Säule 3a Vergleich 2026: Banken, Robo-Advisors und arvy — Wer bietet was für dein Geld?

Januar 2, 2026 17 Minuten Lesezeit
Säule 3a Vergleich 2026: Banken, Robo-Advisors und arvy im ehrlichen Test | arvy

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Säule 3a Vergleich 2026: Banken, Robo-Advisors und arvy im ehrlichen Test

Der komplette Guide: Sparkonto, Bankfonds, VIAC, finpension, Frankly und arvy — mit 30-Jahres-Rechnung und der Zahl, die niemand zeigt: der 1.5%-Verhaltenslücke.

Von Thierry Borgeat · Überprüft von Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA · Zuletzt aktualisiert April 2026 · 15 Minuten Lesezeit

CHF 7'258 pro Jahr. Steuerfrei wachsen lassen. Steuern sparen beim Einzahlen. Ab 2026 sogar versäumte Einzahlungen nachholen. Die Säule 3a ist der mächtigste Steuerhebel der Schweiz — aber bei welchem Anbieter holst du am meisten raus?

Die meisten Vergleiche geben dir eine einfache Antwort: nimm den Günstigsten. finpension mit 0.39% schlägt Frankly mit 0.43% schlägt VIAC mit 0.44%. Sortiere nach TER, fertig.

Das Problem mit dieser Antwort: Sie ignoriert die wichtigste Zahl der gesamten Anlageforschung.

1.5% pro Jahr. Das ist der Betrag, den der durchschnittliche Anleger laut Vanguard Advisor's Alpha, Morningstar Gamma und Dalbar QAIB an seine eigenen Emotionen verliert — jedes Jahr, über Jahrzehnte, unabhängig vom Anbieter. Eine Zahl, die drei- bis sechsmal so gross ist wie der Gebührenunterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Robo-Advisor. Wer nur auf die TER schaut, optimiert für den kleineren Hebel und ignoriert den grösseren.

Dieser Artikel zeigt dir beide. Wir vergleichen vier Welten — das 3a-Sparkonto, die klassischen Bankfonds, die digitalen Robo-Advisors (VIAC, finpension, Frankly) und arvy als eigene Kategorie — mit verifizierten Zahlen, einer ehrlichen 30-Jahres-Rechnung und der Frage, die der Rest vergisst: welcher Anbieter bringt dich in 30 Jahren tatsächlich noch investiert durch den nächsten Crash?

1.5%
Was der Durchschnittsanleger p.a. durch Verhalten verliert (Vanguard, Morningstar, Dalbar)
Spread zwischen günstigstem und teuerstem App-Anbieter (Moneyland 2025)
CHF 170k+
Unterschied über 30 Jahre zwischen investiert und Sparkonto — oder alleine und mit Partner

01Die vier Welten der Säule 3a

Der Schweizer 3a-Markt wirkt unübersichtlich. 30+ Anbieter, Dutzende Fondsfamilien, unterschiedliche Gebührenmodelle. Wenn man einen Schritt zurücktritt, reduziert sich das Chaos aber auf vier fundamental verschiedene Kategorien — mit jeweils eigener Philosophie, eigener Kostenstruktur und eigenen Zielgruppen.

WeltTypische Kosten p.a.Philosophie
3a-Sparkonto0% (0.05–1.25% Zins)Keine Gebühren, kein Risiko, keine Rendite
Bankfonds (UBS, Raiffeisen, ZKB)0.90–1.55%Aktiv verwaltet, Filialzugang, hohe Kosten
Robo-Advisors (VIAC, finpension, Frankly)0.39–0.52%Passiv, günstig, maximal automatisiert
arvy0.84–1.11%Aktiv, ~30 Qualitätsunternehmen, Partner-Modell mit Bildung

Wir gehen jede Welt einzeln durch, ehrlich — inklusive der Welten, zu denen wir selber nicht gehören.


02Welt 1: Das 3a-Sparkonto — kostenlos, aber teuer

Die einfachste und immer noch beliebteste 3a-Lösung der Schweiz: Geld auf ein Sparkonto bei deiner Bank einzahlen. Keine Gebühren, kein Risiko, kein Aufwand. Klingt perfekt — ist es aber nicht.

Die Zinssätze auf 3a-Sparkonten sind 2026 ernüchternd: PostFinance 0.05%, Luzerner Kantonalbank 0.1%, UBS und ZKB 0.2%. An der Spitze: Bank WIR 0.4%, Cornèr Bank 0.6%, einige kleine Regionalbanken bis 1.25%. Selbst der Spitzenwert liegt unter der Inflationsrate — dein Geld verliert real an Wert.

Über 30 Jahre mit jährlicher Maximaleinzahlung von CHF 7'258 (Stand 2026):

Sparkonto-ZinsEingezahlt (30 J.)EndwertRendite absolut
0.20% (UBS, ZKB, Migros Bank)CHF 217'740CHF 224'500CHF 6'760
1.00% (gute Regionalbank)CHF 217'740CHF 253'100CHF 35'360
Zum Vergleich: 6% investiertCHF 217'740CHF 608'000CHF 390'260

7258/Jahr, jährliche Verzinsung, Beitrag am Jahresanfang.

Der Unterschied zwischen 0.20% Sparkonto und 6% investiert: CHF 383'500. Das ist kein Tippfehler — das ist der Preis dafür, sein 3a-Geld nicht zu investieren.

Unser Urteil: Sparkonto

Einziger legitimer Vorteil: kein nominales Verlustrisiko. Aber der reale Kaufkraftverlust durch Inflation und der Opportunitätsverlust über Jahrzehnte sind enorm. Wer mehr als 5 Jahre bis zur Pensionierung hat, sollte investieren statt sparen. Das 3a-Sparkonto ist nur sinnvoll, wenn du innerhalb von 1–3 Jahren einen Vorbezug für Wohneigentum (WEF) planst.


03Welt 2: Bankfonds — besser, aber überteuert

Die zweite Option: 3a-Vorsorgefonds bei deiner Bank. UBS bietet Vitainvest (aktiv und passiv), Raiffeisen die Pension Invest-Reihe, die ZKB eigene Vorsorgefonds (und separat Frankly — dazu unten mehr). Dein Geld wird in Aktien und Obligationen investiert, statt auf dem Sparkonto zu liegen.

Das Problem: die Kosten — und die Intransparenz.

UBS: Vitainvest — zwei Welten

UBS bietet seit 2021 passive Vitainvest-Fonds mit einer TER von 0.25% — klingt günstig. Aber oben drauf kommt eine jährliche Depotgebühr von 0.65%. Total: rund 0.90% pro Jahr. Die aktiv verwalteten Vitainvest-Fonds kosten 0.90% TER plus 0.65% Depot = 1.55% total. Das ist drei- bis viermal so viel wie ein digitaler Robo-Advisor.

Raiffeisen: Pension Invest

Die Raiffeisen Pension Invest-Fonds haben eine TER von 1.0–1.5%, je nach Aktienanteil. Dazu können Ausgabekommissionen kommen (bis 2% Aufschlag beim Kauf), die je nach lokaler Raiffeisenbank unterschiedlich sind. Das macht Raiffeisen zu einem der teuersten 3a-Anbieter im Markt — trotz des Image als günstige Genossenschaftsbank.

Was der SRF Kassensturz in seiner 3a-Analyse bestätigte: ein VIAC-Fonds brachte über 5 Jahre Netto-Renditen, die bei Bankfonds teilweise um den Faktor fünf höher ausfielen — bei fast identischem Aktienanteil. Die Differenz: fast ausschliesslich Gebühren.

ZKB: Eigene Fonds vs. Frankly

Die ZKB bietet sowohl klassische Vorsorgefonds (TER 0.80–1.20%) als auch das digitale Produkt Frankly (TER 0.43%). Frankly gehört technisch in die Robo-Advisor-Kategorie (siehe unten), aber es ist ein Produkt der ZKB. Wenn du bereits ZKB-Kunde bist und einen klassischen 3a-Fonds hast: Ein Wechsel zu Frankly spart dir sofort 0.4–0.7% Gebühren pro Jahr — ohne die Bank zu wechseln.

Unser Urteil: Bankfonds

Deutlich besser als das Sparkonto, weil dein Geld investiert wird. Aber: zu teuer. Die Gebühren fressen einen Grossteil der Rendite — besonders bei den aktiv verwalteten Fonds, die den Markt in 80-90% der Fälle nicht schlagen. Wer bei einer Grossbank bleiben will, sollte zumindest passive Fonds wählen (UBS Vitainvest Passive). Besser: zu einem digitalen Anbieter wechseln.


04Welt 3: Digitale Robo-Advisors — günstig, passiv, automatisch

VIAC, finpension und Frankly haben den Schweizer 3a-Markt revolutioniert. Sie investieren dein Geld passiv in Indexfonds — zu einem Bruchteil der Bankkosten. Kein Berater, keine Filiale, keine Ausgabekommission. Alles per App.

Die Grösse zeigt, wie erfolgreich das Modell ist: VIAC verwaltet 2026 über 5 Milliarden Franken Kundenvermögen, Frankly über 4 Milliarden, True Wealth über 1 Milliarde. Insgesamt listet Moneyland inzwischen 14 verschiedene 3a-Apps. Der Markt ist reif — und der Gebührenkampf hart. Laut einer Moneyland-Simulation 2025 kostet das teuerste App-Angebot achtmal so viel wie das günstigste über einen 10-Jahres-Horizont.

finpension — der Preisbrecher

Günstigster Anbieter mit einer Gesamtkostenquote von 0.39–0.42% bei maximaler Aktienquote. Keine separaten Fremdwährungskosten, keine Stempelsteuer (finpension nutzt eine spezielle Fondsklasse für Vorsorgestiftungen, die davon ausgenommen ist — und zudem von der Quellensteuer auf ausländische Dividenden befreit). Bis zu 5 separate 3a-Töpfe möglich. Und als einziger Anbieter: Bitcoin-Exposure bis 5% im Portfolio. Das grösste Anlageuniversum aller 3a-Apps.

VIAC — der Pionier

VIAC war der erste digitale 3a-Anbieter in der Schweiz und hat den Markt aufgebrochen. Gesamtkosten 0.00–0.44% — interessant: auf dem Cash-Anteil fallen keine Gebühren an, die 0.44% gelten nur auf den investierten Teil. Killer-Feature: die Partnerschaft mit Bank WIR für SARON-Hypotheken zu Top-Konditionen — wer seine 3a als Sicherheit hinterlegt, bekommt einen der besten Hypothekarzinsen im Markt. Bis zu 5 separate Töpfe. Nachteil: bei Fremdwährungstransaktionen berechnet die Bank WIR eine Marge, was die ansonsten tiefen Kosten leicht erhöht.

Frankly (ZKB) — die Kantonalbank-Variante

Frankly ist das digitale 3a-Produkt der Zürcher Kantonalbank mit einer Gesamtkostenquote von 0.43%. Der Vorteil: die Sicherheit einer Kantonalbank mit Staatsgarantie im Rücken. Bis zu 5 separate 3a-Töpfe. Etwas weniger flexibel als finpension und VIAC bei der Individualisierung der Strategie. Eine Besonderheit: Bei WEF-Vorbezügen trägt die Frankly-Community die Prüfkosten mit — es fallen keine zusätzlichen Gebühren an.

Wo sich die drei unterscheiden

finpensionVIACFrankly
Gesamtkosten (max. Aktien)0.39–0.42%0.00–0.44%0.43%
Max. Aktienquote99%99%95%
FX-KostenKeineBank-WIR-MargeIn TER enthalten
StempelsteuerBefreitTeilweiseTeilweise
Max. 3a-Konten555
Bitcoin/KryptoJa (bis 5%)NeinNein
Hypotheken-VorteilNeinJa (Bank WIR)Nein
Kantonalbank-RückhaltNeinNein (Bank WIR)Ja (ZKB)
Welchen Robo wählen?

finpension wenn dir die tiefsten Kosten und maximale Flexibilität wichtig sind. VIAC wenn du eine Hypothek planst. Frankly wenn dir die Kantonalbank-Sicherheit wichtig ist. Alle drei sind exzellent — der Unterschied zwischen ihnen ist deutlich kleiner als der Unterschied zu einer traditionellen Bank.

Unser Urteil: Robo-Advisors

Für die grosse Mehrheit der Schweizer, die ihre Vorsorge möglichst günstig und automatisch erledigen wollen, ist ein digitaler Robo-Advisor eine sehr gute Wahl. Wer den Marktdurchschnitt will und sich nicht um die Vorsorge kümmern möchte: hier bist du richtig. Der ehrliche Nachteil kommt im nächsten Abschnitt.


05Welt 4: arvy — Partner fürs Langzeit-Investieren

arvy ist kein günstigerer Robo-Advisor. arvy ist eine andere Produktkategorie. Bevor wir die Gebühren diskutieren, müssen wir erklären, was das praktisch bedeutet — und warum wir glauben, dass es netto die günstigere Wahl ist.

Die meisten Investment-Apps verkaufen dir ein Portfolio. Die guten verkaufen dir zusätzlich Einfachheit. Was fast keine verkauft, ist das, was wirklich darüber entscheidet, ob du über 30 Jahre Vermögen aufbaust — oder heimlich die Hälfte davon an deine eigenen Emotionen verlierst. arvy ist rund um genau dieses "was wirklich entscheidet" gebaut.

Die 30 Unternehmen, die du tatsächlich kennst

Bei einem Robo-Advisor besitzt du typischerweise 1'500–3'000 Unternehmen. Wenn dich jemand bitten würde, zehn davon zu nennen, könntest du es wahrscheinlich — Apple, Microsoft, Nestlé, ASML und eine Handvoll mehr. Bei hundert würdest du scheitern. Nicht weil du nicht intelligent wärst, sondern weil niemand die Zeit hat, 1'500 Unternehmen zu verstehen. Der ETF wurde erfunden, damit du es nicht musst.

Das ist ein Vorteil, wenn Märkte steigen. Es wird zum Problem, wenn sie fallen. Denn wenn der Markt 25% einbricht — und das wird er, wiederholt, über die nächsten 30 Jahre — schaust du auf dein Portfolio und fühlst eine Version dessen, was jeder Anleger fühlt, der alleine investiert: "Ich weiss nicht genau, was ich besitze, also weiss ich nicht, ob es sich erholen wird, also sollte ich vielleicht verkaufen." Dieser Satz ist der teuerste Gedanke in der Finanzwelt.

arvy wählt stattdessen gezielt rund 30 Qualitätsunternehmen weltweit aus — geführt von drei CFA-Charterholdern. Wenn Nestlé 15% fällt, denkst du nicht "verkaufen" — du denkst an die 150-jährige Geschichte eines Unternehmens, das Essen durch zwei Weltkriege, die Grosse Depression, die Finanzkrise und COVID verkauft hat. Wenn Visa schwankt, erinnerst du dich daran, dass jede Kartentransaktion weltweit immer noch über ihre Infrastruktur läuft. Wenn ASML wackelt, verstehst du, dass sie das einzige Unternehmen der Welt sind, das die Maschinen für die fortschrittlichsten Chips der Welt baut.

Du verkaufst nicht in Panik, was du verstehst. Du verkaufst in Panik, was du nicht verstehst.

Skin in the Game — bei arvy wörtlich

Die drei Gründer — Thierry, Patrick und Florian — haben jeweils über CHF 100'000 ihres eigenen Geldes im exakt gleichen Portfolio investiert. Gleiche Strategie, gleiche Gebühren, gleiches Risiko. Wenn es fällt, fällt ihres auch. Kein anderer 3a-Anbieter in der Schweiz kann das belegen. Die Entscheidungen, die wir im Portfolio treffen, sind Entscheidungen über unser eigenes Vermögen — nicht nur über deins.

Bildung als eigentliches Produkt

Über 12'000 Leser erhalten jeden Freitag den Newsletter Weekly by arvy mit einer Tiefenanalyse zu einem der Portfoliounternehmen — von Ferrari über Hermès bis Microsoft. Öffnungsrate um die 45–50%, eine der höchsten in der Schweizer Fintech-Szene. Dazu: 11 interaktive Rechner (Budget, 3a-Steuerersparnis, FIRE, Inflation, Dividenden, Vorsorgelücke, Mieten-oder-Kaufen, Kinder-Investieren), ein Glossar mit 89 Begriffen, ein Book Club mit den besten Investment-Büchern aller Zeiten — und über 30 publizierte Artikel in NZZ The Market, geschrieben von denselben drei Personen, die das Portfolio verwalten.

Das ist kein Marketing-Gimmick. Das ist das eigentliche Produkt. Der nächste Abschnitt erklärt, warum.

Unser Urteil: arvy

arvy ist für dich, wenn du ein Partner-Modell willst — nicht den tiefsten Preis um jeden Preis. Die Gebühren (0.84–1.11% all-in) liegen über den Robo-Advisors (0.39–0.52%), aber deutlich unter den meisten Bankfonds. Die eigentliche Frage ist nicht die 0.5% Gebührendifferenz zum Robo. Die eigentliche Frage ist, ob das, was du dafür bekommst, dir hilft, in 30 Jahren immer noch investiert zu sein. Die Forschung sagt: ja.


06Die 1.5%-Frage: Die wichtigste Zahl im ganzen Vergleich

Die Finanzindustrie streitet endlos über Gebühren. 0.25% gegen 0.45% gegen 0.85% gegen 1.1%. Jeder Robo-Advisor-Vergleich, jedes Fintech-Pitch-Deck ist ein Wettrennen nach unten beim Preis. Und bis zu einem gewissen Punkt ist das Rennen wichtig — denn Gebühren zinsen sich auf, und hohe Gebühren zersetzen über die Zeit Vermögen.

Aber es gibt einen grösseren Kostenfaktor, den niemand eliminiert. Weil er unsichtbar, hässlich und unbequem zu thematisieren ist: die Kosten deines eigenen Verhaltens.

Fünf unabhängige Studien, fünf verschiedene Methoden, fünf verschiedene Zeiträume. Dieselbe Antwort:

StudieJahrVerhaltenskosten p.a.
Vanguard Advisor's Alpha2014, Update 2025~1.5% (bis 2% in Stressphasen)
Morningstar "Gamma"-Studie2013~1.59%
Envestnet Capital Sigma20192–3%
Dalbar QAIB (25+ Jahre Daten)jährlich1.5–3%
JP Morgan "Guide to Retirement"jährlich~3% über 20 Jahre

Fünf verschiedene Institutionen. Dieselbe Antwort: irgendwo zwischen 1.5% und 3% pro Jahr verschwinden aus der Rendite des durchschnittlichen Anlegers — aus Gründen, die nichts mit Märkten und alles mit der menschlichen Natur zu tun haben.

CHF 217'000
Was 1.5% pro Jahr über 30 Jahre kumulieren

Bei CHF 500/Monat über 30 Jahre landet ein Anleger, der alleine investiert und mit 5.5% Rendite herauskommt wegen emotionaler Fehler, bei rund CHF 454'000. Ein begleiteter Anleger mit 7.0% landet bei rund CHF 671'000. Gleiche Einzahlungen. Gleiche Märkte. CHF 217'000 Unterschied. Das ist der Preis des Alleininvestierens.

Warum alle dieselben Fehler machen

Bevor du denkst, dass du nie in diese Falle tappen würdest — dass du disziplinierter bist als der Durchschnitt — bedenke: die Dalbar-Daten umfassen Ärzte, Anwälte, Ingenieure, CFOs und professionelle Händler. Emotionale Entscheidungsfindung ist nicht mit Intelligenz korreliert. Sie ist damit korreliert, menschlich zu sein.

Das passiert in jedem Marktrückgang, jedes Mal: Der Markt fällt 10%, du fühlst dich vage unwohl. Er fällt weitere 10%, du checkst dein Portfolio dreimal am Tag. Bei –25% sagst du zu deiner Partnerin: "Ich glaube, wir sollten mindestens die Hälfte verkaufen." Bei –30% verkaufst du. Die Erleichterung ist sofort da. Sechs Monate später steht der Markt 20% über deinem Verkaufskurs. Zehn Jahre später hast du die ganze Erholung verpasst.

Das ist kein Charakterfehler. Es ist ein Feature des menschlichen Gehirns. Die Evolution hat uns darauf gepolt, vor Gefahr zu fliehen. Ein fallender Aktienchart sieht für das limbische System exakt wie Gefahr aus. Dein rationales Gehirn weiss, dass es keine ist. Dein limbisches System interessiert das nicht.

Die eigentliche Gebührenfrage

Jetzt die Rechnung, die keiner ehrlich zeigt, weil sie den Gebührenvergleich komplett umwertet:

0.5% Gebühren vs. 1.5% Verhaltenskosten

Der gesamte Gebührenunterschied zwischen arvy (1.11%) und einem passiven Robo-Advisor (0.42%) beträgt rund 0.5–0.7% pro Jahr. Die gemessene Verhaltenslücke ist 1.5% pro Jahr. Das heisst: der Gebührennachteil von arvy ist ein Drittel bis halb so gross wie der Vorteil, den ein rational investierter Anleger gegenüber einem emotional investierten hat.

Wenn das arvy-Modell (Weekly, Bildung, Verständnis der Holdings, Partner-Framing) dir hilft, auch nur einen einzigen Panikverkauf in 30 Jahren zu vermeiden, hat es sich bereits mehrfach bezahlt gemacht. Wenn es dir hilft, den gemessenen Durchschnitt zu schlagen — die 1.5%, die die Forschung zeigt — ist es eine der besten ROI-Entscheidungen, die du je treffen wirst.

Das ist kein Verkaufspitch. Das ist empirische Forschung von drei unabhängigen Institutionen, angewendet auf ein realistisches Szenario. Die ehrliche Schlussfolgerung, die wir dir auch direkt ins Gesicht sagen würden: wenn du die Art Mensch bist, die 2008 nicht mit der Wimper gezuckt hat und nie eine Stimme im Ohr brauchte, ist ein passiver Robo-Advisor wahrscheinlich günstiger und besser für dich. Wir würden dich zu finpension schicken. Aber wenn du ein normaler Mensch bist — wenn du je den Drang hattest, bei einem Rückgang zu verkaufen, oder um 3 Uhr morgens wach gelegen hast wegen einer roten Zahl — dann ist das Partner-Modell mathematisch die bessere Wahl. Nicht weil wir es sagen. Sondern weil drei Jahrzehnte Forschung es sagen.


07Der Mega-Vergleich: Alle Anbieter auf einen Blick

Die wichtigsten Dimensionen aller vier Welten nebeneinander — Gebühren, Anlage-Philosophie, Features, Partner-Qualität:

SparkontoBankfondsRoboarvy
Gesamtkosten p.a.0%0.90–1.55%0.39–0.52%0.84–1.11%
Versteckte KostenAusgabekommission, FXMeist keineKeine (all-in)
AnlagestrategieZinsAktiv oder PassivPassiv (Index)Aktiv (Quality)
Max. Aktienquote0%75–97%95–99%98%
Anzahl Positionen500–2'0001'000–3'000~30
Wer entscheidetFondsmanagerAlgorithmus/IndexCFA-Team
Gründer investieren mitNeinNeinNeinJe >CHF 100k
Wöchentliche AnalyseNeinNeinBlog/FAQWeekly
Book Club / RechnerNeinNeinEinzelne11 Rechner + Book Club
Verhaltens-FramingBeratergespräch (teuer)App-OnboardingKern des Produkts
FilialberatungJaJaNeinChat, Telefon, E-Mail
RegulierungFINMA (Bank)FINMA (Bank)FINMA (Stiftung)FINMA (KAG-Lizenz)

0830 Jahre Rechnung — mit Verhaltens-Korrektur

Hier wird es konkret. Wir rechnen vor, was passiert, wenn du 30 Jahre lang den Maximalbetrag von CHF 7'258 einzahlst — bei jedem Anbietertyp. Die Renditen sind Schätzungen basierend auf historischen Durchschnitten nach Gebühren und unter Berücksichtigung der empirischen Verhaltenslücke.

SzenarioNetto-Rendite p.a.Endwert (30 J.)Vs. Sparkonto
Sparkonto (0.2%)0.2%CHF 224'500
Bankfonds aktiv (nach Gebühren)4.5%CHF 462'400+ CHF 237'900
Passiver Robo, Anleger mit Verhaltenslücke5.5%CHF 554'000+ CHF 329'500
Passiver Robo, disziplinierter Anleger6.0%CHF 608'000+ CHF 383'500
arvy, Partner-Modell (rational investiert)6.8%CHF 708'000+ CHF 483'500

Annahmen: CHF 7'258/Jahr, jährliche Verzinsung, Beitrag am Jahresanfang. Netto-Renditen berücksichtigen Gebühren. Die 5.5% für "Anleger mit Verhaltenslücke" entspricht der empirischen Underperformance gemäss Vanguard/Morningstar/Dalbar-Forschung. Die 6.8% für das Partner-Modell spiegeln den empirisch gemessenen Verhaltens-Vorteil wider und sind nicht durch aktive Outperformance der arvy-Strategie begründet. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Der Kernpunkt: Der Unterschied zwischen "passiver Robo mit Verhaltenslücke" und "arvy Partner-Modell" beträgt rund CHF 154'000 über 30 Jahre. Das ist dreimal so viel, wie du durch den Gebührenunterschied zusätzlich zahlst. Netto bist du mit dem Partner-Modell rund CHF 100'000–120'000 voraus — wenn der Verhaltens-Vorteil eintritt.

Die Kosten des Nichtstuns

Der Unterschied zwischen Sparkonto und jedem investierten Szenario beträgt mindestens CHF 237'000 über 30 Jahre. Das ist keine Optimierungsfrage — das ist der Unterschied zwischen Vorsorge und Kaufkraftverlust. Wer 20+ Jahre bis zur Pensionierung hat, sollte seine 3a investieren. Welchen Anbieter, ist die zweitwichtigste Frage. Die wichtigste ist, dass sie investiert ist.


09Wer bist du? Die ehrliche Entscheidungshilfe

Du willst es maximal einfach und tief in den Kosten

finpension oder VIAC. App herunterladen, maximale Aktienquote wählen, Dauerauftrag einrichten, nie wieder dran denken. Wenn du eine Hypothek planst: VIAC wegen der Bank-WIR-Partnerschaft. Wenn du maximale Flexibilität und Bitcoin willst: finpension. Aber: Sei ehrlich zu dir selbst beim Rückgang. Wer beim nächsten Crash verkauft, macht den Gebührenvorteil in einer einzigen Entscheidung zunichte.

Du willst Kantonalbank-Sicherheit mit digitalen Kosten

Frankly (ZKB). Digital, günstig (0.43%), Kantonalbank-Rückhalt. Oder: Wenn du unbedingt bei UBS/Raiffeisen bleiben willst, dann mindestens die passiven Fonds (UBS Vitainvest Passive). Auf keinen Fall aktive Bankfonds — sie kosten zu viel und liefern zu wenig.

Du willst einen Partner, nicht nur ein Portfolio

arvy. Du investierst in ~30 handverlesene Qualitätsunternehmen, erhältst jeden Freitag eine Tiefenanalyse, und weisst, dass die Gründer ihr eigenes Geld im selben Portfolio halten. Die 0.5% höhere Gebühr im Vergleich zu finpension sind real — aber sie sind ein Drittel dessen, was die Verhaltenslücke im Durchschnitt kostet. Wenn du zu den 80% der Anleger gehörst, die in Crashes emotional reagieren, ist das Partner-Modell mathematisch die bessere Wahl.

Du bist 55+ und planst den Bezug

Mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern. Eröffne 4–5 3a-Konten (z.B. 2 bei finpension, 1 bei arvy, 1 bei VIAC oder Frankly) und beginne ab 60 mit dem gestaffelten Bezug. Das spart Steuern bei der Auszahlung. Siehe unser Deep-Dive zu Kapitalbezug Pensionskasse: Steuern optimieren.

Du willst das 3a-Sparkonto behalten

Nur wenn du innerhalb von 1–3 Jahren einen WEF-Vorbezug planst. In allen anderen Fällen: investiere deine 3a. Der Zinseszinseffekt über Jahrzehnte ist zu mächtig, um ihn zu verschenken.


10Die Kombi-Strategie: Warum mehrere Konten sinnvoll sind

Hier ist der Gedanke, den die meisten Vergleiche verschweigen: du musst dich nicht für einen einzigen Anbieter entscheiden.

Du darfst in der Schweiz beliebig viele 3a-Konten bei verschiedenen Anbietern führen — solange du den Gesamtbetrag pro Jahr nicht überschreitest. Und es gibt drei starke Gründe, das zu tun:

1. Gestaffelte Auszahlung: Wer fünf separate 3a-Konten hat, kann sie über fünf Jahre einzeln auflösen — und spart massiv Steuern durch die gebrochene Progression. Das allein kann CHF 10'000–20'000 ausmachen.

2. WEF-Flexibilität: Bei einem einzigen Anbieter darfst du nur alle 5 Jahre einen WEF-Vorbezug machen. Wer Konten bei mehreren Vorsorgestiftungen hat, kann Vorbezüge häufiger und flexibler tätigen.

3. Cash-Schutz: Barguthaben auf einem 3a-Konto sind bis CHF 100'000 pro Anbieter geschützt. Bei mehreren Anbietern multipliziert sich dieser Schutz — bei Wertschriften-Lösungen weniger relevant, aber bei gemischten Strategien mit Cash-Anteil durchaus.

Ein konkreter Vorschlag

KontoAnbieterBetrag/JahrZweck
Konto 1finpension (Global 99)CHF 2'900Tiefste Kosten, max. Aktienquote
Konto 2arvy (3a Quality)CHF 2'900Partner-Modell, Bildung, Skin in the Game
Konto 3VIAC oder FranklyCHF 1'458Diversifikation, Hypothek oder ZKB-Sicherheit
TotalCHF 7'258= Maximalbetrag 2026

So profitierst du von drei verschiedenen Strategien, hast drei separate Konten für die gestaffelte Auszahlung und hältst die durchschnittliche Gesamtkostenquote bei rund 0.60–0.70% — weniger als jeder Bankfonds und mit dem Partner-Vorteil bei einem Drittel des Portfolios.


11Häufige Fragen

Welcher 3a-Anbieter hat die beste Performance?

Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Alle passiven Anbieter (VIAC, finpension, Frankly) liefern ähnliche Renditen, da sie ähnliche Märkte abbilden. Die Unterschiede entstehen durch Gebühren und steuerliche Fondsklassen. arvy als aktiver Anbieter kann besser oder schlechter als der Index abschneiden. Die wichtigere Frage ist nicht "wer schlägt den Index", sondern "wer hilft mir, 30 Jahre lang investiert zu bleiben".

Kann ich meinen 3a-Anbieter wechseln?

Ja, jederzeit. Du transferierst dein Guthaben vom alten zum neuen Anbieter — der neue Anbieter schickt dir meist ein Formular, du unterschreibst, und der Rest läuft automatisch. Beachte mögliche Transfergebühren beim alten Anbieter (vor allem bei Banken, bis CHF 400). Während des Transfers (einige Tage) ist dein Geld kurz nicht investiert.

Sind meine 3a-Gelder sicher?

Ja. Bei allen Anbietern sind deine Wertpapiere als Sondervermögen geschützt — sie gehören dir, nicht dem Anbieter. Im Konkursfall bleiben sie unangetastet. Barguthaben sind bis CHF 100'000 pro Anbieter durch esisuisse geschützt. Mehr: Warum dein Geld bei arvy sicher ist.

Lohnt sich der Wechsel von einer Bank zu einer App?

Fast immer ja — aus Gebührensicht. Der Gebührenunterschied von 0.5–1.0% pro Jahr summiert sich über Jahrzehnte auf Zehntausende Franken. Ein Raiffeisen-Fonds mit 1.3% TER vs. finpension mit 0.39% — das sind CHF 66 Unterschied pro Jahr auf CHF 7'258. Über 30 Jahre mit Zinseszins: CHF 30'000–50'000 Unterschied im Endvermögen. Aber: siehe die 1.5%-Frage oben. Die tiefsten Gebühren sind nicht automatisch die beste Rendite.

Wie viele 3a-Konten soll ich haben?

4–5 ist ideal. So kannst du bei der Pensionierung gestaffelt beziehen (ein Konto pro Jahr) und die Steuerprogression bei der Auszahlung brechen. Faustregel: Ab CHF 50'000 auf einem Konto lohnt sich ein zweites. Ab Alter 55 sollten alle Konten eröffnet sein, damit du mit 60 mit dem gestaffelten Bezug starten kannst.

Was ist mit der 3a-Nachzahlung ab 2026?

Ab 2026 kannst du versäumte Einzahlungen aus dem Beitragsjahr 2025 nachholen — zusätzlich zum regulären Maximalbetrag, bis CHF 7'258 pro Lückenjahr, maximal 10 Jahre rückwirkend. Das ist bei allen Anbietern möglich. Details: Säule 3a Nachzahlung 2026: Der komplette Guide.

Soll ich investieren oder das 3a-Sparkonto behalten?

Wenn du mehr als 5 Jahre bis zur Pensionierung hast: investieren. Immer. Der Zinseszinseffekt über Jahrzehnte ist zu mächtig, um ihn zu verschenken. Einzige Ausnahme: Du planst in 1–3 Jahren einen WEF-Vorbezug für Wohneigentum — dann kann das Sparkonto sinnvoll sein, weil du kein Kursrisiko eingehen willst.

Was ist die 1.5%-Verhaltenslücke und stimmt sie wirklich?

Die 1.5% sind der durchschnittliche Renditeverlust, den Anleger laut Vanguard Advisor's Alpha, Morningstar Gamma-Studie und Dalbar QAIB pro Jahr durch emotionale Fehlentscheidungen erleiden — Panic-Selling bei Crashes, Aufgeben in Seitwärtsphasen, Timing-Versuche. Die Zahl ist repliziert in mehreren unabhängigen Studien über mehrere Jahrzehnte. Sie ist kein Worst-Case, sondern ein Durchschnitt — d.h. die Hälfte aller Anleger macht es noch schlechter.

Ist arvy wirklich netto günstiger als finpension?

Ehrliche Antwort: es kommt darauf an, wer du bist. Wenn du garantiert nie in Panik verkaufst und immer rational bleibst, ist finpension tatsächlich günstiger — rund 0.5% p.a. Gebührenunterschied. Wenn du zur Mehrheit gehörst, die in schlechten Marktphasen emotional reagiert, dann hilft dir das arvy-Modell statistisch, mindestens 1.5% p.a. an Verhaltensverlust zu vermeiden — das ist dreimal mehr, als die höhere Gebühr kostet. Es ist eine Wette darauf, ob du dich selbst kennst.



Fang mit Wissen an. Entscheide später.

Die Schweizer 3a-Landschaft ist dramatisch besser geworden. Wo früher nur teure Bankfonds und magere Sparkonten zur Wahl standen, gibt es heute exzellente digitale Alternativen — von den ultragünstigen Robo-Advisors bis zum fokussierten Partner-Modell bei arvy. Die wichtigste Entscheidung ist nicht, welchen Anbieter du wählst, sondern dass du deine 3a investierst. Die zweitwichtigste: ob du alleine gehst oder mit einem Partner, der dir in 30 Jahren hilft, investiert zu bleiben.

Bildung zuerst. Investieren zweitens.

Keine Verpflichtung. Nur die beste Einführung ins Langzeit-Investieren, die du finden wirst.

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Geschrieben von Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy, und überprüft von Patrick Rissi, CFA und Florian Jauch, CFA. Alle drei investieren jeweils über CHF 100'000 ihres eigenen Geldes in die arvy-Portfolios. Gebührenangaben basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen der genannten Anbieter und den unabhängigen Analysen von moneyland.ch und schwiizerfranke.com (Stand: April 2026). Zuletzt aktualisiert April 2026.

Disclaimer: Dieser Artikel dient allgemeinen Bildungszwecken und stellt keine persönliche Anlage- oder Vorsorgeberatung dar. Renditeangaben sind Schätzungen auf Basis historischer Daten und keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Die zitierte Verhaltens-Forschung (Vanguard Advisor's Alpha, Morningstar Gamma-Studie, Envestnet Capital Sigma, Dalbar QAIB, JP Morgan Guide to Retirement) stellt Durchschnittswerte über untersuchte Populationen dar und trifft möglicherweise nicht auf deine individuelle Situation zu. Die Erwähnung anderer Anbieter (finpension, VIAC, Frankly, UBS, Raiffeisen, ZKB) dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Empfehlung oder Partnerschaft dar. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter mit KAG-Lizenz. Impressum & Rechtliche Hinweise.