Kinderkonto Schweiz 2026: Der ehrliche Vergleich

Februar 15, 2026 18 Minuten Lesezeit
Kinderkonto Schweiz 2026: Der ehrliche Vergleich | arvy

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Kinderkonto Schweiz 2026: Der ehrliche Vergleich

arvy vs. findependent vs. True Wealth vs. Finpension vs. Viac vs. Inyova vs. UBS

Von Thierry Borgeat · März 2026 · 16 Minuten Lesezeit

Als mein Sohn geboren wurde, sass ich um 2 Uhr nachts im Spital und scrollte durch Vergleichsportale. Die Frage war nicht ob ich für ihn investieren würde — das stand fest. Die Frage war wo. Und ich realisierte: Kein einziger Vergleich gab mir das vollständige Bild. Jeder hatte Skin in the Game — Affiliate-Links, Sponsorings, eigene Produkte — aber keiner war ehrlich darüber.

Dieser Vergleich ist anders. Wir sind arvy — und ja, wir sind einer der Anbieter. Das sagen wir dir direkt. Aber wir sagen dir auch, wo andere besser sind. Denn die Wahrheit, die niemand gern ausspricht: Es gibt nicht das eine beste Kinderkonto. Es gibt das beste für deine spezifische Situation. Und die hängt davon ab, was dir wichtiger ist — die tiefsten Gebühren, die höchste Kontrolle, die rechtliche Absicherung oder das Verständnis für das, was deinem Kind gehört.

Heute investiere ich jeden Monat CHF 50 für meinen Sohn bei arvy — dazu kommen Beiträge von Grosseltern und Extrazahlungen an Geburtstagen, Weihnachten oder speziellen Anlässen. Nicht weil arvy perfekt ist, sondern weil ich an Quality Investing glaube und weil ich jede einzelne Firma verstehen will, die für ihn arbeitet. Mein Co-Founder Patrick macht dasselbe. Zusammen haben wir über CHF 100'000 unseres eigenen Geldes im gleichen Portfolio wie eure Kinder. Das ist unser Commitment. Und jede Woche schicken wir unseren 12'000 Lesern eine Analyse einer Firma aus dem Portfolio — damit du verstehst, woran dein Kind beteiligt ist, und damit du eines Tages deinem Kind erklären kannst, warum Visa oder LVMH für es arbeiten.

Aber vielleicht bist du anders. Vielleicht willst du die absolut günstigsten Gebühren und glaubst, dass der breite Markt sowieso nicht zu schlagen ist — dann ist Finpension oder findependent dein Weg. Vielleicht willst du, dass das Geld rechtlich deinem Kind gehört und vor Gläubigern geschützt ist — dann schau dir True Wealth an. Vielleicht ist dir Nachhaltigkeit wichtiger als jede Rendite-Optimierung — dann gehört Inyova auf deine Shortlist. Oder du bist UBS-Kunde und willst alles unter einem Dach. Alles berechtigt. Genau dafür ist dieser Vergleich.

Offenlegung

arvy ist einer der Anbieter in diesem Vergleich. Wir haben unser Bestes getan, alle Optionen fair und korrekt darzustellen. Gebühren und Funktionen basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen per März 2026. Wir erhalten keine Affiliate-Provisionen von anderen Anbietern. Wir empfehlen, direkt bei jedem Anbieter zu prüfen bevor du dich entscheidest.


Kinderkonto vs. Kinderdepot — was ist der Unterschied?

Bevor wir vergleichen, eine wichtige Unterscheidung die viele Eltern verwirrt: Ein Kinderkonto ist ein klassisches Sparkonto bei einer Bank — Raiffeisen, PostFinance, ZKB. Dein Kind bekommt eine Karte, vielleicht ein Sparschwein-Motiv, und das Geld liegt auf dem Konto. Der Zins? Aktuell praktisch 0%. Klingt sicher. Ist es auch — sicher, dass du Geld verlierst. Denn die Inflation in der Schweiz lag über die letzten 20 Jahre bei durchschnittlich 1–1.5% pro Jahr. Dein Geld wird also jedes Jahr real weniger wert. Auf einem Sparkonto verlierst du garantiert — langsam, leise, aber sicher.

Ein Kinderdepot (auch Kinderportfolio genannt) ist etwas völlig anderes: Hier wird das Geld in Aktien, ETFs oder Fonds investiert. Ja, die Schwankungen sind höher — das Portfolio kann in einem schlechten Jahr 20% verlieren. Aber hier kommt der entscheidende Faktor ins Spiel: der Zeithorizont deines Kindes.

Ein Kind, das heute geboren wird, hat einen Anlagehorizont von 18 Jahren — oder sogar 65+, wenn das Geld bis zur Pension investiert bleibt. Über so lange Zeiträume zeigt die Geschichte klar: Breit investierte Aktienportfolios erzielen durchschnittlich 6–8% pro Jahr. Jede Krise — Dotcom, Finanzkrise, Covid — wurde über Zeiträume von 10+ Jahren vollständig kompensiert. Wenn du investierst, kannst du kurzfristig verlieren. Wenn du nicht investierst, hast du bereits verloren — durch die Inflation, die dein Geld jedes Jahr auffrisst.

Rechenbeispiel

CHF 200 pro Monat über 18 Jahre:
Sparkonto (0% Zins): CHF 43'200 — kein Wachstum, und nach Inflation (Ø ~1.5%) real nur noch ~CHF 38'500 wert.
Kinderdepot (7% Rendite): ~CHF 87'000 — davon CHF 43'800 Rendite.

Die Differenz? Fast CHF 49'000. Auf dem Sparkonto verlierst du kaufkraftbereinigt CHF 4'700. Im Depot gewinnst du CHF 43'800. Das sind zwei komplett verschiedene Welten — und der einzige Unterschied ist die Entscheidung, die du heute triffst.

Deshalb fokussiert dieser Vergleich auf Kinderdepots — also Anbieter, die das Geld deines Kindes tatsächlich investieren. Klassische Kinderkonten (PostFinance, Raiffeisen, ZKB) behandeln wir am Ende kurz, aber für den langfristigen Vermögensaufbau über 10+ Jahre sind sie unserer Meinung nach die falsche Wahl.

Noch ein Gedanke dazu: Ein Kinderdepot hat neben der Rendite einen zweiten, oft unterschätzten Vorteil — Finanzbildung. Wenn dein Kind mit 16 sieht, dass sein Portfolio einmal um 15% gefallen und dann wieder gestiegen ist, lernt es mehr über Geld, Geduld und Märkte als in jedem Schulbuch. Und genau diese Erfahrung kann später den Unterschied machen zwischen jemandem, der in Panik verkauft, und jemandem, der ruhig bleibt und langfristig denkt.


Der Vergleich auf einen Blick

Sieben Kinderdepots im direkten Vergleich — von Quality Investing über passive ETFs bis zur Grossbank. Alle Gebühren inklusive Verwaltung, Produktkosten und Transaktionskosten wo zutreffend.

Merkmal arvy findependent True Wealth Finpension Viac Invest Inyova UBS key4
Anlageansatz ~30 Qualitäts­aktien, aktiv selektiert ETFs, passiv Index ETFs, passiv Index ETFs / Index­fonds, passiv Indexfonds (VIAC Fonds), passiv Einzelaktien, Impact Investing UBS-Fonds (aktiv + passiv)
Konto­inhaber Elternteil Elternteil Kind (gebunden) Elternteil Elternteil Elternteil Kind
Mit 18 Du entscheidest wann übergeben Du entscheidest wann übergeben Automatische Übertragung Du entscheidest wann übergeben Du entscheidest wann übergeben Du entscheidest wann übergeben Automatische Übertragung
All-in Gebühren (fast immer noch + TER, FX und Stempelgebühren, ca. 0.2 bis 0.4%) 0.84–1.11% (inkl. TER, FX) 0.40–0.44% 0.40–0.75% ab 0.39% ~0.45–0.52% 0.6–1.2% ~0.70–1.20%
Minimum CHF 50/Monat CHF 500 CHF 1'000 CHF 1 CHF 1 CHF 2'000 Kein Minimum
Max. Aktien­quote 99% 98% 96% 99% 99% 100% ~85%
Grosseltern können beitragen Ja (Überweisung) Ja Ja (mit Spender­name) Ja Ja Nein (nur Kontoinhaber) Ja
Nachhaltig­keits­option Ja (Quality-Fokus = automatisch starker ESG-Fokus) Ja Ja Ja Ja Ja (Kernfokus) Ja
Gründer co-investieren Ja — CHF 100k+ Nein Nein Nein Nein Nein Nein
Wöchentliche Bildung Ja — 12'000+ Leser Blog Blog Blog Blog Blog Gelegentlich
Zweisprachig (DE+EN) Ja — vollständig DE + wenig EN DE + EN DE + FR DE + FR + EN DE + EN DE + FR + EN + IT

Gebühren per März 2026. All-in-Gebühren inkl. Verwaltung, Produktkosten und Transaktionsgebühren wo zutreffend. Direkt beim Anbieter prüfen für aktuellste Informationen.


Jeder Anbieter im Detail

findependent — Passiver ETF

Am besten für: Kostenbewusste Eltern die einfaches, passives Investieren wollen

findependent lässt dich ein «Kinderziel» innerhalb deines eigenen Kontos erstellen. Das Geld wird in ETFs investiert — breit diversifiziert über tausende Firmen, günstig, automatisiert. Die App ist schlank und die Gebühren gehören zu den tiefsten am Markt. Seit 2023 gibt es die dedizierte Kinderfunktion, was findependent zu einem der Pioniere im Schweizer Markt macht.

Gebühren: 0.40–0.44% all-in. Die ersten CHF 2'000 sind gebührenfrei. Damit einer der günstigsten Anbieter.

Eigentum: Dein Name. Du entscheidest wann übergeben.

Warum findependent: Tiefe Gebühren mit dedizierter Kinderfunktion. Einfache App. Schweizer Sitz. Ideal für Eltern die «set and forget» wollen.

Warum nicht: Keine Unternehmensanalysen, keine Bildungsinhalte. Du besitzt über 1'500 Firmen via ETFs und verstehst keine davon im Detail. Wenig Englisch.

True Wealth — Passiver ETF (Name des Kindes)

Am besten für: Eltern die rechtlich geschütztes Vermögen auf den Namen des Kindes wollen

True Wealth ist der einzige Robo-Advisor, bei dem das Portfolio von Anfang an rechtlich dem Kind gehört. Das Geld ist sogenanntes «gebundenes Kindesvermögen» — geschützt vor elterlichen Gläubigern, geschützt bei Scheidung. Mit 18 wird das Konto automatisch in ein Erwachsenenkonto umgewandelt, ohne Verkauf oder Transfer. Grosseltern und Götti/Gotte können mit angezeigtem Namen beitragen. Und das Kind kann sogar ein eigenes Login erhalten, um sein Portfolio zu verfolgen und Strategievorschläge zu machen — die Eltern behalten das letzte Wort.

Gebühren: 0.40–0.75% je nach Volumen und Strategie. Ab CHF 500'000 Familienvolumen gibt es Rabattstufen.

Eigentum: Name des Kindes (gebundenes Kindesvermögen). Saldierungen müssen wieder auf ein Konto für gebundenes Kindesvermögen überwiesen werden.

Warum True Wealth: Rechtliche Sicherheit. Familienmitglieder können sichtbar beitragen. Eigenes Login für das Kind. Nachhaltigkeitsoption.

Warum nicht: CHF 1'000 Minimum. Du verlierst mit 18 die Kontrolle — das Geld gehört dann vollständig deinem Kind. Keine Bildungsinhalte über Blog hinaus.

Finpension Invest — Passiver ETF / Indexfonds

Am besten für: Gebühren-Minimierer die alles an einem Ort wollen

Finpension bietet die tiefsten Gebühren im Markt. Die Kinderfunktion ist ein separates Portfolio innerhalb deines Elternkontos — du kannst dem Portfolio den Namen deines Kindes geben. Bis 99% Aktienquote. Besonders spannend für Eltern, die bereits Säule 3a oder Freizügigkeit bei Finpension haben: alles an einem Ort. Finpension nutzt irische ETFs für US-Aktien, was einen Quellensteuer-Vorteil gegenüber Anbietern mit Schweizer Fonds bringt (15% statt 30% auf US-Dividenden). Mit DA-1-Reporting lässt sich das sogar auf 0% reduzieren — ein echtes Plus für Langfrist-Investoren.

Gebühren: Ab 0.39% all-in. Das Günstigste am Markt. Die exakten Kosten variieren leicht je nach Strategie und Produktkosten.

Eigentum: Dein Name. Du entscheidest wann übergeben.

Warum Finpension: Absolut tiefste Gebühren. Quellensteuer-Vorteil bei US-Aktien. Hohe Aktienquote (99%). 3a, Freizügigkeit und Invest unter einem Dach.

Warum nicht: Keine dedizierte Kinder-UX — es ist einfach ein Portfolio mit Label. Kein Englisch. Keine Bildung. Kein Co-Investment.

Viac Invest — Indexfonds (VIAC Fonds)

Am besten für: Eltern die bereits Viac für 3a nutzen und eine saubere All-in-Gebühr wollen

Viac ist bekannt aus der Säule 3a und bietet seit 2024 auch «Viac Invest» für freies Vermögen an — inklusive «Geschenkportfolio»-Funktion für Kinder. Die Besonderheit: Viac nutzt eigene Indexfonds statt ETFs, wodurch keine Stempelsteuer und keine Fremdwährungskosten anfallen. Die Gebührenstruktur ist transparent und einfach. Du kannst bis zu 10 Portfolios eröffnen — eines davon für dein Kind.

Gebühren: 0.25% Verwaltung + ~0.20% Produktkosten = total ~0.45–0.52% je nach Strategie. Keine Depot-, Transaktions- oder Fremdwährungsgebühren. Steuerauszug gratis.

Eigentum: Dein Name. Du entscheidest wann übergeben.

Warum Viac: Saubere All-in-Struktur ohne versteckte Kosten. Keine Stempelsteuer. Starke App. Bereits bekannt aus der Vorsorgewelt.

Warum nicht: Relativ hoher Home Bias (40% Schweiz in der Global-Strategie). Noch junges Invest-Produkt. Keine Bildung. Quellensteuer-Nachteil bei US-Aktien gegenüber Finpension (30% vs. 15%).

Inyova — Nachhaltiges Impact Investing

Am besten für: Eltern denen Nachhaltigkeit das Wichtigste ist

Inyova investiert nicht in ETFs, sondern direkt in Einzelaktien — ausgewählt nach strengen Nachhaltigkeitskriterien. Du besitzt die Firmen direkt und kannst mitbestimmen, in welche Branchen und Themen investiert wird. Für Eltern, die nicht in fossile Energien oder Waffenindustrie investieren wollen, ist Inyova die konsequenteste Option. Allerdings: Das Kinderkonto funktioniert über dein Elternkonto, und bei Volljährigkeit muss das Depot saldiert und über Umwege neu eröffnet werden — ein Nachteil gegenüber True Wealth.

Gebühren: 0.6–1.2% je nach Volumen. Wird günstiger ab CHF 50'000 kumuliert über alle Depots.

Eigentum: Dein Name. Übergabe erfordert Saldierung und Neuüberweisung.

Warum Inyova: Konsequentestes Nachhaltigkeitskonzept. Du siehst jede einzelne Aktie. Stimmrechte inklusive.

Warum nicht: CHF 2'000 Mindesteinlage. Höhere Gebühren als passive Anbieter. Umständlicher Transfer mit 18. Grosseltern können nicht direkt beitragen.

UBS key4 smart investing — Bank

Am besten für: UBS-Kunden die alles in einer Bankbeziehung wollen

UBS bietet key4 smart investing für Minderjährige zu 50% der Erwachsenengebühr an. Konto läuft auf den Namen des Kindes. Breite UBS-Fondsauswahl. Ein Vorteil für Familien, die bereits bei UBS sind: alles in einer Beziehung. Aber die Fondskosten kommen zur Verwaltungsgebühr hinzu, was die Totalkosten deutlich über die Fintechs hebt. Und bei 18 gehört das Konto dem Kind — ob es bereit ist oder nicht.

Gebühren: 0.45% Verwaltung + Fondskosten (total geschätzt ~0.70–1.20%).

Eigentum: Name des Kindes. Automatische Übertragung mit 18.

Warum UBS: Du bist bereits UBS-Kunde. Du willst eine Grossbank, kein Fintech. Du willst mehrsprachigen Support und persönliche Beratung.

Warum nicht: Höchste Totalkosten im Vergleich. UBS-Beziehung nötig. Max. Aktienquote tiefer (~85%). Keine Kontrolle nach 18.


Was kosten dich die Gebühren über 18 Jahre wirklich?

Gebühren klingen klein — 0.39% hier, 0.84% dort. Aber aufgepasst: Die meisten Anbieter zeigen dir nicht die vollständigen Kosten. Zur Verwaltungsgebühr kommen bei ETF- und Indexfonds-Anbietern noch die TER-Kosten (Total Expense Ratio) der eingesetzten Produkte hinzu — typischerweise 0.20–0.25%. Bei arvy ist die TER bereits in der Gebühr enthalten. Vergleichen wir also Äpfel mit Äpfeln:

Szenario: CHF 200/Monat über 18 Jahre (TER-bereinigt)

Finpension (0.39% + ~0.22% TER = ~0.61%, 7% brutto)CHF 78'500
findependent (0.40% + ~0.22% TER = ~0.62%, 7% brutto)CHF 78'300
Viac (0.25% + ~0.20% TER = ~0.45%, 7% brutto)CHF 80'800
True Wealth (0.50% + ~0.22% TER = ~0.72%, 7% brutto)CHF 77'000
arvy (0.89% all-in inkl. TER, 7% brutto)CHF 74'800
arvy (0.89% all-in inkl. TER, 8% brutto)*CHF 82'500
UBS key4 (~1.0% + Fondskosten, 7% brutto)CHF 73'000

*Quality-Investing-Portfolios haben historisch 1–3% p.a. Überrendite gegenüber dem breiten Markt erzielt. Das ist keine Garantie für die Zukunft, aber die Basis der arvy-These. Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Berechnung vereinfacht, ohne Steuern und Inflation.

Die Botschaft: Wenn man die TER korrekt einrechnet, schrumpft der Gebührenunterschied zwischen passiven Anbietern und arvy deutlich. Der reale Unterschied zwischen findependent (0.62% all-in) und arvy (0.89% all-in) sind ~0.27% — nicht die 0.45%, die auf den ersten Blick erscheinen.

Aber hier ist der Faktor, den die meisten Vergleiche komplett ignorieren: die Kosten deiner eigenen Emotionen. Studien von JP Morgan und Vanguard zeigen, dass der durchschnittliche Anleger durch emotionale Fehler — Panikverkäufe, Market Timing, zu lange in Cash — bis zu 3% Rendite pro Jahr verliert. Das ist mehr als jede Verwaltungsgebühr. arvy's wöchentliche Analysen, Bildungsinhalte und persönliche Begleitung sind genau dafür gebaut: dich davon abzuhalten, im nächsten Crash zu verkaufen. Wenn du mehr weisst, machst du bessere Entscheidungen. Und bessere Entscheidungen machen das Investieren einfacher — für dich und dein Kind.

Bei arvy argumentieren wir, dass Quality Investing diesen Gebührenunterschied durch höhere Renditen kompensieren kann — und dass Bildung die teuerste unsichtbare Gebühr (Emotionen) eliminiert. Aber wir sind ehrlich: Das ist eine These, keine Garantie. Wer rein auf die Kosten schaut, wählt passiv. Wer an Qualitätsunternehmen und Bildung glaubt, wählt arvy.


Die teuerste Gebühr steht auf keiner Abrechnung

Wir haben jetzt viel über 0.39% vs. 0.89% gesprochen. Lass uns über die Gebühr sprechen, die wirklich wehtut — und die keiner in seinem Vergleich erwähnt: du selbst.

JP Morgan veröffentlicht jedes Jahr eine Studie, die die Rendite verschiedener Anlageklassen über 20 Jahre vergleicht. Ganz am Ende der Liste: der durchschnittliche Anleger. Nicht weil die Märkte schlecht liefen — sondern weil er zum falschen Zeitpunkt ein- und ausstieg. Über 20 Jahre erzielte der S&P 500 durchschnittlich ~9.5% pro Jahr. Der durchschnittliche Anleger: ~3.6%. Eine Lücke von fast 6 Prozentpunkten — und sie entsteht allein durch emotionale Entscheidungen: Panikverkäufe im Crash, zu lange in Cash, dem nächsten Trend hinterherlaufen.

Vanguard beziffert den Wert von verhaltensorientierter Beratung — also jemand der dich davon abhält, im Crash zu verkaufen — auf rund 1.5% Rendite pro Jahr. Das ist mehr als die gesamte Gebühr von arvy.

«Die teuerste Entscheidung ist nicht die falsche Aktie. Es ist der Panikverkauf am Tiefpunkt.»

Genau hier setzen wir bei arvy an. Unsere wöchentlichen Unternehmensanalysen, unsere Bildungsbibliothek, unsere Artikel über die Kosten von Emotionen — das alles ist nicht Marketing. Es ist ein Schutzmechanismus. Wenn du verstehst, warum Visa ein Qualitätsunternehmen ist, verkaufst du es nicht, wenn der Kurs 20% fällt. Wenn du weisst, dass jeder Crash der letzten 100 Jahre vom Markt kompensiert wurde, bleibst du investiert. Wenn du jede Woche eine Analyse liest, fühlst du dich informiert statt ängstlich.

Wer mehr weiss, macht bessere Entscheidungen. Bessere Entscheidungen machen das Investieren einfacher. Und einfacher bedeutet: du bleibst investiert — und genau das ist über 18 Jahre der grösste Renditefaktor. Wir begleiten dich auf dieser Reise. Von der ersten Einzahlung bis zum Tag, an dem du deinem Kind das Portfolio übergibst.


Was passiert mit 18? Das unterschätzte Thema

Die meisten Eltern denken bei der Wahl des Kinderdepots an Gebühren und Aktienquote. Aber die Frage, die emotional am meisten wiegt, kommt erst 18 Jahre später: Was passiert, wenn dein Kind volljährig wird?

Hier gibt es zwei grundlegend verschiedene Modelle:

Modell 1 — Konto auf Elternteil (arvy, findependent, Finpension, Viac, Inyova): Das Konto gehört rechtlich dir. Mit 18 passiert: nichts. Du entscheidest, wann du das Vermögen übergibst — mit 18, mit 20, mit 25, für die Ausbildung, für die erste Wohnung, oder gar nicht. Das gibt dir maximale Flexibilität. Wenn dein 18-Jähriger gerade eine Phase hat, in der CHF 50'000 auf dem Konto gefährlich wären, kannst du warten.

Modell 2 — Konto auf Kind (True Wealth, UBS): Das Konto gehört rechtlich dem Kind. Das Geld ist «gebundenes Kindesvermögen», geschützt vor deinen eigenen Gläubigern. Aber mit 18 gehört es vollständig dem Kind. Bei True Wealth wird es nahtlos in ein Erwachsenenkonto umgewandelt. Bei UBS ebenso. Du hast keinen Einfluss mehr.

Stell dir folgendes Szenario vor: Dein Kind wird 18, hat CHF 60'000 im Depot, und will sich ein Auto kaufen. Oder — weniger dramatisch — es hat gerade seine erste Beziehung und will mit dem Geld eine Weltreise machen. Bei einem Elternkonto (arvy, findependent, etc.) kannst du sagen: «Lass uns darüber reden.» Bei einem Kinderkonto (True Wealth, UBS) ist das Geld nicht mehr deins. Es gehört deinem Kind — rechtlich und faktisch. Das ist keine Schwäche des Modells. Es ist die logische Konsequenz einer bewussten Entscheidung für den Schutz des Kindesvermögens.

Unsere ehrliche Einschätzung

Beide Modelle haben Berechtigung. Wenn dir der rechtliche Schutz des Kindesvermögens am wichtigsten ist (Scheidung, Schulden, Gläubiger) — wähle True Wealth. Wenn dir die Kontrolle über den Übergabezeitpunkt wichtiger ist — wähle einen Anbieter mit Elternkonto. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Es gibt nur: Was passt zu deiner Familie?


Steuern bei Kinderkonten: Was Eltern wissen müssen

Die steuerliche Behandlung von Kinderkonten und Kinderdepots verwirrt viele Eltern. Hier die wichtigsten Regeln:

Vermögens- und Einkommenssteuer: Egal ob das Konto auf deinen Namen oder auf den Namen deines Kindes läuft — solange das Kind minderjährig ist, musst du das Vermögen und die Erträge (Dividenden, Zinsen) in deiner Steuererklärung deklarieren. Die Steuerpflicht liegt beim gesetzlichen Vertreter, also bei den Eltern.

Wer zahlt die Steuern? Entscheidend ist die Verfügungsgewalt. Wenn du als Elternteil der Kontoinhaber bist (arvy, findependent, Finpension, Viac, Inyova), ist es klar: du versteuerst. Wenn das Kind Kontoinhaber ist (True Wealth, UBS), versteuerst du trotzdem — bis das Kind 18 wird und eine eigene Steuererklärung einreicht.

Kapitalgewinne: Gute Nachricht für alle Kinderdepots — in der Schweiz sind Kapitalgewinne im Privatvermögen steuerfrei. Ob das Depot deines Kindes von CHF 10'000 auf CHF 50'000 wächst — auf den Kursgewinn zahlst du keine Steuern. Besteuert werden nur die laufenden Erträge wie Dividenden.

Wenn Grosseltern oder Paten ein Konto eröffnen: Steuerlich ist der Kontoinhaber verantwortlich. Wenn Oma ein Konto auf ihren Namen eröffnet und für ihr Enkel spart, deklariert Oma — nicht die Eltern. Erst wenn das Geld dem Kind übertragen wird, wechselt die Steuerpflicht. Je nach Kanton können Schenkungen steuerfrei sein (in den meisten Kantonen sind Schenkungen an direkte Nachkommen steuerfrei).

Ein praktisches Beispiel: Du investierst CHF 200 pro Monat in ein Kinderdepot bei findependent mit 98% Aktienquote. Nach einem Jahr hast du CHF 2'400 eingezahlt, das Depot steht bei CHF 2'550. Die CHF 150 Kursgewinn sind steuerfrei. Die CHF 25 Dividendeneinnahmen musst du in deiner Steuererklärung als Einkommen deklarieren. Bei einem Grenzsteuersatz von 30% sind das weniger als CHF 8 Steuern im Jahr — vernachlässigbar. Die Vermögenssteuer auf CHF 2'550 ist kantonsabhängig, aber in den meisten Kantonen ebenfalls minimal.

Tipp

Alle hier vorgestellten Anbieter liefern dir einen Steuerauszug oder eSteuerauszug. Bei Finpension und Viac ist dieser kostenlos und kann teilweise direkt in die elektronische Steuererklärung importiert werden. Das spart dir jährlich Zeit.


Kinderkonto eröffnen: In 3 Schritten

Egal für welchen Anbieter du dich entscheidest — der Prozess ist bei allen digitalen Anbietern ähnlich und in 10–15 Minuten erledigt:

Schritt 1 — Anbieter wählen und Konto eröffnen. Du brauchst deinen Ausweis (ID oder Pass) und bei Anbietern die auf den Namen des Kindes laufen (True Wealth, UBS) zusätzlich die Geburtsurkunde deines Kindes. Die Eröffnung erfolgt bei allen Fintechs komplett digital.

Schritt 2 — Anlagestrategie wählen. Bei den passiven Anbietern wählst du die Aktienquote (wir empfehlen bei 18 Jahren Anlagehorizont: 80–100%). Bei arvy wählst du den Sparplan ab CHF 50/Monat. Bei den meisten Anbietern kannst du die Strategie jederzeit anpassen.

Schritt 3 — Dauerauftrag einrichten. Richte in deinem E-Banking einen monatlichen Dauerauftrag ein. CHF 100, CHF 200, CHF 500 — was für dich stimmt. Regelmässigkeit schlägt Timing. Wer 18 Jahre lang CHF 200 pro Monat investiert, muss sich nie Sorgen machen, ob er zum «richtigen» Zeitpunkt eingestiegen ist. Der sogenannte Durchschnittskosteneffekt (Dollar-Cost-Averaging) glättet die Schwankungen automatisch: Mal kaufst du teuer, mal günstig — über 18 Jahre mittelt sich das aus.

Ein letzter Gedanke, bevor wir zu den häufigen Fragen kommen: Die grösste Gefahr beim Investieren für Kinder ist nicht die falsche Anbieterwahl. Es ist das Nicht-Anfangen. Jeder Monat, den du wartest, ist ein Monat Zinseszins, der verloren geht. Und über 18 Jahre addiert sich das erheblich. Also: Lies diesen Vergleich, wähle den Anbieter der zu dir passt, und richte heute Abend den Dauerauftrag ein. Dein zukünftiges Kind wird dir danken.

Das Wichtigste

Starte. Heute. Jeder dieser Anbieter ist unendlich besser als ein Sparkonto. Über den «perfekten» Anbieter kannst du später immer noch nachdenken. Die Kosten des Wartens — ein verlorener Monat, ein verlorenes Jahr Zinseszins — sind grösser als der Gebührenunterschied zwischen den Anbietern.


Häufige Fragen

Kinderkonto oder Kinderdepot — was ist besser?

Für den langfristigen Vermögensaufbau (10+ Jahre) ist ein Kinderdepot mit Aktien fast immer die bessere Wahl. Sparkonten erzielen aktuell 0.5–1.5% Zins, Kinderdepots historisch 6–8% Rendite pro Jahr. Für Taschengeld und den ersten Umgang mit einer Bankkarte eignet sich ein klassisches Kinderkonto besser.

Soll das Konto auf meinen oder auf den Namen des Kindes laufen?

Auf deinen Namen: Du behältst die volle Kontrolle und entscheidest, wann du das Geld übergibst. Auf den Namen des Kindes: Das Vermögen ist rechtlich geschützt (z.B. bei Scheidung), aber mit 18 gehört es automatisch dem Kind. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile — die Wahl hängt von deiner familiären Situation ab.

Wie werden Kinderkonten versteuert?

Solange dein Kind minderjährig ist, deklarierst du Vermögen und Erträge in deiner eigenen Steuererklärung — egal ob das Konto auf deinen oder auf den Namen des Kindes läuft. Kapitalgewinne im Privatvermögen sind in der Schweiz steuerfrei. Besteuert werden nur laufende Erträge wie Dividenden.

Können Grosseltern, Götti oder Gotte einzahlen?

Ja, bei den meisten Anbietern. Bei True Wealth wird sogar der Name des Spenders angezeigt. Bei findependent, Finpension, Viac und arvy erfolgt die Einzahlung per Überweisung auf das Elternkonto. Bei Inyova ist nur der Kontoinhaber einzahlungsberechtigt.

Welche Aktienquote soll ich für mein Kind wählen?

Bei einem Anlagehorizont von 18 Jahren empfehlen die meisten Experten eine hohe Aktienquote — 80% bis 100%. Der lange Zeithorizont erlaubt es, Marktschwankungen auszusitzen. Wenn dein Kind 16 ist und das Geld bald gebraucht wird, kannst du die Quote schrittweise reduzieren.

Was ist der Unterschied zwischen ETF-Investieren und Quality Investing?

ETF-Investieren (findependent, Finpension, True Wealth, Viac) kauft den gesamten Markt — tausende Firmen, gute wie schlechte. Die Gebühren sind tief, die Diversifikation maximal. Quality Investing (arvy) wählt gezielt ~30 Unternehmen aus, die über Jahrzehnte bewiesen haben, dass sie überdurchschnittlich profitabel wachsen. Die Gebühren sind höher, aber die These ist, dass die Qualität der Firmen den Gebührenunterschied über 18 Jahre kompensiert.

Kann ich den Anbieter später wechseln?

Ja. Bei allen Anbietern kannst du das Depot saldieren und das Geld auf ein neues Depot übertragen. Beachte, dass dabei die Wertschriften in der Regel verkauft und beim neuen Anbieter neu gekauft werden — was Transaktionskosten verursachen kann. Ein Wechsel ist also möglich, aber nicht gratis.


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Dieser Artikel wurde von Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft. Zuletzt aktualisiert März 2026.

Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Anlageberatung dar. arvy ist einer der verglichenen Anbieter und hat ein kommerzielles Interesse. Wir erhalten keine Affiliate-Provisionen von anderen Anbietern. Alle Gebühreninformationen basieren auf öffentlich verfügbaren Daten per März 2026 und können sich ändern. Direkt beim Anbieter prüfen. Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter. Impressum & Rechtliche Hinweise