Vermögensverwaltung Schweiz: Erfahrungen, Kosten & Alternativen


Ein Schweizer investiert 2013 sein Pensionskasse-Kapital bei einem traditionellen Vermögensverwalter. Sieben Jahre später ist weniger auf dem Konto als zu Beginn. Kein Einzelfall — sondern ein Systemfehler, der Millionen Schweizer betrifft.
Gleichzeitig sitzen hunderttausende Anleger auf Einzelaktien-Depots bei Swissquote und anderen Brokern — aufgebaut über Jahre, ohne klare Strategie, und unmöglich für den Partner zu verwalten. Der Mann pickt am Wochenende Aktien. Die Frau hat sich noch nie eingeloggt. Niemand spricht darüber, was passiert, wenn der Aktien-Picker plötzlich nicht mehr da ist.
Dieser Artikel liefert eine ehrliche, zahlenbasierte Analyse der Vermögensverwaltung in der Schweiz: Was funktioniert, was nicht, was es wirklich kostet, und was du konkret tun kannst. Ob du CHF 50'000 oder CHF 5'000'000 hast — die Prinzipien sind dieselben.
Die Schweiz verwaltet rund USD 2.2 Billionen an ausländischem Privatvermögen — mehr als jedes andere Land der Welt. Sie ist das unangefochtene globale Zentrum der Vermögensverwaltung. Und dennoch sind es paradoxerweise gerade Schweizer Privatanleger, die oft die schlechtesten Deals bekommen. Der Grund: ein System, das für die Verwalter optimiert ist — nicht für die Kunden.
Studien der Universität Zürich und der FINMA zeigen konsistent: Der Grossteil aktiv verwalteter Mandate in der Schweiz performt nach Abzug aller Kosten schlechter als ein einfacher Indexfonds. Nicht manchmal. Nicht in schlechten Jahren. Systematisch über Jahrzehnte. Eine Studie aus 2025, die 115 reale Vermögensverwaltungs-Portfolios analysierte, fand dass rund 71% der Schweizer Vermögensverwaltungsfirmen ihren Benchmark nach Gebühren verfehlten.
Wie ist das möglich im weltweit anspruchsvollsten Finanzmarkt? Drei strukturelle Probleme:
Das Ergebnis: eine Vermögensverwaltungsindustrie, die enorme Gebühren von Schweizer Sparern extrahiert und dabei durchschnittlich weniger liefert als ein kostengünstiger Indexfonds erzielt hätte. Die individuellen Ausnahmen — wirklich exzellente Manager — existieren, aber sie sind die Minderheit, nicht die Norm.
Angenommen du investierst CHF 300'000 — etwa ein durchschnittliches PK-Kapital. Über 20 Jahre, bei 7% Marktrendite vor Kosten:
| Gesamtkosten/Jahr | Endwert nach 20 Jahren | Verlust durch Gebühren | Typischer Anbieter |
|---|---|---|---|
| 0.2% | CHF 1'114'970 | CHF 45'935 | DIY mit günstigem ETF |
| 0.5% | CHF 1'053'810 | CHF 107'095 | Günstige digitale Plattform |
| 0.85% | CHF 987'240 | CHF 173'665 | arvy |
| 1.0% | CHF 956'613 | CHF 204'292 | Günstige Kantonalbank |
| 1.5% | CHF 868'354 | CHF 292'551 | VZ / Mittelklasse-Anbieter |
| 2.0% | CHF 788'130 | CHF 372'775 | Typisches Grossbank-Mandat |
| 2.5% | CHF 715'095 | CHF 445'810 | Teure Bank + teure Produkte |
Bei 2% Gesamtkosten (typisch für eine Schweizer Grossbank) verlierst du über 20 Jahre CHF 372'775. Das ist mehr als deine ursprüngliche Einlage. Der Unterschied zwischen einem 2%-Mandat und einer 0.5%-Digitallösung beträgt CHF 265'680 — genug, um bei vielen Schweizer Haushalten ein Jahrzehnt Ruhestandskosten zu finanzieren.
Und diese Zahlen nehmen an, dass der teure Verwalter den Markt vor Gebühren erreicht. In Wirklichkeit schaffen das die meisten nicht. Wenn Underperformance weitere 0.5–1% Drag hinzufügt (wie Studien für den durchschnittlichen aktiven Manager konsistent zeigen), können die wahren Kosten des falschen Vermögensverwalters auf einem CHF 300'000-Portfolio über 20 Jahre problemlos eine halbe Million Franken übersteigen.
Frage deinen Vermögensverwalter nach den Gesamtkosten (Total Expense Ratio) — inklusive Produktkosten, Transaktionskosten, Depotgebühren und FX-Spreads. Wenn er nicht innerhalb von 30 Sekunden eine klare Zahl nennen kann, ist das deine Antwort. Wenn die Summe über 1.5% liegt, zahlst du mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel.
Was zahlst du wirklich? Der Gebührenvergleich-Rechner zeigt den Unterschied in 30 Sekunden. Und der ehrliche Gebührenvergleich schlüsselt arvy vs. Robo-Advisor vs. Bank vs. DIY auf.
2012 fällte das Bundesgericht ein Grundsatzurteil: Retrozessionen (versteckte Provisionen, die Fondsanbieter an Banken für den Vertrieb ihrer Produkte zahlen) gehören dem Kunden, nicht der Bank. In der Theorie hätte das die Branche transformieren müssen. In der Praxis hat sich kaum etwas verändert.
So funktionieren Retrozessionen: Wenn deine Bank dein Geld in einen Fonds investiert, zahlt der Fondsanbieter der Bank eine Rückvergütung — typischerweise 0.3–0.8% pro Jahr des investierten Betrags. Bei einem CHF 500'000-Portfolio sind das CHF 1'500–4'000 pro Jahr, die an deine Bank fliessen — zusätzlich zu der Verwaltungsgebühr, die du bereits bezahlst. Du siehst diese Kosten nie — sie sind in der Fondsgebühr (TER) versteckt.
Nach dem Bundesgerichtsurteil begannen seriöse Verwalter damit, Retrozessionen an Kunden weiterzugeben oder auf retrozessionsfreie Anteilsklassen umzustellen. Viele Banken strukturierten aber einfach ihre Gebührenmodelle um: Sie erhöhten die sichtbare Verwaltungsgebühr und behaupteten, Retrozessionen eliminiert zu haben — während sich die Gesamtkosten für den Kunden kaum veränderten.
Wie du dich schützen kannst: Stelle deinem Vermögensverwalter drei direkte Fragen. (1) Erhalten Sie Retrozessionen auf die Produkte in meinem Portfolio? (2) Wenn ja, werden diese vollständig an mich weitergegeben? (3) Können Sie mir die Netto-Performance nach allen Kosten im Vergleich zu einem globalen Aktien-Benchmark zeigen? Wenn du keine klaren Antworten bekommst, solltest du das als Warnsignal werten.
Die grösste Vermögensverwalterin der Welt. Professionell, global, teuer. Typische Mandatskosten: 1.2–1.8% Verwaltungsgebühr plus Produktkosten, was die Gesamtkosten auf 1.8–2.5% bringt. Kundenberichte beschreiben soliden Service und umfassendes Reporting, aber es ist schwierig, die effektive Rendite nach allen Kosten nachzuvollziehen. Die häufigste Kritik: UBS empfiehlt primär eigene Produkte (UBS-Fonds, UBS-Strukturierte Produkte), was inhärente Interessenkonflikte schafft. Für Kunden mit über CHF 1 Million sind Gebühren verhandelbar — aber wenige verhandeln, und die Bank bietet nicht proaktiv tiefere Sätze an.
Positioniert sich als «unabhängige» Alternative zu Banken. Kosten: 0.8–1.3% plus Produktkosten. Viele Kunden berichten positive Beratungserfahrungen, besonders bei Vorsorgeplanung und Steueroptimierung. Allerdings verwendet das VZ häufig eigene Produkte und Mandate. Die Erfahrung eines arvy-Nutzers — PK-Kapital beim VZ angelegt, nach 7 Jahren weniger auf dem Konto — zeigt, dass «unabhängig» nicht automatisch «besser performend» bedeutet. Die Stärke des VZ liegt in der Planung und Beratung; die Anlageperformance ist gemischt.
Vertrauenswürdig, lokal verankert, mit Kantonsgarantie. Kosten: 0.8–1.5% plus Produktgebühren. Für konservative Anleger, die eine persönliche Beziehung schätzen, können Kantonalbanken eine solide Wahl sein. Die Nachteile: wenig Innovation, oft fokussiert auf ältere Kundengruppen, und Anlagestrategien die stark Richtung Obligationen und Schweizer Aktien tendieren — eine Kombination, die in den letzten zehn Jahren Mühe hatte, die Inflation zu schlagen. Die Swisscanto-Fonds der ZKB sind angesehen, tragen aber Produktgebühren zusätzlich zu den Mandatskosten.
Die neue Generation. Kosten: 0.4–0.8% total. Algorithmusgesteuert, transparent, tiefe Mindestanlagen. Die Vorteile sind klar: tiefere Gebühren, breite Diversifikation und einfaches Onboarding. Die Einschränkung: Die meisten Robo-Advisors investieren ausschliesslich in ETFs oder Indexfonds und bieten keine aktive Selektion. Für viele Anleger ist das völlig in Ordnung — und produziert oft bessere Ergebnisse als teure aktive Verwaltung. Wer einen qualitätsorientierten Ansatz statt reinem Indexing sucht, dem fühlen sich Robo-Advisors möglicherweise zu generisch an.
Kosten: 0.69–0.89% Verwaltungsgebühr + 0.15–0.22% Produktkosten. Was arvy von jeder anderen Plattform unterscheidet: Die Gründer — Florian, Patrick und Thierry — investieren jeweils über CHF 100'000 ihres eigenen Geldes im selben Portfolio. Das ist kein Marketing-Claim — das ist eine fundamental andere Anreizstruktur. Wenn das persönliche Vermögen des Verwalters auf dem Spiel steht, sind die Interessen vollständig aligned. arvy investiert nicht in ETFs, sondern wählt 30 Qualitätsunternehmen mit starken Cashflows, wachsenden Dividenden und dominanten Marktpositionen aus. FINMA-reguliert mit KAG-Lizenz. → Skin in the Game
| Anbieter | Gesamtkosten (ca.) | Mindestanlage | Skin in the Game |
|---|---|---|---|
| UBS | 1.8–2.5% | CHF 100'000+ | Nein |
| VZ Vermögenszentrum | 1.0–1.8% | CHF 50'000+ | Nein |
| ZKB | 1.0–1.7% | CHF 50'000+ | Nein |
| Selma / True Wealth | 0.5–0.8% | CHF 2'000–5'000 | Nein |
| arvy (App) | 0.85–1.1% | CHF 1 | Ja — CHF 100k+ pro Gründer |
| arvy Aktienfonds | 1.00% + ~0.22% | Keine Mindestanlage | Ja — CHF 100k+ pro Gründer |
| DIY (Swissquote + ETF) | 0.2–0.4% + Transaktionskosten & anderes (siehe unten) | Keine | Entfällt |
Das typische Schweizer Einzelaktien-Depot sieht so aus: Nestlé (weil Schweizer Aktie), Novartis (dito), Roche (weil Gesundheit «sicher» ist), Apple (weil jeder Apple kauft), ein paar Banktitel (Empfehlung des Beraters 2018), zwei Biotech-Aktien (Tipp eines Kollegen am Grillabend), und 3–4 Positionen die tief im Minus sind, aber «schon noch kommen werden».
Das ist kein Portfolio. Das ist eine Ansammlung von Einzelentscheidungen zu verschiedenen Zeiten, aus verschiedenen Gründen, ohne verbindende Strategie. Und es ist erstaunlich verbreitet — allein Swissquote hat über 600'000 Konten in der Schweiz, und ein grosser Teil davon enthält genau diese Art von zufälliger Anhäufung.
Die typischen Schwächen eines Schweizer DIY-Aktienportfolios:
Einzelaktien machen nur Sinn, wenn du alle vier folgenden Bedingungen erfüllst: du investierst mindestens 5 Stunden pro Woche in Recherche, du folgst einer klar definierten Investmentstrategie (nicht Tipps von Freunden), du kannst -30% Drawdowns emotional verkraften ohne zu verkaufen, und dein Portfolio ist so dokumentiert, dass jemand anderes es weiterführen könnte.
Könnte dein Partner dein Depot weiterführen, wenn du morgen plötzlich nicht mehr da wärst? Wenn die Antwort «nein» ist, hast du ein Struktur-Problem — egal wie gut die Performance ist.
Schweizer Anleger haben einen der stärksten Home Biases in der entwickelten Welt. Laut Studien der Schweizerischen Nationalbank und verschiedener akademischer Untersuchungen allozieren Schweizer Pensionskassen rund 35–40% in inländische Aktien. Privatanleger allozieren oft noch mehr — 50–70% sind in selbstverwalteten Swissquote-Depots üblich.
Warum ist das ein Problem? Die Schweiz macht rund 3% der globalen Börsenkapitalisierung aus. Wenn du 50% deines Portfolios in Schweizer Aktien steckst, wettest du darauf, dass der Schweizer Markt die restlichen 97% der Welt übertrifft. In den letzten zehn Jahren hat sich diese Wette nicht ausbezahlt: Der Swiss Performance Index (SPI) lieferte rund 7% jährlich, während der MSCI World in CHF etwa 10% erzielte. Der Unterschied potenziert sich über die Zeit dramatisch.
Noch wichtiger: Schweizer Aktien sind stark konzentriert. Nestlé, Novartis und Roche machen zusammen rund 50% des Swiss Market Index (SMI) aus. «Schweizer Aktien besitzen» heisst oft: drei Gesundheits- und Konsumunternehmen besitzen, mit ein paar Banken obendrauf. Das ist keine Diversifikation — das ist Sektorkonzentration, verkleidet als patriotisches Investieren.
Die Lösung: Schweizer Allokation auf 5–15% reduzieren (entsprechend dem tatsächlichen Gewicht der Schweiz in der Weltwirtschaft plus einem bescheidenen Home-Bias-Aufschlag), den Rest global investieren. In der Schweiz ist diese Umschichtung komplett steuerfrei — ein einzigartiger Vorteil, den Anleger in den meisten anderen Ländern nicht haben.
Für die meisten Anleger — besonders für diejenigen mit einem Partner ohne Börsenerfahrung — ist eine schrittweise Umschichtung die beste Lösung. Nicht alles auf einmal, sondern systematisch über 12 Monate:
Die freigewordenen Mittel fliessen jeweils direkt in ein diversifiziertes Qualitätsportfolio — entweder über einen Sparplan bei arvy oder durch Kauf des arvy Aktienfonds (Valor 130614478) über deinen bestehenden Broker. Du bist zu keinem Zeitpunkt «nicht investiert» — du tauschst nur die Struktur von zufälliger Anhäufung zu bewusster Strategie.
Ist das statistisch optimal? Nicht unbedingt — alles sofort umschichten schlägt den gestaffelten Ansatz in rund zwei Dritteln der Fälle. Aber der psychologische Vorteil eines 12-Monats-Plans ist enorm: Du musst nicht eine grosse, beängstigende Entscheidung treffen. Du triffst zwölf kleine, handhabbare. Und jeden Monat wird dein Portfolio einfacher, diversifizierter und leichter verständlich — für dich und deinen Partner.
Das ist der eine Punkt, den viele Schweizer Anleger nicht voll zu schätzen wissen: Die Schweiz erhebt keine Kapitalgewinnsteuer auf private Wertschriften. Du kannst Aktien mit beliebig hohen unrealisierten Gewinnen — CHF 10'000 oder CHF 1'000'000 — komplett steuerfrei verkaufen.
In den USA würde die Umschichtung eines CHF 500'000-Portfolios mit CHF 200'000 unrealisierten Gewinnen rund CHF 30'000–40'000 Kapitalgewinnsteuer auslösen. In Deutschland rund CHF 50'000. In der Schweiz: null.
Das heisst: Die Kosten für eine Umschichtung in der Schweiz beschränken sich auf Transaktionsgebühren und Stempelsteuer. Bei Swissquote liegen Transaktionsgebühren bei CHF 9–40 pro Trade. Die Stempelsteuer beträgt 0.075% bei Schweizer Titeln und 0.15% bei ausländischen. Bei einem CHF 300'000-Portfolio mit 15 Positionen betragen die gesamten Umschichtungskosten rund CHF 500–1'000 — eine einmalige Ausgabe, die im Vergleich zu den langfristigen Einsparungen durch tiefere jährliche Gebühren trivial ist.
Wenn du das Umschichten aufgeschoben hast, weil du dir Sorgen über Steuerfolgen machst: Es gibt keine. Das ist eine der Situationen, in denen das Schweizer Steuersystem überwältigend zugunsten des Anlegers arbeitet.
Swissquote (DIY): CHF 9–40 pro Trade + Depot (CHF 80–200/Jahr) + Steuerauszug (CHF 100) + FX-Spreads. Bei 40 Trades/Jahr: ca. CHF 630+.
arvy: Alles in 0.69–0.89% enthalten — Transaktionen, FX, Steuerauszug, Bildung. Auf CHF 100'000: CHF 690–890/Jahr. Auf CHF 10'000: CHF 69–89/Jahr. → Detaillierter Gebührenvergleich
Investiert der Verwalter sein eigenes Geld — substanzielle Beträge, nicht Alibi-Positionen — im selben Portfolio wie du? Wenn ja, sind seine Interessen auf die fundamentalste Weise mit deinen aligned. Wenn nein, verdient er an dir unabhängig davon, was mit deinem Geld passiert. Das ist das wichtigste Kriterium überhaupt, und dasjenige, an dem die meisten Vermögensverwalter scheitern. Stelle die Frage direkt. Wenn sie ausweichen, hast du deine Antwort.
Du solltest auf den Rappen genau wissen, was du bezahlst. Verwaltungsgebühr, Produktkosten, Transaktionskosten, Depotgebühren, FX-Marge, Stempelsteuer. Verlange die Zahl als einzigen Prozentsatz des verwalteten Vermögens. Liegt er über 1.5%, lässt du mit hoher Wahrscheinlichkeit Geld liegen. Über 2%? Dann subventionierst du die Gewinnmarge der Bank. → arvy's Gebühren im Detail
Brutto-Renditen sind bedeutungslos — was zählt, ist was nach allen Kosten auf deinem Konto ankommt. Frage nach der Net-of-Fees Performance über 5 und 10 Jahre, verglichen mit einem globalen Aktien-Benchmark wie dem MSCI World oder MSCI ACWI. Wenn der Verwalter das nicht liefern kann oder will, sagt das alles was du wissen musst.
Wenn du deine Anlagestrategie nicht in zwei Sätzen erklären kannst, stimmt etwas nicht. Entweder ist das Portfolio zu komplex, oder der Verwalter hat es nicht klar genug kommuniziert. Komplexität ist kein Zeichen von Raffinesse — oft ist sie ein Zeichen dafür, dass dir Dinge verkauft werden, die du nicht brauchst. Die besten Anlagestrategien sind einfach genug, dass beide Partner sie verstehen.
Kann dein Partner das Portfolio weiterführen, wenn du nicht mehr da bist? Oder braucht es einen MBA und 10 Stunden pro Woche, um 47 verschiedene Positionen in 4 Währungen zu verstehen? Einfachheit in der Erbsituation ist kein Zeichen von Unwissenheit — es ist ein Akt der Liebe und der Voraussicht. → Was passiert mit deinen Investitionen nach dem Tod
Nicht jeder will eine neue App. Wenn du bereits ein Depot bei Swissquote, Saxo, IBKR, PostFinance, UBS, ZKB, Raiffeisen oder einem anderen Schweizer Broker hast, kannst du den arvy Aktienfonds direkt dort kaufen — ohne neues Konto, ohne Wechsel, ohne Aufwand.
Der Fonds eignet sich besonders für Einmalanlagen ab CHF 10'000 — z.B. PK-Kapitalauszahlungen, Erbschaften, oder die Umschichtung eines Einzelaktien-Depots. Keine Mindestanlage, keine Ausgabekommission, tägliche Liquidität.
→ Alle Details zum arvy Aktienfonds
Eine berechtigte Frage. Wenn Gebühren der grösste Faktor für die Langfristrendite sind, warum nicht einfach einen globalen ETF für 0.2% kaufen und fertig?
Für viele Anleger ist das tatsächlich eine absolut gute Strategie. Ein ETF auf den MSCI World oder FTSE All-World bietet breite Diversifikation zu Tiefstkosten. Wer sich zutraut, ETFs selbst auszuwählen, zu kaufen und zu rebalancieren, und keine Beratung braucht, der fährt mit DIY-Indexinvesting schwer zu schlagen.
Aber es gibt zwei wichtige Einschränkungen. Erstens: Ein ETF bildet einen Index ab — das heisst, er hält die besten Unternehmen genauso wie die schlechtesten. Die Top-Performer im S&P 500 treiben den Grossteil der Indexrendite, während die untere Hälfte oft Wert vernichtet. Ein Index enthält alle unterschiedslos.
Zweitens, und praktisch wichtiger: DIY-Indexinvesting erfordert Disziplin. Du musst dem Drang widerstehen, während Crashs zu verkaufen. Du musst regelmässig rebalancieren. Du musst FX-Entscheidungen treffen, die Steuerberichterstattung managen und — entscheidend — ein System schaffen, das dein Partner eigenständig bedienen könnte. Viele Leute, die mit DIY-ETFs starten, geben die Strategie während eines Abschwungs auf, oder häufen nach und nach zufällige Zusatzpositionen an, die die Einfachheit des Ansatzes untergraben.
Der arvy Aktienfonds verfolgt einen anderen Ansatz: Statt alles zu besitzen, wählt er 30 Qualitätsunternehmen aus — Firmen mit starken Cashflows, wachsenden Dividenden, dominanten Marktpositionen und exzellenter Unternehmensführung. Das ist Quality Investing statt Indexinvesting. Und weil die arvy-Gründer ihr eigenes Vermögen im selben Fonds investiert haben, weisst du, dass der Selektionsprozess von echter Überzeugung getrieben ist — nicht von Vermögenswachstums-Anreizen. → Quality Investing erklärt
Du hast wenig Erfahrung und willst es einfach: Eine digitale Plattform wie arvy ist ideal. Du investierst ab CHF 1/Monat in ein professionell verwaltetes Qualitätsportfolio, die Kosten sind transparent und tief, und dein Partner kann es jederzeit übernehmen. Das ist die Lösung, die für 90% der Leute funktioniert, die arvy kontaktieren — Paare, die ihr Geld gut investiert haben wollen, ohne selbst Experten werden zu müssen. → Sparplan einrichten
Du hast Erfahrung und ein bestehendes Portfolio: Prüfe zuerst deine tatsächlichen Kosten. Fordere eine vollständige Total Expense Ratio von deinem Verwalter an. Dann vergleiche deine Netto-Performance über 5 Jahre mit dem MSCI World Index. Wenn du underperformt hast, ist die Rechnung einfach: Wechsle zu einer günstigeren Lösung. Nutze den 12-Monats-Plan oben für die schrittweise Umschichtung.
Du hast ein grosses Vermögen (CHF 500k+): Erwäge einen aufgeteilten Ansatz. Nutze den arvy Aktienfonds für den Kern deines Portfolios (60–80%), und behalte eine kleine Allokation in Einzeltiteln, wenn dir Recherche Spass macht. Für Nachlassplanung und Steueroptimierung lohnt sich ein Gespräch mit einem unabhängigen Honorarberater (der auf Stundenbasis abrechnet, nicht nach Vermögen). Aber für den Anlageteil selbst bleibt das Prinzip dasselbe: Tiefe Kosten und breite Diversifikation schlagen teure Expertenmeinungen — das ist keine Theorie, sondern eine statistische Tatsache, belegt durch Jahrzehnte an Daten.
Du willst für deinen Partner vorsorgen: Das ist vielleicht die wichtigste Überlegung von allen. Wähle eine Lösung, die einfach genug ist, dass dein Partner sie allein verwalten kann — ohne verstehen zu müssen, was ein KGV ist oder wann rebalanciert werden muss. Ein Sparplan bei arvy, oder Anteile am arvy Aktienfonds in deinem bestehenden Depot, erfüllen dieses Kriterium. 15 Einzelaktien bei Swissquote, verwaltet nach Bauchgefühl und Wochenend-Lektüre, nicht.
Die Frage ist nicht «Wer verwaltet mein Geld am besten?» — die Frage ist «Wer hat dieselben Interessen wie ich?»
Bereit für den nächsten Schritt? Starte mit dem Gebührenvergleich-Rechner um zu sehen, was du wirklich zahlst. Dann entscheide: Sparplan einrichten oder den Aktienfonds über deine Bank kaufen.
Dieser Artikel wurde von Team arvy verfasst. Zuletzt aktualisiert März 2026.
Disclaimer: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für individuelle Fragen wende dich an eine qualifizierte Fachperson. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter mit KAG-Lizenz. Impressum & Rechtliche Hinweise