Säule 3a Vergleich 2026: Banken, Robo-Advisors und arvy — Wer bietet was für dein Geld?

Januar 2, 2026 12 Minuten Lesezeit
Säule 3a Vergleich 2026: Banken vs. Robo-Advisors vs. arvy — Der ehrliche Guide | arvy

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Säule 3a Vergleich 2026: Banken, Robo-Advisors und arvy — Wer bietet was für dein Geld?

Von Thierry Borgeat, CFA & Co-Founder · Zuletzt aktualisiert: März 2026 · 12 Minuten Lesezeit

CHF 7'258 pro Jahr. Steuerfrei wachsen lassen. Steuern sparen beim Einzahlen. Und ab 2026 sogar versäumte Einzahlungen nachholen. Die Säule 3a ist der mächtigste Steuerhebel der Schweiz — aber bei welchem Anbieter holst du am meisten raus?

Die Antwort hängt davon ab, was du willst. Und genau das machen die meisten Vergleiche falsch: Sie sortieren nach Gebühren und erklären den Günstigsten zum Sieger. Aber die Gebühr ist nur ein Teil der Geschichte. Entscheidend ist, was du für dein Geld bekommst — und ob das zu deinen Zielen passt.

Deshalb vergleichen wir in diesem Artikel nicht einzelne Anbieter, sondern vier Welten: das 3a-Sparkonto bei der Bank, die klassischen Bankfonds, die digitalen Robo-Advisors (VIAC, finpension, Frankly) als Gruppe — und arvy als eigenständige Kategorie. Jede Welt hat eine andere Philosophie, andere Kosten, andere Rendite, andere Risiken.

CHF 7'258
Maximalbetrag 3a 2026
CHF 200'000+
Unterschied über 30 Jahre (je nach Wahl)
0.25–1.5%
Gebührenspanne (TER) im Markt

Die vier Welten auf einen Blick

Vier Wege, ein Ziel: Deine Vorsorge

Jährliche Gesamtkosten auf CHF 7'258 Einzahlung (Maximalbetrag 2026)

3a-Sparkonto
z.B. UBS Fisca, Raiffeisen, ZKB
CHF0
Keine Gebühren — aber 0.2% Zins
Geld arbeitet für dich
Schutz vor Inflation
Kein Verlustrisiko (nominal)
Langfristige Rendite
Bankfonds
UBS Vitainvest, Raiffeisen Pension Invest
CHF65–109 i
UBS Vitainvest Passive: TER 0.25% + Depotgebühr 0.65% = ~0.90%
UBS Vitainvest Aktiv: TER 0.90% + Depot 0.65% = ~1.55%
Raiffeisen Pension Invest: TER 1.0–1.5%
+ evtl. Ausgabekommission
0.90–1.55% p.a. Gesamtkosten
Geld investiert am Markt
Tiefe Gebühren
Filialberatung verfügbar
Transparente Kostenstruktur
Digitale Robo-Advisors
VIAC, finpension, Frankly
CHF28–38 i
finpension: TER 0.39% (Global 99)
VIAC: TER 0.52% (Global 100)
Frankly: TER 0.44–0.46% (Extreme)
Alle auf CHF 7'258
0.39–0.52% p.a. Gesamtkosten
Günstigste Variante
Bis 99% Aktienquote
Einfach per App
Aktive Aktienauswahl

Welt 1: Das 3a-Sparkonto — kostenlos, aber teuer

Die einfachste und beliebteste 3a-Lösung der Schweiz: Geld auf ein Sparkonto bei deiner Bank einzahlen. Keine Gebühren, kein Risiko, kein Aufwand. Klingt perfekt — ist es aber nicht.

Der Zinssatz auf 3a-Sparkonten liegt 2026 bei den Grossbanken zwischen 0.05% (PostFinance) und 0.20% (UBS, Migros Bank, ZKB). Einige kleinere Banken bieten bis zu 1.25% (Caisse d'Epargne d'Aubonne). Aber selbst 1.25% liegt unter der Inflationsrate — dein Geld verliert real an Wert.

Über 30 Jahre mit jährlicher Maximaleinzahlung von CHF 7'258:

Sparkonto-ZinsEingezahlt (30 J.)EndwertRendite
0.20% (UBS, ZKB)CHF 217'740CHF 224'300CHF 6'560
1.00% (gute Regionalbank)CHF 217'740CHF 253'100CHF 35'360
Zum Vergleich: 6% investiertCHF 217'740CHF 608'800CHF 391'060

Der Unterschied zwischen 0.20% Sparkonto und 6% investiert: CHF 384'500. Das ist kein Tippfehler — das ist der Preis dafür, sein 3a-Geld nicht zu investieren.

Unser Urteil: Sparkonto

Einziger Vorteil: kein nominales Verlustrisiko. Aber: realer Kaufkraftverlust durch Inflation, und der Opportunitätsverlust über 30 Jahre ist enorm. Wer mehr als 5 Jahre bis zur Pensionierung hat, sollte investieren statt sparen. Das 3a-Sparkonto ist nur sinnvoll, wenn du innerhalb von 1–3 Jahren einen Vorbezug für Wohneigentum planst.


Welt 2: Bankfonds — besser als das Sparkonto, aber teuer

Die zweite Option: 3a-Vorsorgefonds bei deiner Bank. UBS bietet Vitainvest (aktiv und passiv), Raiffeisen die Pension Invest-Reihe, die ZKB ihre eigenen Vorsorgefonds (oder Frankly, dazu unten mehr). Dein Geld wird in Aktien und Obligationen investiert, statt auf dem Sparkonto zu liegen.

Das Problem: Die Kosten. Und die Intransparenz.

UBS: Vitainvest — zwei Welten

UBS bietet seit 2021 passive Vitainvest-Fonds mit einer TER von nur 0.25% — klingt günstig. Aber: obendrauf kommt eine jährliche Depotgebühr von 0.65%. Total: rund 0.90% pro Jahr. Die aktiv verwalteten Vitainvest-Fonds kosten sogar 0.90% TER plus 0.65% Depot = 1.55% total. Das ist 3–4x so viel wie ein digitaler Robo-Advisor.

Raiffeisen: Pension Invest

Die Raiffeisen Pension Invest-Fonds haben eine TER von 1.0–1.5%, je nach Aktienanteil. Dazu können Ausgabekommissionen kommen (bis 2% Aufschlag beim Kauf), die je nach lokaler Raiffeisenbank unterschiedlich sind. Das macht Raiffeisen zu einem der teuersten 3a-Anbieter im Markt — trotz des Image als günstige Genossenschaftsbank.

Was SRF Kassensturz in ihrer 3a-Analyse 2025 bestätigte: Ein VIAC-Fonds hätte über 10 Jahre CHF 7'421 Netto-Rendite gebracht, ein vergleichbarer Raiffeisen-Fonds nur CHF 1'520 — bei fast identischem Aktienanteil. Die Differenz: fast ausschliesslich Gebühren.

ZKB: Eigene Fonds vs. Frankly

Die ZKB bietet sowohl klassische Vorsorgefonds (TER 0.80–1.20%) als auch das digitale Produkt Frankly (TER 0.44–0.46%). Frankly gehört technisch in die Robo-Advisor-Kategorie (siehe unten), aber es ist ein Produkt der ZKB. Wenn du bereits ZKB-Kunde bist und einen klassischen 3a-Fonds hast: Ein Wechsel zu Frankly spart dir sofort 0.4–0.7% Gebühren pro Jahr — ohne die Bank zu wechseln.

Unser Urteil: Bankfonds

Deutlich besser als das Sparkonto, weil dein Geld investiert wird. Aber: zu teuer. Die Gebühren fressen einen Grossteil der Rendite — besonders bei den aktiv verwalteten Fonds, die den Markt in 90% der Fälle nicht schlagen. Wer bei einer Grossbank bleiben will, sollte zumindest passive Fonds (UBS Vitainvest Passive) wählen. Besser: zu einem digitalen Anbieter wechseln.


Welt 3: Digitale Robo-Advisors — günstig, passiv, automatisch

VIAC, finpension und Frankly haben den Schweizer 3a-Markt revolutioniert. Sie investieren dein Geld passiv in Indexfonds — zu einem Bruchteil der Bankkosten. Kein Berater, keine Filiale, keine Ausgabekommission. Alles per App.

Das Modell ist identisch bei allen dreien: Du wählst eine Strategie (von konservativ bis 99% Aktien), richtest einen Dauerauftrag ein, und der Rest läuft automatisch. Das Geld wird in breit diversifizierte ETFs und Indexfonds investiert, die Tausende von Unternehmen weltweit abdecken.

finpension — der Preisbrecher

Günstigster Anbieter mit einer TER von nur 0.39% bei maximaler Aktienquote. Keine separaten Fremdwährungskosten. Bis zu 10 separate 3a-Konten möglich (ideal für gestaffelte Auszahlung). Und als einziger Anbieter: Bitcoin-Exposure bis 5% im Portfolio. Das grösste Anlageuniversum aller 3a-Apps.

VIAC — der Pionier

VIAC war der erste digitale 3a-Anbieter in der Schweiz und hat den Markt aufgebrochen. TER von 0.52% bei Global 100. Das Killer-Feature: die Partnerschaft mit Bank WIR für SARON-Hypotheken zu Top-Konditionen — wer seine 3a als Sicherheit hinterlegt, bekommt einen der besten Hypozinsen im Markt. Bis zu 5 separate 3a-Konten.

Frankly (ZKB) — die Kantonalbank-Variante

Frankly ist das digitale 3a-Produkt der Zürcher Kantonalbank. TER von 0.44–0.46%. Der Vorteil: die Sicherheit einer Kantonalbank mit Staatsgarantie im Rücken. Bis zu 6 separate 3a-Konten. Etwas weniger flexibel als finpension und VIAC bei der Individualisierung der Strategie.

Wo sich die drei unterscheiden

finpensionVIACFrankly
TER (max. Aktien)0.39%0.52%0.44%
Max. Aktienquote99%99%95%
FX-KostenInklusiveIn TERIn TER
Max. 3a-Konten1056
Bitcoin/KryptoJa (bis 5%)NeinNein
Hypotheken-VorteilNeinJa (Bank WIR)Nein
StaatsgarantieNeinNeinJa (ZKB)
Welchen Robo wählen?

finpension wenn dir die absolut tiefsten Kosten und maximale Flexibilität wichtig sind. VIAC wenn du eine Hypothek planst. Frankly wenn dir die Kantonalbank-Sicherheit wichtig ist. Alle drei sind exzellent — der Unterschied zwischen ihnen ist viel kleiner als der Unterschied zu einer traditionellen Bank.

Unser Urteil: Robo-Advisors

Für die grosse Mehrheit der Schweizer ist ein digitaler Robo-Advisor die beste Wahl für die Säule 3a. Günstig, einfach, automatisch, mit hoher Aktienquote. Wer den Marktdurchschnitt will und sich nicht gross um die Vorsorge kümmern möchte: hier bist du richtig. Der Nachteil: Du investierst passiv in alles — die besten und die schlechtesten Unternehmen. Niemand wählt aktiv aus.


Welt 4: arvy — Quality Investing für deine Vorsorge

arvy ist kein Robo-Advisor und kein Bankfonds. arvy ist eine eigenständige Kategorie: Quality Investing. Statt passiv in 1'500 Unternehmen zu investieren, wählt ein professionelles Team (drei CFA-Charterholder) gezielt 30 Qualitätsunternehmen weltweit aus — Firmen wie Nestlé, Visa, Microsoft, ASML, LVMH, Roche.

Das Prinzip heisst „Good Story & Good Chart": Jedes Unternehmen im Portfolio muss sowohl fundamental (starke Marktposition, wachsende Cashflows, solide Governance) als auch technisch (bestätigter Aufwärtstrend im Chart) überzeugen. Das Portfolio wird aktiv überwacht und angepasst.

Die Gesamtkosten liegen bei 0.84–1.11% pro Jahr — deutlich über den Robo-Advisors, aber im Bereich der günstigeren Bankfonds. Der Unterschied: Bei arvy ist alles inklusive (Transaktionen, Fremdwährung, Steuerauszug, Bildung), bei Bankfonds kommen oft versteckte Kosten hinzu.

Was arvy einzigartig macht

Skin in the Game: Die drei Gründer — Florian, Patrick und Thierry — haben jeweils über CHF 100'000 im selben Portfolio investiert. Gleiche Strategie, gleiche Gebühren, gleiches Risiko. Kein anderer 3a-Anbieter in der Schweiz kann das von sich behaupten.

Investment-Bildung: Über 12'000 Leser erhalten jeden Freitag den Newsletter „Weekly by arvy" mit Unternehmensanalysen. Dazu 10 interaktive Rechner, ein Glossar mit 89 Begriffen, und ein wachsender Katalog an Guides. Das Ziel: dich nicht nur zum Anleger, sondern zum informierten Investor zu machen.

Du weisst, was du besitzt: Bei einem Robo-Advisor besitzt du 1'500 Unternehmen, ohne eines davon zu kennen. Bei arvy besitzt du 30 — und kannst nachlesen, warum jedes einzelne im Portfolio ist. Wenn die nächste Krise kommt und dein Portfolio 30% im Minus steht, macht das den Unterschied: Du bleibst investiert, weil du verstehst, dass Nestlé auch morgen noch Kaffee verkauft und Visa noch Zahlungen abwickelt.

Unser Urteil: arvy

arvy ist für dich, wenn du mehr willst als den Marktdurchschnitt: gezielte Qualitätsauswahl, Gründer die neben dir investieren, und Bildung die dich langfristig besser macht. Die Gebühren liegen über den Robo-Advisors, aber unter den meisten Bankfonds — und das Produkt ist fundamental anders. Es ist kein „teurerer VIAC", sondern eine andere Anlagephilosophie.

Ehrliche Einordnung

Wir sagen es offen: Wenn dein einziges Kriterium die absolut tiefsten Gebühren sind und du keinerlei aktive Aktienauswahl willst, dann ist finpension oder VIAC die richtige Wahl. Eine passive 3a bei einem Robo-Advisor ist besser als gar keine 3a. Und hundertmal besser als ein Sparkonto. Aber wenn du verstehen willst, was mit deinem Geld passiert, und von professioneller Qualitätsauswahl profitieren willst — dann ist arvy gemacht für dich.


Der Mega-Vergleich: Alle auf einen Blick

3a-Sparkonto Bankfonds Robo-Advisors arvy
Kosten
Gesamtkosten (TER + Depot)0%0.90–1.55%0.39–0.52%1.11%
Versteckte KostenKeineAusgabekommission, FXKeineKeine
SteuerauszugGratisGratisGratisInklusive
Anlage
AnlagestrategieSparkonto (Zins)Aktiv oder PassivPassiv (Index)Aktiv (Quality)
Max. Aktienquote0%75–97%95–99%98%
Anzahl Positionen500–2'0001'000–3'00030
Wer entscheidetNiemand (Zins)Fondsmanager (Bank)Algorithmus (Index)CFA-Team + Rebalancing
Erwartete Rendite (langfristig)0.2–1.0%4–6% (nach Gebühren)5–7% (nach Gebühren)5–8% (nach Gebühren)
Features
Mehrere 3a-KontenJe nach BankJe nach Bank5–10Ja
Gründer investieren mitNeinNeinNeinJa (je >CHF 100k)
Investment-BildungKeineMinimalBlog/FAQWeekly + Rechner + Glossar
Bitcoin/KryptoNeinNeinfinpension: JaNein
Hypothek-VorteilNeinNeinVIAC: JaNein
FilialberatungJaJaNeinChat, Telefon, E-Mail
Sicherheit
RegulierungFINMA (Bank)FINMA (Bank)FINMA (indirekt)FINMA (KAG-Lizenz)
Einlagensicherung (Cash)CHF 100'000SondervermögenSondervermögenSondervermögen

Was CHF 7'258 pro Jahr in 30 Jahren wert sind

Hier wird es konkret. Wir rechnen vor, was passiert, wenn du 30 Jahre lang den Maximalbetrag einzahlst — bei jedem Anbietertyp. Die Renditen sind Schätzungen basierend auf historischen Durchschnitten nach Gebühren.

AnbietertypEingezahltEndwert (30 J.)Rendite nach GebührenDifferenz zu Sparkonto
3a-Sparkonto (0.2%)CHF 217'740CHF 224'300CHF 6'560
Bankfonds aktiv (4.5% nach Geb.)CHF 217'740CHF 467'200CHF 249'460+ CHF 242'900
Robo-Advisor (6.0% nach Geb.)CHF 217'740CHF 608'800CHF 391'060+ CHF 384'500
arvy (6.5% nach Geb.)CHF 217'740CHF 661'400CHF 443'660+ CHF 437'100

Hinweis: Die Renditen sind Schätzungen. Robo-Advisors basieren auf dem historischen Durchschnitt globaler Aktienindizes (7% brutto minus ~0.5% Gebühren). arvy basiert auf der historischen Performance des arvy Equity Fund (die den Markt bisher risikoadjustiert übertroffen hat). Vergangene Rendite ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Bankfonds berücksichtigen die typische Underperformance aktiv verwalteter Bankfonds (90% schlagen den Index nicht) plus höhere Gebühren.

Die Kosten des Nichtstuns

Der Unterschied zwischen dem 3a-Sparkonto und einem investierten 3a über 30 Jahre: CHF 384'500 bis CHF 437'100. Das sind keine hypothetischen Zahlen — das ist der reale Preis dafür, sein Vorsorgegeld nicht zu investieren. Wer 20+ Jahre bis zur Pensionierung hat, sollte seine 3a investieren. Punkt.

Rechne es selbst nach. Unser 3a-Steuerersparnis-Rechner zeigt dir, wie viel du jährlich an Steuern sparst — und unser Zinseszinsrechner zeigt dir, wie dein Geld langfristig wächst.


Die Entscheidungshilfe: Wer bist du?

Du willst es maximal einfach und günstig

finpension oder VIAC. App herunterladen, maximale Aktienquote wählen, Dauerauftrag einrichten, nie wieder dran denken. Die günstigste Variante mit historisch bester Rendite für passives Investieren. Wenn du eine Hypothek planst: VIAC wegen der Bank-WIR-Partnerschaft.

Du willst die Sicherheit einer grossen Bank

Frankly (ZKB) als Kompromiss: digital, günstig (0.44%), aber mit Kantonalbank-Sicherheit. Oder: Wenn du unbedingt bei UBS/Raiffeisen bleiben willst, dann mindestens die passiven Fonds wählen (UBS Vitainvest Passive). Auf keinen Fall aktive Bankfonds — sie kosten zu viel und liefern zu wenig.

Du willst verstehen, was du besitzt

arvy. Du investierst in 30 handverlesene Qualitätsunternehmen, erhältst jede Woche Bildung, und weisst, dass die Gründer ihr eigenes Geld im selben Portfolio haben. Mehr Kosten als ein Robo — aber ein fundamental anderes Erlebnis und eine andere Philosophie.

Du bist 55+ und planst den Bezug

Mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern. Eröffne 4–5 3a-Konten (z.B. 2 bei finpension, 1 bei VIAC, 1 bei arvy, 1 bei Frankly) und beginne ab 60 mit dem gestaffelten Bezug. Das spart Steuern bei der Auszahlung. Mehr dazu: Kapitalbezug: Steuern optimieren.

Du willst das 3a-Sparkonto behalten

Nur wenn du innerhalb von 1–3 Jahren einen WEF-Vorbezug planst. In allen anderen Fällen: investiere deine 3a. Der Zinseszins-Effekt über Jahrzehnte ist zu mächtig, um ihn zu verschenken.


Die Kombi-Strategie: Warum du nicht nur einen Anbieter brauchst

Hier ist der Gedanke, den die meisten Vergleiche verschweigen: Du musst dich nicht für einen einzigen Anbieter entscheiden.

Du darfst in der Schweiz beliebig viele 3a-Konten bei verschiedenen Anbietern führen — solange du den Gesamtbetrag pro Jahr nicht überschreitest. Und es gibt gute Gründe, das zu tun:

Diversifikation über Anbieter: Jeder Anbieter hat seine Stärken. finpension für die tiefsten Kosten, VIAC für die Hypothek, arvy für Quality Investing. Warum nicht alle nutzen?

Gestaffelte Auszahlung: Wer 5 separate 3a-Konten hat, kann sie über 5 Jahre einzeln auflösen — und spart massiv Steuern durch die gebrochene Progression. Das allein kann CHF 10'000–20'000 ausmachen.

Risikoverteilung: Dein Geld liegt bei verschiedenen Depotbanken und Anbietern. Im (extrem unwahrscheinlichen) Fall eines Problems bei einem Anbieter ist nicht alles betroffen.

Ein konkreter Vorschlag

KontoAnbieterBetrag/JahrZweck
Konto 1finpension (Global 99)CHF 2'900Günstige Basisabdeckung, maximale Aktien
Konto 2arvy (3a Quality)CHF 2'900Qualitätsauswahl, Bildung, Skin in the Game
Konto 3VIAC oder FranklyCHF 1'458Diversifikation, Hypotheken-Option oder ZKB-Sicherheit
TotalCHF 7'258= Maximalbetrag 2026

So profitierst du von drei verschiedenen Strategien, hast drei separate Konten für die gestaffelte Auszahlung, und hälst die Gesamtkosten bei durchschnittlich ca. 0.60–0.70% — weniger als jeder Bankfonds.


Häufige Fragen

Welcher 3a-Anbieter hat die beste Performance?
Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator. Alle passiven Anbieter (VIAC, finpension, Frankly) liefern ähnliche Renditen, da sie denselben Markt abbilden. Die Unterschiede entstehen durch Gebühren. arvy als aktiver Anbieter kann besser oder schlechter als der Index abschneiden. Langfristig dominiert bei passiven Anbietern der mit den tiefsten Gebühren — aktuell finpension.
Kann ich meinen 3a-Anbieter wechseln?
Ja, jederzeit. Du transferierst dein Guthaben vom alten zum neuen Anbieter. Beachte mögliche Transfergebühren beim alten Anbieter (vor allem bei Banken) und die Tatsache, dass der Transfer einige Tage dauert. Während des Transfers ist dein Geld nicht investiert.
Sind meine 3a-Gelder sicher?
Ja. Bei allen Anbietern sind deine Wertpapiere als Sondervermögen geschützt — sie gehören dir, nicht dem Anbieter. Im Konkursfall bleiben sie unangetastet. Barguthaben sind bis CHF 100'000 durch esisuisse geschützt. Mehr: Warum dein Geld bei arvy sicher ist.
Lohnt sich der Wechsel von einer Bank zu einer App?
Fast immer ja. Der Gebührenunterschied von 0.5–1.0% pro Jahr summiert sich über Jahrzehnte auf Zehntausende Franken. Ein Raiffeisen-Fonds mit 1.3% TER vs. finpension mit 0.39% — das sind CHF 66 Unterschied pro Jahr auf CHF 7'258. Über 30 Jahre mit Zinseszins: ca. CHF 30'000–50'000 Unterschied im Endvermögen.
Wie viele 3a-Konten soll ich haben?
4–5 ist ideal. So kannst du bei der Pensionierung gestaffelt beziehen (ein Konto pro Jahr) und die Steuerprogression bei der Auszahlung brechen. Faustregel: Ab CHF 50'000 auf einem Konto lohnt sich ein zweites. Ab Alter 55 sollten alle Konten eröffnet sein.
Was ist mit der 3a-Nachzahlung ab 2026?
Ab 2026 kannst du versäumte Einzahlungen aus dem Beitragsjahr 2025 nachholen — zusätzlich zum regulären Maximalbetrag. Das ist bei allen Anbietern möglich. Details: Säule 3a Nachzahlung 2026: Der komplette Guide.
Soll ich investieren oder das 3a-Sparkonto behalten?
Wenn du mehr als 5 Jahre bis zur Pensionierung hast: investieren. Immer. Der Zinseszins-Effekt über Jahrzehnte ist zu mächtig, um ihn zu verschenken. Einzige Ausnahme: Du planst in 1–3 Jahren einen WEF-Vorbezug für Wohneigentum — dann kann das Sparkonto sinnvoll sein, weil du kein Kursrisiko eingehen willst.

Fazit: Jede investierte 3a ist besser als ein Sparkonto

Die Schweizer 3a-Landschaft hat sich dramatisch verbessert. Wo früher nur teure Bankfonds und magere Sparkonten zur Wahl standen, gibt es heute exzellente digitale Alternativen — von den ultragünstigen Robo-Advisors bis zum fokussierten Quality Investing bei arvy.

Die wichtigste Entscheidung ist nicht, welchen Anbieter du wählst. Die wichtigste Entscheidung ist: Investierst du deine 3a — oder lässt du sie auf dem Sparkonto versauern? Alles andere sind Nuancen. Der Unterschied zwischen finpension und arvy über 30 Jahre ist vielleicht CHF 20'000–30'000. Der Unterschied zwischen investieren und Sparkonto ist CHF 384'000+.

Die beste 3a ist die, die investiert ist. Die zweitbeste: die, die du morgen umstellst.

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Dieser Artikel wurde von Thierry Borgeat, CFA, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft. Zuletzt aktualisiert März 2026. Alle Gebührenangaben basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen der genannten Anbieter (Stand: März 2026).

Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Anlage- oder Vorsorgeberatung dar. Renditeangaben sind Schätzungen auf Basis historischer Daten und keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter mit KAG-Lizenz. Impressum & Rechtliche Hinweise