Wie viel Geld brauche ich in der Schweiz?

März 10, 2025 5 Minuten Lesezeit
Wie viel Geld brauche ich in der Schweiz? 3 ehrliche Monatsbudgets | arvy

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arvy's Teaser: «Das Leben in der Schweiz ist teuer.» Ja, stimmt. Aber wie teuer genau? Die meisten Budgetrechner geben dir Durchschnittswerte, die nichts mit deinem Leben zu tun haben. Hier bekommst du drei ehrliche Monatsbudgets — Zeile für Zeile, für drei typische Lebenssituationen, mit realistischen Zahlen aus der Grossregion Zürich. Und am Ende: die Antwort auf die wichtigste Frage — wie viel du jeden Monat investieren solltest.

Von Thierry Borgeat, Co-Founder arvy · Zuletzt aktualisiert April 2026 · 10 Minuten Lesezeit

20–30%
Realistische Sparquote Single ohne Kinder
CHF 1'800
Typische Kitakosten für 2 Kinder (3 Tage)
CHF 7'258
3a-Maximum 2026 — CHF 605/Monat
Hinweis: Grossregion Zürich

Alle Budgets basieren auf der Grossregion Zürich (Stadt + Agglomeration). In günstigeren Kantonen (Aargau, Thurgau, Luzern Land) sind Miete, Steuern und Krankenkasse oft 20–30% tiefer. Passe die Zahlen an deinen Standort an.


Budget 1: Single, 28 Jahre, CHF 80'000 brutto

Profil: Software-Entwicklerin, B-Bewilligung, 2.5-Zimmer-Wohnung Zürich-Altstetten, ÖV, kein Auto.

Monatliches Budget – CHF 80'000 brutto / ca. CHF 5'150 netto*
Fixkosten
Miete (2.5 Zi, Altstetten)CHF 1'650
Krankenkasse (Grundversicherung, Franchise 2'500)CHF 350
ÖV-Abo (Zonen-Abo)CHF 230
Handy + InternetCHF 80
Serafe (Radio/TV)CHF 28
Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat)CHF 40
Variable Kosten
Lebensmittel & HaushaltCHF 550
Auswärts essen & AusgangCHF 300
Kleidung & PersönlichesCHF 150
Freizeit, Sport, AbosCHF 200
Gesundheit (Zahnarzt, Selbstbehalt)CHF 80
Reisen / Ferien (Rücklage)CHF 250
Total AusgabenCHF 3'908
Übrig zum InvestierenCHF ~1'240 / Monat
*Netto nach AHV, PK-Beiträgen und Quellensteuer (B-Bewilligung). Steuern bereits abgezogen.
Was machen mit den CHF 1'240?

→ CHF 605/Monat in die Säule 3a (= CHF 7'258/Jahr, Maximum ausgeschöpft)
→ CHF 635/Monat in freies Investieren (Qualitätsstrategie via arvy)
Sparquote: 24% — solide. In 10 Jahren: bei 5% Rendite rund CHF 190'000.


Budget 2: Paar, beide 34, CHF 150'000 brutto kombiniert

Profil: Er Projektleiter (CHF 95k), sie Marketing-Managerin (CHF 55k). C-Bewilligung, 3.5-Zimmer-Wohnung Winterthur, ein Auto.

Monatliches Budget – CHF 150'000 brutto / ca. CHF 8'900 netto*
Fixkosten
Miete (3.5 Zi, Winterthur)CHF 1'900
NebenkostenCHF 200
Krankenkasse (2 Personen)CHF 700
Steuern (Rücklage, ordentliche Veranlagung)CHF 1'300
Auto (Leasing/Amortisation, Versicherung, Benzin)CHF 650
Handy + InternetCHF 120
Serafe + VersicherungenCHF 100
Variable Kosten
Lebensmittel & HaushaltCHF 900
Auswärts essen & AusgangCHF 400
Kleidung & PersönlichesCHF 250
Freizeit, Sport, AbosCHF 300
GesundheitCHF 120
Reisen / FerienCHF 500
Total AusgabenCHF 7'440
Übrig zum InvestierenCHF ~1'460 / Monat
*Netto nach AHV und PK-Beiträgen, Steuerrücklage separat eingerechnet.
Was machen mit den CHF 1'460?

→ CHF 1'210/Monat in 2× Säule 3a (beide Partner je CHF 605/Monat = CHF 14'516/Jahr)
→ CHF 250/Monat in freies Investieren
Sparquote: 16% — okay, aber Luft nach oben. Auto abschaffen → Sparquote springt auf 24%.


Budget 3: Familie, 2 Kinder (3 & 6 J.), CHF 180'000 brutto

Profil: Er Teamleiter Pharma (CHF 130k), sie 60% Lehrerin (CHF 50k). C-Bewilligung, 4.5-Zimmer-Wohnung Uster, ein Auto, Kita + Hort.

Monatliches Budget – CHF 180'000 brutto / ca. CHF 10'700 netto*
Fixkosten
Miete (4.5 Zi, Uster)CHF 2'400
NebenkostenCHF 280
Krankenkasse (2 Erw. + 2 Kinder)CHF 1'050
Steuern (Rücklage)CHF 1'600
Kita + Hort (2 Kinder, 3 Tage)CHF 1'800
AutoCHF 650
Handy + Internet + Serafe + VersicherungenCHF 250
Variable Kosten
Lebensmittel & Haushalt (4 Personen)CHF 1'200
Auswärts essenCHF 250
Kleidung (4 Personen)CHF 250
Freizeit, Hobbies, Kinder-AktivitätenCHF 300
Gesundheit (Familie)CHF 150
Reisen / FerienCHF 400
Total AusgabenCHF 10'580
Übrig zum InvestierenCHF ~120 / Monat
*Netto nach AHV und PK-Beiträgen, Steuerrücklage eingerechnet. Familienzulagen (~CHF 450/Mt.) enthalten.
Realitätscheck: Kinderbetreuung ist der grösste Ausgabenposten

CHF 1'800/Monat für Kita und Hort — mehr als die Krankenkasse der ganzen Familie. Das ist Realität in der Deutschschweiz. Sobald die Kinder in der Schule sind, öffnet sich ein massiver Sparhebel. Bis dahin: 3a priorisieren (steuerabzugsfähig) und CHF 120 als Puffer aufs Sparkonto. Investitionsmodus startet, wenn die Kitakosten sinken — dann werden plötzlich CHF 1'500+/Monat frei.


Wie viel sollte ich investieren? Der Sparquoten-Check

Sparquote nach Lebenssituation

Single, keine Kinder20–30% realistisch
Paar, DINK (Double Income No Kids)25–35% realistisch
Familie mit Kita-Kindern5–15% (hart aber möglich)
Familie, Kinder in Schule15–25% (Kita-Ersparnis nutzen!)

Sparquote = (Investiert + 3a) ÷ Nettoeinkommen. PK-Beiträge zählen nicht dazu (bereits abgezogen).

«Die wichtigste Zahl ist nicht, was du verdienst. Es ist, was du investierst.»

Die 5 grössten Kostenfallen in der Schweiz

1. Krankenkasse: Nie vergleichen, nie wechseln

Die Grundversicherung ist bei allen Kassen identisch — nur der Preis unterscheidet sich. Wer nie wechselt, zahlt oft CHF 1'000–2'000 mehr pro Jahr als nötig. Vergleiche jedes Jahr bis November.

2. Essen gehen: Der stille Budget-Killer

Ein Mittagessen in Zürich: CHF 22–30. Fünfmal pro Woche: CHF 500–650/Monat. Selber kochen spart locker CHF 300/Monat — das sind CHF 3'600/Jahr, die direkt in deine 3a fliessen könnten.

3. Auto in der Stadt

Vollkosten eines Autos: CHF 600–900/Monat. In Städten mit gutem ÖV ist ein Mobility-Abo + Carsharing oft günstiger. Auto abschaffen: +CHF 600–900 Sparquote pro Monat.

4. Zu hohe Franchise bei der Krankenkasse

Faustregel: Wer seltener als 2× pro Jahr zum Arzt geht → hohe Franchise (CHF 2'500) spart Prämien. Wer öfter geht → tiefere Franchise berechnen.

5. Steuern nicht planen

Wer ordentlich veranlagt wird und die Steuerrechnung nicht einplant, steht im März vor einer Nachzahlung von CHF 5'000–15'000. Lege monatlich 10–15% des Bruttolohns als Steuerrücklage beiseite.


Was du mit dem Überschuss machen solltest

1️⃣ Notgroschen: 6 Monatsausgaben auf dem Sparkonto (→ CHF 50k Guide)
2️⃣ Säule 3a: Maximum ausschöpfen — CHF 7'258/Jahr (→ 3a-Vergleich 2026)
3️⃣ PK-Einkauf prüfen: Falls Lücke vorhanden (→ PK-Einkauf Guide)
4️⃣ Frei investieren: Alles darüber — langfristig, diversifiziert, per Sparplan


Häufig gestellte Fragen zu Budgets in der Schweiz

Wie viel Geld braucht man monatlich in der Schweiz?

Als Single in Zürich: realistisch CHF 3'500–4'500/Monat für ein normales Leben (ohne Auto, ohne Luxus). Als Paar: CHF 6'000–8'500. Als Familie mit 2 Kindern: CHF 9'000–12'000. Das variiert stark nach Kanton — in Aargau, Thurgau oder Luzern Land sind die Kosten 20–30% tiefer.

Wie viel sollte man in der Schweiz pro Monat sparen?

Die Empfehlung für langfristigen Vermögensaufbau: mindestens 20% des Nettoeinkommens. Singles ohne Kinder können realistisch 20–30% erreichen. Familien mit Kita-Kindern sind mit 5–15% schon gut aufgestellt. Ab dem Schulalter der Kinder kann die Sparquote auf 15–25% steigen.

Was kostet Kita in der Schweiz?

In der Deutschschweiz zahlen Eltern typischerweise CHF 800–1'200 pro Kind und Monat bei 3 Tagen Betreuung (je nach Einkommen und Gemeinde). Für 2 Kinder summiert sich das schnell auf CHF 1'500–2'000/Monat — mehr als Miete oder Krankenkasse. Ab dem Schulalter fällt dieser Posten grösstenteils weg.

Welche Krankenkassenfranchise ist in der Schweiz besser?

Faustregel: Bei seltenen Arztbesuchen (<2× pro Jahr) lohnt die hohe Franchise (CHF 2'500) — tiefere Prämien überwiegen. Wer regelmässig medizinische Leistungen braucht, sollte die tiefe Franchise (CHF 300) wählen. Rechne: (Prämienersparnis) vs. (Selbstbehalt-Differenz) für deine Situation.


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Egal ob CHF 100 oder CHF 1'000 pro Monat — mit arvy investierst du deine 3a und dein freies Vermögen in Qualitätsunternehmen.

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Disclaimer: Alle Budgets sind Richtwerte basierend auf der Grossregion Zürich, Stand 2026. Tatsächliche Kosten hängen von Kanton, Gemeinde und persönlicher Situation ab. arvy ist ein von der FINMA beaufsichtigter Vermögensverwalter.