Krieg in der Ukraine. Konflikte im Nahen Osten. Spannungen zwischen den USA und China. Zölle, Sanktionen, Unsicherheit überall. Die Schlagzeilen klingen, als stünde die Welt am Abgrund — und dein Portfolio gleich mit.
Es ist völlig normal, in solchen Zeiten Angst zu empfinden. Die Frage „Soll ich alles verkaufen?" ist menschlich. Aber sie ist fast immer die falsche Reaktion. Denn die Geschichte zeigt — mit erstaunlicher Klarheit — dass Aktienmärkte jede geopolitische Krise der letzten 100 Jahre überstanden haben. Jede einzelne. Ohne Ausnahme.
Dieser Artikel liefert dir die Daten, die Perspektive und die konkreten Strategien, die du brauchst, um in turbulenten Zeiten nicht nur zu überleben — sondern zu profitieren.
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- Was die Daten wirklich sagen
- Börse und Krieg: 100 Jahre in Zahlen
- Die kontraintuitive Wahrheit: Börse steigt trotz Krieg
- Warum wir in Krisen falsch reagieren
- 3 Strategien für turbulente Zeiten
- Warum Qualitätsunternehmen Krisen überstehen
- Den VIX als Chance nutzen
- Was der Zweite Weltkrieg über heutige Märkte lehrt
- Fazit: Die Schildkröte gewinnt — auch im Sturm
- Häufige Fragen
Was die Daten wirklich sagen
Bevor wir über Emotionen sprechen, sprechen wir über Fakten. Die Zahlen sind eindeutig:
Eine Analyse von LPL Research, die 20 grosse militärische Konflikte seit dem Zweiten Weltkrieg untersuchte, zeigt: Der S&P 500 fiel nach dem initialen Schock im Durchschnitt um rund 5 %. Der Markt erreichte seinen Tiefpunkt typischerweise innerhalb von drei Wochen und brauchte durchschnittlich nur ein bis zwei Monate, um das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen — unabhängig davon, wie lange der Konflikt selbst dauerte.
Hartford Funds bestätigt: In den analysierten bewaffneten Konflikten seit dem Zweiten Weltkrieg war der S&P 500 nach 12 Monaten in rund 70 % der Fälle im Plus, mit einer durchschnittlichen Rendite im hohen einstelligen Bereich.
Die Botschaft ist klar: Kriege und Krisen sind furchtbar für die Menschheit. Aber für die Börse — wenn man in Jahrzehnten denkt statt in Tagen — sind sie vorübergehende Rücksetzer in einem langfristigen Aufwärtstrend.
Börse und Krieg: 100 Jahre in Zahlen
Die folgende Tabelle zeigt die S&P-500-Performance nach den grössten geopolitischen Schockereignissen der letzten 80+ Jahre. Die Daten stammen von Carson Research und umfassen 48 Einzelereignisse — von „Germany Invades France" (1940) bis „US Removes Maduro in Venezuela" (2026):
Die Kernerkenntnisse aus den Daten:
Nach 1 Monat: Der Markt war in 46,5 % der Fälle im Plus. Der durchschnittliche Rückgang betrug nur -0,9 %. Der Median lag bei -0,2 %. Die initiale Panik ist also oft kurzlebig.
Nach 3 Monaten: Bereits 66,7 % der Fälle zeigten positive Renditen. Der Durchschnitt lag bei +0,8 %. Die Erholung setzt in der Regel schneller ein, als die meisten Anleger erwarten.
Nach 6 Monaten: 61,9 % positiv, mit einem Durchschnitt von +3,4 %.
Nach 12 Monaten: 65 % positiv, mit einem Durchschnitt von +3,0 %. Und hier ist der entscheidende Punkt: Die drei Fälle mit den grössten 12-Monats-Verlusten — Deutschland marschiert in Frankreich ein (1940), Pearl Harbor (1941), Lehman Brothers (2008) — fielen alle mit einer gleichzeitigen Rezession zusammen. Ohne Rezession erholt sich der Markt fast immer.
Geopolitische Krisen allein reichen fast nie aus, um die Börse langfristig zu drücken. Was Märkte wirklich schadet, ist eine Kombination aus geopolitischem Schock UND wirtschaftlicher Rezession. Solange die Unternehmensgewinne wachsen und die Wirtschaft sich hält, erholen sich die Märkte — oft schneller als erwartet.
Die kontraintuitive Wahrheit: Börsen steigen trotz Krieg
Was die meisten Anleger überrascht: Aktienmärkte steigen oft während Kriegen, nicht erst danach. Die Erklärung liegt in der Vorwärtsorientierung der Börse — Märkte bewerten die Zukunft, nicht die Gegenwart.
Zwei besonders eindrückliche Beispiele aus der jüngsten Geschichte, die Invesco dokumentiert hat:
MSCI Poland Index seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine: Seit dem 24. Februar 2022 stieg der polnische Aktienmarkt um 155 % — das entspricht 26,3 % pro Jahr. Das Nachbarland des Kriegsgebiets hat eine der besten Börsenperformances weltweit geliefert.
MSCI Israel Index seit dem Hamas-Angriff: Seit dem 7. Oktober 2023 stieg der israelische Aktienmarkt um 113 % — 37,1 % pro Jahr. Ein Land im aktiven Konflikt, dessen Börse zu den Top-Performern gehört.
Das sind keine Ergebnisse, die irgendjemand in den ersten Tagen dieser Konflikte vorhergesagt hätte. Aber sie bestätigen das Muster: Märkte reagieren auf wirtschaftliche Fundamentaldaten, Unternehmensgewinne und Geldpolitik — nicht auf Schlagzeilen.
„Geopolitische Konflikte, so beunruhigend sie auch sein mögen, sollten langfristige Investmentpläne nicht verändern. Die Geschichte zeigt, dass andere Faktoren — Wirtschaftswachstum, Innovation und Geldpolitik — den Weg der Märkte bestimmen." Und wenn die Notenbanken die Zinsen senken (wie die Fed zuletzt 2025), ist das ein zusätzlicher Rückenwind für Aktien.
Warum wir in Krisen falsch reagieren
Wenn die Daten so klar sind, warum verkaufen dann trotzdem so viele Anleger in Panik? Die Antwort liegt nicht in der Logik, sondern in der Psychologie.
Loss Aversion: Der Schmerz eines Verlustes wiegt psychologisch etwa doppelt so schwer wie die Freude über einen gleich hohen Gewinn. Wenn dein Portfolio CHF 10'000 verliert, fühlt sich das doppelt so schlimm an wie die Freude, die du bei CHF 10'000 Gewinn empfunden hast. Das ist keine Schwäche — das ist menschliche Neurobiologie.
Availability Bias: Dramatische Nachrichten (Krieg, Crash, Panik) sind emotional präsenter als die stillen, langweiligen Monate, in denen der Markt stetig steigt. Du erinnerst dich an den Corona-Crash im März 2020. Du erinnerst dich nicht an die 47 Monate danach, in denen der S&P 500 sich mehr als verdoppelte.
Action Bias: In Krisenzeiten fühlt sich „nichts tun" falsch an. Wir haben das Gefühl, wir müssten etwas unternehmen — verkaufen, umschichten, absichern. Aber die Daten zeigen: Die beste Aktion ist fast immer keine Aktion.
Eine Visual-Capitalist-Analyse des S&P 500 (2003–2022) zeigt: USD 10'000 vollständig investiert wuchsen auf USD 64'844. Wer nur die 10 besten Börsentage verpasste — sieben davon fielen in Bärenmärkte wie 2008 und 2020 — hätte nur USD 29'708. Das ist ein Verlust von 54 %, nur weil man zum falschen Zeitpunkt nicht investiert war. Die besten Tage kommen fast immer direkt nach den schlimmsten. Wer verkauft, verpasst beides.
Mehr zur Psychologie des Investierens findest du in unserem Artikel Meistere deine Emotionen beim Investieren und in den Book-Club-Zusammenfassungen von The Psychology of Money und Thinking Fast and Slow.
Jeden Freitag ordnen wir die Märkte ein. arvy's Weekly analysiert eine Qualitätsaktie pro Woche — mit Charts, Fundamentaldaten und Einordnung. Gerade in turbulenten Zeiten hilft Wissen gegen Panik. → Kostenlos abonnieren (12'000+ Leser)
3 Strategien für turbulente Zeiten
Wir haben ausführlich über arvy's drei Kernprinzipien bei Volatilität geschrieben. Hier ist die Zusammenfassung — und warum jedes Prinzip gerade jetzt relevant ist:
Strategie 1: Wisse, was du besitzt — und warum
Peter Lynch sagte: „Know what you own and why you own it." Wenn du nicht in 30 Sekunden erklären kannst, warum ein Unternehmen in deinem Portfolio ist, solltest du es nicht besitzen — besonders nicht in einer Krise.
Bei arvy können Anleger in der App jedes Unternehmen im Portfolio einsehen — mit vollständiger Transparenz und klaren Erklärungen. Wenn du weisst, dass Ferrari nur 14'000 Autos pro Jahr produziert, eine Warteliste von Jahren hat und eine Netto-Marge von 23 % erzielt, dann weisst du auch: Ein Zollstreit zwischen den USA und China ändert daran nichts. Die Nachfrage nach Ferrari übersteigt das Angebot — in jeder Marktphase.
Dieses Verständnis ist dein Schutzschild gegen Panik. Wer weiss, was er besitzt, verkauft nicht in Angst.
Strategie 2: Einmalbetrag + Sparplan (Dollar-Cost-Averaging)
Der Heilige Gral des Investierens ist simpel: Investiere einen Einmalbetrag, dann ergänze jeden Monat per Dauerauftrag einen festen Betrag. In guten Zeiten profitiert dein Kapital. In schlechten Zeiten kaufst du günstiger ein.
Entscheidend: Den Sparplan weiterlaufen lassen — gerade in Krisen. Charlie Munger sagte: „The first rule of compounding: Never interrupt it unnecessarily." Wer in Panik verkauft und die besten Erholungstage verpasst, bezahlt einen enormen Preis.
Warren Buffett bringt es auf den Punkt: „Spare nicht, was nach dem Ausgeben übrig bleibt — gib aus, was nach dem Sparen übrig bleibt." Am 25. jedes Monats — direkt nach Gehaltseingang — fliesst das Geld per Dauerauftrag ins Depot. Vor den Rechnungen, vor dem Einkauf, vor allem anderen. So bezahlst du zuerst dein zukünftiges Ich.
Strategie 3: Grössere Einmalbeträge bei starken Rücksetzern
Alle 5–7 Jahre fällt der S&P 500 um 20–30 % oder mehr. Das sind die Momente, in denen langfristige Investoren ihr Vermögen aufbauen — nicht trotz der Krise, sondern wegen der Krise.
Konkret: Wenn der Markt 10 % unter seinem Höchststand liegt, erhöhe deinen Sparplan oder investiere einen zusätzlichen Einmalbetrag. Bei 20 % Rückgang: investiere mehr. Bei 30 %: noch mehr. Nicht alles auf einmal — gestaffelt, diszipliniert, emotionslos.
Bei jedem grossen Krieg — Vietnam, Golfkrieg, Afghanistan, Irak, Krim — war der Markt 12 Monate nach Beginn des Konflikts in der Mehrzahl der Fälle höher. Das Muster heisst nicht „Kriege sind gut für die Börse." Es heisst: Märkte erholen sich, weil Unternehmen sich anpassen, innovieren und wachsen — trotz allem. Und die Anleger, die während der Panik investiert haben, profitieren am meisten von der Erholung.
Wie das alles im Detail funktioniert, zeigen wir im Artikel Volatilität am Aktienmarkt: arvy's 3 Grundprinzipien — inklusive konkreter Chart-Beispiele mit dem arvy-Portfolio.
Warum Qualitätsunternehmen Krisen überstehen
Nicht alle Aktien sind gleich. In Krisenzeiten trennt sich die Spreu vom Weizen — und genau hier zeigt sich der Vorteil von Quality Investing.
Qualitätsunternehmen zeichnen sich durch starke Cashflows, geringe Verschuldung, dominante Marktpositionen und Preissetzungsmacht aus. Sie können Krisen nicht nur überstehen, sondern sogar gestärkt daraus hervorgehen — weil schwächere Konkurrenten aufgeben, während die Starken Marktanteile gewinnen.
Einige Beispiele aus dem arvy-Portfolio:
Visa: Verdient an jeder Kartentransaktion weltweit. Solange Menschen bezahlen — in guten wie in schlechten Zeiten — verdient Visa. Das Geschäftsmodell ist krisenresistent, weil es an Volumen gebunden ist, nicht an Wirtschaftswachstum allein. Während der Corona-Krise 2020 erholte sich die Visa-Aktie innerhalb von 5 Monaten vollständig.
Microsoft: Cloud-Computing, Unternehmenssoftware und AI sind nicht optional — sie sind Infrastruktur. Unternehmen kündigen in einer Krise ihre Azure-Verträge nicht. Das macht Microsoft zu einem „must-have", nicht zu einem „nice-to-have". Der Umsatz stieg sogar während der Corona-Pandemie, als Unternehmen ihre Digitalisierung beschleunigten.
Wir investieren in Unternehmen, die auf kurze Sicht „langweilig" wirken — aber durch ihre Beständigkeit langfristig den Grossteil der Marktteilnehmer hinter sich lassen. Und die arvy-Gründer investieren über CHF 100'000 ihres eigenen Geldes im selben Portfolio. Gleiche Gebühren, gleiche Rendite, gleiches Risiko. Wenn wir bei Korrekturen investiert bleiben, kannst du es auch. → Skin in the Game: Warum wir selbst investieren
Den VIX als Chance nutzen: Wenn die Angst am grössten ist
Der VIX — auch „Angstbarometer" genannt — misst die erwartete Volatilität des S&P 500 in den nächsten 30 Tagen. Wenn der VIX hoch ist, ist die Angst gross. Und genau dann entstehen die besten Kaufgelegenheiten.
Die Logik dahinter: Ein hoher VIX bedeutet, dass die Mehrheit der Marktteilnehmer in Panik ist. Die Kurse sind bereits stark gefallen. Die schlechten Nachrichten sind eingepreist. Und historisch gesehen folgen auf VIX-Spitzen überdurchschnittlich starke Erholungsphasen.
Eine Invesco-Analyse des Geopolitischen Risiko-Index zeigt: In 11 historischen Fällen, in denen der Index seinen Höchststand erreichte, war der S&P 500 im darauffolgenden Jahr in der Mehrzahl der Fälle deutlich höher. Die Schlussfolgerung: Peak-Angst ist fast immer ein besserer Kaufzeitpunkt als Peak-Euphorie.
Das bedeutet nicht, blind in fallende Kurse zu investieren. Es bedeutet: Wenn du einen Sparplan hast, der automatisch jeden Monat investiert, kaufst du in Angstphasen automatisch mehr Anteile zu niedrigeren Preisen. Der Dauerauftrag ist dein bester Freund, wenn der VIX explodiert — er investiert emotionslos, automatisch und diszipliniert, genau dann, wenn du es manuell nicht über dich bringen würdest.
Was der Zweite Weltkrieg über heutige Märkte lehrt
Wenn es einen ultimativen Stresstest für Aktienmärkte gibt, dann ist es der Zweite Weltkrieg. Die Welt stand am Abgrund — und die Börse?
Der S&P 500 erreichte seinen Tiefpunkt im Juni 1942 — mitten im Krieg, als der Ausgang noch völlig offen war. Von diesem Punkt an stieg er stetig, während der Krieg noch drei weitere Jahre tobte. Die Börse hat den Krieg nicht „abgewartet". Sie hat die Erholung vorweggenommen, lange bevor der letzte Schuss gefallen war.
Die Lektion für heute: Wenn der Markt selbst den Zweiten Weltkrieg überstanden hat — und während des Krieges seinen Tiefpunkt gefunden hat, nicht danach — dann wird er auch die aktuellen geopolitischen Spannungen überstehen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann — und ob du zu diesem Zeitpunkt investiert bist.
Fazit: Die Schildkröte gewinnt — auch im Sturm
Fassen wir zusammen, was 100 Jahre Börsengeschichte uns lehren:
Geopolitische Krisen sind vorübergehend. Langfristiges Wirtschaftswachstum ist es nicht. Seit 1928 hat der S&P 500 zwei Weltkriege, den Kalten Krieg, Vietnam, den Golfkrieg, 9/11, die Finanzkrise, Corona und den Ukraine-Krieg überstanden. Jedes Mal erholte sich der Markt. Jedes einzelne Mal.
Panikverkäufe sind die teuerste Entscheidung, die du treffen kannst. Wer die 10 besten Börsentage in 20 Jahren verpasst, halbiert seine Rendite. Und die besten Tage kommen fast immer während oder direkt nach den schlimmsten.
Qualitätsunternehmen überstehen Krisen — und profitieren davon. Nestlé, Visa, Microsoft — sie verkaufen Produkte, die Menschen in jeder Marktphase brauchen. Ein Portfolio aus solchen Unternehmen gibt dir die Zuversicht, auch bei -20 % investiert zu bleiben.
Der Sparplan ist dein stärkster Verbündeter. Automatisiertes Investieren per Dauerauftrag entfernt die Emotion aus der Gleichung. Du kaufst in guten Zeiten, du kaufst in schlechten Zeiten — und über 20 Jahre baut sich ein Vermögen auf, das Krisen nicht fürchtet.
„Der Aktienmarkt ist ein Instrument, das Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen transferiert." — Warren Buffett
Die Welt wird immer Krisen haben. Es wird immer Kriege geben, politische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit. Die Frage ist nicht, ob die nächste Krise kommt — sondern ob du vorbereitet bist. Mit einem klaren Plan, einem Portfolio aus Qualitätsunternehmen und der Disziplin, investiert zu bleiben, bist du es.
Häufige Fragen: Investieren in Krisenzeiten
Soll ich meine Aktien verkaufen, wenn ein Krieg ausbricht?
Nein. Historisch gesehen war der S&P 500 nach 12 Monaten in 70 % der Fälle höher als vor dem Krisenbeginn. Der durchschnittliche Rückgang nach geopolitischen Schocks beträgt nur etwa 5 %, und die Erholung erfolgt typischerweise innerhalb von 1–2 Monaten. Panikverkäufe realisieren Verluste und verhindern, dass du von der Erholung profitierst.
Wie reagiert die Börse auf geopolitische Krisen?
Kurzfristig fallen die Kurse — im Durchschnitt um 5–6 %. Aber die Erholung setzt schnell ein: In 19 von 20 analysierten Konflikten seit dem Zweiten Weltkrieg kehrte der Markt innerhalb von durchschnittlich 28 Tagen auf das Vorkrisenniveau zurück. Langfristig bestimmen Unternehmensgewinne, Innovation und Geldpolitik die Marktentwicklung — nicht geopolitische Schlagzeilen.
Was ist die beste Strategie in unsicheren Zeiten?
Investiert bleiben und den Sparplan weiterlaufen lassen. Dollar-Cost-Averaging (DCA) ist in Krisenzeiten besonders wirksam, weil du automatisch mehr Anteile zu niedrigeren Preisen kaufst. Ergänze bei starken Rücksetzern (10–30 % unter dem Höchststand) mit zusätzlichen Einmalbeträgen. Und investiere in Qualitätsunternehmen, die du verstehst — „Know what you own and why you own it."
Sind wir gerade in einem Bärenmarkt?
Ein Bärenmarkt beginnt technisch bei einem Rückgang von 20 % oder mehr vom Höchststand. Solche Phasen treten im Durchschnitt alle 7 Jahre auf. Die gute Nachricht: Über die letzten 200 Jahre hat sich der Markt nach jedem Bärenmarkt erholt — ausnahmslos. Die Frage ist nicht, ob der Markt sich erholt, sondern ob du zu diesem Zeitpunkt investiert bist.
Wie kann ich als Anfänger in Krisenzeiten investieren?
Starte mit einem kleinen, regelmässigen Betrag — bei arvy ab CHF 1/Monat. Richte einen Dauerauftrag ein, der automatisch nach Gehaltseingang investiert. Lies arvy's Weekly, um die Unternehmen im Portfolio zu verstehen. Und erinnere dich: Gerade weil die Kurse gerade niedriger sind, kaufst du günstiger ein als in Boom-Zeiten. Der beste Zeitpunkt zu investieren war gestern. Der zweitbeste ist heute.
In turbulenten Zeiten: investiert bleiben
Ein arvy-Sparplan investiert automatisch — egal was die Schlagzeilen sagen. Qualitätsunternehmen, FINMA-reguliert, Gründer die neben dir investieren. Ab CHF 1/Monat.
Sparplan einrichtenErst informieren: Weekly by arvy abonnieren (kostenlos) →
Dieser Artikel wurde von Thierry Borgeat, CFA & Co-Founder, verfasst und von Florian Jauch, CFA, geprüft. Zuletzt aktualisiert März 2026. Alle historischen Daten basieren auf öffentlich verfügbaren Quellen: Carson Investment Research, First Trust, RBC Wealth Management, LPL Research, Hartford Funds, Visual Capitalist, Invesco, IMF Global Financial Stability Report. Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
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