Was kostet Investieren in der Schweiz wirklich? Der ehrliche Gebührenvergleich

März 6, 2026 7 Minuten Lesezeit
Was kostet Investieren in der Schweiz wirklich? Der ehrliche Gebührenvergleich (2026) | arvy

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Gebühren sind der stille Killer deiner Rendite. Über 20 Jahre können schon 0,5 % Unterschied in den jährlichen Kosten Zehntausende Franken ausmachen — Geld, das entweder in deinem Portfolio wächst oder in der Tasche deines Anbieters landet.

Doch die meisten Anleger haben keine Ahnung, was sie wirklich zahlen. Banken verstecken Gebühren in Produktkosten, Depotgebühren und Transaktionskosten. Robo-Advisors werben mit einer einzigen Zahl, vergessen aber die Fondskosten. Und DIY-Plattformen klingen günstig — bis du die erste Transaktion machst.

In diesem Artikel rechnen wir ehrlich vor: Was kostet Investieren in der Schweiz wirklich? Wir vergleichen vier typische Wege — den ETF-Robo-Advisor, arvy, die traditionelle Bank und die DIY-Plattform — und zeigen dir nicht nur die Kosten, sondern auch was du für dein Geld bekommst.

Der grosse Gebührenvergleich

Alle Kosten basieren auf einem Investment von CHF 10'000 und beinhalten sämtliche Gebühren: Verwaltung, Produktkosten, Transaktionen, Depotgebühren und Stempelsteuern.

Professionell investieren muss nicht teuer sein

Jährliche Gesamtkosten für ein Investment von CHF 10'000

ETF Robo-Advisor
CHF 94 i
Selma Finance AG
Dienstleistungen: 0.68% p.a.
Finanzinstrumente (ETFs): 0.22% p.a.
 
Professionelle Aktienauswahl
Gründer investieren mit
Keine Erfahrung nötig
Wöchentliche Investment-Bildung
Traditionelle Bank
CHF 343 i
Raiffeisen Bank
Dienstleistungspreis Anlegen: 1.60%
Depot-Gebühr: CHF 12.50/Quartal
TER (Raiffeisen Futura Swiss Stock A): 1.25% p.a.
 
Professionelle Aktienauswahl
Gründer investieren mit
Keine Erfahrung nötig
Wöchentliche Investment-Bildung
Do-it-yourself-Plattform
CHF 630 i
Swissquote Bank Ltd
Mindestdepotgebühren: CHF 15/Quartal
Jahresabschluss/Steuerausweis: CHF 100
30 Transaktionen (CHF) à 9.–: CHF 270
5 Transaktionen (EUR) à 25.–: CHF 125
5 Transaktionen (USD) à 15.–: CHF 75
 
Professionelle Aktienauswahl
Gründer investieren mit
Keine Erfahrung nötig
Wöchentliche Investment-Bildung

ETF Robo-Advisor: Günstig, aber passiv

Robo-Advisors wie Selma, findependent oder True Wealth sind die günstigste automatisierte Lösung auf dem Schweizer Markt. Für rund CHF 90–95 pro Jahr auf CHF 10'000 investieren sie dein Geld in ein Portfolio aus ETFs — breit diversifiziert, automatisch rebalanciert, ohne dass du dich um die Details kümmern musst.

Der Vorteil: maximale Einfachheit bei minimalen Kosten. Der Nachteil: Du besitzt keine einzelnen Aktien, sondern Indexfonds, die den gesamten Markt abbilden — die besten Unternehmen genauso wie die schlechtesten. Es gibt keine aktive Selektion, keine Qualitätsfilter, keinen Menschen, der Anlageentscheidungen für dich trifft.

Ausserdem investiert bei keinem Robo-Advisor der Gründer sein eigenes Geld im selben Portfolio wie du. Die Interessen sind nicht deckungsgleich — der Anbieter verdient seine Gebühr unabhängig davon, ob dein Portfolio steigt oder fällt.

Für wen geeignet?

Wer rein passiv und möglichst günstig investieren möchte, ohne Anspruch auf aktive Aktienauswahl oder persönliche Betreuung. Ideal für Einsteiger, die den Marktdurchschnitt anstreben.


arvy: Professionell investieren ab CHF 84 pro Jahr

arvy liegt mit CHF 84 bis CHF 111 pro Jahr auf CHF 10'000 im selben Preisbereich wie ein Robo-Advisor — bietet aber ein fundamental anderes Produkt. Statt in passive Indexfonds zu investieren, wählt das arvy-Team gezielt Qualitätsunternehmen aus: Firmen mit starken Cashflows, wachsenden Dividenden, dominanten Marktpositionen und exzellenter Unternehmensführung.

In dieser Gebühr ist alles enthalten — ohne Ausnahme: professionelle Portfolioverwaltung, alle Transaktionskosten, Fremdwährungszuschläge, der Steuerauszug, und der Zugang zu sämtlichen Lerninhalten inklusive dem wöchentlichen Newsletter arvy's Weekly mit über 12'000 Lesern.

Was arvy von allen anderen Anbietern unterscheidet: Die drei Gründer — Florian, Patrick und Thierry — haben jeweils über CHF 100'000 im selben Portfolio investiert. Gleiche Gebühren, gleiche Rendite, gleiches Risiko. Kein anderer Anbieter in der Schweiz kann das von sich behaupten.

Was in der Gebühr enthalten ist

Verwaltungsgebühr: 0.69%–0.89% p.a. (sinkt durch Empfehlungen, ab 0.69%)
Produktkosten: 0.147%–0.22% p.a. (je nach Anlageprofil)
Stempelsteuer: 0%–0.102% p.a. (bei Schweizer Wertpapieren 0%)
Inklusive: Alle Transaktionen, Fremdwährungszuschläge, Depotgebühren, Steuerauszug, App mit Lerninhalten, wöchentlicher Newsletter.
Keine versteckten Kosten.Alle Details auf der Gebühren-Seite

Mehr über die Investmentphilosophie hinter arvy findest du im Owner's Manual. Warum die Gründer selbst investieren, erklärt der Artikel Skin in the Game.


Traditionelle Bank: Teuer und oft intransparent

Die traditionelle Bank — ob Raiffeisen, UBS, ZKB oder Credit Suisse — verlangt für ein vergleichbares Investment CHF 300 bis 400 pro Jahr auf CHF 10'000. Das ist 3–4x so viel wie bei arvy oder einem Robo-Advisor.

Woher kommt der Unterschied? Banken schichten die Kosten über mehrere Ebenen: eine Beratungsgebühr (oft 1–1.6%), Depotgebühren (CHF 50–100/Jahr), Produktkosten der hauseigenen Fonds (TER von 0.8–1.5%), und zusätzliche Transaktionskosten. Oft werden Kunden in hauseigene Fonds gelenkt, die höhere Margen für die Bank generieren — nicht weil sie besser für den Anleger sind.

Der Bankberater bekommt ein Gehalt und oft eine Provision — unabhängig davon, wie sich dein Portfolio entwickelt. Die Interessen sind strukturell nicht aufeinander abgestimmt.

Rechenbeispiel

Der Unterschied von CHF 343 (Bank) vs. CHF 84 (arvy) = CHF 259 pro Jahr. Über 20 Jahre sind das CHF 5'180 an Gebühren, die du mehr zahlst — auf nur CHF 10'000 Anlagesumme. Bei CHF 100'000 sind es über CHF 50'000. Geld, das in deinem Portfolio fehlt und nicht vom Zinseszins profitiert.


DIY-Plattform: Günstig nur auf dem Papier

Plattformen wie Swissquote, DEGIRO oder Interactive Brokers werben mit niedrigen Transaktionsgebühren. Auf den ersten Blick klingt das verlockend — doch die tatsächlichen Kosten sind oft deutlich höher als erwartet.

Bei Swissquote zahlst du CHF 630 pro Jahr auf CHF 10'000, wenn du ein aktives Portfolio mit 40 Transaktionen führst. Dazu kommen Depotgebühren (CHF 60/Jahr), der Steuerauszug (CHF 100), und Währungsumrechnungskosten bei jedem Kauf ausländischer Aktien.

Aber der grösste Kostenfaktor bei DIY ist unsichtbar: deine eigene Zeit und deine eigenen Fehler. Du musst selbst recherchieren, selbst handeln, selbst rebalancieren, und selbst die Disziplin aufbringen, bei Kursverlusten nicht in Panik zu verkaufen. Studien zeigen, dass der durchschnittliche Privatanleger durch emotionale Fehlentscheidungen jährlich 1.5–3% Rendite verliert — weit mehr als jede Gebühr. Mehr dazu: → Meistere deine Emotionen beim Investieren

Für wen geeignet?

Erfahrene Anleger, die Spass am Stockpicking haben, ihre eigenen Entscheidungen treffen wollen, und die Disziplin mitbringen, einen langfristigen Plan durchzuziehen — auch wenn es wehtut. Nicht geeignet für Einsteiger oder Menschen, die sich nicht regelmässig mit ihrem Portfolio beschäftigen wollen.

Du bist unsicher, welcher Weg zu dir passt? Unser ausführlicher Vergleich Investieren in der Schweiz 2026: Bank, Robo-Advisor oder arvy hilft dir bei der Entscheidung.


Die versteckten Kosten, über die niemand spricht

Die Gebühr, die auf dem Factsheet steht, ist selten die ganze Wahrheit. Hier sind die Kosten, die die meisten Anbieter nicht prominent kommunizieren:

Fremdwährungszuschläge

Jedes Mal, wenn du eine Aktie in USD oder EUR kaufst, rechnet dein Anbieter die Währung um — und verdient daran. Banken und Broker berechnen typischerweise 0.5–1.5% Aufschlag auf den Wechselkurs. Bei arvy sind Fremdwährungszuschläge in der Verwaltungsgebühr enthalten — keine zusätzlichen Kosten.

Stempelsteuer

Die Schweizer Stempelsteuer beträgt 0.075% auf inländische und 0.15% auf ausländische Wertpapiere — pro Transaktion. Bei einem Portfolio, das regelmässig handelt, summiert sich das. arvy weist die Stempelsteuer transparent aus: je nach Anlageprofil 0% bis 0.102% p.a.

Steuerauszug

Die meisten Broker berechnen CHF 50–100 für den jährlichen Steuerauszug. Bei arvy ist er in der Gebühr enthalten.

Deine eigene Zeit

Wenn du bei Swissquote selbst investierst, verbringst du Stunden mit Recherche, Orderaufgabe und Portfolioüberwachung. Zeit, die du alternativ für deine Karriere, deine Familie oder deine Hobbys nutzen könntest. Bei arvy und Robo-Advisors entfällt dieser Zeitaufwand — du richtest einen Dauerauftrag ein und lässt den Rest automatisch laufen.


Was Gebühren über 20 Jahre wirklich kosten

Gebühren wirken klein — 0.5% hier, 1% dort. Aber über Jahrzehnte fressen sie sich durch den Zinseszinseffekt tief in dein Vermögen. Hier ein konkretes Rechenbeispiel:

Annahme: CHF 10'000 Startkapital, CHF 500/Monat Sparrate, 7% durchschnittliche Jahresrendite, 20 Jahre Anlagehorizont.

Endvermögen nach 20 Jahren (nach Gebühren)

arvy (0.84–1.11% p.a. Gesamtkosten): ~CHF 238'000–244'000
Robo-Advisor (0.90% p.a.): ~CHF 241'000
Traditionelle Bank (3.43% p.a.): ~CHF 167'000
DIY-Plattform (wenn alles gut läuft, 0.63%): ~CHF 249'000

Der Unterschied zwischen arvy und der Bank: über CHF 70'000 — bei identischer Rendite vor Gebühren. Das ist der Preis der Bequemlichkeit bei der falschen Bank.

Probier es selbst mit unserem Investitionsrechner — schon kleine Unterschiede in den Gebühren machen über 20 Jahre einen gewaltigen Unterschied.


Fazit: Was zählt wirklich?

Die günstigste Option ist nicht immer die beste. Und die teuerste ist fast nie die beste. Was zählt, ist das Verhältnis von Kosten zu Leistung:

Ein Robo-Advisor für CHF 94/Jahr gibt dir passives Indexinvesting ohne menschliche Entscheidungen. Solide, günstig, langweilig — und für viele Anleger absolut ausreichend.

arvy für CHF 84–111/Jahr gibt dir professionelle Aktienauswahl durch ein CFA-Team, Gründer die neben dir investieren, und eine wöchentliche Investmentbildung, die dich zu einem besseren Anleger macht. Zum selben Preis wie ein Robo-Advisor.

Eine Bank für CHF 343/Jahr gibt dir einen Berater, der Provisionen verdient und hauseigene Produkte verkauft. Ohne Skin in the Game, ohne Transparenz über die wahren Kosten.

Swissquote für CHF 630/Jahr gibt dir maximale Freiheit — und maximales Risiko, teure Fehler zu machen.

Die Frage ist nicht „Was kostet es?" — die Frage ist „Was bekomme ich dafür?"

Bei arvy bekommst du professionelles Quality Investing, vollständige Transparenz und Gründer, die ihr eigenes Geld neben deinem investieren — zu einem Preis, der günstiger ist als die meisten Robo-Advisors. Das ist die Art von Vermögensverwaltung, die wir uns für uns selbst immer gewünscht haben. Und jetzt teilen wir sie mit dir.


Professionell investieren — ab CHF 1/Monat

Alles inklusive: Professionelle Aktienauswahl, Transaktionen, FX, Steuerauszug und wöchentliche Investment-Bildung. Erste 3 Monate 0% Verwaltungsgebühr.

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Dieser Artikel wurde von Team arvy verfasst und von Florian Jauch, CFA, geprüft. Zuletzt aktualisiert März 2026. Alle Gebührenangaben basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen der genannten Anbieter (Stand: März 2026) und beziehen sich auf ein Investment von CHF 10'000.

Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Anlageberatung dar. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter mit KAG-Lizenz. Impressum & Rechtliche Hinweise