse zu bitten.

Warum ist das relevant?

Bei vollen Wertschwankungsreserven kann die PK mehr in Aktien investieren (höhere langfristige Rendite). Tiefe Reserven = konservativere Anlagestrategie.

Beispiel (Schweiz)

PK mit CHF 5 Mrd. Vermögen und 15% Reserven (CHF 750 Mio.): Kann einen Börsencrash von -20% (CHF 1 Mrd.) zu drei Vierteln aus Reserven decken.

Witwen-/Witwerrente+
Witwen- und Witwerrenten der AHV: 80% der AHV-Rente des Verstorbenen, lebenslang für Frauen, mit Bedingungen für Männer. Reformen 2025-2027 in Diskussion.
Einfach erklärt

Wie eine Hinterbliebenenrente vom Staat: Stirbt der Partner, erhält der andere einen Teil von dessen AHV-Rente — auf Lebenszeit.

Warum ist das relevant?

Reformpläne wollen Männer und Frauen gleichstellen: Männer sollen erweiterte Ansprüche bekommen, Frauenansprüche teilweise reduziert werden (nur mit Kindern).

Beispiel (Schweiz)

Verstorbener Ehemann hatte AHV-Rente CHF 2'400/Monat. Witwe erhält 80% = CHF 1'920/Monat, lebenslang (unter aktueller Regelung).

Wohneigentumsförderung (WEF)+
Die WEF erlaubt Vorbezug oder Verpfändung von PK/3a-Geldern für selbstgenutztes Wohneigentum.
Einfach erklärt

Wie ein Vorschuss auf die Rente für ein Haus. Vorteil: Eigenkapital. Nachteil: kleinere Rente später.

Warum ist das relevant?

WEF-Bezüge reduzieren dein PK-Guthaben und zukünftige Rente. Die Opportunitätskosten (entgangener Zinseszins) sollten berücksichtigt werden.

Beispiel (Schweiz)

Hypothek CHF 800'000: 20% Eigenkapital nötig (CHF 160'000). Max. 10% davon aus PK (CHF 80'000).

Währungsrisiko+
Währungsrisiko: Wechselkursschwankungen beeinflussen die Rendite ausländischer Anlagen.
Einfach erklärt

Wie Souvenirkauf im Ausland: Fällt der Euro nachher, ist dein Souvenir in CHF weniger wert.

Warum ist das relevant?

CHF wertet historisch ~1-2%/Jahr auf vs. EUR/USD. Das schmälert ausländische Renditen — wird aber durch höhere Marktrenditen oft kompensiert.

Beispiel (Schweiz)

USD/CHF: 1.30 (2014) → ~0.88 (2026) = 32% Währungsverlust. Aber S&P 500 +200% — überkompensiert deutlich.

Z
Zinseszins+
Der Zinseszins bedeutet, dass du Rendite nicht nur auf dein eingezahltes Kapital erzielst, sondern auch auf die bereits erzielte Rendite. Dein Geld arbeitet für dich — und die Erträge arbeiten ebenfalls für dich.
Einfach erklärt

Stell dir einen Schneeball vor, der einen Hügel hinunterrollt. Am Anfang ist er klein. Aber mit jeder Umdrehung sammelt er mehr Schnee — und je grösser er wird, desto mehr Schnee sammelt er pro Umdrehung.

Warum ist das relevant?

Albert Einstein soll den Zinseszins das 'achte Weltwunder' genannt haben. Bei 7% Rendite verdoppelt sich dein Geld alle 10 Jahre. CHF 10'000 werden zu CHF 80'000 nach 30 Jahren — ohne einen Franken zusätzlich einzuzahlen.

Beispiel (Schweiz)

CHF 500/Monat bei 7% Rendite über 30 Jahre: Du zahlst CHF 180'000 ein, aber dein Endvermögen beträgt CHF 610'000. CHF 430'000 — über 70% — kommt vom Zinseszins allein.

Quelle: Quelle: arvy Zinseszinsrechner.
Zusatzversicherung+
Die Zusatzversicherung ergänzt die Grundversicherung um zusätzliche Leistungen wie freie Arztwahl, halbprivate/private Zimmer im Spital, alternative Medizin oder Brillen.
Einfach erklärt

Wie ein Upgrade auf Business-Class: Die Grundversicherung bringt dich von A nach B, die Zusatzversicherung macht die Reise angenehmer.

Warum ist das relevant?

Anders als Grundversicherung: Anbieter dürfen ablehnen oder höhere Prämien verlangen. Wer eine Zusatzversicherung später möchte, muss Gesundheitsfragen beantworten.

Beispiel (Schweiz)

Spitalzusatz halbprivat: ~CHF 100-200/Monat. Erlaubt 2-Bett-Zimmer und freie Arztwahl im Spital. Bei einer komplexen Operation lohnenswert für viele.

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Über dieses Glossar

Dieses Glossar wird vom arvy-Team gepflegt. arvy AG ist ein FINMA-regulierter Vermögensverwalter (KAG-Lizenz) mit Sitz in Zürich, gegründet von drei Finanzprofis mit kombinierter Erfahrung in der Verwaltung von über CHF 200 Mio. Vermögen und einem Morningstar 5-Sterne-Fonds.

Alle Zahlenangaben zur Schweizer Sozialversicherung (AHV, BVG, Säule 3a) basieren auf den aktuellsten Daten des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) und der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV). Markt- und Renditezahlen stützen sich auf das Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook, die SIX Swiss Exchange und die historischen Datensätze von Robert Shiller.

Dieses Glossar ist keine Anlageberatung, sondern eine Bildungsressource. Jede Anlageentscheidung sollte auf deiner persönlichen Situation basieren — idealerweise in Absprache mit einem qualifizierten Profi.

Weiterführende Seiten:
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