Rente oder Kapital: Der Breakeven-Rechner für deine Pensionierung

Februar 26, 2026 9 Minuten Lesezeit

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Rente oder Kapital: Der Breakeven-Rechner für deine Pensionierung

Eine Entscheidung, die du genau einmal triffst — und nie mehr rückgängig machen kannst. Berechne in 30 Sekunden den Breakeven für deine PK, mit Umwandlungssatz, Kapitalauszahlungssteuer nach Kanton und Anlagerendite.

Von Thierry Borgeat, CFA · Überprüft von Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA · Aktualisiert: Mai 2026

In 30 Sekunden — was du wissen musst
  • Standard-Szenario: CHF 400'000 PK-Guthaben, 5.4% Umwandlungssatz, Zürich (8% Kapitalsteuer). Rente: CHF 1'800/Monat. Netto-Kapital: CHF 368'000. Breakeven: 17 Jahre.
  • BVG-Umwandlungssatz 6.8% gilt nur fürs Obligatorium. Die meisten PKs wenden 5.0–5.8% auf das Gesamtguthaben an — wegen Mischrechnung mit dem Überobligatorium.
  • Kapitalauszahlungssteuer variiert massiv: Schwyz/Zug ~4%, Basel-Stadt ~9%. Auf CHF 400'000 bedeutet das CHF 16'000-36'000. Steuer wird einmalig und separat zum reduzierten Satz erhoben.
  • Mischbezug kombiniert beide Welten: z.B. 50% Rente (Sicherheit) + 50% Kapital (Flexibilität, Vererbbarkeit). Viele PKs erlauben das ab 3-6 Monate Voranmeldung.
  • Lebenserwartung entscheidet: 65-jähriger Mann lebt durchschnittlich noch ~20 Jahre, 65-jährige Frau ~22 Jahre (BFS). Wer länger lebt, gewinnt mit Rente. Wer früher stirbt, hat das Kapital den Erben vererbt.

Bei der Pensionierung steht eine Entscheidung an, die du genau einmal triffst und nie mehr rückgängig machen kannst: Nimmst du dein Pensionskassen-Guthaben als monatliche Rente, als Kapital auf einen Schlag oder als Kombination? Dieser Rechner zeigt dir den Breakeven für deine konkrete Situation — verifiziert mit aktuellen Schweizer Daten.

PK-Guthaben
Dein gesamtes Pensionskassenguthaben (obligatorisch + überobligatorisch). Steht auf deinem PK-Ausweis. Je höher das Guthaben, desto wichtiger wird die Entscheidung. → Glossar: Pensionskasse
CHF 100'000CHF 1'200'000
Umwandlungssatz
Der Umwandlungssatz bestimmt deine jährliche Rente: PK-Guthaben × UWS = Rente. Das BVG-Minimum (6.8%) gilt nur fürs Obligatorium. Viele PKs wenden 5.0-5.8% auf das Gesamtguthaben an. Ein tiefer UWS macht das Kapital attraktiver. Prüfe deinen PK-Ausweis. → Glossar: Umwandlungssatz
4%6.8%
BVG-Minimum: 6.8%. Viele PKs: 5.0–5.8%
Anlagerendite (Kapital)
Die erwartete Rendite wenn du das Kapital selbst investierst. Konservativ (Anleihen): 2-3%. Gemischt: 3-5%. Aktienorientiert: 5-7%. Je höher die Rendite, desto attraktiver der Kapitalbezug — aber auch riskanter. → Zinseszinsrechner
1%8%
Jährliche Entnahme
Wie viel du jährlich vom Kapital entnimmst (als % des Startkapitals). Die 4%-Regel (Trinity Study) gilt als nachhaltig über 30 Jahre. Bei 3% bist du sicherer, bei 5% brauchst du höhere Renditen. → FIRE-Rechner
2%6%
Kanton (Kapitalauszahlungssteuer)
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Wer sich für den Kapitalbezug entscheidet, braucht einen Plan. Mit arvy investierst du in Qualitätsunternehmen — zusammen mit Gründern, die ihr eigenes Geld in dieselbe Strategie investieren.
⚠ Vereinfachte Schätzung. Keine Anlage-, Steuer- oder Vorsorgeberatung. Werte variieren je nach PK-Reglement, Kanton, Gemeinde, Konfession und Familienstand. Hinterlassenenrente (60%) und Mischbezug nicht modelliert. Kantonssteuerwerte sind Approximationen auf CHF 400'000 — die effektive Steuer ist progressiv. arvy ist ein FINMA-regulierter Vermögensverwalter mit KAG-Lizenz. Impressum

Wie der Rechner funktioniert

Der Breakeven ist der nominale Vergleich: wann hast du mit der monatlichen Rente in Summe so viel erhalten wie das Netto-Kapital nach Steuer? Bei Standardwerten (CHF 400'000 × 5.4% Umwandlungssatz = CHF 21'600 jährliche Rente; Netto-Kapital nach 8% Steuer Zürich = CHF 368'000) liegt der Breakeven bei 17 Jahren. Wer mit 65 in Pension geht und 82 wird, hat mit der Rente in etwa gleich viel erhalten wie mit dem Kapital — vor Inflation und Anlagerendite.

Methodik — was der Rechner annimmt

Rente: PK-Guthaben × Umwandlungssatz = jährliche Brutto-Rente (lebenslang, indexiert nicht). Kapital: PK-Guthaben minus Kapitalauszahlungssteuer (nominal als Kantons-Approximation auf CHF 400'000). Kapital-Szenario: Netto-Kapital wird jährlich um die Anlagerendite verzinst und um die Entnahme (% vom Startkapital, konstant nominal) reduziert. Was fehlt: Inflation, Steuern auf Renteneinkommen, Hinterlassenenrente (typisch 60%), Mischbezug, AHV. Für volle Detailrechnung: PK-Beratung.

Der Umwandlungssatz erklärt — und warum er bei vielen PKs unter 6.8% liegt

Der Umwandlungssatz (UWS) bestimmt, wie viel jährliche Rente du pro Franken PK-Guthaben erhältst. Das BVG-Minimum liegt bei 6.8% — aber das gilt nur für das Obligatorium (versicherter Lohn bis CHF 88'200). Die meisten PKs verwenden eine Mischrechnung mit dem Überobligatorium, das ab CHF 88'200 versicherte Lohnteile abdeckt. Da der UWS im Überobligatorium frei wählbar ist, senken viele Kassen ihn auf 4.5-5.5%, was den Gesamt-UWS auf 5.0-5.8% drückt.

UWS-SzenarioBei CHF 400'000 PKMonatliche RenteBreakeven vs. Kapital
BVG-Minimum 6.8%CHF 27'200/JahrCHF 2'267~13.5 Jahre
Typisch Mischrechnung 5.4%CHF 21'600/JahrCHF 1'800~17 Jahre
Tiefer UWS 5.0%CHF 20'000/JahrCHF 1'667~18.4 Jahre
Sehr tief 4.5%CHF 18'000/JahrCHF 1'500~20.4 Jahre

Berechnung mit Netto-Kapital nach 8% Kapitalsteuer (Zürich-Approximation). Je tiefer der UWS, desto attraktiver wird das Kapital — weil die Rente proportional kleiner wird. Quelle: arvy-Berechnung.

Trend zum tieferen UWS

Der UWS ist seit 2003 strukturell unter Druck. Hauptgründe: gestiegene Lebenserwartung (mehr Bezugsjahre), tiefere Kapitalmarktrenditen, demografische Verschiebung. Die Altersvorsorge-Reform 2020 wollte den BVG-Satz auf 6.0% senken — vom Volk abgelehnt. BVG-Reform 2024 wurde ebenfalls abgelehnt. Politisch bleibt der UWS damit bei 6.8% fixiert — aber die meisten Kassen umgehen das via Überobligatorium.

Kapitalauszahlungssteuer — der grosse Kantonsunterschied

Die Kapitalauszahlungssteuer wird einmalig erhoben, separat vom regulären Einkommen, zu einem reduzierten Satz (typisch 1/5 bis 1/3 des ordentlichen Steuersatzes). Der Effekt: ein erheblicher Wohnortvorteil. Auf CHF 400'000 Bezug variiert die Steuer zwischen ca. CHF 14'000 (Schwyz, Zug) und ca. CHF 36'000 (Basel-Stadt):

KantonApprox. Steuer auf CHF 400'000Netto-KapitalBreakeven (UWS 5.4%)
Schwyz / Zug~CHF 16'000 (4%)CHF 384'000~17.8 Jahre
Luzern / Nidwalden~CHF 20'000 (5%)CHF 380'000~17.6 Jahre
Aargau / Bern / Thurgau~CHF 24'000 (6%)CHF 376'000~17.4 Jahre
Zürich / Waadt / Genf~CHF 32'000 (8%)CHF 368'000~17.0 Jahre
Basel-Stadt~CHF 36'000 (9%)CHF 364'000~16.9 Jahre

Approximationen auf CHF 400'000. Effektive Steuer ist progressiv und hängt zusätzlich von Gemeinde, Konfession und Familienstand ab. Verheiratete profitieren in den meisten Kantonen vom Familientarif. Bei Bezug in mehreren Jahren ("Staffelung") sinkt die Steuer durch Brechung der Progression — daher der Tipp: 3a-Konten und PK-Bezug zeitlich verteilen.

Steuer-Hack: Staffelung

Wer mehrere Vorsorgeguthaben besitzt (3a, 2. Säule, Freizügigkeit), kann durch zeitliche Staffelung der Bezüge die Progression brechen. Beispiel: 3 × CHF 100'000 in drei verschiedenen Steuerjahren bezogen ist deutlich günstiger als CHF 300'000 in einem Jahr. Bei der PK ist Staffelung eingeschränkter (Stichtag Pensionierung) — aber mehrere 3a-Konten zu verschiedenen Banken/Stiftungen erlauben präzise Steuerung. → 3a Steuerersparnis Rechner

Rente vs. Kapital — die ehrliche Gegenüberstellung

KriteriumRenteKapital
SicherheitGarantiert lebenslang (solange PK solvent)Abhängig von Anlagerendite, Marktrisiko
VererbbarkeitNein (Ausnahme: Hinterlassenenrente ~60%)Voll vererbbar
FlexibilitätFixe Höhe, nicht anpassbarFrei einteilbar
Steuer BezugVoll als Einkommen versteuert (jährlich)Einmalig zum reduzierten Satz
InflationsschutzMeist keine Anpassung an TeuerungBei aktienorientierter Anlage real wachsend
LanglebigkeitsrisikoPK trägt das RisikoDu trägst das Risiko
AnlagerisikoPK trägt das RisikoDu trägst das Risiko
DisziplinrisikoAutomatisch monatlichSelbstkontrolle nötig (Behavior Gap!)

Die simple Faustregel: wer länger lebt als der Breakeven, profitiert von der Rente. Wer früher stirbt oder das Geld vererben will, profitiert vom Kapital. Aber das ist eine zu simple Sicht — denn das Kapital kann anlagebedingt wachsen, und die Rente kann (real) durch Inflation schrumpfen.

Das Langlebigkeitsrisiko — was BFS-Daten zeigen

Schweizer leben deutlich länger als im OECD-Durchschnitt. Aktuelle Restlebenserwartung mit 65 (BFS 2024):

ProfilRestlebenserwartung mit 65Höchstes erwartetes Alter (95. Perzentil)
Mann~20 Jahre (bis ~85)~94 Jahre
Frau~22 Jahre (bis ~87)~96 Jahre
Akademisch gebildet+2-3 Jahre Bonus~98 Jahre

Quelle: BFS Periodensterbetafeln 2022-24. Tendenz steigend mit medizinischem Fortschritt. Achtung: diese Werte sind Durchschnitte — als Individuum lebst du entweder kürzer oder länger.

Bei einem Breakeven von 17 Jahren und 20+ Jahren Restlebenserwartung gewinnt statistisch die Rente — knapp. Bei Akademikern und gesunden Lebensstilen verschiebt sich das deutlich Richtung Rente. Die Rente ist im Kern eine Versicherung gegen Langlebigkeit — und die Schweizer Lebenserwartung ist eine der höchsten der Welt.

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The Art of Spending Money — Morgan Housel

Housels neues Buch behandelt nicht den Vermögensaufbau, sondern die Phase danach: wie gibst du das aus, was du aufgebaut hast? Genau diese Frage entscheidet bei Rente vs. Kapital. Wer Sicherheit wertet (vor allem psychisch — kein "wache ich morgen mit zu wenig Geld auf?"), wählt die Rente. Wer Flexibilität und Vererbbarkeit will, wählt das Kapital. Housel argumentiert: die richtige Wahl ist die, die deinem zukünftigen Bedauern am stärksten ausweicht.

Zur Buchbesprechung →

Mischbezug — der beste Kompromiss für viele

Die meisten PKs erlauben einen Mischbezug — also einen Teil als Rente, einen Teil als Kapital. Das ist oft die psychologisch beste Lösung: garantierte Grundabsicherung plus Flexibilität und Vererbbarkeit für den Rest. Drei typische Aufteilungen:

VerhältnisFür wen geeignetVorteil
100% RenteMaximaler Sicherheitsbedarf, keine Erben, wenig AnlageerfahrungKomplette Risikoabsicherung
75% Rente / 25% KapitalSicherheitsbedürfnis hoch, aber etwas Liquidität für Hausreparaturen, Reisen, Geschenke an KinderGrundabsicherung + Reserve
50% Rente / 50% KapitalAusgewogen — Grundbedürfnisse durch Rente, Lebensqualität durch KapitalOptimaler Kompromiss für viele
25% Rente / 75% KapitalAnlageerfahren, plant Vererbung, vertraut EigenanlageMaximale Flexibilität
100% KapitalErben-Fokus, hohe Anlagekompetenz, andere Renteneinkünfte vorhandenVolle Selbstbestimmung

Wichtig: Mischbezug muss meist 3-6 Monate vor Pensionierung angemeldet werden. Verpasste Frist = automatisch 100% Rente. PK-Reglement prüfen. Für den vollen Strategie-Guide: Rente oder Kapital: Der vollständige Guide.

5 typische Fehler bei der Entscheidung

  1. Frist verpassen. Die meisten PKs verlangen 3-6 Monate Voranmeldung für Kapitalbezug oder Mischbezug. Versäumst du das, wirst du automatisch zu 100% Rente "verurteilt". Setze dir 6-12 Monate vor Pension einen Termin mit deiner PK.
  2. Steuerlast unterschätzen. Wer alles in einem Jahr bezieht (PK + 3a-Konten + Freizügigkeit), zahlt durch Progression deutlich mehr Steuer. Staffelung über 3-5 Jahre kann Tausende sparen.
  3. Behavior Gap im Kapital-Szenario. Wer das Kapital nimmt und dann panisch im Crash verkauft, verliert mehr als der UWS-Nachteil je betragen hätte. Die Vanguard Advisor's Alpha-Studie zeigt: 1.5% Behavior Gap pro Jahr — bei CHF 400'000 sind das CHF 6'000 pro Jahr.
  4. Vererbbarkeit überschätzen ohne Kinder. Wer keine Erben hat (oder den Erben gegenüber neutral steht), gewinnt durch Vererbbarkeit nichts. Die Rente ist dann fast immer überlegen.
  5. Hinterlassenenrente ignorieren. Bei verheirateten Paaren erhält der überlebende Ehepartner typisch 60% der Altersrente. Das macht die Rente für Paare attraktiver als der reine Breakeven-Vergleich suggeriert.

Häufig gestellte Fragen

Wann lohnt sich die Rente mehr als das Kapital?

Je höher der Umwandlungssatz und je länger du lebst, desto besser die Rente. Bei UWS 5.4% und CHF 400'000 PK-Guthaben liegt der nominale Breakeven bei etwa 17 Jahren. Wer mit 65 in Pension geht und 85+ wird (typisch Schweizer Lebenserwartung), profitiert in der Regel von der Rente. Wichtig: zusätzliche Faktoren wie Vererbbarkeit, Inflation und Anlagerendite verschieben das Ergebnis.

Was ist der Umwandlungssatz und wie wirkt er sich aus?

Der Umwandlungssatz (UWS) bestimmt deine jährliche Rente: PK-Guthaben × UWS = Jahresrente. Das BVG-Minimum 6.8% gilt nur fürs Obligatorium. Die meisten Schweizer Pensionskassen wenden auf das Gesamtguthaben (inkl. Überobligatorium) einen tieferen Satz von 5.0-5.8% an. Ein tieferer UWS macht das Kapital attraktiver.

Wie hoch ist die Kapitalauszahlungssteuer in der Schweiz?

Sie variiert massiv nach Kanton: Schwyz und Zug ~4%, Basel-Stadt ~9%. Auf CHF 400'000 PK-Bezug bedeutet das zwischen CHF 16'000 und CHF 36'000 Steuer. Die Steuer wird einmalig erhoben, separat vom regulären Einkommen, zu einem reduzierten Satz (1/5 bis 1/3 des ordentlichen Satzes). Wer mehrere Vorsorgeguthaben hat, kann durch zeitliche Staffelung sparen.

Kann ich Rente und Kapital kombinieren?

Ja, die meisten Pensionskassen erlauben einen Mischbezug — z.B. 50% Rente + 50% Kapital. Das kombiniert die Sicherheit der Rente mit der Flexibilität und Vererbbarkeit des Kapitals. Häufige Verteilungen: 75/25, 50/50, 25/75. Wichtig: 3-6 Monate Voranmeldung bei der PK erforderlich. PK-Reglement prüfen.

Wie wird die Rente besteuert?

Die Rente wird voll als Einkommen besteuert, jedes Jahr, zu deinem ordentlichen Grenzsteuersatz (25-37% je nach Kanton/Einkommen). Das Kapital wird einmalig zum reduzierten Satz besteuert. Steuerlich ist das Kapital meist günstiger — wer es danach gut anlegt, profitiert zusätzlich von der Schweizer Kapitalgewinnsteuer-Freiheit.

Was passiert mit der Rente, wenn ich früh sterbe?

Bei Tod erlischt die Altersrente. Ausnahme: Hinterlassenenrente — typisch 60% der Altersrente für den überlebenden Ehepartner, plus ggf. Waisenrente. Wer alleinstehend ist und keine berechtigten Erben hat, "verliert" das nicht verbrauchte Guthaben — es bleibt bei der Pensionskasse.

Ist die Rente sicher? Was wenn die Pensionskasse insolvent wird?

Schweizer Pensionskassen unterliegen strikter Regulierung (BVG). Bei Insolvenz greift der Sicherheitsfonds BVG, der gesetzliche Leistungen bis 150% des oberen Grenzbetrags absichert (2026: CHF 132'300 versicherter Lohn). Überobligatorisches Guthaben über dieser Grenze ist nicht garantiert. Insolvenzfälle waren historisch selten.

Wie investiere ich das Kapital richtig?

Faustregel für 65-Jährige: 40-60% Aktien, 30-50% Anleihen, 5-10% Cash. Mit 80+ Jahren: 30-40% Aktien. Eine pauschale "100% sicher" Strategie verliert real durch Inflation. → Investieren ab 50: Der Guide. arvy bietet professionelle Vermögensverwaltung mit aktiver Aktienselektion ab CHF 100/Monat.

Soll ich bei niedrigem UWS auf das Kapital setzen?

Tendenziell ja — aber mit Vorsicht. Ein UWS von 4.5-5.0% (statt 6.8% BVG-Minimum) verschiebt den Breakeven um 3-5 Jahre, was den Kapitalbezug attraktiver macht. Aber das Langlebigkeitsrisiko bleibt bestehen: wer 95 wird und das Kapital aufgebraucht hat, hat ein Problem. Lösung: Mischbezug.

Was ist die Hinterlassenenrente?

Bei Tod des Rentners erhält der überlebende Ehepartner typisch 60% der Altersrente lebenslang. Bei eingetragenen Partnerschaften gilt dasselbe. Konkubinatspartner haben nur in wenigen PKs Anspruch (PK-Reglement prüfen). Bei Mischbezug oder Kapitalbezug wird die Hinterlassenenrente entsprechend reduziert oder fällt ganz weg.

Dieser Rechner und Artikel wurden vom Team arvy erstellt und überprüft von Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA. Letzte Aktualisierung: Mai 2026. Datenquellen: Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG), Bundesamt für Statistik (BFS) Periodensterbetafeln 2022-24, Sicherheitsfonds BVG, Schweizer Kantons-Steuerverwaltungen. Kantonssteuerwerte sind vereinfachte Approximationen auf CHF 400'000 und können je nach Gemeinde/Konfession/Familienstand abweichen. Keine Anlage-, Steuer- oder Vorsorgeberatung. arvy ist ein FINMA-regulierter Vermögensverwalter mit KAG-Lizenz.