Was ich gerne gewusst hätte, bevor ich angefangen habe zu investieren

Juli 21, 2025 4 Minuten Lesezeit

arvy's Teaser: Bevor ich meinen ersten Franken investiert habe, war ich überzeugt: Ich weiss nicht genug. Der Markt ist zu hoch. Ich kann es mir nicht leisten, Geld zu verlieren. Ich warte, bis ich mehr verstehe. Heute, Jahre später, weiss ich: Jede einzelne dieser Überzeugungen war falsch. Hier sind die Dinge, die ich gerne vorher gewusst hätte.


1. Du wirst nie «bereit» sein – und das ist okay

Ich habe monatelang recherchiert. Bücher gelesen, YouTube geschaut, Blogs verglichen. Und weisst du, was passiert ist? Ich fühlte mich weniger bereit, nicht mehr. Denn je mehr du lernst, desto mehr realisierst du, was du noch nicht weisst.

Die Wahrheit: Es gibt keinen Moment, in dem du «genug weisst». Es gibt nur den Moment, in dem du anfängst. Alles andere lernst du unterwegs. Und das Unterwegs-Lernen ist hundertmal wertvoller als das Vorher-Lesen – weil du mit echtem Geld echte Emotionen erlebst.

Ich hätte mir gewünscht, jemand hätte mir gesagt: Fang mit CHF 100 an. Nicht mit CHF 100'000. Mach den ersten Schritt absurd klein. Dann ist die Angst absurd klein – und du bist drin.


2. Der «richtige Zeitpunkt» existiert nicht

Ich habe gewartet. Auf den Crash. Auf die Korrektur. Auf den «günstigen Einstieg». Weisst du, was in der Zwischenzeit passiert ist? Die Märkte sind gestiegen. Und gestiegen. Und gestiegen.

Hier ist, was mir niemand so klar gesagt hat:

Über jeden beliebigen 15-Jahres-Zeitraum in der Geschichte des MSCI World war das Ergebnis positiv. Egal ob du am schlimmsten Tag gekauft hast oder am besten. Der Unterschied? Ein paar Prozent. Die Gemeinsamkeit? Alle haben Geld verdient – wenn sie investiert geblieben sind.

Der «perfekte Zeitpunkt» ist ein Mythos. Der «gute Zeitpunkt» ist: heute. Nicht weil die Märkte gerade günstig sind, sondern weil jeder Tag, den du wartest, ein Tag ist, an dem dein Geld nicht für dich arbeitet.


3. Verluste gehören dazu – und sie fühlen sich schlimmer an, als sie sind

Mein erster Monat als Investor: −4.2%. Ich habe das Portfolio dreimal am Tag geöffnet. Mein Herz hat gerast. Ich habe überlegt, alles zu verkaufen.

Heute weiss ich: −4% in einem Monat ist völlig normal. Es passiert im Durchschnitt mehrmals pro Jahr. Und im schlimmsten Fall – ein grosser Crash wie 2008 oder 2020 – hat der Markt sich innerhalb von 1–3 Jahren vollständig erholt.

Was ich gerne gewusst hätte: Verluste auf dem Papier sind keine echten Verluste. Sie werden erst real, wenn du verkaufst. Solange du investiert bleibst, ist ein Rückgang nur eine Zahl auf dem Bildschirm. Und die Unternehmen dahinter verkaufen weiter ihre Produkte, verdienen weiter Geld, wachsen weiter.

«Mein grösster Fehler war nicht, dass ich schlecht investiert habe. Es war, dass ich zu lange gewartet habe, überhaupt anzufangen.»


4. Du brauchst weniger Geld zum Starten, als du denkst

Ich dachte, Investieren sei für Leute mit CHF 50'000 auf dem Konto. Oder mindestens CHF 10'000. In Wahrheit kannst du heute mit CHF 1 anfangen. Buchstäblich.

Was zählt, ist nicht der Betrag – sondern die Regelmässigkeit. CHF 200 pro Monat, automatisch, 30 Jahre lang – das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit über CHF 200'000. Nicht weil du viel investierst, sondern weil du früh anfängst und durchhältst.

Die Magie der kleinen Beträge

CHF 200/Monat × 30 Jahre bei 6% Rendite = CHF 201'000
Davon eingezahlt: CHF 72'000. Rendite: CHF 129'000 – fast das Doppelte.

CHF 500/Monat × 30 Jahre bei 6% = CHF 503'000
Eingezahlt: CHF 180'000. Rendite: CHF 323'000.

Das ist kein Trick. Das ist Zinseszins. Und er braucht nur eines: Zeit.


5. Gebühren sind wichtig – aber nicht das Wichtigste

Ich war besessen von Gebühren. Ich habe Anbieter bis auf die zweite Nachkommastelle verglichen. Ich habe den günstigsten gewählt.

Was ich heute weiss: Gebühren sind wichtig – ja. Aber drei Dinge sind wichtiger:

Erstens: Überhaupt anzufangen. 0% Gebühren auf CHF 0 investiert ist immer noch CHF 0.

Zweitens: Investiert zu bleiben. Ein Panikverkauf in der Krise kostet dich mehr als 30 Jahre Gebühren. Wenn du verstehst, was du besitzt, verkaufst du nicht in Panik.

Drittens: Die richtigen Entscheidungen ausserhalb des Depots. Ein einziger gut getimter PK-Einkauf, eine kluge Bezugsreihenfolge bei der Pensionierung oder die richtige Wohnortwahl spart dir mehr als jede Gebührenoptimierung je könnte.


6. Es geht nicht nur ums Geld

Die überraschendste Erkenntnis: Investieren hat mich als Mensch verändert. Nicht wegen des Geldes – sondern wegen dem, was ich über mich gelernt habe.

Ich habe gelernt, dass ich in Stress-Situationen zu impulsiven Entscheidungen neige – und dass Geduld fast immer die bessere Wahl ist. Ich habe gelernt, langfristig zu denken – nicht nur beim Investieren, sondern bei Karriere, Beziehungen, Gesundheit. Ich habe gelernt, Risiko von Gefahr zu unterscheiden: Volatilität ist Risiko (und normal), ein Totalverlust ist Gefahr (und bei Qualitätsunternehmen extrem selten).

Ich habe gelernt, dass die Welt trotz aller Krisen tendenziell besser wird – weil Unternehmen Probleme lösen, Innovationen vorantreiben und Wert schaffen. Das ist ein Optimismus, den ich vorher nicht hatte.

«Investieren hat mir mehr über mich selbst beigebracht als über die Börse.»


7. Du brauchst kein Diplom – nur den ersten Schritt

Ich habe kein Finanzstudium. Ich bin kein Analyst. Ich bin jemand, der irgendwann angefangen hat – unsicher, nervös, mit viel zu wenig Wissen. Und der auf dem Weg gelernt hat.

Das Einzige, was du brauchst:

✅ Die Bereitschaft, anzufangen – auch wenn du dich nicht bereit fühlst
✅ Die Geduld, dranzubleiben – auch wenn der Markt mal fällt
✅ Die Neugier, zu lernen – nicht alles auf einmal, sondern Schritt für Schritt
✅ Einen Ort, an dem du nicht allein bist – wo echte Menschen dir helfen

Genau dafür haben wir arvy gebaut. Nicht für Profis. Nicht für Leute, die schon alles wissen. Sondern für Leute, die anfangen und auf dem Weg besser werden wollen.

Starte mit CHF 1. Heute. Nicht morgen. Nicht «wenn der Markt korrigiert». Nicht «wenn ich mehr weiss». Heute.

Dein zukünftiges Ich wird dir dankbar sein.


Der erste Schritt ist der schwerste. Danach wird es leichter.

3a, Freizügigkeit oder freies Investieren. Quality Investing. Echte Unternehmen. Echte Menschen an deiner Seite.

Starte mit CHF 1 – kostenlose App

Disclaimer: Dieser Artikel gibt persönliche Erfahrungen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Renditen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Jede Anlage birgt Risiken, einschliesslich des Risikos eines Kapitalverlusts. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter.