Was arvy anders macht als andere Anbieter (Robo-Advisor, Banken, DIY-Apps)


Beim Preis gleichauf mit den günstigsten. Der Unterschied liegt woanders.
Die meisten Anbieter beantworten diese Frage mit ihrem Preis. Wir fangen damit an, dass der Preis sie nicht beantwortet.
Der arvy ETF Sparplan kostet 0.39% Verwaltung plus 0.06% Produktkosten, zusammen 0.45% all-in im Profil Wachstum. Das sind die tiefsten All-in-Kosten in unserem Anbietervergleich. Der Vorsprung auf den nächsten Anbieter beträgt allerdings 0.02%.
Zwei Hundertstel Prozent sind kein Grund, sich für einen Anbieter zu entscheiden. Über dreissig Jahre und CHF 500 im Monat sind das rund CHF 3'250 — eine Zahl, die jede Marktbewegung einer einzigen Woche überdeckt. Wer seine Entscheidung auf den Preis stützt, entscheidet sich zwischen mehreren Anbietern, die praktisch gleich viel kosten.
Die interessanten Unterschiede liegen deshalb nicht zwischen uns und anderen digitalen Anbietern. Sie liegen zwischen vier grundsätzlich verschiedenen Wegen.
Wer sich selbst ein Depot bei einem günstigen Broker eröffnet, einen Weltaktien-ETF kauft und jeden Monat nachkauft, landet je nach Anbieter und Vorgehen bei etwa 0.20% bis 0.50% pro Jahr. Die Spanne ist so breit, weil mehr zusammenkommt als die Produktkosten des Fonds:
| Posten beim Selbermachen | Grössenordnung |
|---|---|
| Produktkosten des ETF | 0.06% bis 0.20% |
| Depotgebühr | 0% bis 0.25% |
| Courtage je Kauf | CHF 0 bis CHF 9 pro Ausführung |
| Währungswechsel | bis 0.50% je Einzahlung, wenn nicht in Franken gekauft wird |
| Steuerauszug | CHF 0 bis CHF 150 pro Jahr |
| Deine Zeit | rund 150 Stunden über dreissig Jahre |
Die Stempelabgabe fällt in beiden Fällen gleich an und ist deshalb nicht aufgeführt. Zeitaufwand gerechnet mit 15 Minuten im Monat für Ausführung und Kontrolle plus zwei Stunden im Jahr für die Steuerunterlagen.
Am unteren Ende dieser Spanne bist du günstiger als wir. Am oberen Ende bist du teurer:
| Weg | All-in pro Jahr | Nach 30 Jahren | Differenz zu arvy |
|---|---|---|---|
| Selber machen, sehr diszipliniert | 0.20% | CHF 586'452 | +27'958 |
| Selber machen, realistisch | 0.35% | CHF 569'488 | +10'994 |
| arvy ETF Sparplan | 0.45% | CHF 558'494 | — |
| Selber machen, mit Währungswechsel und Depotgebühr | 0.50% | CHF 553'089 | −5'405 |
| Günstigster anderer digitaler Anbieter | 0.48% | CHF 555'244 | −3'250 |
| Teurerer digitaler Anbieter | 0.90% | CHF 511'973 | −46'521 |
| Bankmandat, unteres Ende | 1.20% | CHF 483'467 | −75'027 |
| Bankmandat, oberes Ende | 1.80% | CHF 431'863 | −126'631 |
CHF 500 im Monat, 7% Bruttorendite, 30 Jahre. Modellrechnung auf den genannten Annahmen, keine Prognose.
In keiner dieser Zahlen steckt deine Zeit. Jeden Monat einloggen, Kurs anschauen, Stückzahl berechnen, Order erfassen, kontrollieren — dazu einmal im Jahr die Steuerunterlagen zusammensuchen. Über dreissig Jahre sind das rund 150 Stunden, also fast vier volle Arbeitswochen. Was dir diese Zeit wert ist, entscheidest du: Bei CHF 50 pro Stunde wären es CHF 7'500, und damit mehr als der Kostenunterschied über denselben Zeitraum.
Wir schreiben das so deutlich hin, weil es stimmt: Wer diszipliniert kauft, den günstigsten Broker wählt, den Währungswechsel vermeidet und die Steuerunterlagen selbst erstellt, ist billiger als wir. Das ist keine Höflichkeitsfloskel, sondern die Konsequenz aus der Tabelle oben.
Der Posten, der in beiden Tabellen fehlt, ist der wichtigste: Du bist dauerhaft auf dich allein gestellt. Niemand ordnet ein, wenn der Markt zwanzig Prozent fällt. Niemand sagt dir, ob das, was du gerade tun willst, in fünf Jahren noch richtig aussieht. Genau davon handelt der nächste Abschnitt.
Es gibt einen Posten, der in keiner Gebührentabelle steht und der grösser ist als alle Gebühren zusammen: der Abstand zwischen der Rendite eines Fonds und der Rendite seiner Anleger.
Untersuchungen von Vanguard, Morningstar und Dalbar kommen unabhängig voneinander auf dieselbe Grössenordnung: 1% bis 1.5% pro Jahr. Die Ursache ist kein Kostenposten, sondern Verhalten — im Rückgang verkaufen, nach starken Jahren kaufen, in unbequemen Phasen aussetzen.
Damit lässt sich die Frage «lohnt sich ein Anbieter?» in eine rechenbare Form bringen. Wie gross deine Verhaltenslücke sein darf, bevor sich der Kostenvorteil des Selbermachens auflöst, hängt davon ab, wie günstig du es tatsächlich machst:
| Deine Kosten beim Selbermachen | Vorteil gegenüber arvy | Ab dieser Verhaltenslücke ist der Vorteil weg |
|---|---|---|
| 0.20% — sehr diszipliniert | 0.25% | 0.25% pro Jahr |
| 0.35% — realistisch | 0.10% | 0.10% pro Jahr |
| 0.50% — mit Währungswechsel und Depotgebühr | keiner | sofort |
Selbst im günstigsten Fall reicht also eine Verhaltenslücke von einem Viertelprozent pro Jahr, damit sich die Rechnung dreht. Zur Einordnung, was das in Franken bedeutet, ausgehend von den disziplinierten 0.20%:
| Deine Verhaltenslücke | Selber machen | arvy | Wer liegt vorn |
|---|---|---|---|
| 0.10% pro Jahr | CHF 575'079 | CHF 558'494 | Selber machen |
| 0.25% pro Jahr | CHF 558'494 | CHF 558'494 | gleichauf |
| 0.50% pro Jahr | CHF 532'069 | CHF 558'494 | arvy, um CHF 26'425 |
| 1.25% pro Jahr | CHF 461'127 | CHF 558'494 | arvy, um CHF 97'367 |
Dieselben Annahmen wie oben. Die Verhaltenslücke ist hier vereinfachend als dauerhafte Renditeeinbusse gerechnet.
Die Forschung schätzt den Durchschnitt vier- bis sechsmal höher als diese Schwelle von 0.25% — aber ein Durchschnitt ist nicht dein Wert. Diese Rechnung sagt nicht «nimm arvy». Sie sagt: Schau dir an, was du 2008, 2020 und 2022 tatsächlich getan hast.
Ein klassisches Bankmandat kostet 1.2% bis 1.8% all-in. Dafür bekommst du in vielen Fällen ein Portfolio aus Indexfonds — also inhaltlich dasselbe, was ein digitaler Anbieter für einen Bruchteil abbildet.
Über dreissig Jahre sind das CHF 75'000 bis CHF 127'000 Unterschied. Das ist keine Nuance, das ist ein Viertel des Ergebnisses.
Was du bei einer Bank zusätzlich bekommst, ist meist ein Berater. Das kann sehr viel wert sein, wenn es um Nachfolge, Immobilienfinanzierung, Steueroptimierung über mehrere Gefässe oder eine komplexe Familiensituation geht. Für einen Sparplan auf den Weltaktienmarkt ist es teuer bezahlt.
Hier wird es unaufgeregt: Wir sind eine von mehreren guten Lösungen, und der Preisunterschied ist klein. Was uns unterscheidet, sind drei Dinge — und keines davon ist eine Gebühr.
Erstens: Wir zeigen unsere Bausteine. Auf der Seite Die Bausteine steht jeder eingesetzte Fonds mit ISIN, Kosten, Domizil und Stand. Du musst uns nicht glauben, du kannst nachschauen.
Zweitens: Wir schreiben auch auf, was gegen uns spricht. In unserem Anbietervergleich steht ein Abschnitt darüber, wo ein Mitbewerber günstiger sein könnte als wir. In diesem Artikel steht, dass Selbermachen billiger ist. Das ist kein Marketingtrick, sondern die Bedingung dafür, dass der Rest glaubwürdig ist.
Drittens: Es gibt Menschen dahinter, und du erreichst sie. Telefon, Chat, Mail — es antwortet jemand in Zürich, der das Portfolio kennt. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit und ist es nicht.
Der Grund, warum wir so viel Aufwand in Erklärungen stecken, folgt direkt aus der Rechnung weiter oben. Wenn das Verhalten der grösste Kostenfaktor ist, dann ist Bildung nicht ein Nebenprodukt, sondern der Kern der Dienstleistung.
Wir zeigen dir, was du besitzt und warum du es besitzt. In ruhigen Phasen ist das angenehm zu wissen. In schwierigen Phasen ist es der Unterschied zwischen Durchhalten und Verkaufen.
Wir behaupten nicht, dass unsere Einordnungen dir jene 1% bis 1.5% zurückholen. Das wäre ein Renditeversprechen, und keiner kann es halten.
Was wir zusagen, ist konkreter und bescheidener: Wenn der Markt zehn Prozent fällt, ordnen wir es ein. Fällt er zwanzig, weisen wir darauf hin, dass historisch genau dann Aufstockungen am meisten gebracht haben. Ob du investiert bleibst, entscheidest am Ende du.
Wir versprechen ausserdem keine Überrendite. Der ETF Sparplan bildet einen Index ab und macht damit, was ein Index macht: Er kauft, was gross ist, und stellt keine Fragen zur Bewertung. Wie sich das zu unserem aktiven Ansatz verhält, steht in Passiv, aktiv oder beides.
Das ist die Seite, über die selten geschrieben wird, weil sie sich nicht in Prozenten ausdrücken lässt.
An kaum einer Stelle im Leben bekommst du so schnelles, so unbestechliches Feedback über dich selbst wie an einem Depot. Gier zeigt sich, wenn alles steigt und du mehr willst. Angst zeigt sich, wenn dein Portfolio zwanzig Prozent unter Wasser steht. Zweifel zeigen sich, wenn jemand am Abendessen von einer Verdreifachung erzählt.
Wer das ein paar Jahre lang aushält und beobachtet, lernt mehr über seine eigenen Reaktionsmuster als aus jedem Persönlichkeitstest — und diese Erkenntnis wirkt weit über das Depot hinaus. Bessere Entscheidungen kommen aus besserem Verstehen. Das gilt für Geld, und es gilt nicht nur für Geld.
Deshalb ist unser Lernbereich nicht die Marketingabteilung, sondern Teil des Produkts. Und deshalb ist unser Ziel nicht, dass du dich täglich mit dem Depot beschäftigst, sondern das Gegenteil: dass dein Fokus auf deinem Leben liegt, weil du weisst, was läuft und wen du anrufen kannst.
arvy gehört den drei Gründern. Es gibt keinen Konzern, der eine Quartalszahl braucht, und keinen Finanzinvestor mit einem Ausstiegsdatum. Das hat eine praktische Folge: Wir können in Jahren denken, weil uns niemand in Quartalen fragt.
Wir investieren eigenes Geld in dieselben Portfolios wie unsere Kundinnen und Kunden, zu denselben Konditionen. Wenn eine Entscheidung schlecht ist, trifft sie uns gleichzeitig und im gleichen Ausmass.
Und wir sind beaufsichtigt: arvy AG ist ein von der FINMA bewilligter Verwalter von Kollektivvermögen. Deine Wertschriften liegen bei der Hypothekarbank Lenzburg, gehören jederzeit dir und sind als Sondervermögen vom Vermögen von arvy getrennt.
Damit dieser Artikel nicht als Werbetext endet, hier die Fälle, in denen du woanders besser bedient bist.
| Wenn du … | dann … |
|---|---|
| zwei Börsenkrisen ohne Zucken durchgehalten hast | mach es selbst beim Broker — bis zu 0.25% günstiger, wenn du den günstigsten Weg wählst |
| deine Titel selbst auswählen willst | brauchst du ein Depot, kein Mandat |
| das Geld in den nächsten Jahren brauchst | gehört es nicht in Aktien, bei keinem Anbieter |
| Nachfolge, Hypothek und Firma gemeinsam lösen willst | brauchst du eine umfassende Beratung, nicht einen Sparplan |
| nur auf den tiefsten Preis schaust | vergleiche weiter — der Abstand zu den Nächsten ist klein |
Bleibt am Ende das Argument, das uns selbst am wichtigsten ist: Ein Sparplan nützt nur, wenn er dreissig Jahre läuft. Alles, was wir tun, ist darauf ausgelegt, dass du dabeibleibst — nicht darauf, dass du heute unterschreibst.
Nicht der Preis. Beim ETF Sparplan liegen wir mit 0.45% all-in vorn, aber nur um 0.02% gegenüber dem nächsten Anbieter. Der Unterschied liegt darin, dass wir alle eingesetzten Bausteine offenlegen, auch schreiben, was gegen uns spricht, und dass zum Sparplan ein vollständiger Lernbereich sowie erreichbare Menschen gehören.
Um Hundertstel, ja. Über dreissig Jahre und CHF 500 im Monat sind es rund CHF 3'250 gegenüber dem nächstgünstigsten Anbieter. Gegenüber einem Bankmandat sind es CHF 75'000 bis CHF 127'000. Der erste Unterschied ist klein, der zweite gross.
Je nachdem. Selbermachen kostet 0.20% bis 0.50% pro Jahr, wenn man Produktkosten, Depotgebühr, Courtage, Währungswechsel und Steuerauszug zusammenzählt. Am unteren Ende bist du 0.25% günstiger als wir, am oberen Ende teurer. Dazu kommen rund 150 Stunden Zeitaufwand über dreissig Jahre. Und es hängt an deiner Verhaltenslücke: Schon 0.25% pro Jahr heben den Vorteil auf.
Der Abstand zwischen der Rendite eines Fonds und der Rendite seiner Anleger. Untersuchungen von Vanguard, Morningstar und Dalbar schätzen ihn auf 1% bis 1.5% pro Jahr. Ursache ist nicht ein Kostenposten, sondern Verhalten: im Rückgang verkaufen, nach starken Jahren kaufen, in unbequemen Phasen aussetzen.
Nein. Wir behaupten nicht, dass unsere Einordnungen dir jene 1% bis 1.5% zurückholen — das wäre ein Renditeversprechen. Wir sagen zu, dass wir in schwierigen Phasen erklären, was du besitzt und warum, und dass du jemanden erreichst.
arvy gehört den drei Gründern. Es gibt keinen Konzern mit Quartalszielen und keinen Finanzinvestor mit Ausstiegsdatum. Die Gründer investieren eigenes Geld in dieselben Portfolios wie die Kundinnen und Kunden, zu denselben Konditionen.
Für alle, die zwei Börsenkrisen nachweislich ohne Zucken durchgehalten haben und bereit sind, den Aufwand selbst zu tragen — die sind selbst günstiger. Für alle, die ihre Titel selbst auswählen wollen. Für Geld, das in wenigen Jahren gebraucht wird. Und für eine umfassende Beratung zu Nachfolge, Hypothek und Firma.
0.39% Verwaltung plus 0.06% Produktkosten, wöchentlich investiert — und ein Lernbereich, der mitkommt.
Dieser Beitrag wurde von Thierry Borgeat, Mitgründer von arvy, verfasst und von Patrick Rissi, CFA, und Florian Jauch, CFA, geprüft.
Disclaimer: arvy AG ist ein von der FINMA bewilligter Verwalter von Kollektivvermögen nach Art. 24 KAG. Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Beträge sind Modellrechnungen auf den genannten Annahmen und keine Prognosen. Die historische Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.