Investieren in der Schweiz als Neuzuzüger: Der Schritt-für-Schritt-Guide


Ein Freund von mir ist für einen Job bei Google nach Zürich gezogen. Sechs Monate später lagen CHF 30'000 auf einem UBS-Sparkonto mit 0.75% Zins. Er wusste, dass er investieren sollte. Er wusste nur nicht, wo anfangen.
„Darf ich mit einer B-Bewilligung überhaupt investieren?" „Brauche ich einen Schweizer Broker?" „Werden Gewinne besteuert?" „Was wenn ich in drei Jahren weiterziehe?"
Alles berechtigte Fragen. Alle mit guten Antworten. Und alle überraschend einfach, wenn sie jemand klar auflistet.
Dieser Guide setzt voraus, dass du die Basics sortiert hast — Bankkonto, Krankenkasse, Säule 3a. (Falls nicht, starte mit unserem Finanz-Fahrplan fürs erste Jahr.) Dieser Artikel beginnt dort, wo der Fahrplan aufhört: Du hast Geld zum Investieren. Hier ist genau, wie.
Ja, du kannst in der Schweiz mit jeder Arbeitsbewilligung (B, C, L, G) frei investieren. Kapitalgewinne auf private Anlagen sind komplett steuerfrei. Du brauchst zuerst ein 3a-Konto (für Steuerersparnisse), dann einen Broker oder eine Investment-App für alles darüber hinaus. Die optimale Strategie: Core-Satellite — ein günstiger ETF als Fundament und arvy für Qualität und Bildung.
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Klären wir das sofort: Es gibt keine Einschränkungen für Finanzinvestitionen in der Schweiz basierend auf deinem Bewilligungstyp. Ob B, C, L oder G — du kannst frei Broker-Konten eröffnen, Aktien und ETFs kaufen, in Fonds investieren und in die Säule 3a einzahlen.
| Aktivität | B | C | L | G |
|---|---|---|---|---|
| Broker-Konto eröffnen | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Aktien & ETFs kaufen | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| In Fonds investieren | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Säule 3a einzahlen | ✅ | ✅ | ✅ | ⚠️ Eingeschränkt |
| Immobilien kaufen | ⚠️ Einschränkungen | ✅ | ❌ | ❌ |
Die einzige relevante Einschränkung betrifft Immobilien: B-Bewilligung nur Hauptwohnsitz (kein Anlageimmobilien), L-Bewilligung grundsätzlich kein Kauf möglich. Für Finanzanlagen — Aktien, ETFs, Fonds, Crypto — gibt es null Einschränkungen.
Das ist die Tatsache, bei der jedem Neuzuzüger die Augen aufgehen: Kapitalgewinne auf private Anlagen sind in der Schweiz komplett steuerfrei.
Du kaufst einen ETF für CHF 10'000. Er wächst auf CHF 15'000. Du verkaufst. Der CHF 5'000 Gewinn? Null Steuern. Keine Kapitalgewinnsteuer, keine Spekulationssteuer, keine Haltefrist. Das gilt für Aktien, ETFs, Fonds, Crypto — alles als Privatanleger.
Dividenden werden als Einkommen besteuert (zum steuerbaren Einkommen addiert). Die Schweizer Verrechnungssteuer von 35% wird an der Quelle abgezogen, ist aber über die Steuererklärung vollständig rückforderbar. Vermögenssteuer: Dein gesamtes Portfoliovermögen ist Teil deines steuerbaren Vermögens (typisch 0.1–0.5% pro Jahr je nach Kanton). Beide Kosten sind überschaubar und gleichen den massiven Vorteil steuerfreier Kapitalgewinne bei weitem nicht aus.
Zum Vergleich: In Deutschland zahlst du 26.375% auf diese CHF 5'000 Gewinn. In Grossbritannien 10–20%. In den USA 15–20%. Schweiz: 0%. Das macht die Schweiz zu einem der attraktivsten Orte der Welt, um langfristig Vermögen durch Investieren aufzubauen.
Du brauchst kein spezielles Konto und keinen steuerlichen Mantel. In der Schweiz ist jedes Depot steuerbegünstigt — weil Kapitalgewinne schlicht nicht besteuert werden.
Die meisten Neuzuzüger machen es falsch. Sie eröffnen ein Swissquote-Konto und kaufen einen zufälligen ETF, bevor sie überhaupt eine 3a eingerichtet haben. Hier ist die korrekte Reihenfolge:
CHF 15'000–25'000 auf einem Sparkonto. Nicht investiert. Dein Sicherheitsnetz für Jobverlust, medizinische Notfälle oder unerwartete Umzüge. Sobald voll: aufhören aufzustocken und weiter zu Schritt 2.
Jeder Franken ist steuerabzugsfähig. Bei 30% Grenzsteuersatz sind das ~CHF 2'200/Jahr sofortige Steuerersparnis. Investiere in Wertschriften (nicht Sparkonto) für langfristiges Wachstum. Das kommt immer vor freiem Investieren.
Wenn die 3a ausgeschöpft ist (~CHF 605/Monat), investiere alles andere. Hier passiert der eigentliche Vermögensaufbau — steuerfreie Kapitalgewinne, Compounding über Jahrzehnte, und die Freiheit zu wählen, was genau du besitzt.
Der optimale Ansatz: Core-Satellite (siehe unten).
Die Säule 3a gibt dir eine sofortige 25–35% „Rendite" durch Steuerersparnisse — bevor jede Marktrendite. Kein ETF und keine Aktie kann diese garantierte Rendite bieten. Maximiere immer zuerst die 3a. Ausnahme: wenn du innerhalb von 12 Monaten die Schweiz verlässt, überspringe die 3a und investiere frei (der Verwaltungsaufwand lohnt sich für ein Jahr nicht).
Für deine freien Investitionen (alles über die 3a hinaus) hast du drei Wege. Jeder hat Vor- und Nachteile:
| Ansatz | Was es ist | Kosten | Am besten für | Nachteil |
|---|---|---|---|---|
| DIY Swissquote, IBKR, Saxo | Du wählst selbst Aktien/ETFs über einen Broker | Tief (0.1–0.5% + Transaktionsgebühren) | Erfahrene Anleger die Recherche geniessen | Braucht Wissen, Disziplin und Zeit. Die meisten DIY-Anleger schneiden schlechter ab. |
| Robo-Advisor Viac Invest, findependent, True Wealth | Algorithmus investiert in ETFs für dich. Breite Marktexposition, automatisiert. | Tief (0.25–0.50%) | Hands-off-Anleger die den Marktdurchschnitt wollen | Du besitzt 1'500 Firmen und verstehst keine davon. Keine Bildung, keine Überzeugung bei Abschwüngen. |
| Quality Investing ⭐ arvy | ~30 handverlesene Qualitätsunternehmen. Gründer co-investieren. Wöchentliche Bildung. Sparplan, 3a und Kinderkonto verfügbar. | Moderat (0.84–1.11%) | Anleger die verstehen wollen, was sie besitzen und warum | Höhere Gebühren als passiver ETF. Konzentriertes Portfolio (30 vs. 1'500 Firmen). |
Was die meisten Guides dir nicht sagen: Du kannst arvy auf zwei Arten nutzen. Entweder als dein komplettes Investment-Setup (3a + Sparplan + Kinderkonto — alles unter einem Dach), oder als Qualitäts-Komponente (30–50%) neben einem ETF-Core. Beide Wege funktionieren.
Es gibt nicht den einen richtigen Ansatz. Es gibt zwei, die beide funktionieren — je nachdem wie du tickst:
Alles unter einem Dach. Deine Säule 3a bei arvy (5 Strategien von Flanieren bis Klettern), dein App-Sparplan bei arvy (ab CHF 100/Monat), dein Kinderkonto bei arvy. Gleiche ~30 Qualitätsunternehmen, gleiches Team, gleiche Philosophie. Ein Login, eine Ansprechperson, eine Strategie. Für alle, die Einfachheit und Fokus wollen.
arvy neben einem ETF-Core. 50–70% in einem breiten ETF (als stabiles Fundament), 30–50% in arvy (als Qualitäts-Beschleuniger und Bildungs-Tool). Core-Satellite ist die Standardstrategie von Pensionsfonds und Family Offices weltweit. Für alle, die maximale Diversifikation UND aktiv ausgewählte Qualität wollen.
Welcher Weg ist richtig für dich? Beide sind legitim. Der erste ist einfacher und fokussierter. Der zweite bietet maximale Diversifikation. Viele unserer Kunden starten mit 100% arvy und fügen später einen ETF-Core hinzu, wenn ihr Vermögen wächst.
Variante A — 100% arvy:
| Produkt | Monatlich | Anbieter | Zweck |
|---|---|---|---|
| arvy Säule 3a | CHF 605 | arvy | Steuerersparnis + Qualitätsaktien |
| arvy Sparplan | CHF 1'395 | arvy | Gleiche Strategie, ohne Beitragslimit |
| Total | CHF 2'000 |
Variante B — Core-Satellite:
| Produkt | Monatlich | Anbieter | Zweck |
|---|---|---|---|
| arvy Säule 3a | CHF 605 | arvy | Steuerersparnis + Qualitätsaktien |
| ETF Core | CHF 800 | findependent / True Wealth | Breite Marktexposition, günstig |
| arvy Sparplan | CHF 595 | arvy | Qualitätsaktien + Bildung + Co-Investment |
| Total | CHF 2'000 |
Nach 10 Jahren bei 7% durchschnittlicher Rendite werden diese CHF 2'000/Monat zu ca. CHF 350'000. Nach 20 Jahren: ~CHF 1'050'000. Berechne deine exakte Zahl: → Zinseszinsrechner
Mehr Szenarien mit verschiedenen Gehaltsstufen: → CHF 500 im Monat investieren: Die optimale Aufteilung
💡 Willst du verstehen, was du tatsächlich besitzen würdest? Lies eine Ausgabe von arvy's Weekly — ein Deep Dive in ein Qualitätsunternehmen, jeden Freitag, kostenlos. Dann entscheide, ob dieser Ansatz zu dir passt. → Kostenlos abonnieren
| Anbieter | Gesamtkosten | Max. Aktienquote | Ansatz |
|---|---|---|---|
| arvy ⭐ | 0.84–1.11% | 100% (Klettern) | Aktiv verwaltet — ~30 handverlesene Qualitätsunternehmen, 3 CFA-Charterholder, Gründer co-investieren sechsstellig |
| Finpension | 0.39% | 99% | Passiv, ETF-basiert |
| VIAC | 0.44% | 99% | Passiv, ETF-basiert |
| frankly (ZKB) | 0.45–0.48% | 95% | Passiv, ETF-basiert, bank-backed |
| Anbieter | Typ | Kosten | Am besten für |
|---|---|---|---|
| arvy ⭐ | Quality Investing (verwaltet) | 0.84–1.11% | Qualitätsaktien + Bildung + Co-Investment. Wöchentliche Analysen, 11 Rechner, Bookclub. Gründer investieren ihr eigenes Geld neben deinem. |
| findependent | Robo-Advisor (ETF) | 0.40–0.44% | Einfach, günstig, passiv |
| True Wealth | Robo-Advisor (ETF) | 0.25–0.50% | Passive ETF-Allokation |
| Viac Invest | Robo-Advisor (ETF) | 0.25% | Passive ETF-Allokation |
| Swissquote | DIY-Broker | CHF 9–29/Trade + Depotgebühr | Volle Kontrolle, Schweizer Sitz |
| Interactive Brokers | DIY-Broker | Sehr tief pro Trade | Erfahrene Anleger, globaler Zugang |
arvy ist weder ein klassischer Broker noch ein Robo-Advisor. Es ist eine Quality-Investing-App, bei der drei CFA-Charterholder ~30 Unternehmen anhand von Cashflows, Wettbewerbsvorteilen und Preissetzungsmacht auswählen — und ihr eigenes Geld (über CHF 100'000) im gleichen Portfolio investieren. Du bekommst Säule 3a, App-Sparplan, Kinderkonto und den Aktienfonds unter einem Dach. Plus: wöchentliche Analysen, 11 Rechner, einen Bookclub und eine komplette Bildungsbibliothek. Der Unterschied: du verstehst, was du besitzt. Und dieses Verständnis ist es, das dich investiert hält, wenn Märkte fallen.
Die Frage, die jeder investierende Neuzuzüger irgendwann stellt. Die gute Nachricht: deine Anlagen gehören dir, egal wo du wohnst.
| Anlagetyp | Was bei Wegzug passiert |
|---|---|
| Säule 3a | Bei definitivem Wegzug vollständig auszahlbar. Unterliegt Auszahlungssteuer (4–10% je nach Kanton). → 3a-Guide |
| Säule 2 (Pensionskasse) | Wird auf Freizügigkeitskonto übertragen. Auszahlbar nach Wegzug — Timing hängt vom Zielland ab (EU/EFTA: obligatorischer Teil ev. bis Pensionierung gesperrt). |
| ETF / Robo-Advisor | Bleibt dein. Die meisten Schweizer Robos verlangen Schweizer Wohnsitz — du musst ev. Positionen zu einem Broker transferieren der Non-Residents akzeptiert. |
| arvy Aktienfonds | Bleibt dein. Der arvy Aktienfonds (ISIN LI1306144786) ist ein in Liechtenstein domizilierter UCITS-Fonds — von überall haltbar über jeden Broker der ihn anbietet. Kein Schweizer Wohnsitz nötig. |
| Swissquote / IBKR | Konto behalten. Beide akzeptieren Non-Resident-Kunden. Positionen bleiben unberührt. |
Wenn du weisst, dass du die Schweiz irgendwann verlässt, ist der arvy Aktienfonds die sauberste Option für weiteres Investieren: global zugänglich, in CHF/USD/EUR denominiert, kein Schweizer Wohnsitz nötig. Du kannst mit der arvy App in der Schweiz starten und beim Wegzug nahtlos zum Halten des Fonds über deinen internationalen Broker wechseln. → arvy Aktienfonds
Komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung für deinen finanziellen Wegzug: → Wegzug aus der Schweiz? Deine komplette Finanz-Checkliste
Ja. Keinerlei Einschränkungen bei Finanzanlagen (Aktien, ETFs, Fonds, Crypto). Die einzige bewilligungsbasierte Einschränkung betrifft Immobilien: B-Bewilligung nur Hauptwohnsitz.
Kapitalgewinne auf private Anlagen: nein. Dividenden: ja (als Einkommen besteuert, aber Verrechnungssteuer rückforderbar). Vermögen: ja (Gesamtportfolio unterliegt kantonaler Vermögenssteuer, typisch 0.1–0.5%/Jahr). Nettoeffekt: Die Schweiz ist einer der steuereffizientesten Orte zum Investieren weltweit.
Beides funktioniert. Schweizer Broker (Swissquote) erleichtern die Steuererklärung — sie liefern Schweizer Steuerauszüge. Internationale Broker (Interactive Brokers) sind günstiger pro Trade und bieten breiteren Marktzugang. Bei Langzeit-Aufenthalt: Schweizer Broker für Einfachheit. Bei geplantem Wegzug: internationaler Broker für Portabilität.
Für die meisten Neuzuzüger: keine Einzelaktien. Ausser du hast echte Expertise und magst Recherche, wirst du underperformen. Die zwei besten Optionen: ein Robo-Advisor (ETF, passiv, günstig) oder arvy (Qualitätsaktien, verwaltet, bildend). Oder idealerweise: beides als Core-Satellite.
Nach Notfallreserve und 3a: alles was du kannst. Die Schweizer Durchschnitts-Sparquote liegt bei 19%. Bei CHF 10'000 brutto sind das ~CHF 1'900/Monat über die 3a hinaus. Aber selbst CHF 300/Monat werden in 10 Jahren zu über CHF 50'000. Anfangen zählt mehr als der Betrag. → CHF 500 im Monat investieren
Wenn du in CHF verdienst und ausgibst: investiere in CHF. Der Franken hat sich historisch gegenüber EUR, GBP und USD verstärkt. In CHF zu investieren bedeutet, dass dein Vermögen in der Währung wächst, die du tatsächlich nutzt. arvy und die meisten Schweizer Robos bieten CHF-denominierte Anlageklassen.
Ja. Du musst angeben: Gesamtwert deines Portfolios (für Vermögenssteuer), erhaltene Dividenden (als Einkommen), und Zinsen aus Sparkonten. Kapitalgewinne: nicht deklariert (steuerfrei). Dein Broker liefert einen jährlichen Steuerauszug. Bei Schweizer Brokern integriert sich das direkt in die Steuersoftware.
Robo-Advisors: ab CHF 1 (Viac Invest). arvy Sparplan: ab CHF 100/Monat. arvy Aktienfonds über Broker: ab ~CHF 11 pro Anteil. Swissquote: kein Minimum, aber Transaktionsgebühren machen es ab ~CHF 1'000 praktisch. Es gibt keine Ausrede, nicht anzufangen. → arvy Sparplan
Dieser Artikel wurde von Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft. Zuletzt aktualisiert März 2026.
Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Anlage- oder Steuerberatung dar. Steuerregeln hängen von deiner individuellen Situation, Kanton und Bewilligungstyp ab. Die Befreiung von Kapitalgewinnsteuern gilt für Privatanleger; professionelle Trader können anderen Regeln unterliegen. Die Erwähnung anderer Anbieter erfolgt zu Informationszwecken — arvy ist mit diesen nicht verbunden. Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter. Impressum & Rechtliche Hinweise